Der Terminmarkt interessiert bezüglich der Betriebssicherheit des Stromnetzes überhaupt nicht. Der ist nur dazu da den Spieltrieb der Stromhändler zu befriedigen.
Entscheidend für den Fahrplan ist der Day-Ahead-Markt.
Die speisen möglicherweise überhaupt nicht selbst ein, weil jemand die gewünschte Energiemenge am Day-Ahead-markt günstiger anbietet als er ihn selbst produzieren kann. Der Erzeuger der auf Termin verkauft hat weiss zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht ob er in der Rangfolge der Merit-Order mit der Produktion überhaupt zum Zuge kommt.
Dem Händler der sich eingedeckt hat nutzt das nichts mehr. Aber der Erzeuger kann entscheiden ob er den Strom selbst anbietet oder aber sich günstiger am Markt beschafft.
Doch, diese Art der Systemdienstleistung wird von den Windkraftanlagen schon gefordert. Aber sie könnten noch weit mehr.
Nur wenn man die Anlagen nicht mitwirken lässt. Schon beim 50,2 Hz Problem haben die Netzbetreiber das Thema verschlafen und verschleppt. Jetzt geht es bei anderen Systemdienstleistungen weiter.
Das ist so weil es den Anlagen so von den Netzbetreiber vorgeschrieben wird.
Das ist nicht eingebaut, weil die Netzbetreiber und ihre (ehemaligen) Eigentümer nicht wollen. Denn wenn die EE alles an Systemdienstleistungen dürften was sie könnten, dann wäre die Daseinsberechtigung für viele konventionelle Kraftwerke bald erloschen.
Erkennst Du nicht wie widersinnig die Argumente sind?
Man argumentiert für eine Mindestleistung der konventionellen Kraftwerke auf der Basis, dass den EE-Anlagen der Zugang zu diesen Systemleistungen verwehrt ist. Natürlich gibt es deshalb *heute* in bestimmten Situation keine Möglichkeit auf eine Mindestleistung bei der konventionellen Erzeugung zu verzichten.
Aber anstatt dass man dafür sorgt dass auch die EE-Anlagen vermehrt ihren Beitrag zur Netzstabilisierung (Frequenz und Spannung) leisten (müssen), wird das nicht voran getrieben, weil man dann auch an dieser Stelle Konkurrenz bekommt.