DC-Last für I<50A und U = 0V?

Apr 07, 2005 11 Replies

Hallo,



ich benötige für einen Meßstand eine elektronische Last, die in der Lage ist, DC-Ströme bis zu 50 Ampere zu ziehen, und zwar bei 0-5 V. Wichtig ist, dass auch 0 V erreichbar sind. Geht also wohl nur mit einer aktiven Stromsenke. Ansteuerung entweder über einen analogen Steuereingang (0-10V o.ä.)oder mit RS232/USB/Ethernet. Ach ja, und kosten darf das Teil natürlich auch nix. :) Hat da jemand ne Idee/Schaltplan oder Erfahrung?


Gruß MATZE



Am Thu, 07 Apr 2005 15:27:07 +0200 schrieb Matthias Soehn :

Genügend dicke niederohmige FETs parallel und eine Vorspannung mit zweckentfremdetem CPU-Spannungswandler aus altem Mainboard. Darf natürlich nicht zu alt sein, damit es 50A bei 0,5..1V schafft. Viele Boards sterben ja an defekten Elkos, die kann man dann gleich gegen neue, hochwertiger ersetzen. Mittels Shunt und OPV dann die Konstantstromregelung machen.

Hallo Martin,

Danke, das ist ne interessante Idee. Ich muss dann nur aufpassen, dass die negative Vorspannung nicht auf mein Messobjekt rückwirkt, wenns ne Störung gibt. Ne Diode dazwischenzuschalten wäre ja eher kontraproduktiv, weil ich dann deren Spannung auch noch überwinden muss, oder?

Gruß MATZE

Wenn es bis NULL Volt gehen MUSS: Schau dier mal bitte die applikationsschriften zu den HP/Agilent elektronischen Lasten an. Da ist genau dieser spezielle Fall f=FCr eine normale elektron. Last behandelt.

Die Applikationen kriegst Du per download von Agilent oder in Papierform von der n=E4chstgelegenen Gesch=E4ftsstelle ;-)

die Vorgehensweise ist allgemeing=FCltig f=FCr von HP/Agilent hergestellte Lasten und von anderen Herstellern (z.B. Zentro, etc.)

Ein 50A Modul wird alle Nase lang in ebay verscheuiert, Hersteller ist Zollner/Zandt, gibt's wohl als Hersteller nicht mehr. Der Anbieter hat ca. 80 St=FCck, mu=DFt halt mal schauen.

Schaltpl=E4ne sind =FCbirgens dabei, habe ich mal gezeichnet (darf ich wohl mit ein bisserl Stolz sagen, grins)

hth, Andreas

BTW:"Darf Nix kosten" ist wohl generell kaum machbar, auc hwenn man nicht von HP/Agilent kauft.

Hi Andreas,

Danke, guter Tip...

Hm... unter dem Namen hab ich momentan bei ebay nix gefunden, werds aber mal beobachten...

Hihi... das war auch nicht so ganz ernst gemeint... aber Preise im

0,8-1k?-Bereich sind halt für mich momentan schon eher ein Ausschlußkriterium...

Gruß MATZE

Am Thu, 07 Apr 2005 23:05:33 +0200 schrieb Matthias Soehn :

Du könntest natürlich eine Diode zwischenschalten, deren Spannungsabfall muß auch von der Hilfsspannung aufgebracht werden, damit kannst du negative Ströme zuverlässig verhindern. Ein Komparator, der die Klemmenspannung deiner El.Last überwacht und die ggf. die FETs zusteuert, oder die Hilfsspannung reduziert wäre aber eleganter, da er kaum Leistung verbraucht (eine Si-Diode würde ca. 50W bei max. Strom brauchen, solche Dioden haben bei max. zulässigem Strom meist >=1V).

Bei 50A kann man auch statt eines Shunts einen LEM-DC-Stromwandler einsetzen, der hat keinen Spannungsabfall. Insbesondere wenn du doch mit einigen zig mV Spannungsabfall leben könntest, dann könnte man auf die Hilfsspannung verzichten nd die Schaltung einfach möglichst niederohmig (einzelne mOhm oder darunter) aufbauen.

Hallo Martin,

Hm... stimmt, über die Leistung hab ich jetzt noch gar nicht nachgedacht, die in der Diode verheizt werden würde... das müßte ja dann auch meine aktive Stromsenke aufbringen. Die Frage ist halt, ob der Komparator negative Spannungen auch wirklich zuverlässig verhindert - ich denk nur mal an nen Wackler in der Sense-Leitung oder sowas... :-I

ELV hat in deren Last jedem der parallelen FETs ne eigene Strommessung/regelung spendiert - dummerweise halt mit jeweils nem eigenen Shunt... => Trotz Parallelschaltung wird der Innenwiderstand für meine Zwecke unzulässig hoch. Ich müßte mal den Zuleitungswiderstand genau bestimmen... evtl. ist der schon so groß, dass ich um ne aktive Lösung eh nicht drumherumkomme. Den könnte ich ja nur mit einer aktiven Stromquelle kompensieren.

Gruß MATZE

Am Sun, 10 Apr 2005 02:13:19 +0200 schrieb Matthias Soehn :

Den Komparator kannst ja geräte-/aufbauintern anklemmen, die externen Senseleitungen dienen bei Bedarf der genauen Spannungsregelung, wenn ein ohmsches Verhalten simuliert werden soll - da könntest du auch einen neg. Widerstand simulieren, wenn nötig. Bei Kompensation des Zuleitungswiderstandes mußt du allerdings negative Klemmenspannungen zulassen, der Überwachungskomparator müßte dann an der Strommessung ansetzen und negative Ströme erkennen und abregeln. Wie kritisch wäre denn ein negativer Strom?

Hallo Martin,

Das hab ich noch nicht geprüft, ich möchte das aber aus Gründen der Reproduzierbarkeit auf jeden Fall vermeiden, da ich nicht weiß, welche elektrochemischen Reaktionen dann stattfinden.

Vielleicht kann man die Sense-Leitung durch irgendeinen Trick vor dem Start der Kennlinienaufnahme mal prüfen... z.B. im Leerlauf darüber einen kleinen Strom ziehen und die Spannung mit der der Last-Leitung vergleichen... wenn beide halbwegs identisch sind, ist Sense wohl nicht unterbrochen. Macht die Sache aber nicht einfacher.

Gruß MATZE

Am Sun, 10 Apr 2005 12:01:51 +0200 schrieb Matthias Soehn :

Bräuchte aber auch noch keinen µC, wenn man den gar nicht will. Aber was spricht dagegen, einen Komp. am Stromsensor (Shunt oder Hall, das ist egal) anzuhängen und bei zB

Matthias Soehn wrote: .=2E.snippety..

Hallo Matthias,

dann kontaktier mich bitte mal unter and snipped-for-privacy@gmx.de per PM, denn ich habe so ein Teil aufgetrieben f=FCr 160 Euronen, funktionsf=E4hig und in gutem Zustand.

bis denne,=20

hth Andreas

Du mu=DFt nat=FCrlich auch daran denken, das in Deiner mailbox emails die von ...gmx.de kommen, evtl unter spam abgelegt werden (Einstellung bei web.de ist h=E4ufig so).

cheers, Andreas

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