Sind deutsche Solarinstallationen international so ungewöhnlich?
Meine Paneele mit 144 Zellen sind bei einer Nenntemperatur von 43 °C angegeben mit einer typischen MPP-Spannung von 42 V und 50 V im Leerlauf. Der Deye Wechselrichter hat passend dazu einen MPP-Bereich von
25--55 V und eine maximal zulässige Eingangsspannung von 60 V.
Beim Chinesenali finde ich haufenweise Angebote, die einfach ihre Arbeit tun, ohne ständig mit der Stasi telephonieren zu wollen, aber alle nur MPP bis höchstens 40 V und maximale Eingangsspannung 50 V. Wie kommt das?
Was ich auch nicht finde sind Module mit einem Steuereingang für die Soll-Ausgangsleistung. Gibt es so etwas nicht? Kann man das mit einem nicht zu komplexen Eingriff vielleicht faken? Gerade haben wir schon jetzt im März täglich viele Stunden mit negativem Strompreis. Ich muß ja dann nicht unbedingt zu Lasten aller das Netz mit meinem Überschuß weiter belasten.
Danke Axel
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J
Jan Schmidt
Axel Berger schrieb am 03.04.25 um 14:01:
Sind die AR-N 4105 kompatibel? Würde ich mal in Frage stellen...
Den Deye kannst du auch ohne Cloud betreiben. Der kann übrigens auch via (angepasstem) Modbus in der Ausgangsleistung reduziert werden (Register 40, auf 1% Maximalleistung genau).
Ich mache damit Nulleinspeiseregelung. Vor dem Deye sind aber nicht die Panels sondern ein 2kWh Growatt-Speicher.
Jan
A
Axel Berger
Ich weiß. In meinem WLAN besteht für jeden, der sich nicht meinr Kontrolle unterwirft, Telephonverbot. Gern würde ich ihm WLAN ganz abdrehen. Ständig pustet er nicht abstellbar seine API-SSID in alle Welt.
Über welche Schnittstelle? Meiner bietet nur seine Weboberfläche und ein nicht offengelegtes API für seine Cloudserver.
Ist das nicht das Register für die aus der Cloud änderbare Leistungsbegrenzung auf 600 oder 800 W? Von dem habe ich gelesen, man solle es auf keinen Fall für dynamische Regelungen verwenden, weil dann schnell die maximale Anzahl von Schreibzyklen erreicht sei.
Nach meiner Kenntnis hat der die Schnittstelle, nicht der Deye. Letzterer schiebt bis 800 W ungeregelt alles hinten raus, was vorne reinkommt. Falsch? Speicher sind mir noch zu teuer und rechnen sich erst nach einer Halbierung der heutigen Preise. Aus mehreren Gründen möchte ich den Speicher über die Wechselspannung anbinden. Ja, beim Laden kostet das Wirkungsgrad, aber genau dann habe ich kostenlosen Überschußstrom.
A
Axel Berger
Ja, ich weiß. Zu teuer und nicht, was ich suche.
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J
Jan Schmidt
kennst du config_hide.html? Damit sollte das abschaltbar sein.
ich nehme sowas ähnliches wie
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Es gibt aber auch ein go-Programm (main)
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(der Zugang zu den AT-Befehlen funktioniert mit der aktuellen Firmware nicht mehr, aber via Modbus sind alle Register zugänglich)
Ja, das ist das Register. Von defekten (Flash-)Speichern hab ich aber bei Deye noch nichts gelesen. Ich mache das jetzt seit Anfang des Jahres und es funktioniert noch. Wie oft der Wert geändert wurde, kann ich aber nicht sagen.
Ich habe den Speicher auf load_first eingestellt mit konstanter Ausgangsleistung. Die Regelung funktioniert nur mit einem Shelly (hab ich nicht) und über die Growatt-Cloud - also nicht lokal. War für mich nicht tragbar, zumal der Speicher fast jedes mal seine Wlan-Konfiguration "vergisst", wenn er mal ausgeschaltet war. Außerdem war mir das zu langsam.
Ich hab auch gerechnet. Prognose für mein Lastprofil ca. 4 Jahre. Ein AC-gekoppelter Speicher wäre mir auch lieber, die sind aber mindestens doppelt so teuer.
A
Axel Berger
Nein. Wo und wie finde ich das?
