Ich las eben bei Heise (Link s.u.) davon das Betreiber von Ladesäulen verpflichtet werden sollen vor dem Laden korrekte Preisinfos zu liefern. Also z.b. pro kWh, pro minute oder zusatzentgelte. Hmm, Schön.
Es ist jahre her das ich beruflich einen Elektro-Lieferwagen fuhr und den habe ich an einer Säule im Ort mit Typ 2 Stecker über nacht geladen. So alle 2-3 Tage und Kostenlos wg. eines damals geltenden 5 Jahres Angebots.
Aber darum weiß ich eben nicht wie's aktuell und an anderen Stellen aussieht. An einer Normalen Zapfsäule wird immer der Literpreis angegeben und das muß wohl auch geeicht sein. Bisher war ich im Guten Glauben der Meinung das bei E-Ladestationen ähnliches verpflichtend sei.
Darum wundere ich mich. Gibt es da wirklich so viele Betreiber die das nicht machen, dabei Schindluder treiben oder anders abzocken?
Ich würde ja wie im artikel auch angemerkt wird bei Schnellladen einen kWh-Preis erwarten, bei normalem Laden ggf. einen Minutenpreis (den ich aber schon nicht mehr direkt vergleichbar fände) und bei beidem noch die Angabe über evtl. anfallende Gebühren o.a. Kosten. Ich fände das als Minimalforderung. Liegt das nur an der Regelungs-lücke?
Warum sollten E-Ladesäulen auch weniger Korrekte Informationen anzeigen als jene die Flüssigtreibstoff umpumpen.
100000€ Bußgeld klingt ja schon mal nach einer Hausnummer. Wenn es denn angewendet werden kann.
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Bye/ /Kay
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R
Ralph Aichinger
Wir haben noch kein Elektroauto, aber aus den Schilderungen der Arbeitskollegen kenne ich ein Problemszenario: Du suchst dir Säule XY raus, fährst hin, und dann hast du 3 verschiedene Ladekarten/Abrechnungsmöglichkeiten über die du das bezahlen kannst, und es ist nicht immer klar ob die Abrechnung über Ladekarte X billiger ist oder über Ladekarte Y, und ob das überhaupt funktioniert. Ein Arbeitskollege hat neulich 10 Minuten mit diversen Karten und Handyapps rumprobiert, um dann am Schluß direkt mit Kreditkarte zu zahlen. Nach
5 Minuten war er mit dem Laden fertig (Schnellader, er wollte nur bis heim kommen). Er hat länger für den Bezahl/Kosten rausfinden/Abrechnungsmist gebraucht als fürs eigentliche Laden.
Und die 10 Euro (oder so) die er bezahlt hat waren ihm weniger das Problem, als die Umständlichkeit und Undurchsichtigkeit des Bezahlvorgangs.
/ralph
M
Marc Haber
Das ist ein neues Business, das zieht natürlich auch die unseriösen Geschäftemacher an.
Toll sind auch die Supermärkte, die Ladesäulen auf ihren Parkplätzen haben, diese mit "24h offen" bewerben, und dann bekommt man am Samstag abend vom Pächer des Parkplatzes eine "Vertragsstrafe" weil man außerhalb der Öffnungszeiten des Ladens auf dem Parkplatz war. Ja, Aldi Süd, mit Dir sprech ich!
Grüße Marc
A
Axel Berger
Zustimmung. Das gilt nicht nur für Kraftstoffe sondern eine Preisauszeichnungspflicht gilt für alle Selbstbedienungsgeschäfte. In sofern kann ich da keine Regelungslücke erkennen sondern nur einen groben Verstoß.
Konkrete Erfahrung fehlt mir allerdings völlig. Ich sehe die Säulen nur von weitem.
