PC durch Zählerwechsel defekt

Hallo Leute,
ein Bekannter(Elektroinst.) hat in einer Wohnung nach Anweisung des
Hauseigentümers einen Zählerwechsel durchgeführt.
Er hat die Wohnung betreten, dem Eigentümer (und gleichzeitig Bewohner)
gesagt: "Ich muß den Strom jetzt für 'ne halbe Stunde abstellen").
Daraufhin hat er den Hauptschalter ausgeschaltet, den Zähler gewechselt
und nach 30min den Hauptschalter wieder eingeschaltet. Nun kam der
Bewohner und meinte sein PC (der im Stand-by war, also nicht vom Nezt
per Schalter an der Rückseite getrennt) hätte kurz gebootet und hätte
sich dann beim Anmeldescreen wieder ausgeschaltet und "riecht" jetzt.
Mein Bekannter konnte den Geruch von verbrannten Bauteilen auch riechen.
PC ließ sich auch nicht mehr einschalten.
Jetzt die Frage: Wie sieht es hier mit der Haftung aus ?
und zweitens: Wie kann das PC-Netzteil hier zerstört werden ?
Ich hab schon von NTC's im SNT gehört, die bei wiederholtem
Ein/Aus-schalten nicht abkühlen können und deshalb den Einschaltstrom
nicht mehr begrenzen. Aber das kann ja hier nicht der Fall gewesen sein.
Gruß Andy
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Andreas Weber
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Andreas Weber verlautbarte:
Falls der Elektriker nicht gerade 400V auf die Steckdosen gelegt hat, kann ich mir nicht vorstellen, wie er da schuldig oder schadenersatzpflichtig sein sollte. (Hier gab es in letzter Zeit mehrere unangekündigte Stromabschaltungen mit tausenden betroffenen Rechnern, ohne daß von Hardwareschäden etwas bekanntgeworden wäre.)
Michael Kauffmann
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Michael Kauffmann
"Andreas Weber" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@tech-chat.de...
Was der Elektroinstallateur gemacht hat war vollkommen OK. Er hätte ja nach dem bescheidsagen seinen PC ordentlich herunterfahren können. Und selbst wenn mal der Strom aufällt und wiederkommt muss das Netzteil das abkönnen
. Nun kam der
Der Elektriker hat nichts falsch gemacht und haftet deshalb auch nicht.
Nö war ja 30 min dazwischen. Ich tippe mal das Netzteil wäre sowieso in der nächsten Zeit ausgefallen.
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Jens Orf
Michael Kauffmann spoke thusly:
Evtl. Isolationsmessung gem. VDE? (500VDC) Das wäre dann aber mit angeschlossenen Geräten im Haus allerdings IMHO grob fahrlässig und beim Austauschen eines Zähler auch eigentlich unnötig.
ACK. Ich war mal in einer größeren Firma dabei, wie übers Wochenende die Mittelspannungstrafos im Werk reihum abgeschaltet und gereinigt wurden. Das hat den PCs nicht weiter geschadet - nur sind beim Wiedereinschalten wegen der hohen Einschaltströme der PC-NTs reihenweise die Sicherungen geflogen. Das gab eine Rennerei am Montag... :-)
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian Suchanek
Am Tue, 04 Nov 2003 20:49:41 +0100, Andreas Weber meinte:
Fuehrt den Zaelerwechsel nicht mehr der VNB aus? Was sich so alles aendert :-) Aber vielleicht war es ja nur ein Zwischenzaehler?
Voellig korrekt.
Da meint er wohl, einen Dummen zu finden, der ihm den Rechner bezahlt... Wenn die Geraete einen Spannungsausfall mit anschliessender Spannungswiderkehr nicht verkraften, taugen die nix, oder waren bereits vorgeschaedigt.
Wenn es so war, wie Du es geschilder hast, wird der Knabe seinen Rechner selber fit machen muessen. Wenn dem Installteur nachzuweisen ist, das er mal eben einen Aussenleiter auf den Neutralleiteranschluss gelegt hat, wird der sich mit dem schwarzen Peter anfreunden muessen. Aber das muesste bewiesen werden.
Das liegt m.W. eher an defekten Elkos, die das SNT toeten, aber bei der Menge an Bauteilen kommen viele in Frage.
Gruss Ralph
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R.Heiden
PC-Netzteile können sowas öfter nicht ab. Solche Schäden haben wir schon öfter gehabt. Dies liegt jedoch an den mangelbehafteten Netzteilen. Die vertragen Einschaltspitzen nicht. Weder dem Installateur noch dem EVU ist etwas vor zu werfen. Gruß Christoph
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Christoph Hensel
Christoph Hensel schrieb:
Hallo,
wenn dem so w=E4re, dann w=FCrden ja diese "Netzteile" auch das Abschalte= n=20 =FCber eine Steckdosenleiste mit Schalter oder durch Ziehen des Steckers =
nicht vertragen. Ich habe hier seit =FCber einen Jahr einen PC mit ATX Netzteil, den=20 schalte ich immer morgens =FCber die Taste vorne ein und fahre ihn abends= =20 runter. Zus=E4tzlich schalte ich aber die gesamte Stromversorgung f=FCr d= en=20 Raum morgens ein und abends aus, der PC ist so die Nacht =FCber vom 230 V= =20 Netz getrennt. Nie ein Problem mit dem Netzteil gehabt.
