Energieproblem in neuer Wohnung

Hallo,
Wir sind in eine neue Wohnung gezogen, leider gibt es ein "kleines" Energieproblem. Als ich die Zählernummer zwecks Anbieterwechsel ablas,
fiel mir auf, dass wir in den ersten 8 Tagen gute 100 kWh verbraucht haben, was mir überhaupt nicht nachvollziehbar ist. Klar lief ein paar mal die Schlagbohrmaschine oder auch der Staubsauger, aber das sind ja immer nur Sekunden/Minuten, dürfte also nicht allzuviel ausmachen.
Daraufhin habe ich meinen Mitbewohner mal in den Zählerraum geschickt und sukzessive die Sicherungen abgedreht. Das brachte eins zutage: Der (gar nicht mal so alte) E-Herd verbraucht auch mächtig, wenn die Platten ausgeschaltet sind. Erst nach Abschalten der 3 Phasen über die Sicherung wird die Zählerscheibe merklich langsamer. Woran kann das liegen?
Wieviel Leistung benötigt so ein Toiletten-Abluftgebläse wohl ungefähr? Uns fällt neben den Kühlgeräten, die aber ordentlich zu laufen scheinen (Wird noch mit einem Leistungsmeßgerät überprüft), nichts mehr ein, was noch dafür verantwortlich sein könnte.
Viele Grüße, SörenEne
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520W Dauerleistung sind in der Tat recht hoch, wenn auch nicht grundsätzlich unmöglich. Bei erhöhten Werten vermute ich aus eigener Erfahrung zunächst immer Ablesefehler, aber das wirst Du wohl ausschließen können, oder?

Mächtig im Sinner von wieviel Watt? Auf dem Zähler steht immer drauf, wieviele Umdrehungen er für 1kWh benötigt. Daraus kann man den Momentanverbrauch ausrechnen, einfach mit ner Stoppuhr die Zeit für z.B. 10 Umdrehungen stoppen.

Einige zig Watt. Aus dem Bauch heraus würde ich 40W schätzen.

Heißwasserbereitung?
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Sören Kreimeier schrieb:

Es ist ein Warmwasserboiler an den gleichen Sicherungen angeschlossen? Ansonsten sollte ein ausgeschalteter Herd gar nichts verbrauchen, egal ob alt oder neu.
Philipp
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Das ist so leider nicht richtig. Durch eine eingebaute Uhr oder wenn eine elektronische Steuerung vorhanden ist braucht der Herd auch im ausgeschalteten Zustand Strom, und das manchmal nicht zu knapp. *Mächtig* im Vergleich zum angeschalteten Zustand ist aber natürlich anders, nicht dass das jemand jetzt falsch versteht ;-)
Gruß Gerd
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lSören Kreimeier wrote:

Sonst ist nichts an dem Stromkreis angeschlossen?

Defekt -> Fachmann.
vG
--
Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.

<http://einklich.net
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Sören Kreimeier schrieb:

Wenn der mächtig verbraucht, müsste er irgendwo heiss werden, auch wenn er abgeschaltet ist. Unwahrscheinlich. Hoffentlich hängt nicht eines Nachbarn Herd ebenfalls an diesem Kreis.
--
mfg Rolf Bombach

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Hallo!
Sören Kreimeier wrote:

Hey cool- dich kenne ich ja sogar persönlich. Habe mal in Aachen studiert. Das nur nebenher. Also 100 kWh sind zunächst mal gar nicht sooo unglaublich hoch. Ich lese bei mir jede Woche ab (kleiner Wahn von mir, war deshalb schon beim Psychiater ;-) und messe meist zwischen 50-60 kWh/Woche für einen Haushalt mit zwei Personen. Der "Grundumsatz" regt mich am meisten auf. Selbst in der Nacht wird eine Unmenge an Energie für Standby verbraten, was auf die unzähligen Switches, Telefonanlagen und diverse warm werdende Netzteile zurück zu führen ist.

Ich würde den Herd mal abklemmen. Ich vermute fast, dass da irgendwas anderes dran hängt. Ich hatte zwar in Aachen mal einen Backofen mit einer elektromechanischen Uhr - das war ein Teil, musste man sich ein paar Wochen an die Lautstärke gewöhnen - aber das kann nicht so viel Energie gezogen haben. Ich denke da hängt entweder was anderes noch mit dran oder die Isolationswerte stimmen irgendwie nicht mehr. Letzteres kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber nachmessen schadet doch nicht. Elektriker hat ein Gerät dafür. An den Herd würde ich mal einen dieser 5-10 Euro Energiemesser aus dem Baumarkt anschließen. Halt immer mit einer Phase und mal schauen. So dürfte sich der Fehler schnell finden lassen.