H
Hergen Lehmann
Ein wesentlicher Unterschied ist, das bei Flüssigtreibstoff (und bei den meisten anderen Selbstbedienungsgeschäften) ein bereits am Lager befindliches und zu einem bekannten Großhandelspreis eingekauftes Produkt verkauft wird, so das sich der Verkaufspreis risikofrei kalkulieren lässt. An der Ladesäule wird das Produkt hingegen erst in der Zukunft vom Großhändler bezogen und der Vorgang zieht sich zudem einige Zeit hin, was das Risiko massiver Schwankungen des Einkaufspreises beinhaltet.
Aber ja, dieses unternehmerische Risiko muss ziemlich eindeutig der Verkäufer tragen.
A
Alexander Schreiber
Irreführende Werbung und explizite Fallenstellung dadurch, nett.
Man liest sich, Alex.
A
Andreas Karrer
Kay Martinen snipped-for-privacy@martinen.de:
Betreiber von Ladestationen haben die Sache viel, viel komplizierter gemacht.
Typischerweise hat ein E-Ladesäulenbetreiber nicht *einen* Preis pro kWh. Sondern:
A) Der Kunde hat keinerlei Verbindung mit dem Betreiber und zahlt mit Debit-/Kreditkarte den sog. Ad-Hoc-Preis
B) Der Kunde hat eine Ladekarte/App bei dem Betreiber und zahlt meist weniger als A.
C) Der Kunde hat ein Abo mit einem monatlichen Grundpreis, zahlt dafür aber weniger pro kWh als B.
D) Der Kunde hat eine Ladekarte/App von einem anderen Betreiber, der macht aber Roaming mit dem Betreiber der Ladesäule. Er zahlt typischerweise mehr als B.
E) Der Kunde hat eine Karte/App von einem Autohersteller, der einen bestimmten E-Ladesäulenbetreiber "subventioniert" (d.h. der Autohersteller schlägt das auf den Kaufpreis des Autos drauf).
F) Viele Betreiber verlangen nicht nur einen Preis pro kWh, sondern zudem eine Stand- oder Blockiergebühr, meist erst nach einiger Zeit. Das machen sie, damit die Ladeplätze nicht als Parkplätze missbraucht werden.
Zum Beispiel beim Betreiber EnBW:
A) zahlt an einer EnBW-Säule 0.79 EUR/kWh B) Mit EnBW-Abo "S" (ohne monatlichen Grundpreis) 0.56 EUR/kWh. Bei EnBW gilt dieser Preis an allen Stationen; bei anderen Betreibern zahlt man oft -- wie beim Sprit -- an Autobahn-Ladesäulen mehr als in der Pampa. C) Mit EnBW-Abo "M" pro Monat 6 EUR und dann 0.46 EUR/kWh D) Mit einer EnBW-Karte/App bei einem anderen Betreiber (Roaming-Partner) bis zu 0.89 EUR/kWh E) Für Tesla-Fahrer war in der Anfangszeit das Laden an Superchargern "gratis". F) EnBW verlangt ab 4h eine Blockiergebühr von 0.10 EUR pro Minute
Das ist alles ein übles Dickicht und ganz schwer durchschauber. Typische Ladesäulen haben aber einen QR-Code, mit dem man auf eine Seite mit Preisgestaltung kommt. Oder man checkt die Preise vorher ab.
Immerhin:
Die meisten E-Auto-Fahrer laden zuhause (viel billiger, evtl eigene PV) und nur selten bei öffentlichen Ladesäulen. MMn ist E-Auto ohne Stellplatz mit Lademöglichkeit ohnehin noch nicht alltagstauglich.
Mit guter Routenplanungs-Software wie abetterrouteplanner.com kann man Preise vorher abfragen und es wird einem eine vernünftige Fahr-/Ladestrategie vorgeschlagen.
- Andi
T
Thomas Einzel
Am 26.03.2026 um 00:33 schrieb Kay Martinen:
Geeichte Zähler IIRC ja, aber Preis kann ich dir nicht sagen weil ich entweder per NFC Karte oder App freischalte (also immer per Ladevertrag, aber ohne monatliche Kosten).
