rechtliche Situration: Elektroinstallation von einem Laien und ausgebildeten Elektriker

Hallo
Wie ist die Rechtliche Situration? Ich hab mal gehört daß auch ein Laie eine Installation durchführen darf, muß es anschließend nur von einem
Meister abnehmen lassen. Ich bin ausgebildeter Elektriker (EEAN), ich war immer der Ansicht daß ich das jetzt auch ohne Meisterabnahme darf (privat). Ist dem so?
Gruß, Thorsten
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in Deutschland ist nach den Buchstaben der Vorschriften die Lage IIRC so, da Installationen NUR in das Installateurverzeichnis des lokalen EVUs eingetragene Elektriker ausfhren drfen. Da das in der Praxis so nicht eingehalten wird steht auf einem anderen Blatt, aber das ist das, was ich aus unzhligen hnlichen Internetdiskussionen gelernt habe. Demnach drfte nicht einmal ein Meister aus Kiel in Mnchen was anrhren.
In sterreich sieht die Sache deutlich anders aus und in der Schweiz meines Wissens hnlich. Dort drfen installationen erwerbsmig nur von einem konzessionierten Elektrounternehmen ausgefhrt werden, privat auch von entsprechend ausgebildeten Personen, d.h. Lehre des Elektrohandwerks oder Absolventen hherer technischer Lehranstalten. (zumindest den Passus mit den HTLs gibt es in der Schweiz wrtlich genauso).
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska schrieb:

...
In der Schweiz gibt es noch folgenden Ausnahmefall: Installationen an FI (RCD) gesicherten einphasigen Kreisen, dürfen vom Laien ausgeführt werden.
viele Grüsse Christian

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Christian Schweingruber schrieb:

AFAIK gilt das aber nur für Beleuchtungsstromkreise, und auch nur für solche im eigenen Wohnbereich. Gemeint ist damit schätzungsweise das Anhängen von Deckenlampen.
--
mfg Rolf Bombach

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Hallo Thorsten!

Diese Dinge sind in der "Verordnung über allgemeine bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung (Niederspannungsverordnung -NAV)" vom 1. Nov. 2006, BGBII, S.2477 geregelt.

Hierzu heißt es unter §13: "Die Arbeiten dürfen außer durch den Netzbetreiber nur durch ein in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes Installationsunternehmen durchgeführt werden; im Interesse des Anschlussnehmers darf der Netzbetreiber eine Eintragung in das Installateurverzeichnis nur von dem Nachweis einer ausreichenden fachlichen Qualifikation für die Durchführung der Arbeiten abhängig machen"
Es ist also vom jeweiligem Netzbetreiber abhängig, ob Du "mit oder ohne" Meistertitel als qualifiziert erscheinst. Gängige Praxis ist immer noch das o.g. "eingetr. Installationsunternehmen", welches i.d.R. ein Meister-Unternehmen sein muß. Viele Netzbetreiber räumen jedoch auch (auf schriftl. Anfrage!) Einzelkonzessionen ein, die Dir die selbständige "Abnahme" im Einzelfall erlauben (bspw. wenn Du selbst baust und die E-Installation auch selbst durchführen willst).

Seh' Dich am besten nochmals auf den Webseiten Deines Netzbetreibers um!

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Thomas K. schrieb:

Der sitzt in Hamburg, und ich in Brühl....
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Hast Du NUR den letzten Satz gelesen? Genial am WWW ist ja auch, das große Distanzen mit ein paar Mausklicks überbrückt werden können...
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Das Internet reicht schon soweit, Telefon & Auskunft ebenfalls, habe ich mir jedenfalls sagen lassen :)
Hamburg: Hamb. Elektrizittswerke bzw. Vattenfall, www.hew.de brige mtest selber mal per google/yahoo schauen.
hth, Andreas
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Was nützt Dir in Brühl ein Netzanschluss in Hamburg??
fragt sich tb
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Für mich hört sich das sehr nach der Installation >vor dem Zähler< an. Hinter dem Zähler hingegen hat der "Netzbetreiber" eigentlich nichts zu sagen. Mir hat man z.B. gesagt ich dürfe in den Stromkasten selbst Zusatzzähler einsetzen. Also z.B. pro Phase einen kleinen Hutschienenzähler. Als Kontrolle wenn man sehen will ob der große richtig läuft (da brauchen wir jetzt keine Diskussion dass die zugekauften nicht geeicht und abgenommen sind. Zum kontrollieren reicht das!). Es gibt auch noch so Hutschienenteile die alle drei Phasen so verbinden dass Netzwerk über die Steckdose auch an allen Steckdosen funktioniert. DIe hängen ja auch nicht alle an der gleichen Phase. Die darf man dann auch selbsteinbauen. Auch als echter Laie ohne den Hintergrund den der Eröffner hier hat.
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D****che Subjectänderung.

Bitte diesen Mist abstellen.

Das sehen Helmut und Detlef sicher anders.
Lutz
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Intressant. Vermutlich sagt der Netzbetreiber auch nichts dazu. Weil er dazu alles in seine TAB hinterlget hast, an die Du vertraglich mit der Unterschrift unter Deine Stromliefervertrag gebundne bist.
Nehmen wir jedoch mal an: Wenn Dir dann bei ausreichend laienhafter Installation ein Lapsus unterlaufen sollte (der zu einem vernchlssigbaren Schadensfall wie z.B. Abbrennen der gesamten Immobilie fhrt und damit des in Besitz des Netzbetreibers (formal) befindlichen Zhlers) - wird dann wird Dir sowohl der Netzbetreiber in Deinen verlngerten Rcken treten. Und natrich auc hDeine Gebudeversicherung. Klaro?

