Ilgner - Umformer

Hallo
Problem: In vielen Entwicklungsländern (hier konkret Afghanistan) schwankt die Netzspannung stark und fällt häufig aus.
Notstromgeneratoren sind zwar meist vorhanden, laufen aber mit Zeitverzug an. In Gebäuden mit empfindlichen elektrischen und elektronischen Maschinen und Geräten kommt es dadurch zu Problemen.
Idee: Zur Stabilisierung der Netzspannung könnten Motorumformer eingesetzt werden. Ich habe da an Einankerumformer gedacht. Zur Pufferung von Lastschwankungen könnten Schwungmassen angeordnet werden (Ilgner-Umformer). Für den kompletten Ausfall des Netzes müsste die Verbrennungsmaschine mittels Kupplung auf die Welle des Umformers aufgeschaltet werden, der dann nur noch als Generator dient.
Frage: Gibt es solche Geräte irgendwo schon fertig zu kaufen? Die Elektrische Leistung sollte so bei 300 kW liegen.
Gruß Mathias
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Mathias wrote:

---Schnipp
Hallo Mathias,
es gab solche Geräte bei der Detschen Bundespost im Fernmeldewesen. Sie wurden in den Leistungsstufen von 20, 40 und 75 kVA gebaut und eingesetzt. Ich habe diese Dinger selbst im Einsatz gesehen und meine mich dumpf erinnern zu können, das die Dieselmotoren von MAN waren und die E-Motoren und Generatoeren von AEG oder Siemens-Schuckert.
Für größere Leistungen wurden mehrere Sätze parallel geschaltet. Die technik wurde aber zugunsten der Halbleitertechnik aufgegeben, da die Wartungskosten zu hoch waren. Eine Schaltung für solch eine Anlage habe ich noch in dem Buch Fernmeldestromversorgung.
Vielleicht mal unter Notstromanlagen bei Google suchen und sich mit den Firmen kurzschliessen.
Gruß Manfred
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begin quoting, Mathias schrieb:

Frequenzschwankungen kriegst Du damit aber nicht weg, dafür brauchst Du eine Asynchronmaschine als Antrieb.

Bitte das Konzept überdenken: Willst Du
- eine Ersatzstromanlage (Notstromaggregat)? - eine USV? - ein Kraftwerk im Netzparallelbetrieb? - einen Schwankungspuffer (Kurzzeitüberbrückung)?
Je nach den örtlichen Möglichkeiten und Energiepreisen würde ich mal ernsthaft über eine Eigenversorgung nachdenken bzw. einen Deal mit dem lokalen Stromversorger und benachbarten Abnehmern, gegenseitig Ausfallreserve vorzuhalten - achte aber drauf, daß die auch zahlen. Je mehr umlaufende Maschinen und je mehr Kurzschlußleistung am Netz sind, um so besser für alle. Ein reines Notstromaggregat dürfte wegen der hohen Vorhaltekosten eher unwirtschaftlich sein. Für die reine Pufferung und Spannungshaltung ist eine leistungselektronische Lösung, ggf. mit (hochstromfähigen) Pufferbatterien, wahrscheinlich wirtschaftlicher als ein Maschinensatz.
Für eine USV sind die 300 kW etwas viel - da muß man halt mal prüfen, für welche Verbraucher die wirklich benötigt wird, und ggf. diese einzeln damit ausstatten.
(Und wenn's dann doch ein eigenes Kraftwerk wird, dann bitte auch umweltfreundlich mit Kraft-Wärme-Kopplung; es muß *kein* Diesel sein, und es muß auch nicht zwangsläufig mit Öl laufen. Was haben die denn da so - Erdgas, Biogas?)
Gruß aus Bremen Ralf
--
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Ralf Kusmierz wrote:

Ach ja, eine Gasturbine, das ist die beste Idee! 17.000 Upm.
Muß ja nicht zwangsläufig zuverlässig sein...
Die Fachleute in Norwegen, die die Bohrtürme ausrüsten, die haben sich krummgelacht.
T-schüß nach Bremen.
--
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begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

Da braucht man dann noch ein Untersetzungsgetriebe oder (besser) doch eine Leistungselektronik.

Wäre aber besser ...

Geht es um Bohrtürme?

