Christoph Müller schrieb:
Genauer lesen. Das steht:
Als am zweiten Weihnachtstag ein starker Wind über Deutschland hinwegbrauste und alle Windräder auf Hochtouren brachte, gab es plötzlich im Stromnetz stundenlang weit mehr Strom, als gebraucht wurde.
Eine ausgesprochen missliche Situation, die im schlimmsten Fall zum Zusammenbruch des Netzes hätte führen können, wäre man den Strom nicht rasch losgeworden. Auf alle Fälle hätte man konventionelle Kraftwerke runter fahren müssen. Das aber ist ein teures Vergnügen. Also zahlten die Stromverkäufer den Stromkäufern bis zu 20 Cent pro Kilowattstunde, damit sie ihnen den Strom abnahmen.
Den Einspeisern von Wind- und Solarstorm wird dieses typische Unternehmerrisiko jedoch nicht abverlangt. Und zwar, weil diese dann mit entsprechenden Preisaufschlägen kalkuliert würden.
Was stellt zudem zudem sicher, dass technisch überhaupt geht, was gefordert wird, schnellere Reaktionszeiten, aber mit den gleichen Wirkungsgraden (und Kosten)?
Wenn ein Unternehmen nun neue Kraftwerke bauen soll, nach neuen Vorstellungen, teurer als die bisherigen, mit Finanzierungsplan über 20 Jahre, und 10 Jahre später heißt es eventuell erneut, typisches Unternehmerrisiko, wir brauchen den Strom so nicht mehr. Zum Beispiel, , weil wir jetzt andere Alternativen entwickelt haben.
Warum sollte sich irgendein Unternehmen darauf einlassen? Weil jemand glaubt, dies von ihm "abverlangen" zu können? Neues Kraftwerk zum
2.5-fachen Preis oder garnicht, wird die einzig mögliche Antwort darauf lauten. Denn ein finanzielles Perpetuum Mobile ist genausowenig funktionsfähig wie ein physikalisches.Ist mir nicht im Detail bekannt.
Dafür wären deren Wirkungsgrade und Umweltstandards ein Thema.
Diese Ideen mit dem verbieten (weil, Papier ist billig) haben immer wieder neue Haken. In diesem Fall lautet er:
Ein Mini-BHKW kann das Haus nicht kühlen, um seine 85% Nutzen auch im Sommer zu gewährleisten. Moderne Häuser sind inzwischen so gut isoliert, dass man es mit einem ständig laufenen Mini-BHKW darin selbst im Winter nicht mehr aushalten würde.
Deshalb werden diese Mini-BHKW momentan für Häuser empfohlen, die sich aus baulichen Gründen nicht gut isolieren lassen.
Nochmal: Die 40% sind nur der Spitzenwirkungsgrad.
Es ist mit Sicherheit problematisch, eigenen Ideen anderen zuzuordnen.
Die Kleinanlagen müssen erheblich weniger Leistung als ein Automotor haben, sonst kriegt man deren normale Betriebswärme nicht weg.
Zum Ausgleich lässt sich deine Idee bezüglich Nachwärme nicht bestätigen.
Ein sinnvolles Großkraftwerk, das Strom produziert und gleichzeitig die Häuser in der Umgebung mit Wärme versorgt, befindest sich in meiner Nähe. Das geht also auch mit Großkraftwerken, wahrscheinlich sogar besser als ohne.
Im Jahresmittel könnte obige Rechnung, ganz grob überschlagen, schon aufgehen.
Die Frage ist jedoch, ob der Verbrauch von Heizwärme und Strom dauerhaft so kompatibel ist, wie es dafür erforderlich wäre. Das bezweifle ich. In den Kraftfahrzeugen und Lokomotiven in unserem Land gibt es zudem keine Heizkessel mehr.
Um irgendwann auch zu verhindern, dass die mit der Produktion von Heizwärme verbundenen Emissionen weitergehen.
Allerdings durch Erdöl, Gas und Kohle, die aus der Ferne kommen.
Erdöl, Gas und Kohle ist nicht in jeder Gegend da.
Die dabei Möglichkeiten nutzen können, die nur Großunternehmen zur Verfügung stehen.
Man kann leicht alles für unnötig erklären, sogar die Existenz der Menschheit.
Die Verbrennung fossiler Brennstoffe zum Heizen ist mitnichten 100% regenerative Energie.
Erläutere doch mal, was man braucht.
Das sich das Ding wirtschaftlich betreiben lässt.
Dann könnte das Kraftwerk nach relativ kurzer Zeit nicht mehr betriebssicher sein.
Ich bin mir sicher, dass die Atom-Aufsichtsbehörden alle möglichen Kopfstände machen würden, um dieses Ansinnen zu verhindern.
Kohleenergie ist scheinbar auch zu solchen Definitionen von marktgerecht inkompatibel. Weg damit. Wie viel % etwa bleiben dann noch übrig?
Die Emissionen der konventionellen Kraftwerke.
Ist dir bekannt, dass zur Herstellung von einem kg Brot momentan der Energieinhalt von etwa 0.3 Liter Erdöl benötigt wird?
Wenn man den mit der hierfür erforderlichen Speicherkapazität hätte, könnte man im Sommer relativ einfach und preisgünstig Solarwärme speichern und diese im Winter verheizen. Man bräuchte die Abwärme der dezentralen kleinen Einheiten nicht mehr.
Nicht bei jedem Großkraftwerk. Das in meiner Region erzeugt Heizwärme und Strom wie gefordert gleichzeitig.
Er fällt sehr stark ab.
Viel zu wenig.
Kaum dezentral möglich.
Der Wärmebedarf besonders in Privathäusern ist schon ganz erheblich kleiner und damit auch die Möglichkeiten der privaten Kraft-Wärme-Kopplung.
Die aktuell installierte Maximalleistung bei Solarenergie könnte das bei landesweiter Knallsonne möglicherweise ausgleichen, aber nur dann.
Würde mich wundern, wenn es
Möglich. Dafür müsste die Wärme aber wahrscheinlich zu den großen Produktionszentren transportiert werden. In lokalen Häusern ist sie im Sommer eher kontraproduktiv.
Falsch verstanden: Die Aussage "Das ist korrekt" bezog sich auf "Speichern die WIRKLICH STROM? Nein - tun sie NICHT! Sie speichern CHEMISCHE Energie."
Sie bezog sich nicht auf "Und wo ist jetzt der wesentliche Unterschied zu Brennstoffen als Energiespeicher? Sind's die paar Millisekunden Zeitunterschied, bis die Stromproduktion anläuft?"
Es ist keineswegs korrekt, dass ein paar Millisekunden Zeitunterschied, bis die Stromproduktion anläuft, ein wesentlicher Unterschied ist.
Was besser ist, hängt davon ab, welche Eigenschaften des Energiespeichers man gerade braucht. Mal Brennstoff, mal Akku. Da der Akku deutlich teuer ist, diesen generell nur verwenden, wenn man jene Eigenschaften braucht, die liegengelassener Brennstoff nicht hat.
Es reicht eben nicht, wenn er nur zur richtigen Zeit verfügbar ist, er mus zusätzlich auch in der richtigen Menge verfügbar sein. Dies ist zwar überwiegend, eben nicht immer, gewährleistet. Hier kommt der Akku mit ins Spiel.
Denen traue ich aber nicht, weil keine Open-Source-Software.
Korrekt. Nur lässt sich damit kein Auto antreiben.
Wenn ich ein Auto möchte und ein Minikraftwerk bekomme, kann sein Nutzen = 0 sein.
Es geht nicht um ein paar Millisekunden. Siehe oben.