An einer An-hoc Säule (Aldi Süd) hatte ich es bisher erst einmal probiert und das erfolglos. NFC Kommunikation mit dem Smartphone zur Bezahlung ging noch, dann wurde ein Authentifizierungsfehler angezeigt und der Ladevorgang von der Säule abgebrochen, neuer Versuch nicht möglich. Wenigstens automatisch nach 2 Tagen erstattet haben sie die blockierten 49 Euro. Aber auch da hatte ich mich natürlich vorher über die Preise informiert (47C/kWh bei 150kW DC), ob dieser an der Säule anzeigt wurden, weiß ich leider nicht mehr.
Es gibt z.B. bei der TEAG sehr schmale 22kW AC Doppellader, die nur zwei winzige LCD Displays haben, da könnte es Probleme geben den Preis anzuzeigen. Aber diese Säulen muss man zwingend mit einer TEAG App (oder Roaming) freischalten (NFC Karten gibt es da nicht (mehr?)), der Preis von 49C/kWh (DC und AC) wird darin angezeigt und man muss diesn Ladevertrag in der App zum Start des Ladevorgangs bestätigen. Bei DC Ladepunkten steht auch Zeit und Höhe der "Blockiergebühr" bei dieser Bestätigung mit da.
*) gerade mal geschaut, wenn ich an der TAG Säule Roaming mit EWE-Go machen wollte, wird der Roamingpreis (62C/kWh) auch in der EWE-Go App angezeigt. Es könnte aber sein, dass man das auch nur mit der EWE-Go NFC Karte freischalten kann, aber auch da ist der Roamingpreis fix.
Eventuell ist eine Bestätigung des Ladevertrages mit allen Preisbestandteilen in einer App, vor dem Start des Ladevorganges, auch transparent genug?
Wenn ich vorher nicht exakt weiß, was mich das Laden kostet und ob bzw. ab wann ich "Strafgebühr" nach xy Minuten bezahlen müsste, fahre ich die Ladesäule erst gar nicht erst an, bzw. berücksichtige ich sie nicht in meiner Ladeplanung. Oft noch turbulenter wird der Preisspaß übrigens beim Roaming, da muss offenbar auch noch mehr reguliert werden, freiwillig wird sich da vermutlich nichts ändern.
Alles was nicht haarklein vorgeschrieben wird, wird in Deutschland oft und gern als "kann man machen wie man will" interpretiert. > Warum sollten E-Ladesäulen auch weniger Korrekte Informationen anzeigen
Als ich noch Diesel fuhr, ist es mir wenige mal passiert, dass der Preis von der Einfahrt in die Tankstelle bis zum Beginn des Tankvorganges geändert (erhöht) wurde, aber an der Tanksäule würde es angezeigt - IIRC aber erst nach abheben der Zapfpistole. Mit der aktuellen nur 1x ab Tag Erhöhung ist die Wahrscheinlichkeit, dass das passieren kann, allerdings drastisch gesunken.
Beim Laden sind die Preise stabiler, da kann für Laden unterwegs besser und langfristiger planen. Ich weiß, warum ich einige Ladeverträge (ohne monatliche Kosten) habe, da gibt es weniger plötzliche "Überraschungen".
T
Thomas Einzel
Dabei kann man sich IMO informieren, wer der Betreiber ist und ob man mit diesem einen Ladevertrag hat - ich mache das so.
Ja wer sich zu wenig informiert in das Roaming Abenteuer stürzt, kann genau das erleben, leider.
BTW - als ich noch Diesel fuhr, bin ich mal von einer Shell wieder ohne zu tanken weggefahren, weil der Preis für den normalen Diesel auf dem großen Schild war bei den Säulen nicht wieder zu finden, aber zahlreiche andere Dieselgeschmacksrichtungen mit "interessanten" Preisen. Vielleicht wenn ich noch 10min gesucht hätte? In 2km war dann eine Total.
T
Thomas Einzel
Ich las schon darüber und bin und war schon gewarnt.
Wenn das wirklich nicht klar ausgeschildert ist, wäre es schon ein dicker Happen, denn Aldi-Süd bewirbt es ja sogar:
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"... Mittlerweile gibt es mehr als 1.500 Ladepunkte auf unseren Filialparkplätzen. Dabei ist das Laden vielerorts auch außerhalb der Filial-Öffnungszeiten möglich. ..."