Nicht viel. Vielleicht 40 Watt. In meiner alten Wohnung war das aber eine andere Sicherung, die ich nicht zahlen musste.

Ich habe mal überprüft, ob mein Zähler noch einigermaßen richtig zählt. Natürlich nicht professionell, aber Pi mal Daumen. Alle Sicherungen raus - jetzt muss er stehen. Dann einen Schnellkocher randvoll machen, eine Sicherung, an der nur eine Steckdose ist (also alles andere entfernt) wieder einschalten. Nochmal prüfen, ob Zähler nichts zählt. Dann Energiemessgerät und Schnellkocher dran und kochen lassen. Danach sollte der Zählerstand von der Stawag nur unerheblich vom Energiemessgerät des Baumarkts abweichen. Zählt der Stawag-Zähler zu schnell hast du auf einfache Weise das Problem gefunden ;-) Schnellkocher ist wichtig, weil die billigen Energiemessgeräte nach unten hin scheinbar immer ungenauer werden.
Grüße!
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[Isolationsmessung]

Das war der richtige Tip.

Das ist jetzt nicht Dein Ernst, oder?

Oder der Fehler interessiert (zumindest den OP) hinterher nicht mehr. Von solchen unsachgemäßen Messmethoden, die obendrein noch gefährlich werden können, muss man dringend abraten!

Dürfte noch um 100% zu hoch gegriffen sein. Der hier: http://www.maico.de/basketdata/DE/DB/DB_DE_0084.0000.pdf genehmigt sich 13 Watt.
--
____________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß
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Hi!
Martin Kienass wrote:

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, das Sören weiß, was er macht. ICH hatte jetzt auch meinen Herd im Hinterkopf, der einen ganz normalen Schukostecker besitzt. Da ist das echt kein Problem. Rausziehen, dranstöpseln, reinstecken - wie beim Kühlschrank.
Interessieren tut's mich trotzdem: Wenn man einen ordentlichen Schukostecker rumliegen hat und dann von drei Phasen eine in diesen einsetzt und an ein Energiemessgerät führt - kläre mich auf, was kann da schlimmstenfalls passieren? Ein Herd hat normalerweise einen Stromkreis für den Backofen, einen für zwei Kochplatten und noch einen für die weiteren zwei Platten und ggf. Elektronik. Das ist ja kein Drehstrom, den der Herd nutzt. Bei Drehstrom müsste man dafür sorgen, dass die beiden nicht angeschlossenen Phasen nicht berührt werden können. Aber in diesem Fall... Vielleicht bin ich ja auch betriebsblind, aber bis auf eine ungenaue Messung sehe ich hier keine größeren Gefahrenquellen (bei ordnungsgemäßen Arbeiten).
Richtig ist natürlich, was über ca. 50 Volt immer gilt. So etwas darf nur der Fachmann machen, also der Elektriker. Beim OP weiß ich aber, das er das darf ;-)
Grüße!
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David Pritzkau schrieb:

Keine Ahnung, wie das bei einem Herd in DE ist. (Hm, wollte den Ausdruck "Herden" vermeiden ;-]). In CH ist der Herd üblicherweise an 400V, d.h. 2 Phasen, seltener an 3 Phasen. N wird seltener genutzt, falls, dann für Lüfter, Licht im Backofen, Uhr, Kontroll- krempel, jedenfalls nicht fürs Heizen.
--
mfg Rolf Bombach

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Ich meine, aus Sörens OP herauszulesen, dass sein Herd dreiphasig angeschlossen ist. Da ist dann nix mit Schukostecker.

_Wenn_ man das alles so macht: Nix. Wenn man aber z.B. aus Versehen zwei Aussenleiter von der Herdanschlussdose an den Energiemonitor dranfrickelt....
[...]

Dann bin ich erstens beruhigt und gehe zweitens davon aus, dass ihm dann auch geeignete Messgeräte und -methoden zur Verfügung stehen, dem "Stromfresser" auch anders als mit solchen Frickelmethoden auf die Spur zu kommen.
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/schüüüüüüüß Martin Kienaß
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Einfache Methode, um zu prüfen, ob da nicht doch noch wer anders mitsaugt: die betroffene Phase am Herd einfach mal nur wegklemmen.
Ansgar
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Mails an die angegebene Adresse erreichen mich - oder auch nicht.
Nützliche Adresse gibt's bei Bedarf!
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Da der OP sich wohl verabschiedet hat, lasst uns weitere Tips bitte einstellen, bis er sich noch mal meldet. Noch ist nicht mal klar, ob da ein DLE vorhanden ist - der würde alles erklären.
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