Strombörse

Hi,
wer da Stom verkauft, ist klar, aber wer kauft da? Kann ich da meinen Haushaltsstrom kaufen?
Peter

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Halli-Hallo!
Peter Bösche schrieb am 14.03.2007 06:33:

http://de.wikipedia.org/wiki/Stromb%C3%B6rse
Ciao/HaJo
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On Wed, 14 Mar 2007 06:49:43 +0100, HaJo Hachtkemper
Hi,

da hatte ich ja gelesen, dass die Stromkonzerne gleichzeitig Bieter und Nachfrager sind - also lediglich Onanie? Gibt es keine reinen Nachfrager, z.B. Firmen mit hohen Strombedarf? Wer wird denn als reiner Nachfrager zugelassen? Deshalb meine Anfrage hier.
Die vier Anbieter besitzen 80% der Kraftwerke. An der Strombörse werden aber lediglich 10% der Gesamtstrommenge gehandelt - und diese 10 % bestimmen dann den Strompreis. MerkwĂŒrdig.
Was also soll das Ganze? Vor dem Jahr 2002 gab es keine Strombörse - und die Stromversorgung war auch nicht schlechter - möglicherweise sogar besser: Jedenfalls kann ich mich an keinen europaweiten Stromausfall erinnern.
Peter
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Hallo, Peter,
Du (Peter.Boesche) meintest am 14.03.07:

Dann solltest Du mal zum Hausarzt gehen und ihn fragen, was GedÀchtnisschwund sein könnte. Lass Dir die Antwort sicherheitshalber aufschreiben.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen schrieb:

Herr des guten GedÀchtnisses - bitte nenne die vergessenen Daten.
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On Wed, 14 Mar 2007 15:55:18 +0100, Christoph MĂŒller

Hi Christoph, Helmut hat doch nur seine persönlichen black-outs (s. groups.google) mit StromausfÀllen verwechselt.
MfG Peter
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On Wed, 14 Mar 2007 07:52:44 +0100, Peter Bösche

Hallo,
mal hat der eine ÜberkapazitĂ€ten die er an die anderen verkaufen will, mal muß er von den anderen Strom dazukaufen. Da sich im Laufe eines Tages der Verbrauch drastisch Ă€ndert muß sich das Angebot daran anpassen. Der eine Konzern hat z.B. etwas mehr Wasserkraftwerke und Pumpspeicherkraftwerke zur Deckung von kurzen Lastspitzen, der andere hat mehr sogenannte Grundlastkraftwerke die rund um die Uhr gleichmĂ€ssig durchlaufen sollen. NatĂŒrlich versuchen auch Firmen die sehr viel Strom z.B. fĂŒr die Erzeugung von Aluminium brauchen ihren Strom möglichst gĂŒnstig einzukaufen, aber die schliessen dazu langfristige VertrĂ€ge statt kurzfristig an der Börse zu handeln.
Bye
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Hallo Peter,
die Spielregeln kann man sich dort ansehen:
http://www.eex.com/de /
Wer keine Börsenzulassung hat, kann ĂŒber ein Unternehmen mit Börsenzulassung kaufen und verkaufen - kostet im Regelfall zusĂ€tzlich eine HĂ€ndlergebĂŒhr. Aber damit ist es ja noch nicht getan. Der Strom sollte auch dorthin gelangen, wo du ihn nutzen willst. Das wirft fĂŒr den Privatmann unĂŒberwindliche, kaum zu hĂ€ndelnde Bilanzkreisprobleme auf. Mal abgesehen von der stundenscharfen Prognose deines Stromverbrauchs. Abweichungen davon werden mit Regelenergiepreisen belohnt/bestraft. Aber Haushaltsmengen sind einzeln wohl schwer zu beschaffen. Such dir lieber einen preiswerten Lieferanten oder versuch es mal mit Eigenerzeugung - Photovoltaik soll wohl mittlerweile wegen des Kosten-/FörderungsverhĂ€ltnisses recht attraktiv sein.
Gruß Klaus
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begin quoting, Klaus \"Perry\" Pago schrieb:

Die "unĂŒberwindlichen Probleme" dabei sind wohl am einfachsten dadurch zu lösen, daß sich Unternehmen bilden, die genau das als GeschĂ€ft betreiben: Einkauf an der EEX und Verkauf an Abnehmer zu jeweils aktuellen EEX-Preisen (wobei sie natĂŒrlich eine gewisse statistische Durchmischung, also eine Mindestanzahl an Kunden brauchen, um sinnvolle Volumina und brauchbare LastschĂ€tzungen zusammenzubekommen).
Daß es diese Unternehmen nicht gibt, hat vermutlich weniger damit zu tun, daß Christophs Sparschwein fĂŒr deren GrĂŒndung nicht reicht, als vielmehr damit, daß sich das wohl nicht lohnt.

Auch nicht ganz einfach.