Also wenn Du Dich noch erinnern kannst, wer Dir sowas gesagt haben sollte - dann la es Dir unbedingt schriftlich geben.

Ich bin mir 100% sicher das auf dem Beipackzettel zu "so ne Hutschienenteile die alle drei Phasen ..." eindeutig steht: Installation nur von ausgebildeten Elektrofachkrften durchzufhren (sinngem). Zumindest auf denen, die mir im Handel bisher in die Hnde gefallen sind.
Aber mag ja sein das Du andere Quellen hast, in denen sowas mit anderen Beipackzetteln vertrieben wird.
cnr, Andreas
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wrote:

Hallo,
das ist nur eine Wunschvorstellung die mit der Realität nichts zu tun hat.
Bye
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Nunja - die REALITÄT sieht so aus, daß Elektromaterial bis hin zu Verteilereinbaugeräten in Baumärkten frei verkauft wird, und daß bei sachgerechter Ausführung letztlich niemand überprüfen kann und wird, wer die Arbeiten durchgeführt hat. Im Zweifelsfall war das halt vor 'zig Jahren "irgendein Elektriker", dessen Name man vergessen, und dessen Rechnung man längst weggeworfen hat...
Hergen
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wrote:

Korrekt. Und auch der Umkehrschlu ist leider in keinster Weise zulssig - schwarze Schafe gibt es in meinem Gewerbe leider genug. In sterreich wie in Deutschland. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an die Horrorstory eines Bekannten aus Berlin, dem der Elektriker an 63A-Vorsicherungen einen Verteiler statt mit Kammschienen mit 1,5mm2-Brcken verdrahten wollte... oder um zurck nach sterreich zu kommen den Elektriker, der fr den Anschlu der Waschmaschine ein Loch fr den Schukostecker durch die Wand gestemmt und den im Nebenzimmer in eine Lichtstromsteckdose gesteckt hat... weiters hat er noch in der Kche eine Schukosteckdose ohne Schutzleiter (und ohne Dose in der Mauer) installiert und wissentlich in einem Stromkreis die Paschrauben entfernt, im anderen bei originaler Verkabelung mit 1mm2 Cu 16A-Paschrauben eingesetzt hat (Mehrzahl, da in AT berwiegend L und N mit eigenen Diazed-Sicherungen abgesichert werden).
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska schrieb:

Und warum darf man die Wama nicht im Nebenzimmer einstecken? Oder gibt es in Ö immer noch Unterschiede zwischen "Lichtstrom" und "Kraftstrom"?
--
mfg Rolf Bombach

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Lichtstromsteckdose bezeichnet eine alte Steckdose ohne Schutzleiteranschlu... und DAS ist nicht so ganz koscher fr eine Waschmaschine... Man degradiert sie damit effektiv zur SK 0.
Und du wirst lachen... in dem Planungsbro in dem ich arbeite schreiben wir in die Verteilerverzeichnisse wirklich "Schuko" und "Kraftsteckdosen"!
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska schrieb:

Argh. Kapiert. Hatten hier in der Schweiz auch so eine Phase (zeitlich, kein Aussenleiter :-]), da konnte so was passieren. Heute haben die Stecker dieser Geräte prinzipiell 3 Pins.

Aha, letztere sind dann die ohne Schutzkontakt ;-) *duck* In CH setzen sich moderne Normen nur schleppend durch. Hier findest du immer noch Kuriosa wie J-15, eigenartig flache Herdstecker und vieles mehr ;-). Ich hab jetzt gerade einige Kleinverteiler mit merkwürdigen Steckern (da Dose vorhanden) bei externen Lieferanten resp. bei den Hauselektrikern bestellt, ich misch mich da nicht ein... Was ich auch nicht verstehe, immer mehr wird mit 16A abgesichert und die Dosen halten nach meinem Verständnis allenfalls 10A aus.
--
mfg Rolf Bombach

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Da verhindert die Schweizer Norm solche Aktionen natrlich effektiv. In sterreich und Deutschland war man aber wesentlich bemhter, den Betrieb von Gerten der Schutzklasse 0 an Schukosteckdosen zu verhindern als umgekehrt... beim CH-System ist das genau umgekehrt, genau wie beim US-Steckersystem und bei diversen anderen.
Nur ganz wenige Lichtstromsteckdosen hatten tatschlich ffnungen, in die man nur 4mm-Stifte stecken kann, die Mehrheit war da locker konzipiert und die 4,8mm-Stifte eines Schukosteckers passen perfekt, wenn auch etwas streng (erlebe ich regelmig wenn ich hier den Konturenstecker des Staubsaugers einstecken will *g*)

Hier in AT findet man ab und an noch die wunderschnen alten DIN- Kragenstecker mit Aluminiumgehuse in unzhligen Stiftbelegungen. Am hufigsten findet man die Version mit 4 Stiften symmetrisch in einer Reihe, R, S, T, Sl, Verpolungssicherheit wird durch eine Nase am Steckergehuse hergestellt.
sg Ragnar
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Mit der Realität schon, nur mit den in Papier gegossenen Vorschriften nicht. Die VNBs haben sicher anderes zu tun, als sich mit Kundenanlagen zu beschäftigen, solange von denen keine Gefahr für ihr Netz ausgeht und der Strom bezahlt wird. Da das in 99,99% der Fälle so ist, muss man schon tief im Papierberg wühlen, um drauf zu kommen, das der VNB auch nur irgendeinen Einfluss auf die Kundenanlage hat.
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