Bye
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Uwe Hercksen
Eine mögliche Erklärung, die aber keine Haftung begründet wäre, das bei Netzteilen, die jahrelang durchlaufen, die Elkos inzwischen ausgetrocknet sind. Dann liefern sie zwar noch ihren Dauerstrom, den Stress beim Ein- schalten überleben sie aber oft nicht.
ACK
Bei den heutigen niedrigen Preisen von Netzteilen z.B. bei Pollin lohnt sich ein langes Suchen sowieso nicht. Netzteil einfach austauschen ung gut isses. Gruss Harald
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Harald Wilhelms
Ich kann Dir nur unsere gemachten Erfahrungen mitteilen. Wenn wir ein Wohnhaus mit 30 Leuten abschalten kommt meist Einer an und heult rum sein PC würde nun defekt sein. Deshalb schreiben wir das jetzt schon immer auf die Ankündigungen mit rauf, das wir für nix zahlen. Gruß Christoph
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Christoph Hensel
Hauptschalter war eventuell eine schlechte Idee. (Franz, sprich ein Machtwort!). Waren stärkere induktive Verbraucher am gleichen Netz, kann es hohe Überspannung geben und diese schlachtet dann das SNT. Je nachdem, wieviel der VDR aus- hält...
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Rolf Bombach
Naja, das habe ich mir auch überlegt, aber was für Induktivitäten ? Ein paar Drosseln (Leuchtstoffl.) und dann ? Waschmaschine, Trockner usw. war ja alles aus. (Er hat noch kurz auf den Zähler geschaut, die Zählerscheibe stand still...)
An dieser Stelle noch vielen Dank für alle Antworten. Gruß Andy
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Andreas Weber
Tach
Rolf Bombach schrieb:
und wie soll man sonst eine Elt-Anlage ausschalten ? wofür ist der Hauptschalter denn gedacht ?
MfG
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Bernd Löffler
Damit hat er eigentlich alles getan, was seine Pflicht war.
Die meisten Netzteile sterben beim Einschaltvorgang und nicht im Dauerbetrieb.
Stromabschaltungen bzw. Stromausfälle sind wohl besonders kritisch, da meistens auch jede Menge induktiver Lasten zeitgleich mitgeschaltet werden und dadurch garantiert kein Start erfolgt, der mit dem einfachen einstecken des Netzsteckers des PCs vergleichbar ist.
Gerade die billigen EUR 30.- PC-Netzteile halten ohnehin nicht viel aus. Es ist relativ normal, dass nach einem Stromausfall ein Teil der PCs mit den Billignetzteilen ohne vorgeschaltete USV (die auch vor Überspannungen schützt) über den Jordan geht.
cu, Manfred
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Manfred Schmitz
Nach vollständiger Installation und Prüfung dient der Hauptschalter dem Einschalten der Anlage. Nacher hat er keine Funktion mehr. :-]
So ganz klar ist mir das nicht. Eine echte Sicherheits- funktion als Trennstelle hat er ja nicht (braucht es da nicht eine "sichtbare Trennstelle"?). In seltenen, ohnehin nicht schadenfreien Situationen wird er eventuell von der Feuerwehr betätigt. Ich wüsste jetzt auch nicht, ob der Schalter ein Ausschalten bei Vollast überleben würde, obwohl eigentlich nichts gegenteiliges dransteht. Egal, ich würde jedenfalls einen Hauptschalter erst nach individuellem Abschalten der einzelnen Verbraucher betätigen. Wir haben z.B. einen Kompressor, bei welchem der 75kW Motor noch einige Minuten nach Enddruck im Leerlauf weiterläuft, d.h. cos(phi)=0 mehr oder weniger. KA was passiert, wenn man dann den Hauptschalter betätigt.
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Rolf Bombach
Rolf Bombach schrieb:
Bei "meinen" Kompressoren wurde bei Ausfällen fast immer die Alarm- grenze, manchmal auch die Abschaltgrenze, der Wicklungstemperatur überschritten. Es dauerte dann immer recht lange, bis sie wieder abgekühlt waren.
Ciao Walter
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Walter Saner
"Andreas Weber" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@tech-chat.de...
Hi,
ich muss heute zum Chef meiner Mutter. Dieser hatte seinen PC runterfahren wollen, dies ging aber nicht, und weil er sich nicht anders zu helfen wusste hat er die Sicherung des Raumes rausgenommen. Nun am anderen Morgen liess sich der PC nicht wieder einschalten....
Vermutlich das gleiche Problem? Sein PC ist übrigens nicht übermäßig lange an ;)
Ich werde mal Glasrohsicherung und Lötkolben mitnhemen und hoffe dass ich die Sache damit ans laufen bekomme...
Jan
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Jan Stuhlmann

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