Re: Ueberspannung

Feb 15, 2026 Last reply: 5 months ago 36 Replies

Am 15.02.2026 um 13:41 schrieb Axel Berger:



In einem großen Teil Leverkusens gab es vor 14 Tagen einen
> Überspannungsschaden auf der Mittelspannungsebene, der ins
> Niederspannungsnetz durchschlug und etlichen Schaden anrichtete. Für
> mich auf den ersten Blick seltsam haben die meisten Endgeräte es
> überlebt nur tausende Duhlauferhitzer wurden dahingerafft. Die hatte ich
> aus der Vor-Elektronik-Zeit kommend eher als besonders robust
> eingestuft.
>
> Den mechanischen Einschalter, der erst bei Mindestdurchfluß schließt,
> gibt es nicht mehr. Stattdessen hängen drei Leistungshablleiter direkt
> an der Versorgung. Der mittlere hat zumindest visuell überlebt, die
> beiden links und recht hat es aufgesprengt. Links sind zwei
> Anschlußbeine komplett weggebrannt.
>
>
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> Wie wird so etwas mit 3 * 7 kW eigentlich heute geregelt? An/aus wie
> früher gibt es ja nicht mehr sondern sauber geregelte Temperatur. Sind
> das Triacs mit Schwingungspaket und stört das Geflatter im Netz nicht? >
>

Ganz Links die blaue "Pille" (Varistor) hat es auch gesprengt. Das war wohl ein überforderter Überspannungsableiter, der pflichtbewusst funktioniert hat. Kolateralschäden sind da nicht verwunderlich.

Am 15.02.26 um 13:41 schrieb Axel Berger:

Ist das nicht ein Fall für Schadensersatz? Womöglich solltes du dann nicht selbst dran herum basteln.

Wenn du mal schaust, was das für Halbleiter sind - auf dem Bild kann man nichts erkennen - bringt das vllt. Erhellung. Evtl. werden immer nur ganze Halbwellen geschaltet. Rechts ist aber auch eine Diode.

Marcel

Am 15.02.2026 um 13:41 schrieb Axel Berger:

Nur aus Interesse: Ist in deiner Elektroanlage ein Überspannungsschutz vorhanden? Typ1? Typ2? Kombiableiter?

Vor anheizen des Lötkolbens würde ich bei meiner Versicherung anfragen.

Nein. Eher einfaches Mehrfamilienhaus aus den Siebzigern.

Welche und warum?

Marcel Mueller schrieb:

In DE würde ich da nachfragen. In CH nicht; wenn man hier nicht grobe Fahrlässikeit seitens des Versorgers respektive eines Mitarbeiters desselben nachweisen kann, hat man Pech gehabt.

In der Stadt Bern hatte es mal Anno Tobak mal hunderte von TV und merkwürdigerweise auch Glühlampen dahingerafft. Dem Versorger konnte nichts nachgewiesen werden. Pech.

Ich lebe hier in einem MFH das ca. 10-20 Jahre jünger ist und das hatte erst auch keinen Schutz. Der (Große Ableiter [3Ph+N] neben der HV) ist nachgerüstet worden als hier vor ähnlich langer zeit bei Gewitter etliche (noch Röhren)TV "gesprengt wurden. U.a. wie eine Brunnenpumpe, und zwar mehrfach. Aber das ist der einzige, kein Mittel oder Feinschutz in den UV o.a.

Und nein, wir hatten zu der Zeit keine Freileitungen mehr in der Gegend. Das können demnach keine Direkten Einschläge (gern mal nicht mit versichert) sondern es müßten induktiv eingekoppelte Überspannungen gewesen sein.

Ggf. deine wenn sie einen Unterschied macht zwischen Überspannung (Direkt) und Induktion (Indirekt).

