Problem mit der Hauslektrik in meiner Wohnung

Hallo zusammen,
in meiner Wohnung hängen die Steckdosen und Leuchten von Bad und Küche an einem gemeinsamen Sicherungsautomaten. Darüber hinaus gibt es im Bad einen
Durchlauferhitzer, der dreiphasig angeschlossen zu sein scheint (drei Schmelzsicherungen).
Gestern ging plötzlich im Bad das Licht aus und der Warmwasserbereiter lieferte nur noch lauwarmes Wasser. Es ist rein optisch keine der drei Sicherungen des WB defekt, auch untereinander tauschen löst das Problem nicht.
Das Fehlerbild ist etwas schräg: Wenn der WB läuft (nach wie vor nur lauwarm, es müßte heiß sein), dann laufen auch die Kleinverbraucher in Bad und Küche, die mit dem Automaten abgesichert sind - allerdings nicht mit voller Leistung, sondern nur schwächlich. Sobald ich das warme Wasser abstelle und der WB nicht mehr heizt, ist der Strom für die Verbraucher hinter dem Automaten komplett weg. Auch der Herd, der angeblich einen eigenen Automaten hat, liefert entweder nichts (WB aus) oder nur einen Bruchteil der Sollleistung (WB an).
Irgendwas scheint da mit einer Phase nicht in Ordnung zu sein. Bevor ich beim Vermieter Alarm mache, würde ich Euch gerne um eine Einschätzung bitten, was da los sein kann. Ich bin kein Elektrofachmann, aber technisch nicht völlig unbedarft, und ein bißchen Equipment (Multimeter etc.) ist vorhanden. Wenn es aber etwas Größeres ist, soll das selbstverständlich der Fachmann machen.
Habt Ihr irgendwelche Ideen, was da hakt? Ich muss jetzt leider aus dem Haus und bin vermutlich erst gegen Abend zurück, dann werde ich eventuelle Rückfragen gerne beantworten.
Gruß und danke, Ralf
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Am 14.12.2013 09:29, schrieb Ralf Schmode:

N oder gar PEN unterbrochen. Für dich heißt das: so schnell als möglich den Elektriker ins Haus.
Gruß Dieter
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Am 14.12.2013 09:49, schrieb Dieter Wiedmann:
Moin Dieter!

Wieso nimmst Du das schlimmste an? Je nach Stufe, wird der DLE im Dreieck angeschlossen sein. Einen N hat er vermutlich nicht, bzw. bildet ihn lokal.
Wahrscheinlicher ist einfach nur eine Vorsicherung einer Phase hin. Über die Heizdrähte des DLE wird auf die tote Leitung eine Spannung eingespeist. Weil mit dem DLE als Vorwiderstand in Reihe, ist diese für die paar Verbraucher recht schwach.
Ciao Dschen
--
Dschen Reinecke

=== der mit dem Namen aus China ===
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Am 14.12.2013 12:29, schrieb Dschen Reinecke:

Bin zur Zeit wohl etwas paranoid was PEN betrifft.

Vorwiderstand wäre ja für Kleinverbraucher marginal, aber er wirkt wohl als Spannungsteiler, also nur noch 116V gegen N.
Gruß Dieter
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Am 14.12.2013 13:48, schrieb Dieter Wiedmann:

Das war auch mein Gedanke. Es kann also eigentlich nur so sein das eine Phase fehlt. Die meisten DLE dürften Stern-Schaltung haben oder? Da liegen dann faktisch je zwei Wicklungen in Reihe plus der anderen Verbraucher.
Eigentlich müßte sich für diese Verbraucher auch die Netzfrequenz ändern? immerhin wirken dann zwei zueinander verschobene Phasen miteinander. Netzsynchone Uhren und Radiowecker dürften dann etwas schneller laufen.
Ich frage mich: Wie weit/lange halten das normale Elektronik-Geräte wohl aus?
Kay
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Am 14.12.2013 17:33, schrieb Kay Martinen:

Sicher nicht.

Vieles hat eh schon Weitbereichsnetzteile.
Gruß Dieter
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Hallo, Kay,
Du meintest am 14.12.13:

[...]

