Hauptsicherung fliegt trotz anderer Sicherung

hi!
ich habe eine kleine Wohnung mit einer 25A Hauptsicherung
und 16A Endverbraucher-Sicherungen. ("Schaltersicherungen")
Gerade hatte ich ein Geraet* welches die Sicherung ausgeloest hat.
Allerdings nicht die Endgeraete (16A) Sicherung sondern gleich die
Hauptsicherung.
Das hatte ich schon mal mit einer defekten Kochplatte.
Warum löst da sofort die Hauptsicherung aus (=komplette Wohnung
ohne Strom) und nicht nur die zuständige 16A-Sicherung? ;)
Ich bin kein Elektro-Installateur o.ä., nur ein bloeder Informatiker...
Danke fuer jeden Tipp!
bye,
Markus
*
Wasserkocher in dem ich den Entkalker vergessen habe.
Offensichtlich hat sich da was durch den Gummi gefressen... ;)
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Markus Veltre
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Der Strom ist eben *etwas* höher als nur 16A. Also hat während die eine Sicherung abschaltet, die andere eben auch genug Zeit, abzuschalten, oder durchzubrennen. Merke: Sicherung begrenzen den Strom nicht, sie unterbrechen ihn nur und das in endlicher Zeit.
Lars
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Lars Mueller
Hi, wenn ich dich richtig verstehe, hast Du nur eine Hauptsicherung,also wechselstromz=E4hler, aber mehrere Stromkreissicherungen. Au=DFerdem ist der Abstand von 16 auf 25 A auch nicht berauschend. Von der jeweiligen Ausl=F6secharakteristik mal gar nicht zu reden.
Ich w=FCrd mal vermuten, da=DF au=DFer der betroffenen Stromkreissicherung halt =FCber die anderen Sicherung auch Strom entnommen wurde. K=F6nnen auch Verbraucher sein, an die man nicht denkt, weil man nix sieht. Untertischspeicher oder sowas.
Es addiert sich halt.
Kann das gewesen sein ?
Mit Gru=DF bastian
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bastian
Also sprach Lars Mueller :
Sollten aber nicht normalerweise neben den Ausl=F6sestr=F6men auch die Ausl=F6sezeiten so gestaffelt sein, da=DF im Fehlerfall m=F6glichst wenig abgeschaltet wird? Anders ausgedr=FCckt: Sollte die Vorsicherung nicht leipzig Millisekunden "abwarten", ob eine nachgeschaltete Sicherung bereits ausl=F6st und damit das Problem beseitigt?
Meine mal so was geh=F6rt zu haben ... und bei den diversen direkten Kurzschl=FCssen, die ich in den Basteleien meiner Jugendzeit so gebaut habe, flog auch immer nur der zust=E4ndige 16-A-LS, obwohl da /deutlich/ mehr als 16 A unterwex gewesen sein d=FCrften.
vG
--=20 ~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~
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"Physiker und Ingenieure sind sehr gut im Raten von L=F6sungen von Differentialgleichungen..." (Prof. Schie=DFle, FH A= alen)
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Volker Gringmuth
Markus Veltre schrieb:
Bist du sicher, dass das eine "Hauptsicherung" ist, oder gibt's da so einen kleinen Prüfknopf?
Alfred
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Alfred Gemsa
Lass von einem E-Meister die Selektivität der Anlage prüfen. Mir erscheint der Abstand zwischen 16A und 25A etwas gering. Kommt auch auf die verlegte Hauptleitung an. Also... am besten prüfen lassen.
Hmm. Bin beides. Habe also noch Chancen :-)
ci
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Carsten Ihlo
...
AFAIR ist die große Sicherung meist eine träge Schmelzsicherung, während die 16A-Sicherung eine Kombination Bimetall (sehr langsam) und Magnetisch getriebener Schalter (flink) ist. Außerderm brennt ein düner Draht natürlich in der Regel etwas schneller durch, als ein dicker Draht, wenn wir von Schmelzsicherungen reden.
Tja, nach meiner Erfahrung ist alles möglich. Wenn der Kurzschluß nur gründlich genug und die Leitung dick genug ist, habe ich es unabhängig von der betreffenden Wohnung in etwa 1/5 der Fälle erlebt, daß beide geflogen sind. Ich hatte sogar mal den Fall, daß die 35A Schmelzsicherung anschließend mal unterbrach, dann wieder nicht, dann wieder doch usw. und ich mich wunderte, warum das Licht im Minuten-Zufallstakt mal an, mal aus war. Da war der Draht der Schmelzsicherun so dumm aneschmort, daß die Plombe nicht abfiel, sondern mit Wackelkontakt vorne anlag. Dumm nur, wenn jemand in so einem Fall denkt, die Sicherung wäre unterbrochen und an den Leitungen hantiert.
Gruß Lars
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Lars Mueller
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Volker Gringmuth schrieb:
Sollte - ja. Nennt sich "Selektivität". Sollte ...
Bei Kurzschlüssen hängt es wiederum von der Schleifenimpedanz und den tatsächlich fließenden Strömen ab. Meistens "kommt" nur der "letzte". Und so "sollte" es auch sein, ja ...
