Leitungsverluste durch Verlängerungskabel fü r Gartenhäcksler?

Hallo,
wir haben uns im Verein einen Gartenhäcksler zugelegt und stehen vor der
Überlegung, ob ein Stromaggregat nötig ist oder ob wir den Strom vom
Vereinshaus per Verlängerungskabel beziehen können.
Ein paar Eckpunkte:
Häcksler: 2500 W
Länge des benötigten Kabels: 150-200m (3x2,5mm)
220/230V, 16A aus der Steckdose
Kann es Probleme beim Betrieb des Gerätes geben und wie hoch wären die
Verluste bei 200m Kabel?
Gruß
Frank
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Frank Schaub
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Frank Schaub schrieb:
Cu hat 0,017 Ohm pro m pro mm^2. Macht für deine Leitung (hin und zurück zusammen) ~= 2,7 Ohm.
Der Häcksler hat einen Innenwiderstand von 230V^2/2500W ~= 21 Ohm. Damit ergibt sich ein Spannungsteiler
U(Häcksler) = 230V * 21 Ohm / ( 21 Ohm + 2,7 Ohm ) ~= 204V
Daraus folgt:
P = 204V^2 /
21 Ohm ~= 1980 W
Dein Häcksler hat also nur noch 80% der Nennleistung. Der Rest wird am Kabel verheizt. Nennenswert geringere Verluste sind erst ab 6mm^2 Aderquerschnitt zu erwarten.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Jan Kandziora
Jan Kandziora schrieb u.a.:
Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Gruß Frank
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Frank Schaub
Frank Schaub schrieb:
Du hast vergessen uns den sog. Leistungsfaktor zu nennen bzw. uns zu erzählen um welche Leistung es sich bei diesem Häcksler handelt. Ist dies die sog. Scheinleistung, dann kann der Leistungsverlust auf der Leitung über die Effektivwerte berechnet werden. Handelt es sich um die Wirkleistung bräuchten wir diesen Faktor bzw. den cos(phi) auf jeden Fall.
Ich nehme mal an es ist die Scheinleistung:
1. Berechnung des elektrischen Widerstandes vom Häcksler PH=U^2/RH => RH=U^2/PH=230^2/2550 [Ohm]=21 [Ohm]
2. Berechnung des elektrischen Widerstandes der Leitung (Kupfer) RL=2*roh*L/A=2*0,0178*200/4,9=1,5 [Ohm]
3. Berechnung der effektiven Stromstärke Ieff=230/(1,5 + 21) [Ampere] = 10,2 Ampere
4. Spannungsabfall auf den Leitungen UL=10,2*1,5 [Volt] = 15,3 [Volt]
5. Leistungsverlust durch die Leitungen PL=15,3*
10,3 [Watt] = 156,4 [Watt]
6. An den Häcksler abgegebene Leistungt PH'=21*10,3^2 [Watt] = 2185 [Watt]
7. Stromdichte auf der Leitung j=10,2/4,9 [Ampere/mm^2] = 2,1 [Ampere/mm^2] Zulässig sind 167 [Ampere/mm^2]
8. Versorgungsspannung Es bleibt zu prüfen ob eine Versorgungsspannung von (230 - 15,3)Volt = 214,7 Volt ausreichen.
Alle Angaben ohne Gewähr oder Rechtsverbindlichkeit! Es handelt sich nur um ein Beispiel das zur Diskussion veröffentlicht wurde.
MFG Stefan
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Stefan Sprungk
Jan Kandziora schrieb:
Hallo,
na ja, nicht ganz, Kabel und Häcksler nehmen zusammen nur noch 2232 W auf, es werden also nur 252 W im Kabel verheizt, nicht gleich 520 W.
Der Motor des Häckslers wird allerdings nur bei voller Belastung die Nennleistung aufnehmen, im Leerlauf erheblich weniger.
Allerdings wäre noch zu prüfen ob man 200 m 2,5 mm^2 mit 16 A absichern kann, wenn der Innenwiderstand des Netzes an der Steckdose mehr als 0,175 Ohm beträgt wird der Kurzschlußstrom zu niedrig für eine schnelle Auslösung des Leitungsschutzschalters. Daher wären also auch deutlich mehr als 2,5 mm^2 Querschnitt zu empfehlen.
Bye
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Uwe Hercksen
"Frank Schaub" schrieb im Newsbeitrag news:48ce2da6$0$6563$ snipped-for-privacy@newsspool4.arcor-online.net...
Ein Spannungsabfall von 13,5% ist nicht erlaubt:
Nach DIN 18015
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JCH
Uwe Hercksen schrieb:
Motoren k=F6nnen bei sinkender Spannung und entsprechender Belastung ihre= n Strombedarf erh=F6hen.