Die wird vom Generator im nächsten Kraftwerk definiert, für das gesamte daran hängende Netz. Da bekommt keiner der angeschlossenen Verbraucher seine individuelle Frequenz.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen schrieb:

Hallo,
alle Generatoren im Verbundnetz müssen die gleiche Frequenz machen, oder sie fliegen raus. Da definiert nicht der nächste Generator die Frequenz sondern die Frequenzregelung des Verbundnetzes.
Bye
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Uwe Hercksen schrieb:

Dann ist es ja nicht ausgeschlossen, dass der Generator im nächsten Kraftwerk Teil dieser Regelung ist.
Siegfried
--
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On 14.12.2013 17:33, Kay Martinen wrote:

Eher Dreieck, schließlich will man möglichst viel Leistung ziehen können und Kupfer (=>Kabelquerschnitt) kostet Geld.

Die Frequenz wird durch den Generator im Kraftwerk definiert und ist an allen Punkten des Netzes immer gleich. Wenn du zwei Phasen über Widerstände "mischst", *verringert* sich lediglich durch teilweise Auslöschung die Spannung.

So lange der Neutralleiter intakt ist, sollte die Spannung immer unterhalb 230V bleiben, und damit kommen die meisten Geräte dauerhaft klar. Im Zeitalter der Globalisierung sind die meisten Netzteile ohnehin als Weitbereichsnetzteile ausgelegt, oft 90-240V.
Hergen
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Hergen Lehmann schrieb:

???
Du bist aber jetzt nicht ernsthaft der Ansicht, bei gleicher Leistung käme eine D-Schaltung mit schwächeren Zuleitungen als eine Y-Schaltung aus? (Der PEN ist ohnehin vorhanden.)
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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On 14.12.2013 23:55, Ralf . K u s m i e r z wrote:

Nein, aber das selbe Heizelement nimmt in Dreieckschaltung die dreifache Leistung auf und gibt entsprechend mehr Wärme ab.
Die Zuleitungen interessieren den Hersteller des Durchlauferhitzers nicht, die bezahlen andere. ;)

Der dient bei einem Durchlauferhitzer nur als reiner Schutzleiter.
Hergen
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Am 14.12.2013 18:21, schrieb Hergen Lehmann:

Ja, sorry. Ist mir nach dem Schreiben auch eingefallen. Habs für den Moment mit Gleichrichtung verwechselt was hier ja nicht zutrifft. Mein Fehler.
Kay
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Und wie macht man bei einer Dreieckschaltung mit einem einfachen Umschalter die drei Heizstufen, die ein hydraulisch gesteuerter DLE hat?
Norbert
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Norbert Hahn schrieb:

Gar nicht, ein klassischer hydraulischer DLE hat vier Heizstufen und braucht dazu auch keinen Umschalter.
Siegfried
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Am 18.12.2013 01:06, schrieb Siegfried Schmidt:

Gibt es wirklich noch Hydraulisch geschaltete DLE? Neu? Id denke die meisten werden inzwischen Elektronisch gesteuert oder nicht?

Hmm. Warum nicht dreistufig und jeweils 1. 2. 3. Strang zuschalten?
Widerstand?
Irgendwann hab ich mal einen DLE offen gehabt der m.E. nach aber nur drei Kontakte der reihe nach geschaltet hat. Lange her.
neugierig.
Kay
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Kay Martinen schrieb:

Man kann immer noch beide Typen kaufen.

Weil der klassiche DLE einen Handschalter high/low und einen Durchflusschalter mit 2 Schaltstufen hat. 2x2 macht 4.


werden einzelne Wege unterbrochen.
Siegfried
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Am 18.12.2013 14:39, schrieb Siegfried Schmidt:

http://www.elektrikforen.de/attachments/grundlagen-der-elektroinstallation/5763d1314387798-anschluss-durchlauferhitzer-grundlegendes-zum-drehstrom-elektroanschluss-de.jpg
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Am 18.12.2013 15:14, schrieb Dieter Wiedmann:

Das ist doch fast genau das was ich meinte. ;)
Form oder Anordnung geschuldet. Aber im Prinzip ist das eine
werden.
Wenn ich das Schaltbild durchgehe:
Hohe Leistung: Wenn b1 zu ist - L1 liegt an R1 und R3.
Schaltet f2.3-4 ein dann liegen 400V an R1. und 400V an R2+R3
Niedrige Leistung: Wenn b1 offen ist - L1 liegt nur an R1
Schaltet f2.3-4 ein dann bekommt nur R1 die 400V
Das sind zwar jeweils zwei Schaltstufen aber generell von 4 zu sprechen
immer noch aktuell ist... :-)
Kay
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Dieter Wiedmann schrieb:

Alternativ:
http://www.iwmedien.de/curriculum/pdf/drehstrom.pdf (ab Seite 9)
Siegfried
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