Wippschalter in Steckdosenleiste: Verschmutzung

Apr 01, 2025 Last reply: vor 1 Jahr 53 Replies

Hallo!



Ich hatte jetzt schon mehrfach, dass die Schalter von Steckdosenleisten ausgefallen sind. Es gab nicht mehr richtig Kontakt und hat zum Teil gebritzelt. Ursache war in allen Fällen, dass irgendwie Fusseln in den Schalter eingedrungen sind. OK, dass kann ich beheben, wobei das Öffnen der Steckdosen recht mühevoll ist, weil die meist keine Schrauben mit einem gescheiten Kopf mehr haben, sondern etwas rotationssymmetrisches, was man erst mal ausbohren muss.



Ich Frage mich, wie kommt der Schmutz in den Schalter? Ja, die Dinger sind üblicherweise auf dem Fußboden, aber der Schalter hat eigentlich keine erkennbare Ritze.



Und vor allem, wie verhindert man das? Bin ich der einzige, dem das so geht?


Marcel


Steckdosenleisten ohne Schalter kaufen? Ja, die sind schwerer zu bekommen, aber es gibt sie.

Nein, ich habe auch schon solche gehabt. Für mich ein weiterer Grund Steckdosenleisten mit Schaltern zu meiden. Ich habe auch schon überlegt wie man Schalter brücken und die Löcher abdecken kann, aber noch keine weiteren Versuche dazu gestartet.

/ralph

Am 01.04.25 um 18:45 schrieb Helmut Wabnig:

Hausstaub durch die Ritze der sich mit Schmierstoffen im Schalter verbindet und klumpen bildet vermute ich.

Spritzwasser-geschützte Variante nehmen z.b. Welche die eine Gummiabdeckung über der Wippe haben. Die wird aber im laufe der Zeit auch gern mal porös und bröselt dann weg.

Stecker, NYM, Holzbrett, FR-AP Schalter und Steckdosen. Fröhliche Brettmontage. ;-)

Für Standard-Wippschalter (Marquardt?) könnte es evtl. Blindabdeckungen geben. Die Frage scheint mir eher ob sich der Preis rechnet und die in die teils nicht unbedingt plane Fläche um die Öffnung passen.

Sicher das du das nicht mit dem CE Logo verwechselt hast?

Das ist unglaublich. Wenn das Tatsache ist spräche es für einen Verdrahtungsfehler und für billigsten China-ramsch.

Allerdings würde ich die Aussage anzweifeln wenn "Saft" mit einem Einpoligen ("Phasenprüfer") festgestellt wurde. Der kann ggf. auch leuchten wenn ausgeschaltet ist. Und bei Einpoligen (Schmalen) Wippschaltern sowieso - wenn der den Neutralleiter schaltete. Stecker umdrehen und noch mal versuchen, mit einem Duspol (Zweipoliges Meßgerät).

Bye/ /Kay

Am 01.04.2025 um 17:39 schrieb Marcel Mueller:

Im Fußbodenbereich tummelt sich auch bei sehr regelmäßiger Reinigung am ehesten Dreck, Staub usw. - die Wollmaus wohnt da ;-)

Bei den billigen Wühltisch- und Baumarkt-Steckdosenleisten vermutlich nur, wenn man sie gar nicht, oder wenigstens ohne Schalter kauft.

Im mittelmäßigem Bereich (wie oder ähnlich Bachmann Handwerkerleiste) schraube ich die Steckdosenleisten möglichst senkrecht und so an, das ideal etwas obendrüber ist - Tischplatte, Regalboden o.ä. War bisher erfolgreich, keine Schalterausfälle. Also ähnlich wie beim konstruktivem Holzschutz.

Direkt auf dem Fußboden ist hier[tm] derzeit seit Jahren nur eine der billigen Varianten, für Lade-Wandwarzen o.ä. - schalterlos. Mal schnell mit 2kW+ für längere Zeit belasten möchte ich so ein Schätzchen lieber nicht.

Am 01.04.25 um 17:39 schrieb Marcel Mueller:

Es gibt in guten Baumärkten Steckdosenleisten ohne Kabel zum selbst zusammen bauen mit richtigen Schrauben. Beim Hornbach waren die AFAIR sogar halbwegs fair bepreist.

Ja, das Fertigzeugs ist zur Vermeidung von Unfällen bewusst so gestaltet, das Lieschen Müller es *nicht* "mal eben" aufschrauben kann.

Plastikwippe im Plastikrahmen hat so viel Toleranz, das geht nicht ohne wenigstens einen halben Millimeter Spaltmaß. Das reicht dem Staub.

Weitere häufige Todesursache: Die heute üblichen Schaltnetzteile verursachen hohe Einschaltströme. Auf Dauer zu viel für einen China-Billigschalter. Und bei größeren Ansammlungen von Schaltnetzteilen mitunter sogar zu viel für einen hochwertigen Markenschalter.

Wo es geht, Steckdosenleisten ohne Schalter verwenden.

Bei meinen Quellen gilt das Gegenteil, es gibt mehr davon und sie sind billiger. An etlichen Stellen brauche ich den Schalter aber und zahle den Mehrpreis. Nach allem, das man hier immer wieder liest, sind meine Scahlter auffallend langlebig und problemfrei. Auf dem Boden liegen sie aber nicht, allein schon, weil ich mich dann jedes Mal bücken müßte.

