LED-Beleuchtung wie schalten?

Moin,
ich (eher meine Arbeitsgruppe) hat ein Mikroskop organisiert, welches angeblich defekt ist. Die Mechanik ist schon wieder
gängig, aber die Beleuchtung ist kaputt. Nun die Idee, diese Beleuchtung auf LED-Licht umzubauen. All zu große Vorteile hat es sicher nicht, aber es ist cool:-)
Bisherige Beleuchtung: 2 Lampen a 10W Halogen, eine für den Leuchttisch, eine für das Oberlicht.
So soll das wieder. Je eine Hochleistungs-LED bringt IMO genau so viel Licht, wie diese Halogenlämpchen (die keinen Reflektro haben, also deren Licht nur schlecht ausgenutzt wird).
Aber: Ich würde natürlich eine Konstantstromquelle einbauen, z.B. 700mA, mit Dimmer. Daran hängen die beiden LEDs in Reihenschaltung. Nur möchte ich die LEDs einzeln an/aus schalten können. Dazu dachte ich mir einfach, ich verbaue einen Wechselschalter (mit Nullposition in der Mitte), mit dem ich wahlweise die eine/keine/die andere LED überbrücken kann.
Die Konstantsromquelle kann 1 bis 3 solche LED betreiben.
Jetzt aber die Frage: Geht das gut? Wenn ich beide LED an habe, liefert das Netzteil ja in etwa 8V. Schalte ich um und überbrücke die eine LED, dann fallen im ersten Augenblick diese 8V an nurnoch der einen LED am, was langfristig zu viel wäre. Langfristig: Wie schnell regelt so eine Konstantstromquelle denn herunter? Oder tritt diese Situation der Überspannung quasi garnicht auf?
Ich weiß, dass man das exakt nur beantworten kann, wenn man die verwendeten Bauteile genau kennt, aber dennoch kann man ja vielleicht auch eine allgemeine Aussage dazu machen.
Oder sollte man das anders tun, z.B. die LED mit einem Widerstand von z.B. 5Ohm/4W überbrücken? Dann sollte an der LED und dem parallelwiderstand so wenig Spannung abfallen, dass die LED aus geht. Es liegen aber dann nicht nach dem Schalten sofort 8V an der verbleibenden LED an.
Oder irgendwie anders sanft umschalten, statt einem Wechsler ein Poti welches man von einem zum anderen Anschlag drehen muss (und hoffen muss, dass der Widerstand zwischen Schleifer und Anschlusspin am Anschlag verschwindend klein ist?
Gleich noch eine zweite Konstantstromquelle einbauen finde ich irgendwie übertrieben, noch dazu wo die dimmbaren schon noch einiges kosten.
Schaltplan:
I=const-+--------+ | | | V LED | --- 1 o | | 2 ------o---+ | 3 o | | V LED | --- | | GND-----+--------+
Schalterstellung 1: nur untere LED an, 2: beide an, 3:...
CU Rollo
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Roland Damm schrieb:

Also ich kann dazu nur sagen das bei uns reihenweise LEDs sterben weil die Kunden die LED-Leuchten an die bereits versorgten Konstantstromkonverter stecken (der Gang zum Sicherungskasten dauert halt...). Die haben alle einen Ausgangskondensator drin der sich da schlagartig entlädt. Je nach Hersteller und Serie gehen die dann auf 0 Ohm, eher selten auf Leerlauf oder sterben nach wenigen 10 Stunden.
Also ich würd unbedingt was machen das die LEDs sanft umschaltet bzw. den Strom auf jeden Fall unter dem absuluten Maximalwert hält.
Ich hab dazu mal Versuche zu einer Art "schnellen Überstrombegrenzung" gemacht: 2x BSP149 parallel geschaltet in die Zuleitung gehängt, Gate direkt mit Source verbunden. Selbst ein 60V Konstantstromkonverter, auf den schlagartig nur eine LED gehängt worden ist, hat die LED nicht mehr töten können (ob die jetzt schnell genug war das die LED nicht doch ein paar Stunden verloren hat kann ich aber nicht sagen).
MfG Oli
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Oliver Holzer schrieb:

Wie überredet man einen enhancement MOSFET da zum Leiten?
--
mfg Rolf Bombach

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Rolf Bombach schrieb:

BSP149 ist ein depletion MOSFET.
Gruß Dieter
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Moin,
Dieter Wiedmann schrub:

Wie schaltet man das? Leitet der Transistor einfach so?
Ich hätte jetzt an eine Zehnerdiode gedacht, aber die muss natürlich bei Durchlass einen geringeren Spannungsfall haben, als die runden 4.x Volt die die LED maximal verträgt.
CU Rollo
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Dieter Wiedmann schrieb:

Ah jetzt, ja. Damit sehr interessantes Bauteil, danke.
Ich war zuerst bei Philips/NXP gelandet, dort ist eine Ersatzliste angegeben, welche auf den BSP122 verweist. http://www.nxp.com/acrobat_download/literature/9397/75016717.pdf Das scheint dann aber doch ein ganz anderes Bauteil zu sein.
--
mfg Rolf Bombach

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Roland Damm schrieb:

Kannst du so machen, und gegen Spikes von der Stromquelle helfen Snubber parallel zu den LEDs.
Gruß Dieter
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Moin,
Dieter Wiedmann schrub:

Snubber.... R+C in Reihe parallel zur LED?
Klar, das klingt sinnvoll. Ich fragte mich dabei nur eventuell, ob die Konstantstromquelle es verknusen kann, wenn sie plötzlich kapazitive Lasten sieht. Aber gut, mit passendem Widerstand könnte es genug dämpfen.
Wie sollte man das RC-Reihenschaltung auslegen?
CU Rollo
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Roland Damm schrieb:

Ja.
Ach je, mach halt 3R3 und 100uF ran, da bist du weit auf der sicheren Seite.
Gruß Dieter
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Moin,
Dieter Wiedmann schrub:

Habe inzwischen was billigeres gefunden, einen Schaltregler. Der braucht am Eingang zwar niedrige Spannung (z.B. 12V), aber das Netzteil dafür habe ich umsonst auftreiben können. Dieser Schaltregler schaltet mit 2,5kHz. Da habe ich was, worauf ich hin eine Auslegung machen kann.
Der Widerstand in Reihe zum Kondensator sehe ich nicht ganz ein, ich würde ihn einfach weglassen. Also einen ordentlichen Elko parallel zu jeder Diode und gut sollte es sein.
So ein Regler verheizt obendrein auch fast nichts, ist wegen Digitaltechnik von 0% bis 100% regelbar.. Dumm nur, dass er maximal 1800mA liefert, da muss ich dem eingebauten Poti einen Vorwiderstand (evtl Trimmer) verpassen, damit ich nur maximal das einregeln kann, was die Dioden können.
CU Rollo
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Roland Damm schrieb:

2500Hz? Wird wohl Müll sein. Und von 'Regler' seh ich da erstmal nichts.

Du hast den Widerstand nicht verstanden.
Gruß Dieter
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Moin,
Dieter Wiedmann schrub:

Gut, kein Regler, sondern nur eine Steuerung. Ich meine den hier:
http://a1w.de/html/dimled.html
Da wird wohl noch etwas SMD auf der anderen Seite der Platine sein, so einfach kann die Schaltung kaum sein.

Richtig, ich interpretierte das als 3kOhm (wegen 3*10^3 Ohm).
Aber du meinst wohl 3,3 Ohm. Macht viel mehr Sinn. Dann ist mir das auch klar.
Ist vermutlich ohnehin nicht verkehrt, wenn ich obige Ansteuerung verwende. Weil die ja vermutlich recht starke Stromstöße liefert, vielleicht zu viel, wenn die LED 'nur' 1A abkann.
Rechnen: 3,3 Ohm * 100uF macht eine Zeitkonstante von 0,33ms, umgerechnet 0,825 Periodendauern dieser Steuerung. Man sollte vielleicht um sicher zu gehen auf 200uF gehen (muss aber wohl nicht). Platz zum Einbauen ist jedenfalls genug da:-)
CU Rollo
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Roland Damm schrieb:
[3R3]

Da hätte ich 3k0 oder einfach 3k geschrieben.

So ist es.
Gruß Dieter
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Hallo,
zu Mikroskop und LED schau´ bitte mal hier nach:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php
Gruß Klaus
--
www.wagner-mem.de



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Moin,
Klaus Wagner schrub:

Nichts zu der speziellen Frage, ansonsten ist LED und Mikroskop natürlich ein Thema, das Für und Wieder ist bekannt.
CU Rollo
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Hi, das ist riskant. LEDs der benötigten Leistung brennen Löcher in die Netzhaut. Wegen ihrer planen Bauart kann man damit nicht so gut fokussieren wie mit Hohlspiegel-Halogen. Und die Farben sind grausam, dazu kommen Polarisationseffekte.
--
mfg,
gUnther
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Moin,
gUnther nanonüm schrub:

Wer das Mikroskop nach meinem Umbau zu zerlegt, dass er direkt in die Lampe schauen kann, hat selber schuld. Konstruktiv bedingt kann man aber nicht direkt reinschauen b.z.w. es ist eine Streuscheibe dazwischen.

Bisher ist da Halogen, kein Hohlspiegel. Nur eine Halogenlampe in einen dunklen Gehäuse und das bischen Licht, was zufällig die Öffnung trifft, wird genutzt. Ach ja, ich vergaß zu erwähnen, dass das Mikroskop derzeit nur maximal 45fache Vergrößerung hat, vielleicht kann man ja noch mal eine Vorsatzlinse draufsetzen. Sooo viel Licht braucht es da nun auch nicht.

Meinetwegen. Was zählt sind die Fotos, und da kann man Farben nach Belieben anpassen.

Oh, sind LED's polarisiert? Na eigentlich um so besser. Kann ich mir bei planaren Anordnungen aber kaum vorstellen.
CU Rollo
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Roland Damm schrieb:

[...]
So ein Quatsch, Lallonühm halt.

Klar, Kathode und Anode.:-)
Gruß Dieter
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Hi, na Du Expferde, dann erzähl mal, was es mit den unter LED-Licht besonders hübsch sichtbaren Ringen auf der Optik auf sich hat. Und wieso ist eine plane Lichtquelle genausogut geeignet für einen runden Linsenapparat wie eine nahezu punktförmige Halogenlichtquelle. Unsere Miks hatten sogar einen "Knubbel"-Glühdraht, keine lange Wendel.

Vergiß nicht oben&unten sowie draußen&kalt...
--
mfg,
gUnther
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Hallo,
gUnther nanonüm wrote:

an Polarisationseffekten liegt das jedenfalls nicht.
Marcel
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