A
Axel Berger
Auch an der Tankstelle ändern sich Preise und wird der gerade gültige gut sichtbar angezeigt. Auch in Supermärkten setzen sich elektronische Preisschilder zunehmend durch.
Es bleibt das Problem des sich ändernden Preises zwischen dem Befüllen des Tanks/Einkaufswagens und der Kasse, aber das wird in der Regel verhindert.
Es wäre kein Problem, und ist meines Wissens vorgeschrieben, den gültigen Preis am Beginn der Ladevorgangs gut sichtbar anzuzeigen.
A
Andreas Graebe
Am Thu, 26 Mar 2026 10:02:56 -0000 (UTC) schrieb Andreas Karrer:
Zusätzlich gibt es Säulen, bei denen man obendrein eine Startgebühr zahlen muss, unabhängig vom Umsatz.
Bei einigen Anbietern hat sich inzwischen die Einsicht etabliert, dass man den Ladewilligen Kunden vielleicht doch nicht so arg gängeln sollte, sonst geht er zur Konkurrenz. So gibt es seit kurzem bei Vattenfall "bis auf weiteres" ein neues Tarifmodell, Ad-hoc-Laden für 44ct oder 49ct pro KWh. Diese Säulen snd bereits in die fantastische Datenbank der Onlinekarte von Gerd Bremer
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übernommen worden. Natürlich gibt es auch eine pasende App: Ad-Hoc Map
Auch die LadeSofort-App ist zu empfehlen.
W
Wendelin Uez
Nicht jeder, der von einem Geld fordert, hat auch das Recht dazu - mit einer Verkehrsrechtschutzversicherung, die eigentlich jeder haben sollte, der sich mit einem Fahrzeug in den Verkehr traut, wäre das keine Diskussion gewesen.
W
Wendelin Uez
Das wird er ja auch, und er gilt bis zur Bezahlung. Was ja nicht ausschliesst, dass nach dem Einhängen der Zapfpistole für den nächsten Tankvorgang ein neuer Preis angezeigt werden kann. Die Zapfsäule muss vom Gesetzgeber her nicht bis zur Abwicklung des Bezahlvorgangs an der Kasse stillgelegt werden.
J
Jan Schmidt
Kay Martinen schrieb am 26.03.26 um 00:33:
die Säulen mussten bis vor kurzem gar kein Bezahlterminal haben. Da hat man immer mit den Konditionen seiner Karte/App bezahlt wo üblicherweise auch die Preise für jede Ladestation angezeigt werden.
Falls es Bezahlterminal gibt, habe ich bisher auch immer Preise gesehen. Das sind aber Ad-Hoc-Preise. Wenn man mit seinem Vertrag / Karte /App bezahlt - was natürlich auch noch geht, gilt der Ad-Hoc-Preis nicht sondern nur der vom Vertrag/Karte/App.
Ich finde das trotzdem ziemlich nervig und habe auch schon öfter mal das Laden nicht starten können. Und es ist nicht unüblich, dass die Preise bei unterschiedlichen Karten an der selben Station unterschiedlich sind.
Jan
H
Hannes Kuhnert
Andreas Karrer hat geschrieben:
Ich find letzteres an meinem Wohnort durchaus alltagstauglich. 200 m entfernt steht eine öffentliche Ladesäule, wo ich den Strom für
0,45 €/kWh erhalte. Die wird von einigen Leuten regelmäßig benutzt; gleichwohl ist, wenn ich Bedarf habe, meistens ein Platz frei.
T
Thomas Einzel
Am 27.04.2026 um 08:16 schrieb Hannes Kuhnert:
Aldi DC bis 50kW?