Auch dein Ironiedetektor scheint einen besseren Staubschutz zu brauchen. Puste ihn mal frei.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

formatting link
\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Besonders die mit mehr als 3 Steckdosen (5 oder so) sind schwer ohne Schalter zu bekommen.

/ralph

Wenn du in seinem Posting "unsichtbare" Ironie-Tags findest, darfst du sie behalten. Auf mich wirkte das genau so wie er es schrieb und nicht anders.

Staub auf deiner Brille vielleicht? ;-)

Bye/ /Kay

Nicht wirklich. Nur als Beispiel: 6, 9, hier mit 12:

formatting link
Ich nutze das nur, u.a., habe aber nichts mit Hersteller/Händler zu tun.

Klar, bestellen kann man alles, aber im örtlichen Baumarkt, beim Interspar (oder ähnlichen Supermärkten mit ein paar Haushaltsartikeln) oder sogar beim Ikea könnte man glauben, dass es große Steckdosenleisten nur mit Schalter gibt.

Wobei der Hauptgrund für mich ist, dass ich kein versehentliches Abschalten will (Server etc.).

/ralph

Aber nicht bei einer alten Onkyo-Stereo, wo außer der Anzeige nichts aus geht und die >20W Stand-By hat.

Ich habe auch welche ohne. Aber an einigen Stellen brauche ich die Schalter halt.

Marcel

Die häufigsten und leichtest zu findenden haben sechs.

Wir kaufen anders und bei verschiedenen Quellen. Ich kaufe tendeziell vor allem billig, zumindest solange ich den Mehrwert für mehr Geld nicht wirklich erkennen kann. Das kist über alle Produktgruppen erstaunlich selten der Fall.

Bei Mehrfachsteckdosen sind sehr große Leistungen die Ausnahme, aber auch ein 2 kW Heizstrahler oder eine Heißluftpistole haben in Billigdosen an 0.75 mm2 Kabel noch nie zu störender Kontaktwärme geführt. Typischer sind Lasten von 10 W oder weniger.

Am 01.04.25 um 20:39 schrieb Thomas Einzel:

Hmm, das ist tatsächlich mal ein ganz anderer Ansatz, die Gravitation zu Hilfe nehmen. Muss ich mal schauen, ob das an den Stellen irgendwie geht. Man braucht halt auch etwas, woran man sie befestigen kann. Löcher in Möbel Bohren kommt nicht immer so gut.

Ja, das ist eine andere Baustelle. Bei mir geht es aber eher um Kleinkram bis allerhöchstens 200W (Rechner & Monitor).

Marcel

Zweikomponentenkleber. Mache ich seit ich einmal aus Versehen einen halben "Serverraum" ausgeschaltet habe (in der Steckerleiste war die Lampe kaputt, Marc denkt "um Himmels Willen, warum ist das denn aus??", *klack*, *leise*).

Grüße Ma "ja, ist verdamp lang her" rc

Und es gibt kaum jemanden, der es richtig macht (Aderendhülsen, Zugentlastung). Gemeingefährlich.

Aderendhülsen passen oft genug gar nicht in die Stecker.

Grüße Marc

Hatte ich bisher erst einmal und das liegt auch schon ewig zurück.

Ganz ehrlich: wenn so eine Steckdosenleiste nach ein paar Jahren ausfällt, dann kaufe ich eine neue. Kostet 5-10 Euro.

Ja, das ist nicht nachhaltig, und ich achte in der Regel auf so etwas. Aber verglichen mit dem Kunststoffmüll, den wir tagtäglich ungewollt und zwangsläufig z.B. bei Lebensmittelkäufen durch Umverpackungen produzieren, fällt das bisschen Kunststoff und Draht einer solchen Leiste, bezogen auf ihre Lebensdauer, doch kaum ins Gewicht.

Martin

Gerade bei Mehrfachsteckdosen schauen 95% so aus, als würden sie aus der gleichen Produktionslinie kommen, egal unter welcher Marke man die kauft.

Die Ausreißer sind selten, und oft zahlt man nur das Design. Für meinen Schreibtisch in der Arbeit hab ich mir eine vom Ikea gekauft, die wie Tetrapoden aussehen, einfach weil ich diese Form cool finde, und ich da "meine" rausstechen seh.

formatting link
/ralph

Das würd ich irgendwie anders lösen (Schwellwertsteuerung, Relais das nach irgendwelchen "intelligenten" Kriterien schaltet). Schon alleine weil mich das Einschalten an einer fast immer unpraktisch angeordneten Steckdose nerven würde.

Ich muß gestehen mein Denon-Verstärker ist immer mindestens Standb, wobei er aber zumindest tagsüber wirklich viel genutzt wird (nicht nur Musik, sondern auch Fernsehton). Der ist aber vermutlich neuer und hat kleineren Standby-Verbrauch. Manche EU-Normen ergeben schon Sinn.

/ralph

Hier fiel mal ein Tape-Deck von Pioneer auf, bei dem "ausgeschaltet" permanent die VFD-Heizung warm blieb.

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required