Danke. Werde ich ansehen.
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Thomas Einzel
Am 04.04.2025 um 11:21 schrieb Jan Schmidt:
...
(alles nur im Kontext: in .de und mit steckerfertige Solaranlagen bis
2kWp/800VA *):
AC gekoppelte Speicher kann man auch nur mit max. 800W laden, wenn es kein Bezug sein soll (sie bekommen ihre Solarenergie ja bereits durch den 800VA Wechselrichter via AC. Und sie haben einen schlechteren "Wirkungsgrad" wegen der zusätzlichen AC-DC Wandlung.
Bei steckerfertigen Anlagen mit DC gekoppelten Speichern kann man soweit mir bekannt ist (IANAL) den Akku mit der vollen Solarleitung - also bis
2kW - laden, nur die AC Netzkopplung ist auf 800VA begrenzt.
D.h. (absichtlich stark vereinfachte Annahmen) bei richtig viel Sonne, sagen wir mal 8h lang, hat man via 800VA _ohne_ zwischenzeitlich Eigenverbrauch ca. 6,4 kWh für den Akku, also mit Verlusten 5,x kWh Entladung - AC gekoppelter Speicher. Bei den gleichen Umständen 8h lang 2kWp sind es ca. 16kWh ohne Eigenverbrauch, oder bei gleichzeitig Laden und durchgehend 800W Eigenverbrauch sind es 9,6kWh zur Akkuladung. DC gekoppelter Speicher.
Hm, da beleibt für kleinere EFH nur noch wenig Platz für eine sinnvolle EEG Anlage. Zur Dimensionierung des Akkus sollte man von der erwarteten Solarenergie den Haushalts-Eigenverbrauch abziehen.
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IMO kurz vor Ideal: 2x500Wp Südost, 2x500Wp Südwest, 5kWh+ und 800VA (immer mit Regelung über einen Wirkleistungsmesser in der Hauptverteilung). Nur letzteren baut eine Elektrofachkraft ein, ohne Anmeldung beim VNB. Den Rest darf auch ein Laie inkl. Anmeldung bei MaStR.
Da gibt es u.a. die Anker SOLIX, sie das nahezu erfüllt, mir persönlich gefallen nur nicht die 4 MPPT, die bezüglich Leerlaufspannung und Kurzschlussstrom nicht mehr als je 1 Modul können. Wenn man die LiFePO4 Akkus an einer Frost geschützten Stelle hinstellen möchte, hat man so in der Regel den Spaß von 8 Solarkabeln.
*)
- die Bestimmungen außerhalb .de kenne ich nicht
- bei EEG Anlagen (oder wirklichen Inseln) ist es egal, da kann man bauen/~lassen was man möchte, <30kWp wird die Bürokratie aber noch "aufwändiger"
J
Jan Schmidt
Axel Berger schrieb am 04.04.25 um 12:09:
einfach in der Webseite des Wechselrichters config_hide.html eintippen (anstelle von index_cn.html). Dann kann man unter "Mode Select" den AP+STA Mode in AP/STA ändern. Damit geht nur noch entweder Access Point (AP) oder Mitglied in Wlan (STA), aber nicht mehr beides gleichzeitig.
sieh mal hier.
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A
Axel Berger
Danke, es hat geklappt.
Noch mehr zum Lesen. Danke.
A
Axel Berger
Ja. Ich habe hier zwei Module mit zusammen nominell 1100 W. Mein Wechselrichter liefert tatsächlich in der Abregelung nicht die 800 W, die er soll, sondern zwischen 750 und 780 W. Wenn ich jetzt die Anstiegskurve vor dem Plateau und die Abfallkurve danach sinnvoll extrapoliere, dann ist die Fläche darüber echt klein.
Im Winter wird das Abregeln selten erreicht und im Hochsommer wird ein sinnvoll dimensionierter Speicher immer voll. Einen Unterschied machte es also im besten Fall nur in der Übergangszeit wie genau jetzt. Und da ist er zu klein, um eine Rolle zu spielen.
2 kW Modulfläche an einem 800 W Wechselrichter scheinen mir überdimensioniert. Da lohnt dann wirklich Aufwand zur Nutzung des Überschusses, auch wenn Deine Annahme der vollen Nominalleistung über acht Stunden absurd übertrieben ausfällt.