He, Du ...
Ja, Du ... Dich mein' ich ...
Genau Dich, Glaser!
Wußtest Du eigentlich schon, daß man mit Gas auch
<flüstermode> kolbenmaschinen </flüstermode>
betreiben kann? Oder Stirling-Motoren?
Manchmal verwendet man das sogar in GuD-Anlagen (aber die sind gewöhnlich dann doch ein paar Nummern größer).
Wie? O bitte, gern geschehen. Nein, nein, Ösis können ruhig auch mal was lernen - kein Problem.
Gruß aus Bremen Ralf
--
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Am Sun, 06 Aug 2006 02:08:48 +0200 schrieb Ralf Kusmierz

Obiges hat sich in der Tat schon bis zu uns durchgesprochen. Daher laufen die wiener Stadtbusse auch mit Gas (Propan), das sei umweltfreundlicher. Wenn der Generator bezügl. Brennstoff wirklich krisensicher sein muß, dann wäre etwas mit externer Heizung (Dampfkraftwerk) wohl besser.
--
Martin

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Hallo, die Sache mit den rotierenden USV der Post finde ich interessant, werde mal recherchieren, ob da noch was zu holen ist. Soweit ich weiss, nutzt die Bahn ähnliche Maschinen in Bahnstromwerken. Bei Herstellern (z.B. AEG) bin ich natürlich auch schon fündig geworden. Ich wollte aber natürlich die sachkundigen Beiträge der Newsgroup nicht auslassen. Hinsichtlich Uraltmaschinen kann ich nur sagen, dass die Unternehmer hier vor Ort schon genug Lehrgeld gezahlt haben, weil sie Schrott aus diversen Nachbarländern gekauft haben. Die sind jetzt allesamt soweit, dass sie Qualität kaufen. Und wenn dann noch made in germany draufsteht, zahlen sie auch ein paar Afghani mehr. Sicher ist die Konstellation mit einem modernen Dieselmotor momentan die beste Lösung. Weil die Maschinen einfach robust und bezahlbar sind. Okay, die gute alte Hubkolbenmaschine gehört eigentlich ins Museum, aber brauchbare und bezahlbare Gasturbinen sind noch nicht am Markt.
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Mathias wrote:

Die Bundeswehr hat das IIRC auch heute noch in manchen Bunkern. Vielleicht mal Richtung VEBEG gucken.
Grüße,
Björn
--
BOFH excuse #395:

Redundant ACLs.
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Bjoern Schliessmann wrote:

was, und das mit Kolben?
nicht mit Turbinen, mit 17.000 Upm?
eeeecht?
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Franz Glaser (KN) wrote:

Ein Bekannter war vor ein paar Jahren Jahren wegen irgendeines "wir wollen Schulabgänger anwerben"-Projekts mal in einer größeren Bw-Bunkeranlage, und dort gab es angeblich genau so eine USV mit altem Diesel und Trägheits-"Speicher", also einem großen Schwungrad.
Grüße,
Björn
--
BOFH excuse #432:

Borg nanites have infested the server
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Bjoern Schliessmann wrote:

Das mit der Turbine und mit den 17.000 Upm klingt blöder als du meinst.
Die Energie, die in einem Schwungrad gespeichert ist, ist quadratisch mit der Drehzahl höher. Es ist zwar nicht einfach, eine Welle, ein Schwungrad, ein Turbinenrad zu lagern aber wenn schon, denn schon...
Insofern - und das hat mir ein Norweger einmal vor etlichen Jahren so verklickert - rentiert sich so eine Konstruktion für den angeführten Zweck sehr wohl. Und das Gas (aus der Flasche?) zündet innerhalb weni- ger Millisekunden und macht aus dem Synchronmotor hinter dem Planeten- getriebe einen Generator.
Der Bremer Stadtmusikant wird dazu sicher irgendwas Lustiges singen können.
MfG Glaser
--
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Zum Schwungradumformer. Im Anhang ein Auszug aus einem Lernbehelf der Österreichischen Post.- und Tel - Verwaltung (1955):

.....
meinst.
[ Die Abb. 530 zeigt eine Schwungradspeicheranlage im Umformer­betrieb. Im Normalbetrieb wird vom öffentlichen Starkstromnetz (380/220 V, 50 Hz) ein Asynchronmotor angetrieben. Dieser Motor treibt sowohl ein Schwung­rad als auch über eine Zahnradübersetzung einen Synchrongenerator an. Dieser Generator liefert 380/220 V mit einer Frequenz von 56 Hz. Bei Netzausfall oder Änderung der Spannung oder Änderung der Frequenz des öffentlichen Stark­stromnetzes wird selbsttätig mittels einer elektromagnetischen Kupplung das noch rotierende Schwungrad sofort mit einem Dieselmotor gekuppelt. Mit der im Schwungrad aufgespeicherten Energie wird der Dieselmotor angeworfen. Der Dieselmotor treibt nun den Synchrongenerator weiter an. Das Schwungrad wird bei Netzausfall seine Drehzahl immer mehr verringern, u. zw. so lange, bis der Dieselmotor anläuft. Durch die Verringerung der Drehzahl wird die Frequenz des Synchrongenerators sinken. Da unter etwa 45 Hz die Stromverbraucher nicht mehr einwandfrei arbeiten, hat man für den Normalbetrieb nicht 50 Hz, sondern 56 Hz gewählt.]
Gruß, Peter
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Peter Necas wrote:

