Problem mit Isolationsüberwachung

Liebe Freunde der E-Technik, ich habe folgendes Problem: Bei einer gr=F6=DFeren Veranstaltung in der Pampa wird zur Stromversorgung der Generator einer Baufirma mit 100kVA Nennleistung eingesetzt. Dieser ist mit einer Isolations=FCberwachung ausger=FCstet, also IT-Netz, die bei einem Fehler (Riso

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krischi0815
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Ich lach mich krumm!

Im Ernst: viele kleine Leih-Trenntrafos.

MfG Glaser

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Franz Glaser (KN)

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begin quoting, snipped-for-privacy@web.de schrieb:

Er sollte eigentlich *einen* Fehler nur melden und erst bei einem zweiten trennen. (Was die Fehlereingrenzung nicht wirklich vereinfacht

- Abhilfe: hierarchisches Stern-Netz aufbauen, daß sich "strahlenweise" abschalten läßt, um so den Fehler zu finden - bei "kritischen" Verbrauchern die Möglichkeit vorsehen, sie unkompliziert von einem Strang auf einen anderen umschalten zu können, und zwar unter Überwachung, denn ggf. war der "kritische" Verbraucher der "Bösewicht".)

Kann man (weniger teuer) leihen.

Da wird Dir die Schleifenimpedanz zu hoch. Besser: _alle_ angeschlossenen Betriebsmittel vorher checken (dabei Wärmegeräte auch hochheizen), und alles, was durch die Isolationsprüfung durchfällt, konsequent rauswerfen. Keine Kompromisse!

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf Kusmierz

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begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

Da kannste dann aber nur Klasse-II-Geräte anschließen ...

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf Kusmierz

Die Isolationsüberwachung schaltet bei unterschreiten eines bestimmten Iso-Wertes (hier 10kOhm) aus. Gemessen wird der Iso-Wert in der Regel zwischen N und PE.

dann lieber direkt nen Aggri, was TN-S kann und Verteiler mit FI's.

mit FI's sollte es gehen, zumindest bei nem Körperschluß lösen die schnell genug aus.

Wenn die Geräte den Fehler von Anfang an hätte, dann würde Netz ja sofort zusammenbrechen und nicht erst um 2 Uhr nachts. Problem wird eher sein, dass nen Gerät während dem Einsatz kaputt geht bzw. dass z.B. Wasser in nen Stecker läuft.

mfg. Markus

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Markus Haastert

Umschaltbar auf TN-C/S ist das Aggregat nicht zufällig? Die Aggregate die ich von THW kenne, bieten teilweise die möglichkeit zwischen IT und TN zu wählen.

Ne andere Lösung um dieses Aggregat weiter zu nutzen, fällt mir auch gerade nicht ein. Zusätzlich zum Aggregat nen Leihtrafo mit 100kVA zu mieten könnte ähnlich teuer sein wie direkt nen Aggregat zu mieten, was auch mit nem TN-System verwendet werden kann. Das THW (Technisches Hilfswerk) vermietet seine Aggregate unter umständen auch, allerdings nur mit Maschinisten.

mfg. Markus

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Markus Haastert

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begin quoting, Markus Haastert schrieb:

Ich dachte, der Witz eines IT-Systems wäre, daß es bei einpoligem Fehler gerade *nicht* abschaltet?

Wäre sicher besser.

Ist das denn zulässig? Wg. Klasse-I-Geräten ... alleiniger Schutz durch FI ist doch nicht zulässig, oder?

Jein ... viele parallele Ableitwiderstände, temperaturabhängig ...

Das ist natürlich immer sehr ärgerlich, läßt sich aber durch sorgfältige und fachgerechte Installation auch weitgehend vermeiden.

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf Kusmierz

Wieso denn das? Danach kann er dann brav einen "Pol" erden und die gewünschten / erwähnten FI-Schalter einsetzen.

MfG

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Franz Glaser (KN)

hier muß man unterscheiden zwischen einem IT-System beispielsweise im Krankenhaus (OP, von der Funktion der Geräte hängen Menschenleben ab) und dem IT-System bei mobilen Aggregaten, die auch von Laien in Betrieb genommen werden dürfen.

