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begin quoting, Ralf Haboldt schrieb:
Es wäre eigentliche Mehreres erforderlich: Bestimmung der Auslösezeit bei rechteckigen Strompulsen unterschiedlicher Höhe und bei rampenförmig ansteigendem Strom.
Denkbar sind zwei Fehlertypen:
- aktiver Leiter berührt Erde -> plötzlicher sprunghafter Fehlerstrom, ggf. bis zur Höhe des Kurzschlußstroms.
- sich kontinuierlich verschlechternde (z. B. feucht werdende) Isolation -> rampenartiger Anstieg.
In beiden Fällen sollte das Meßgerät ein sinnvolles Verhalten (ja, welches denn?) des RCD konstatieren können.
Crux dabei: Die Auslösung dürfte vom Oberwellengehalt des Stroms bzw. der Anstiegsgeschwindigkeit abhängig sein.
Weiterhin zu beachtende Randbedingung: Während der Messung speist das Meßgerät Strom in den PE (oder was es dafür hält) ein. Dabei ist der Fall denkbar, daß eine PE-Unterbrechung vorliegt, und dann legt das Meßgerät $irgendwas auf Spannung. So ein VDE-0100-Instrukteur hat mir mal erklärt, daß zertifizierte Prüfgeräte deswegen nur ganz kurze Prüfimpulse benutzen dürfen, damit nicht beim Prüfen versehentlich Leute umgebracht werden können.
Und da sich diese verschiedenen Anforderungen ein bißchen gegenseitig "beißen", wollte ich halt mal wissen, wie sowas denn nun wirklich funktioniert, und speziell ist natürlich auch interessant, ob und wie man nicht nur eine ausreichende Empfindlichkeit, sondern auch das Nichtvorliegen einer "Überempfindlichkeit" rausfinden kann.
Und verzögert auslösende RCDs sollten auch geprüft werden können.
(So ein universelles Schutzmaßnahmenprüfgerät sollte eigentlich "in einem Rutsch" auch noch die Erdimpedanz, die Kurzschlußimpedanz und den Auslösesttrom des Überstromschutzorgangs prüfen können, also rein in die Steckdose, Knöpfchen drücken, ausgedrucktes Meßprotokoll unterschreieben und RCD und LSS wieder einschalten.)
Gruß aus Bremen Ralf