Das ist doch super, 1955. Damals war ich gerade ein Schulbub. Was die alles erfunden haben, 10 Jahre nach dem Kriegsende und 7 Jahre nach dem Dritten Mann.
Hier hat jedoch (!) jemand von "Gas" geschrieben. Ich habe mir erlaubt, darauf einen alten Einfall auf eine Erinnerung "Gastur- bine" einzubringen. Und den Einfall hat der Stadtmusikant nicht verarbeiten können sondern zum Anlaß für einen seiner typischen Ausfälle genommen.
Preiss eben.
--
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begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

Merkt man (das Alter, mein' ich).

O ja, ich zitiere:
---------------------- Anfang ---------------------- Ach ja, eine Gasturbine, das ist die beste Idee! 17.000 Upm.
Muß ja nicht zwangsläufig zuverlässig sein...
Die Fachleute in Norwegen, die die Bohrtürme ausrüsten, die haben sich krummgelacht.
T-schüß nach Bremen. ---------------------- Ende ----------------------

Fragt sich, wer da "Ausfälle" hatte.

Hummel, Hummel ...
Gruß aus Bremen Ralf
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Ralf Kusmierz wrote:

du bist so intellent, Stadtmusikant, daß es weh tut ;-(
Da hab ich von der Gasturbine geschrieben (die technisch eine tolle Idee ist).
Aber dazu bemerkt, daß das nicht zuverlässig genug sein dürfte.
Ich hab dazugeschrieben, daß mein posting ironisch ist aber nicht sinnlos.
Und all das hältst du für eine Fehlmeldung, bloß weil dir der heilige Pisa nicht wohlgesonnen ist.

Servas + derfang dich wieder
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begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

Wohl wahr: für Dein [g|k]auses Gegrummel reicht es wohl leider nicht...

I werd scho nüber weg kumma ... :-) :-) :-) :-) :-)
Gruß aus Bremen Ralf
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Peter Necas schrieb:

Hm... die Idee ist ja an sich nicht schlecht, nur denk ich mir, 56 Hz sind fr Normalverbraucher schon ziemlich steil.
Wie wrs denn... entweder den Diesel nicht per Schwungmasse sondern per Hilfsmotor (E) starten und dann erst elektromagnetisch einkuppeln?
Oder hinter den ganzen Aufbau noch einen Frequenzumrichter, der dann konstant 230/400V, 50 Hz liefert.
Weil mit einer Frequenz, die zwischen 45 und 56 Hz schwankt werdets ihr auch kaum glcklich.
sg Ragnar
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Thus spoke Franz Glaser (KN):

Mag ja sein - trotzdem schließe ich mich da inhaltlich Sevo an: Für Afghanistan würde ich doch lieber zum klassischen Diesel greifen. Nicht schön, nicht elegant, aber robust.
Tschüs,
Sebastian
--
http://www.baumaschinen-modelle.net
http://www.schwerlast-rhein-main.de
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Ralf Kusmierz wrote:

In der 4. oder 5. Welt? Laß es bitte einen Diesel sein - am besten einen Schiffsdiesel, der mit beliebigen öligen Abfällen, notfalls der Altölgrube des örtlichen LKW-Reparaturbetriebs oder dem Teerkessel des Straßenbauers läuft. Im Prinzip wäre eine gute alte Kohle/Holz/Sperrmüll-betriebene Dampfmaschine da das krisenfesteste Gerät...
Gruß Sevo
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begin quoting, Sevo Stille schrieb:

Das ist da verfügbar, in ausreichender Menge?

Also doch kein Diesel.
In der 3. oder 4. Welt? Fängt mit "S" an und hört mit "olar..." auf.
Gibt es "in der 3. oder 4. Welt" außer durchgeknallten Taliban irgendeinen Grund, *nicht* die mordernste und wirtschaftlichste Technik einzusetzen?
Gruß aus Bremen Ralf
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