--=20 mfg hdw
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Horst-D.Winzler
Horst-D.Winzler schrieb:
So ist es. Allerdings sinkt dabei das Kippmoment, und das ist bei so einem Kondensatormotor eh nicht besonders toll. Ich würde ehr zu einem Häcksler mit Drehstrommotor raten, und dann 5x2,5qmm Strippe. Aber auch mit 5*1,5qmm wäre es schon besser als mit Kondensatormotor und 3x2,5qmm.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Hallo, Jan,
Du (jjj) meintest am 15.09.08:
Vielleicht. Der rechnerische Widerstand des Häckslers dürfte allemal von der Spannung abhängen (und ist insbesondere kein Wirkwiderstand - ein wenig mechanische Leitung wird sicherlich auch abgegeben werden).
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen
Hallo, JCH,
Du (janch) meintest am 15.09.08:
Bis zur Steckdose. Ich als Abnehmer (und Bezahler) darf daran auch einen Häcksler mit langer Leitung anschliessen.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen
Dieter Wiedmann schrieb:
Wenn man eh vor der Wahl steht, direkt ein Gerät mit Benzinantrieb, dürfte preiswerter sein als die Kombination passendes Kabel plus Elektrogerät und ist oft auch nicht ganz so empfindlich gegen Überlast. Bei der Kombination Elektro und 200m 2,5mm² sollte man daran denken, das die Sicherung im Falle des Falles sehr spät bzw u.U. auch gar nicht auslöst
Gruß Jan
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Jan Conrads
Das das für ein Verlängerungskabel gilt bezweifle ich, es ist keine Installation. Siehe auch Uwe Hercksen.
Ernst
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Ernst Keller
Jan Conrads schrieb:
Naja, ein ordentlicher Häcksler mit Benzinmotor ist doch ziemlich teuer, und zudem macht sowas noch mehr Lärm.
Man muss ja nicht mit C16A absichern.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann
Helmut Hullen schrieb:
Die an der Welle angegebene mechanische Leistung zeigt sich auf der elektrischen Seite als ohmscher Widerstand (==Wirkanteil). Läuft der Motor im Leerlauf, ist der ohmsche Anteil kleiner, im Vergleich zum Blindanteil sehr klein. Im Lastfall ist hingegen der Blindanteil vernachlässigbar.
Guck dir mal die Zeigerdiagramme an.
Der Leerlauffall ist aber für die Verlustberechnung uninteressant, weil der Strom nahe Null ist.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Jan Kandziora
Ernst Keller schrieb:
rote:
Hallo,
meines Wissens gilt das f=FCr die letzte Steckdose, also die am letzten Verl=E4ngerungskabel. Das Problem ist der Kurzschlussstrom. Bei einem B16 Leitungsschutzschalter darf der Kurzschlussstrom nicht > 80 A sein. Sonst l=F6st der LS nicht rechtzeitig aus. Bei einem C16 ist der noch gr=F6=DFer (128 A)
Ich frage zur Sicherheit (Vorschriften) morgen mal einen Kollegen in der Schule (Berufsschule Elektrotechnik), der kennt die DIN.
Viele Gr=FC=DFe
Thomas M.
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Thomas Maul
Vergiss das. Stromaggregate, die den Anlaufstrom des 2500W Teils liefern können, bekommst Du nicht für 200EUR im Baumarkt. Das Teil wird beim Arbeiten auch zwischendurch mal deutlich mehr als Nennleistung abgeben.
2,5mm² ist wenig bei der Länge (Spannugsfall, weniger Drehmoment).
DAS WICHTIGSTE: Da gehört unbedingt ein FI-Schalter davor! Meine Empfehlung: Zumindest die für die Benutzung ins Auge gefasste Steckdose sollte mit einem 30mA-FI-Schalter ausgerüstet werden. Dann bitte eine CEE 3x16A Dose verbauen (diese runden, blauen). Denn an diese Stecker / Kupplungen kann man das von mir favorisierte 4mm² anschließen. Bei normalen Schukos bricht man sich schon mit 2,5mm² die Finger. An den Häcksler muss dann natürlich auch ein CEE Stecker. Aber das wäre IMHO die sauberste Lösung. Außer natürlich noch mehr Kupfer. Kupfer ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Kupfer - oder Silber.
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Carsten Schmitz
Hallo, Thomas,
Du (thomas.maul) meintest am 15.09.08:
Nein. Die DIN bindet den (gewerblichen) Installateur, nicht den späteren Benutzer. Und der Installateur wird vermutlich keine 100 Meter Verlängerungsleitung an die letzte Steckdose anschliessen.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen
Carsten Schmitz schrieb:
Da brauchst du dann aber einen _sehr_ stabilen Schlauchrollwagen oder dergleichen um den runden Zentner an Kabel aufzuräumen.
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Rolf_Bombach
Carsten Schmitz schrieb:
Na gut. Das Argument kann man noch gelten lassen
HÄÄÄÄ??
Blau? 3x16A?
Hm ;?
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Peter Kern
Peter Kern schrieb:
Klar.
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Kontakte, alle für 16A ausgelegt.
-andreas
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andreas zemke

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