Im Krankenhaus ist es tatsächlich so, dass erst beim 2. Fehler abgeschaltet wird und ich glaube hier schaltet dann auch nen Leitungsschutzschalter ab (beispiel doppelter Körperschluß, im ersten Fall passiert wegen IT nix, beim zweiten Fehler schließt sich der Fehlerstromkreis L1-Gerät1-PA-Gerät2-N (PA ist der Potentialausgleich der Geräte im IT-Netz). Damit hier die Leitungsschutzschalter auslösen können muß ein definierter Schleifenwiderstand eingehalten werden.

Beim Betrieb vom mobilen Stromerzeugern im IT-System dient die Betriebsart "Schutztrennung" hauptsächlich dazu, dass ein nicht von E-Fachkräften eingemessenes System sicher betrieben werden kann. D.h. auch bei hohen Schleifenwiderständen (Leitungslänge) kann dem Benutzer nichts passieren, da der Isowächter bereits beim ersten Fehler (unterschreiten der 10kOhm Grenze) auslöst, bevor gefährliche Körperströme auftreten können.

Interessanter Link bezüglich der verschiedenen Netzformen bei Stromerzeugern (bezogen auf das THW):

formatting link

Natürlich hast du da grundsätzlich recht, aber wie läuft denn die Stromversorgung bei so Festivals/Partys wie vom OP genannt aus? Die Stecker sind doch eher marke "Baumarkt" und da kann man leider nicht davon ausgehen, dass die bei nem stärkeren Regen dicht bleiben.

mfg. Markus

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Markus Haastert

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begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

Geht bei "kleinen" Trenntrafos wieder wegen der Schleifenimpedanz nicht.

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf Kusmierz

Nun, ich dachte so an 2kVA-5kVA Dinger, dera 20-50 Stk. statt einen großen mit 100kVA. Das müßte doch klappern. Und die sind noch handlich, lieferbar, auf Lager. Müssen übrigens nicht VDE wasweißichwas sein, weil sie sowieso am anderen Ende wieder geerdet werden. Solchene gibz von 400 auf 230V auch einphasig, wenn ich mich erinnere. Das habe ich seeehr praktisch gemeint :-)

MfG

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Franz Glaser (KN)

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begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

Und wie hoch ist dann die Schleifenimpedanz? Sie besteht aus:

- Reaktanz des Stromerzeugers

- Leitungswiderstand zum Trafo

- Streuimpedanz des Trafos

- Leitung zum Verbraucher

Nullungsbedingung eingehalten?

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf Kusmierz

Ist doch dem FI-Schalter egal, die bringt die 30mA spielend her bei einem Erdschluß

MfG

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Franz Glaser (KN)

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begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

FI reicht nicht.

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf Kusmierz

Quatsch keine Opern, säpfaständlich reicht der.

Servas!

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Franz Glaser (KN)

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begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

Nach welcher Vorschrift?

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf Kusmierz

Ralf Kusmierz schrieb:

Umgekehrt: welche Norm schreibt vor, dass der RCD nicht reicht.

Normalerweise reicht ja ein LSS für Leitungs- *und* Personenschutz. Nur wenn die Schleifenimpedanz zu groß wird kann der LSS den Personenschutz nicht mehr übernehmen, dann muss eben zusätzlich ein RCD her. Der braucht auch nicht unbedingt schon bei 30mA ansprechen, das ist nur in den entsprechenden Zonen in Gebäuden und bei Aussenanlagen so, da auch nur bei nicht fest angeschlossenen Geräten.

Gruß Dieter

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Dieter Wiedmann

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begin quoting, Dieter Wiedmann schrieb:

Ich nahm an, daß DIN VDE 0100 T. 410 vorschreibt, daß RCD nur als Zusatzschutz zulässig sind, also die Abschaltung durch das Üebrstromschutzorgan gewährleistet sein muß. Scheint allerdings nicht zu stimmen - der RCD wird offenbar gerade dann als Personenschutzmaßnahmen ("schnelle Nullung") verwendet, wenn die Schleifenimpedanz für eine Überstromschutzauslösung zu hoch ist.

Ja, anstatt des Ansprechstroms des Überstromschutzorgans wird dann der Nennfehlerstrom des RCD eingesetzt. Offenbar verschwindet die Unterscheidung zwischen TN- und TT-System dann auch ein wenig.

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf Kusmierz

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