M
Marcel Mueller
Am 03.04.25 um 16:33 schrieb Helmut Wabnig:
Als Balkonkraftwerk? Das kann /sehr/ teuer werden, wenn den Messstellenbetreiber die unerwartet hohen Einspeisemengen bemerkt.
Marcel
M
Marcel Mueller
Ah, Dye, die machen ihren eigenen Hotspot auf. (Macht meiner nur vorübergehend auf Knopfdruck.)
Ein wenig Alufolie um die Stelle, wo die Antenne sitzt, und es ist weitgehend Ruhe. ;-) Aus sehr kurzer Entfernung bekommt man womöglich trotzdem noch ein Signal, mehr aber auch nicht.
Kann der Dye überhaupt 800W? Die keinen Dinger werden auch so schon recht heiß.
Das wäre möglich. Das erfährst du aber erst, wenn er kaputt ist.
Das würde zumindest deutlich mehr Sinn ergeben. ;-)
Marcel
M
Marcel Mueller
Am 03.04.25 um 14:01 schrieb Axel Berger:
Die meisten Module der 2m² Klasse haben nur 108 Zellen, also 54 in Reihe. Da passt das.
Wenn man 4 Module an einen Mikro-WR hängen will, z.B. wegen unterschiedlicher Himmelsrichtung, dann tut man sich mit den 144-Zellen Modulen einen gefallen, weil es sonst mit dem Maximalstrom der meisten Mirko-WR eng wird.
Die meisten WR (alle?) funktionieren übrigens auch ohne Netzverbindung. Man bekommt aber zuweilen Bonus-Features, wenn man ihnen Netzzugang gewährt. Wenn man den Dingern sicherheitstechnisch nicht traut, wofür es durchaus gute Gründe gibt, dann packt man sie ins Gast-WLAN ohne Zugriff auf irgendein internes Gerät. BTDT. Dann bekommt der Hersteller nur die Daten, dass irgendwo ein WR irgendeines Kunden eine bestimmte Strommenge erzeugt. Wirklich zuordnen kann er die Informationen nicht.
Nein, wozu auch. Wenn du das Modul ohne Anschluss in den Garten stellst hat es doch 0W. Das kann der Wechselrichter auch.
Hänge ein Handtuch davor, dann kommt kaum noch Strom raus. ;-)
Tja, das ist der Preis für die Balkonkraftwerke und auch der Grund, warum die Energieversorger sie nicht mögen. Selbst kann man dem in Grenzen entgegenwirken, indem man stromintensive Aktivitäten (Waschmaschine, Spülmaschine, Trockner etc.) auf Zeiten verlegt, in denen der WR viel Leistung liefert. Diese Geräte brauchen, wenn sie heizen durchweg mehr als der Mikro-WR liefern kann und darf, aber das ist ja gerade die gute Nachricht. Das führt nämlich dazu, dass man den selbst erzeugten Strom weitestmöglichst selbst verbraucht. Den den Rest muss man sowieso aus dem Netz zukaufen. Das tut man aber jetzt bevorzugt zu Zeiten, wo /andere/ PV-Anlagen auch Strom erzeugen. Damit entlastet man das Netz. Ich bekomme auf diese Weise eine Eigenverbrauchsquote von 75-80% im Jahr hin (~550/700 kWh, 0,89 kWp STC, 770 W WR). Tatsächlich hatte ich mit einer deutlich geringeren Eigenverbrauchsquote gerechnet.
Bei größeren Anlagen gibt es dafür eine Möglichkeit zur Abschaltung durch den Netzbetreiber. Das hat allerdings die paradoxe Situation zur Folge, dass man in dem Fall nicht einmal den selbst erzeugten Strom nutzen kann, sondern aus dem Netz zukaufen muss. Aus Sicht des Stromnetzes verständlich, denn auch /nicht/ abgenommener Strom destabilisiert.
Besser bekommt man es nur hin, wenn man einen eigenen Speicher betreibt. Ökonomisch begibt man sich damit aber auf sehr dünnes Eis. Zum einen sind die Dinger teuer und weniger langlebig als der Rest. Zum anderen ist die Steuerung reichlich kompliziert, wodurch man den Nutzen womöglich nicht voll ausschöpfen kann.
Marcel
M
Marcel Mueller
Am 04.04.25 um 12:57 schrieb Thomas Einzel:
Das ist korrekt.