Es kommt ohne eigene Wallbox/EV Lader IMO auch oft darauf an, ob es es langsamer AC Lader, oder ein DC Lader möglichst über 100kW ist. Den empfohlenen 10...80% Ladehub und damit 70% von z.B. ca. 80kWh Akku bedeutet dass man dies 56kWh+Ladeverluste bei 11kW in gut 5h, bei 22kW (und 22kW Onboardlader) in gut 2,5h, aber an einer entsprechenden DC Ladesäule auch in weniger als 30min in den Akku bekommt. Letzteres ist tauglich um es nebenbei beim Einkauf o.ä. zu erledigen, bei AC nicht.
So viele AC Säulen, dass zukünftig jeder sein Elektroauto über Nacht daran lassen kann (und damit den Ladepunkt nach ein paar Stunden mit vollem Akku blockiert), wird aus wirtschaftlichen Erwägungen kaum ein Ladeanbieter hin bauen. Die Elektroenergieversorgung des zuständigen Netzbetreibers kommt hinzu, ein 22kW Doppellader mit Lademanagement passt in der Regel einfach so ans Niederspannungsnetz, 20 Stück davon werden schwierig und bei DC wird in der Regel ohnehin ein eigener Mittelspannungstrafo samt Anschluss nötig. Der Bedarf an Ladepunkten könnte steigen, aktuell sollen ja recht viele Elektroautos verkauft werden, könnte mit an den Kraftstoffpreisen an den Tankstellen liegen.
Deswegen tippe ich mittelfristig mehr auf eine Ausrichtung private AC Lader zu Hause und öffentlich mehr DC. Sowie Ausnahmen davon.
M
Marte Schwarz
Hi Thomas,
Ohne Zeitzuschlag? Zumindest die E-Säulen, die in der Nähe meiner Wohnung in RV sind, verlangen alle zum kWh-Preis noch einen Minutenpreis, der bei nur 11 kW oder 22 kW gar nicht so wenig zuschlag macht, aber natürlich dafür sorgt, dass der Platz nicht als Parkplatz misbraucht wird.
Wenn das Auto das kann...
und das Auto nicht nur 50 kWh Batterie hätte ...
So ist es.
Marte
T
Thomas Einzel
Am 27.04.2026 um 09:30 schrieb Marte Schwarz:
Das müsste Hannes beantworten, ich hatte den obigen Satz nicht geschrieben.
Bei dem 22kW AC Doppellader (TEAG) hier im Städtchen kostet die kWh
49Cent und es gibt keine Zeitbegrenzung und keine Zeitzuschläge. An ihren DC Ladern macht das die TEAG aber sehr wohl. Beim nächst-entfernten 200kW DC Doppellader (auch 49Cent/kWh) nach 120min
10Cent/Minute. 2h ohne Zeitzuschlag finde ich für DC >50kW ok, mein Auto braucht für den 10% auf 80% Ladehub (ca. 54kWh) 28min bei nicht zu kaltem Akku.
natürlich, immer das schwächste Glied der Kette bestimmt es
deswegen "z.B."
H
Hannes Kuhnert
Thomas Einzel hat geschrieben:
Meinst Du das Nutzungsprinzip, dass alle nur über Nacht laden lassen?
Das ergäbe durch geringe Auslastung tatsächlich ein Wirtschaftlichkeitsproblem.
Wenn sich die Nutzung aber auf Tag und Nacht verteilt, wie ich es in der Stadt beobachte, ist es für die Ladestellenbetreiber durchaus wirtschaftlich, so viele Ladestellen zu bauen, dass sie für alle abzüglich des Privatladens reichen.
Ein Ausbaubedarf im Niederspannungsnetz ergibt sich aber auf der großen Linie rein aus dem Gesamtumfang des Wechselstromladens, unabhängig davon, ob dafür mehr öffentliche 22-kW-Lader oder (viel) mehr private Niedrigleistungslader aufgebaut werden.
Die gängige Preisstruktur mit erheblich höheren Preisen für Gleichstromschnellladen als für Wechselstromladen lässt mich anderes vermuten: An Gleichstrom laden weiterhin vornehmlich Nutzer mit Eilbedarf. Der Proporz der beiden Ladeprinzipien wird ähnlich wie heute bleiben.
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