Polumschaltbarer Motor mit Kondensator an Einphasenstrom

Hallo,

mir ist letztlich ein "etwas" älterer, aber anscheinend ungebrauchter Motor untergekommen, den ich jetzt natürlich ganz gerne verwenden würde. Anwendung wäre vorhanden (Apfelsaftmaschine). Laut Typenschild ist es ein Dahlandermotor D/YY 220V 2860/1430u/min

1/0,72kW. Die Wicklungen sind, genauso wie die Isolation, ok. Leider 220V.Bekommt man aber in dreiphasiger Ausführung nicht um die Ecke (ausser Umrichter, aber dann wäre Polumschaltbarkeit ja wieder unnötig, ausserdem etwas teuer dafür). Daher wollte ich den Motor zumindest in Steinmetzschaltung an 230V 1ph betreiben, was in der langsamen Drehzahl auch geht (mit 30µ etwas langsamer Anlauf, mit 60µ gut). In der schnelleren Drehzahl brummt der Motor aber vornehmlich und dreht bei 60µ allenfalls langsam, bei beachtlicher Stromaufnahme. Anschluss sollte eigentlich passen (Netz an U2 und V2, W2 über Kondensator an U2, U4,V4,W4 gebrückt). Die Kondensatoren sind zwar nicht ganz ideal aber elektrisch ok (Siemens MKP 60µ/240V, je 2 in Serie, weil ich davon ca. 100Stk rumliegen hab).

Hab ich irgendwas übersehen, oder klappt das generell nicht auf die Weise?

Gruss, Robert

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Robert Obermayer
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Robert Obermayer schrieb:

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horst-d.winzler

horst-d.winzler schrieb:

Ja, soweit klar. Die Verschaltung auf D/YY sollte nicht das Problem sein. Inzwischen habe ich festgestellt, dass auf der Innenseite des Schaltkastendeckels praktischerweise die Verschaltung aufgedruckt ist, genau entsprechend dem, das ich ohnehin versucht hatte. Zumindest wenn ich die eher undeutlichen Bezeichnungen der Klemme so interpretiere, wie ich es bisher tat...

Nur hab ich keine 220V Drehstrom, für die der Motor leider ausgelegt ist.Daher sollte er über einen Kondensator in Steinmetzschaltung laufen, was in Dreieckschaltung auch funktioniert.Leider in YY-Schaltung für die hohe Drehzahl überhaupt nicht, wo die aber durchaus sinnvoll einsetzbar wäre.

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Robert Obermayer

Robert Obermayer schrieb:

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Niedrige Drehzahl. Spulen in Dreieck. Beispiel 1) Anschlu=DF wie Beispiel f=FCr niedrige Drehzahl.

H=F6here Drehzahl. Spulen in Stern. Verschaltung f=FCr H=F6here Drehzahl bei Beispiel 1) Zuleitung: Klemmen 2U/2V/2W Br=FCcken Klemmen: 1U-1V-1W

Optimalen Kondensatorwert bei niedriger Drehzahl ermitteln. Bei der h=F6heren Drehzahl Kondensatorwert erh=F6hen.

So sollte es funktionieren.

--=20 mfg hdw

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Horst-D.Winzler

Habe ich auch.

Empirisch ermitteln hat schon oft geholfen. Ich bin zwar kein "Motoren-Wickler" (hatte nie einen Bock darauf)

Motoren verhalten sich wie Blitze: "Kein Mensch weiß was passiert" :-)

Habe schon des öfteren die Steinmetz-Schaltung angewendet. es kam immer darauf an, was das für ein Motoren-Typ / Fabrikat es ist. Durch Ausprobieren kam ich immer auf zuferlässige Werte. Wichtige Werte: Temperatur des Motors! Komischerweise wurden die Motoren bei richtigen Kondensatoren-Werten im Leerlauf ziemlich heiß. [ Kondensatoren rechnerisch ermittelt ]

Bei Belastung ging der Strom zurück ! Warum blos?

(Nach Faustformel pro kW ca. 70 µF, bezieht sich auf 380/220 V )

Hat fast nie gestimmt :-((

Viel Glück!

Rudi

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Rudi Horlacher [Paul von Staufen]

Rudi Horlacher [Paul von Staufen] schrieb:

Jepp, wie der Franz immer betont, ein Motor hat eine Nenn*belastbarkeit*, und die ist thermisch begrenzt.

Elektromaschinen I.

Faust im Auge halt.;-)

Gruß Dieter

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Dieter Wiedmann

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