Die STC-Leistung der Module erreicht man in unseren Breiten üblicherweise nicht. Im Sommer sind sie zu heiß, wodurch die Spannung sinkt, und im Winter ist der Weg der Sonne durch die Atmosphäre zu lang, so dass die Strahlungsintensität zu gering ist.
Marcel
A
Axel Berger
Growatt ist der Speicher, die Einspeisung muß trotzdem durch den leistungsbegenzten Wechselrichter. Ich lese Helmuts dimensionslose Zahlen als Wattstundenzahl, nicht als Wattzahl. (Die früheren Begriffe Arbeit, Kapazität und Leistung gelten im heutigen Deutsch als vollkommen veraltet und korrekte Dimension und Maßeinheiten verwendet heute sowieso keiner mehr.)
A
Axel Berger
Das fällt mir schwer zu glauben. Ich liege um 40 %
Das sehe ich nicht, wenn ich dem Speicher eine Abgabeleistung geben kann. Ich erfasse hier alle fünf Minuten unter anderem die Nettoaufnahme aus dem Netz (addiert über alle drei Phasen). Wenn ich jetzt jedes Mal die Sollabgabe so einstelle, daß 50 bis 100 W Netzbezug übrigbleiben, dann gibt das natürlich kurze Schwankungen, auch mit ins Netz verschenktem Strom, aber der Saldo über 24 h kommt dem Ideal nahe genug.
Das sind im Home Assistant wenige Zeilen Code und schnell geschrieben. Erst muß ich aber die nötige Hardware finden, zu einem Preis, bei dem es sich lohnt. Das ist derzeit nicht in Sicht.
J
Jan Schmidt
Thomas Einzel schrieb am 04.04.25 um 12:57:
das ist wohl so.
Und mit großem Speicher ist die Begrenzung auf
800W-Grundverbrauch laden schon ein Thema.
Allerdings ist bei mir (2x 430W in S und 15° Neigung) 13:00 der Speicher voll. Die Hauslast liegt so um 200W, abends auch mal 500W.
Einen zusätzlichen Zähler einbauen, will ich nicht. Es gibt ja schon einen (mit dem Hichi-Sensorkopf). Nur leider will kein Speicher damit was anfangen.
T
Thomas Einzel
Am 04.04.2025 um 13:57 schrieb Axel Berger: ...
Es ging mir um einen *ungefähren* Vergleich DC gekoppelter Akku bei Steckersolar und AC gekoppelter Akku bei Steckersolar.
Dann rechne mit 5h * 2kWp -> 10kWh (ohne Akku mit Steckersolar natürlich nur teilweise nutzbar)
Zum Vergleich: meine angemeldete 11kWp Anlage (Südwest) produzierte gestern 57kWh.
T
Thomas Einzel
Am 04.04.2025 um 15:13 schrieb Marcel Mueller:
Ja. Wie eben schon in einem anderen posting geschrieben, dann reche für eine
*Überschlagsrechung* mit 5h Spitzenleistung, das passt gut zu meinen Werten der letzten Tage. Die halbe Peak-Leistung im Mittel über 10h passt auch ;-)
Dann hätte ich es so schreiben sollen:
| Bei den gleichen Umständen 5h lang 2kWp sind es ca. 10kWh ohne | Eigenverbrauch, oder bei gleichzeitig Laden und durchgehend 800W | Eigenverbrauch sind es 6kWh zur Akkuladung.
Man kommt wahrscheinlich auch nicht 5h lang auf mind. 800W Eigenverbrauch (oder >400W bei 10h), so dann noch ein paar Wh mehr für die Akkuladung zu Verfügung stehen werden.
T
Thomas Einzel
Ohne Speicher, ja. Mit Speicher der von der Größe passt ist die Eigenverbrauchsquote *ungefähr* doppelt so groß. Wenn wir uns vielleicht auch auf 35%...40% ohne Speicher vs. 70...80% mit Speicher als Größenordnung einigen könnten? Mit dem HTW Rechner mal ausprobieren.
Wenn allerdings jemand eine recht hohe Grundlast hat, kann er auch auf höhere Eigenverbrauchsquoten mit Steckersolar kommen.
Für Standardlastprofile kann ich bis auf wenige % den einfachen Überschlagsrechner der HTW empirisch bestätigen.
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