Hallo NG, ich kaufte vor einiger Zeit ein paar billige Messstrippen mit Krokoklemme und Büschelstecker. Nach merkwürdigen Messwerten kam ich per Zufall mit einem Magnet in die Nähe der Messstrippe.
Und schwups klebten das Kabel der Strippen an diesem Magnet.
Die mehradrige Litze sah ich mir nun mit einer Lupe an. Es sieht aus wie Kupfer, allerdings ist der Farbton etwas dunkler.
Aus meiner Sicht dürfte Kupferkabel für Messleitungen nicht magnetisch sein.
Oder doch?
Gruß
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M
Marcel Müller
B?schelstecker.
N?he der Messstrippe.
Treffer, versenkt! Kupfer und Kupferlegierungen bekommt man mit vertretbarem Aufwand nicht magnetisch. Eine Widerstandsmessung dürfte endgültige Klarheit bringen.
Falls die Dinger als Kupfer-Strippen verkauft wurden => zurück an den Händler. Das ist die einzige Sprache, die verstanden wird. Wenn das öfters vorkommt, reden die auch mal mit den Einkäufern. Der Fall ist ob seiner Eindeutigkeit auch problemlos durch die 2-jährige Gewährleistungsfrist abgedeckt. Die Beweisführung ist schließlich trivial.
Falls da natürlich nur 'Messstrippen' stand, fällt es in die Kategorie: you get what you paid for. Falls es irgendwie schwammig formuliert ist, würde ich trotzdem mal den Händler kontaktieren. Oft wissen die auch nicht so genau, was sie da einkaufen. Evtl. steht auch eine Stromangabe in der Auszeichnung. 10A wären bei Eisenstrippen beispielsweise (bei vertretbarem Querschnitt) nicht zulässig und man hätte wieder etwas in der Hand, um die Dinger los zu werden.
Marcel
R
Ralf . K u s m i e r z
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Micha schrieb:
Büschelstecker.
der Messstrippe.
Sie sind auch nicht magnetisch, sondern der Magnet ist es. Aber welcher Idiot kommt auf die Idee, Meßleitungen aus Eisendraht herzustellen?
An sich ist das relativ egal, aber der Widerstand von Eisendraht ist natürlich höher.
Gruß aus Bremen Ralf
D
Dieter Wiedmann
Ralf . K u s m i e r z schrieb:
Bei den Kupferpreisen vergangenes Jahr war jeder Beschiss recht, eben auch verkupferter Stahdraht als Messleitung. Sonst kenn ich das nur von als Satleitung verkaufter BK-Leitung, merkt Normalkunde bei mäßigen Längen ja gar nicht.
Gruß Dieter
H
horst-d.winzler
Dieter Wiedmann schrieb:
Nichts gegen Stahllitze für Kopfhörerschnüre. An meinem Sennheiser hält die schon eine Ewigkeit.
D
Dieter Wiedmann
horst-d.winzler schrieb:
Naja, die ist mir richtige Lahnlitze doch lieber.
Gruß Dieter
R
Ralf . K u s m i e r z
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Dieter Wiedmann schrieb:
Man könnte sich natürlich auch andersherum mal fragen, was denn gegen Leitungen mit Eisenleiter spricht. Man braucht bei gleichem Widerstand den sechsfachen Querschnitt bei gut fünffachem Leitergewicht - na und? Der Preisunterschied zwischen Eisen und Kupfer ist wahrscheinlich deutlich größer.
Elektrische Eigenschaften: Wahrscheinlich haben die Dinger eine höhere Induktivität (ich fürchtem daß ich gerade nicht weiß, wie man die unter Berücksichtigung der Permeabilität des Eisens ausrechnet) - wird sich wahrscheinlich nur bei höheren Frequenzen bemerkbar machen.
Also: warum eigentlich nicht, solange der Verbraucher nicht durch falsche Angaben angesch... wird? Zugfester sind die wegen der Materialeigenschaften und des höheren Querschnitts wohl auch noch. Wenn das Zeug dann noch oberflächenverkupfert ist, dann dürfte die Korrosionsneigung hinreichend klein sein (Büroklammern).
Im großen und ganzen habe ich den Eindruck, daß es gar nicht so blöd wäre, darüber nachzudenken, ob man nicht z. B. in Freiluftschaltanlagen anstatt Aluminium Stahlrohre verwenden sollte - na gut, wegen des Mehrgewichts (Faktor 11-12) ist das wahrscheinlich doch nicht so sparsam, die Isolatoren müssen die Schienen ja auch tragen.
Und bei dem Vergleich von Al und Cu in der Installation ist es eigentlich auch nicht so klar, was denn da nun ökonomisch/ökologisch zu bevorzugen ist. Die Verbindungstechnik sollte man eigentlich in den Griff kriegen, blöd ist natürlich die starke Korrosionsneigung.
Gruß aus Bremen Ralf
M
Micha
@Marcel die Messkabel, Länge ca. 90-100 cm bleiben an dem Dauermagnet über Kopf kleben. Wenn meine Küchenwaage stimmt, Eigengewicht 14 Gramm.
Ist mir schon klar, das billige Angebot rächt sich meistens. Ich kann die Strippen wegschmeissen bzw. weiss nun darum.
Allerdings, so zum Thema Halbwerkzeuge, Anfangs des Jahres hatten die Maschinenbauer massive Probleme mit radioaktivem Stahl. Wenn ich mir nun vorstelle das aus China evtl. Schaltschrankleitungen ua. mit dem selben minderwertigen Kabel verdrahtet wurden, dürfte das ganze anderes aussehen.
Morgen werde ich den und andere Händler Informieren.
Mal ehrlich, wer denkt daran, das Messleitungen nicht aus Kupfer sein können!
Gruß Micha
R
Rolf Bombach
Ralf . K u s m i e r z schrieb:
Da freut sich aber der Skineffekt. Und die Magnetostriktion unterlegt das Ganze dann mit sattem Knurren.
J
Jan Kandziora
Ralf . K u s m i e r z schrieb:
Der Skin-Effekt ist von µr des Materials abhängig. Bei Eisen ist µr recht groß, so dass die Eindringtiefe sehr gering ist. Führt letztlich zu einem stark frequenzabhängigen Widerstand der Leitung und bei Meßleitungen damit zu einem "Verschleifen der Ecken" des Signals.