Heute ist wieder Bastelsendung im Internet. Und da wollen wir uns einen Schleuderguss-Apparat zusammenbauen. Wir können uns damit viele schwere und sinnlose Sachen aus Zink gießen. Wenn wir die Schutzgasflasche aufgedreht haben und den Schweißschirm aufgesetzt, dann kann es schon fast losgehen. Vorher lesen wir uns aber noch das da durch:
Kommentare, Fragen, Kritik und die üblichen Beleidigungen herzlich willkommen.
Gruß, Nick
Didn't find your answer? Ask the community — no account required.
K
Kai Daumiller
Hi Nick, habe mir deinen Apparat noch nicht so genau angesehen, habe aber neulich von einer interessanten Alternative gehört, dabei gings allerdings um Silber giessen und ich weiss auch nicht so recht, ob es bei grossen Guss-Stücken hinhaut:
Die Gussform wird mächtig aufgeheizt, weil das Silber sonst eh abkühlt ist bevor es da ist wo es hin soll. Dann macht man den Guss und rammt blitzschnell eine Kartoffel auf den Gusskanal und verschliesst ihn damit. Die Kartoffel verbrutzelt natürlich, worauf es aber ankommt ist, daß das Wasser in der Kartoffel heftig verdampft und der damit entstehende Überdruck das noch flüssige Metall weiter in die Form presst. Alternativ wurden auch nasse Bierdeckel mit kräftig auf die Form gedrückt.
Muss man natürlich nicht mehr machen, wenn man einen Schleuderguss-Apparat hat, für die anderen wäre es aber einen Versuch wert.
Tschau
Kai
PS: Im Hinterkopf habe ich ja so ein paar Bedenken, was passiert wenn einem dabei die Form platzt, aber angeblich war das mal ein gängiges Verfahren bei Goldschmieden.
N
Nick Müller
Das kenn ich. Macht man auch mit Schildpatt (?).
Dann rappelts im Gehäuse (das hoffentlich hält).
Gruß, Nick
N
Nick Müller
War ein Schmarrn. Das ist der "Tintenfischknochen" und den nimmt man als Gussform her. Oder so. 8-/
Nick
K
Kai Daumiller
Ja, den schneidet man durch und legt dann z.B. einen Ring ein, presst ihn wieder zusammen. Dann kannst du den Ring rausnehmen und hast einen Abdruck. Gußkanal schneiden, Hälften zusammenfügen, fertig ist die Form. Gibt eine ähnliche Oberfläche wie mit Formsand.
tschau
Kai, der voll Interesse betrachtet, was seine Schwester in der Goldschmiede Ausbildung so treibt :-)
P
Patrick Kuban
Hallo Nick,
Irgendwo muß noch das Skript von herumfliegen.
servus, Patrick
P
Patrick Kuban
Hallo Nick,
Ich kenn' das mit Ulmenholz.
Nö, genau so ;-) Vermutlich ist das auch im Deutschen Museum zu betrachten.
servus, Patrick
P
Patrick Kuban
Hallo Kai,
Das hatte ich mit einer gespannfahrenden Goldschmiedemeisterin auch getan. Allerdings hatte sogar die schon arge Not, noch eine finanzielle Bleibe in dieser Branche zu behalten.
servus, Patrick
N
Nick Müller
Ich liege gerade, also _kann_ ich nicht auf dem Schlauch stehen. Aber dann _liege_ ich halt auf dem Schlauch!
Achso, _Vorlesungs_skript (ich hab grad an Perl gedacht).
Gruß, Nick
M
Matthias Melcher
Beleidigung faellt mir leider auf anhieb ncht ein, aber ne Frage. Kann man das im Prinzip auch mit Kuststoff machen? Also als alternative zum Spritzguss?
N
Nick Müller
**Argl** Posted and mailed. BITTE NICHT! Das ärgert _nur_! Dann kopier ich meine Antwort aus der eMail raus. :-(
Schade. :-)
Ja, klar. Ob das aber unbedingt nötig ist, weiß ich nicht. Schädlich ist es sicher nicht. Ich habe es (noch) unterlassen einen Link in den Text zu schreiben. Darum bekommst Du den jetzt exklusiv: Da hab ich das Silikon und Zink her. Der verkauft auch "resin" (wie es auf Neudeutsch heißt). Also Gießharz in verschiedenen Qualitäten. Ich würde das aber zunächst mal ohne Schleuder versuchen. Hängt natürlich auch von der Form ab.
Wenn ich mir das so überlege, würde mich der relativ große Teil an Harz stören, der im Eingußrohr hängen bleibt. Sollte man also ohne Rohr machen. Bei Zink ist es egal, das schmilzt man einfach wieder ein.
Die Silikone für die Gußformen sind für Harz auch deutlich billiger.