Aber da du nebenan bereits erwähntest das der schon getauscht ist: Bestenfalls will die Versicherung ein Belegexemplar für den Defekt sehen, würde ich vermuten. Das dann von einem Sachverständigen untersucht würde. Aber bei 100-Stück Defekten... finden sich vermutlich genug mit gleichem schaden.

Wolltest du deinem Lieblings-DLE denn neue Bauteile spendieren und es zurück tauschen - oder nur ebenfalls den Schadensverlauf/Spannungspfad analysieren? Bei letzterem vielleicht die Versicherung fragen ob die gleiches vorhaben und du eine Kopie des Ergebnisses bekommen könntest.

Bye/ /Kay

Ich fragte "welche" nicht "wessen".

Ich wollte vor allem einmal sehen, warum es reihenweise genau das Gerät erwischt hat, das ich für das robusteste im ganzen Haushalt gehalten habe, und fast kein anderes. Jetzt weiß ich, wie es in den Dingern innen drin aussieht. Reines techisches Interesse wie es nach meiner Erwartung in dieser Gruppe die meisten haben sollten -- außerhalb so gut wie keiner. Die meisten Menschen leben am liebsten wie Zootiere -- andere sollen sie versorgen und sich um alles kümmern. wie und woher interessiert nicht weiter.

Am 15.02.26 um 22:06 schrieb Axel Berger:

Kommt auf die Überspannung an. Wenn da irgendwie der Nullpunkt weggelaufen ist und für längere Zeit mehr als 30% Bonusspannung kam, dürften das nur wenige Netzteile überleben.

Hier ist es eher ein wenig mehr. Kommt immer drauf an, an welchem Ende des Kabels das Haus hängt, und ob PV gerade den Spieß herum dreht.

Marcel

Die Heizungen sind nicht einfach 3x7kW, sondern sind über die vielen im Bild sichtbaren Triacs in vielen Stufen verschaltbar. Es muss zur Nachregelung also immer nur eine Stufe stärker oder schwächer aktiviert werden.

Am 16.02.26 um 00:59 schrieb Wolfgang Martens:

Das wäre dann nicht viel anders als bei den Alten (Antiken?) Geräten die IMHO einen Hydraulischen (Differenzdruck) Schalter hatten. Ich hab so einen mal im Betrieb erlebt. Dem konnte man zusehen wie der "Schalter" bei wenig Durchfluß nur die erste Stufe schaltete (Klicken) und bei Vollem Durchfluß (Klick, Klick) weiter aufdrehte. Mit mechanischen Schaltkontakten. Die sind einfach nur langsamer, "regeln" also nicht so gut/genau.

Wenn so einer bei einer Überspannung keinen Durchfluß hätte, ich denke die Kontaktabstände (Offen) wären das wichtigste Maß dafür was der aushielte. Wie hoch die Überspannung war hat vermutlich niemand messen können, oder? :)

Bye/ /Kay

  1. Versicherung! F: "Welche" A: "Deine"

Frage beantwortet!

"Wessen?" wäre hier m.E. die gleiche Antwort. "Deine" Außerdem fragtest du nach "Warum" und nicht nach "Wessen" Zum "Warum" habe ich dir mögliche Antworten gegeben. Such dir eine aus die zutreffen könnte. DU bist vor Ort betroffener, nicht ich.

Korinthen-Modus Off

Also doch Option B wie oben angeführt. Okay.

Bye/ /Kay

Unsinn. Bei solchen Geräten kann man seine Duschtemperatur zwischen "eiskalt" und "kochendheiß" wählen, und wenn man einmal an der Mischbatterie eine erträgliche Temperatur gefunden hat, macht es an der Wand *klack* und man weiß dass man jetzt nur noch wenige Sekunden Zeit hat bis das Wasser wieder eiskalt oder kochendheiß wird. Sowas sollte man nur zum Abfüllen von Putzeimern verwenden. Leider haben Vermieter sowas immer wieder für Duschen eingebaut.

