Ich habe jetzt schon einige Hochstartversuche mit meinem Robbe Silence und
> der mitgelieferten Hochstarteinrichtung hinter mir. Das Modell steigt auf
> ca. 10 m Höhe. Jedoch bekomme ich in dieser Höhe noch keinen Anschluss an
> die Termik, egal ob tagsüber auf hellen Flächen oder abends auf dunklen, was
> meine Flugzeiten unangenehm verringert. Ab welcher Höhe kann man denn damit
> rechnen, Anschluss an eine Termikblase zu bekommen?
Hi Ingo, nun, 10 m Höhe sind etwas mager. Wirklich nur 10 m? Mit 30 m Gummi und 100 m Seil solltest du auf 50 - 70 m kommen - oder mehr.
Es gibt Leute, die behaupten, es gäbe Thermik schon ab Höhe 0. Mir ist es einmal schon im Landeanflug bei einem Vollkreis passiert, das der Flieger plötzlich höher war als vorher. So etwas ist aber reiner Zufall. Es gilt: Je tiefer der Flieger desto enger der Schlauch. Meine Erfahrungen: In 100 m Höhe kann es immer noch sein, daß man sehr eng kurbeln muß. Ab 200 m wird's entspannter und über 300 m geht es manchmal so großflächig hoch (oder runter), daß man Mühe hat aus dem Gebiet zu flüchten. Immer vorausgesetzt, es ist eine Wetterlage, wo überhaupt nutzbare Thermik ist. Wichtig ist auch, Windrichtung und Stärke und vor allem die Änderung zu beobachten. Es reicht also nicht aus, über dunkle oder helle Flächen zu kreisen und zu erwarten, daß es hoch geht. Thermikfinden und -fliegen in der Ebene ohne Hang ist schwer! Und ist sehr mühsam zu erlernen. Auch ich kann es bisher nur ein bißchen. Allerdings habe ich ein paar unfaire Vorteile: Ich habe einen E-Segler, den ich locker auf komfortable 200 m bringen kann. Und noch viel wichtiger: Ich habe ein Variometer eingebaut. Erst damit hatte ich erste Erfolge in der Thermiksegelei. Aus dem Gummiseil habe ich es noch nie in eine Blase geschafft - aber ich arbeite dran.
Für die thermiklose Zeit (z.B. Mitternacht) kann ich das folgende Buch wärmsten empfehlen. Witzig und locker geschrieben, fachkundig.
Markus Lisken, Ulf Gerber Das Thermikbuch für Modellflieger ISBN 3-88180-044-1
// Dirk