(Für den Rest ist Murphy zuständig.)
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz
Carsten Ihlo spoke thusly:
Die Faustregel sagt "'übernächste' Nenngröße", um Selektivität sicherzustellen. Bei ...10, 16, 20, 25, 35... Ampere ist das eigentlich im konkreten Fall gegeben. Ich halte da Alfreds Theorie, daß da in Wahrheit keine "Hauptsicherung", sonder vielmehr der FI gekommen ist, für wahrscheinlicher.
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian Suchanek
Uff! Wenn man von der größten Sicherung ausgeht nicht mehr. Wer sagt mir denn, das in dieser Anlage kein z.B. Durchlauferhitzer integriert ist, der mit u.U. 25A abgesichert ist. Mit dem Faktor 1,6 hochgerechnet passen 25A als Hauptsicherung dann nicht mehr. Also: Deshalb prüfen lassen.
ci
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Carsten Ihlo
Daß man das von der größten Sicherung einer "Ebene" aus bestimmt, das habe ich 'mal stillschweigend vorausgesetzt.
Dann sind 25A natürlich zu wenig und es wären 50A nötig. Allerdings lese ich in Markus' Posting nichts von einem Durchlauferhitzer. Davon abgesehen: Auch wenn in möglicherweise höher abgesicherten parallelen Stromkreisen keine Selektivität mehr gegeben wäre, hätte IMO dennoch im konkreten Fall nicht die 25A-Sicherung ansprechen dürfen.
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian Suchanek
Sebastian Suchanek schrieb:
Hallo Sebastian
Die 25 (ab und an auch mal 35) Ampere Zählervorsicherungen oder Hauptsicherungen hauts oft mit durch, trotz theoretischer Selektivität. Meistens ist das der Fall, wenn nur ein Wechselstromzähler vorhanden ist, oder bei einem Drehstromzähler die meiste Last an einer Phase hängt. Da wird dann gleichzeitig gewaschen, getrocknet und womöglich noch elektrisch gekocht. Da heizt dann schon kräftig die Sicherung und ein Kurzschluss gibt ihr den Rest. Oft bekommt man erzählt, das da irgendwo in der Verteilung ein Knopf runtergesprungen ist, aber erst als man ein paar mal versucht hat, den wieder einzuschalten, ist dann alles augefallen.
Servus Ralf
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Ralf Neuhaus
Kannst du auch.
Das dies von Laien nicht beachtet werden kann ist klar. Deshalb nach wie vor mein Rat: Prüfen lassen!
ci
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Carsten Ihlo
Hallo, 25A als Hauptsicherung ist sicher in den meisten Fällen etwas wenig, es kommt darauf an. Wenn die Zählervorsicherungen 3x50A SHU sind, kommt man in den Verteilerkreisen mit 3x25A B oder C sicher ganz gut klar, wenn in den Endstromkreisen nur
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Thomas Einzel
Sebastian Suchanek schrieb:
Bei einem LS-Schalter B16A ist allerdings, zumindest hei aktuellen ABB-(Serie S200) und Hagergeräten (Serie MB/MC), eine Selektivität zu Schmelzsicherungen mit 25A gL/gG nicht gegeben sondern erst bei 35A gL/gG.
René
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"René Seils
René Seils spoke thusly:
Davon höre ich zum ersten Mal. Hast Du dafür eine Quelle?
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian Suchanek
Sebastian Suchanek schrieb:
ABB Katalog 2005 Teil 2 Seite 1/115. Hager Katalog 2004 Seite T8.05.
Ersterer ist noch auf der ABB-Seite zu ziehen (Sorry, ich kann keinen Direktlink liefern da ABB vor kurzem sein Layout umgestellt hat und ettliche Links nun mittels Java realisiert sind). Auf Hager.de gibt's den 2004er logischerweise nicht mehr. Allerdings dürfte die Tabelle mit den Selektivitäten im aktuellen Katalog nicht weit weg von der mir genannten Seite stehen.
René
Reply to
"René Seils
René Seils schrieb:
PS: ich habe doch nen'Link zu den LS-Schaltern (PDF):
formatting link
$File/2CDC001003C0103kap1.pdf(ich hoffe mal er funktioniert trotz SessionID. Ansonsten einfach nach dem PDF suchen)
René
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"René Seils
Sebastian Suchanek schrieb:
ABB Katalog 2005 Teil 2 Seite 1/115. Hager Katalog 2004 Seite T8.05.
Ersterer ist noch auf der ABB-Seite zu ziehen (Sorry, ich kann keinen Direktlink liefern da ABB vor kurzem sein Layout umgestellt hat und ettliche Links nun mittels Java realisiert sind). Auf Hager.de gibt's den 2004er logischerweise nicht mehr. Allerdings dürfte die Tabelle mit den Selektivitäten im aktuellen Katalog nicht weit weg von der mir genannten Seite stehen.
René
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René Seils
René Seils spoke thusly:
Hat funktioniert, danke.
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian Suchanek

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