Die elektronischen DE regeln ihre Leistung nach der Ausgangstemperatur und sind zum Glück heute nur noch unwesentlich teurer als "klassische" Geräte.

Grüße Marc

Und was haben meine KfZ-Haftpflicht-, meine Berufsunfall- und meine Krankenversicherung damit zu tun? Also noch- und zum dritten Mal:

Welche Versicherung wäre Deiner Meinung nach hier zu informieren und warum?

Welche?

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

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Verstehe ich nicht.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

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Elektronik gab es noch nicht. Ich habe in mehreren Wohnungen damit problemlos täglich geduscht. Es gibt halt immer ein festes Verhältnis zwischen Durchfluß und Temperatur. Im Sommer mußte ich volles Rohr aufdrehen und im Winter war ich öfter mal an an der Abschaltschwelle mit dem Wechsel von etwas zu kalt nach ganz kalt.

Die Geräte damals konnten wasserseitig nur an und aus hatten aber einen manuellen Umschalter zwischen 18 und 21 kW. Iirc wurde da einfach eine der drei Phasen abgeschaltet. Ich habe das damals nachgerechnet, bekomme es aber heute nicht mehr hin.

NICHTS. Aber das weißt du als Selbständig Denkender Mensch wohl selbst.

Warum! Warum stellst du MIR Fragen die du dir selbst beantworten kannst? Ich kann ja nicht wissen was du außer obigen noch an Versicherungen hast. Z.b. Hausrat, Privathaftpflicht, Rechtsschutz o.a.

Dieser Faden wird wegen Nutzlosigkeit eingestellt. EoT

Bye/ /Kay

Same here, vor Jahrzehnten und in Dithmarschen oder HH. Elektronik hat es damals sicher schon gegeben. Nur die Leistungshalbleiter um die 21 kW zu schalten/steuern vermutlich nicht oder für den Hersteller teurer als die Elektromechanisch-Hydraulische Lösung.

Das Alte Gerät von dem ich sprach hatte nach meiner Erinnerung 2-3 Stufen die; wie ich annehme; durch den Wasser(differenz)druck ausgelöst wurden. So weit ich erinnere hatte der nicht einfach eine Druckdose sondern ein Teil im inneren das vage wie eine art schräger Faltenbalg aussah und sich mit zunehmendem Wasserdurchlauf bewegte und die Kontakte/Stufen der reihe nach durch schaltete.

Ob der nun symmetrisch je 3 Teilheizkörper oder schlicht L1, L2 und dann L3 dazu schaltete weiß ich nicht.

Ist Schieflast evtl. bei einem Mechanischen DLE zulässig (gewesen)? Ist ja oft nur kurzzeitiger, Intermittierender Betrieb.

Zum Badewanne füllen gäbe es große Speicherheizer ggf. sogar mit Nachtstrom-kreis. Meine Tante in Lüdenscheid hatte damals so einen.

1970'er Jahre etwa.

Bye/ /Kay

Am 16.02.2026 um 14:58 schrieb Kay Martinen:

Warum sollte das verboten sein?

Kein Haushalt kann die 3 Phasen auch nur ansatzweise symmetrisch belasten.

Am 16.02.26 um 15:22 schrieb Thorsten Böttcher:

Das ist wohl richtig. Ich meinte das mehr Generell da ein DLE ja üblicherweise mit Drehstrom versorgt wird. Heutige können das sicher besser regeln aber ich sprach ja von damaligen die noch echte Schaltkontakte hatten.

Da wäre ein PRO-Grund die Kurzzeitige Belastung. Die Frage war halt ob es damals|heute einen Contra-Grund gibt/gab der in irgendwelchen TAB stünde.

Schön, bei einem Herd dürfte es da auch und länger nicht Symmetrisch zugehen, bei einer Brunnenpumpe (Tiefbrunnen) wäre Schieflast aber ein Fall für den Motorschutzschalter.

Bye/ /Kay

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