Das ist allerdings keine Alternative.
Gruß aus Bremen Ralf
--
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Hallo Ralf,

Nun ja, die ZusammenhĂ€nge sind etwas verwickelter - Angenommen, es findet sich so eine Interessensgemeinschaft mit EEX-Zulassung und es gibt auch ausreichend viele Mitglieder in Form von Haushaltskunden sowie eine Vereinbarung, wie Gewinne und Verluste verteilt werden und es gibt auch keinen Streit untereinander - also Optimalzustand. Da niemand dieser Mitglieder das KnowHow besitzt, stellt man einen Energiebroker ein mit EEX-Zulassung - am besten zwei, der hat ja auch Urlaub oder wird krank. Das selbe fĂŒr den Transport der gehandelten Energie - sind insgesamt 4 Leute. Mit Lohnnebenkosten ca 500.000 Euro/anno. Mit 400 Euro-Jobs ist da kaum etwas zu machen. Damit sich diese Personalkosten nur in Höhe von 1 cent/kWh niederschlagen, mĂŒssen die Mitglieder etwa 50 Mio kWh/a beziehen. Bei durchschnittlich 3.000 kWh/Jahr und Haushalt ergibt sich ein Interessensverband von ca 17.000 Haushalten. Der Verein muss nun auch alle Abrechnungen fĂŒr 17.000 Leute abwickeln, mit allen Schwierigkeiten, die denkbar sind - ich schĂ€tze mal zusĂ€tzlich 2 Energieabrechner. Wir haben jetzt gedanklich eine kleine Firma gegrĂŒndet, die aus 6 Leuten besteht, noch einen GeschĂ€ftsfĂŒhrer mit Dienstwagen und SekretĂ€rin (150.000 Euro/a???) und noch BĂŒrorĂ€ume incl. Equipment benötigt.
Es ist bisher keine kWh Strom abgewickelt worden. Der spĂ€teste Einkaufszeitpunkt ist nachmittags des Vortages. Benötigt wird eine Verbrauchprognose fĂŒr jede Stunde. Die Preise des Spotmarktes sind, da in der Zukunft gelegen, nicht bekannt. ErfahrungsgemĂ€ĂŸ sind Spotmarktpreise so hoch, dass man besser beim örtlichen Stromlieferanten kauft. Ausweg aus dieser UnwĂ€gbarkeit der Spotpreise ist das Umsteigen auf sog. Produkte, die etwas weiter in der Zukunft liegen. Die EEX unterscheidet zwischen Base- und Peak-Produkten, je nach Tageszeit, welche da sind Monats-, Quartals-, Jahres-Base/Peak-Produkte fĂŒr die aktuellen, im nĂ€chsten und ĂŒbernĂ€chsten Jahr gelegenen ZeitrĂ€ume. Die zugehörigen Preise sind bekannt Um diese Produkte nutzen zu können, sind Monats-, Quartals- und Jahresprognosen unter BerĂŒcksichtigung von Werk-, Feier- und BrĂŒckentagen sowie den Wochenenden erforderlich. Hilfmittel: Prognosesoftware auf Basis von Fuzzy-Logic kombiniert mit einem neuronalen Netz. Kosten fĂŒr Miete und Wartung: 50 - 100 kiloEuro/a. Diese Produkte mĂŒssen ergebnisneutral mit Über- und Unterlappung in den prognostizierten Monats-, Quartals- und Jahreslastgang eingebaut werden. Wie gesagt, das sind Preise fĂŒr Lieferungen in die Zukunft. Wenn der Lieferzeitpunkt erreicht ist, gibt ein Vergleich mit den dann bekannten Preisen des Spotmarktes ein Aha-Erlebnis. Um diesen Effekt abzumildern, kann man mittels Monatsanpassung und dann Tagesanpassung die PrognoselastgĂ€nge soweit anpassen, dass durch vorzeitigen Ein- und Verkauf die GrĂ¶ĂŸe von FehlkĂ€ufen minimiert wird. Der Rest geht eh zu bis dato unbekannten Regelenergiepreisen der Transportnetzbetreiber. Man kann diese GeschĂ€fte auch absichern, zB mittels Hedging - aber das ist Börsenlatein und hier etwas OT. Neben den zwei HĂ€ndlern benötigt man also bestimmt noch zwei Leute, die das "Handwerkliche" meistern.
Ich höre jetzt 'mal auf mit der Beschreibung, bevor ich an der Tastatur einschlafe (gÀhn - schon nach 2 Uhr).

tja... wie soll ich es sagen... irgendwie merkt man, wer sich in dieser Branche nicht so gut auskennt :)
Den preislich agressivsten Strom- UND Gasanbieter findet man hier: www(dot)e-wie-einfach(dot)de

WorthĂŒlsen! Schade das es schon so spĂ€t ist... Ich schreib da spĂ€ter 'mal etwas zu.
Gruß Klaus
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Ich noch 'mal.
Zu der Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen: Meine Meinung muss ich revidieren. Man kann sich zwar alles schön rechnen, aber durch das jĂ€hrliche Abschmelzen der EinspeisevergĂŒtung gemĂ€ĂŸ EEG mit Wirkung fĂŒr 20 Jahre ab Inbetriebnahme ist m.E. der gĂŒnstige Zeitpunkt, FrĂŒhjahr 2004, leider verpasst. Die Höhe der VergĂŒtung und der damals noch geltende MWSt.-Satz liessen unter Ausschöpfung aller Fördermittel noch einen Überschuss nach 20 Jahren erwarten.
Klaus
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begin quoting, Klaus \"Perry\" Pago schrieb:

Wir sind uns also einig, daß die (PV-)EinspeisevergĂŒtung hoch subventioniert ist? Dann hat also die Frage der Errichtung einer PV-Anlage mit der Wahl eines Stromversorgers ĂŒberhaupt nichts zu tun, sondern ist einfach eine der vielen Anlagemöglichkeiten am Kapitalmarkt - man investiert in die PV-Anlage und hofft auf die staatlich subventionierte Rendite, oder man kauft Aktien oder Anleihen usw.
So dÀmlich, den erzeugten PV-Strom selbst zu verbrauchen, kann ja nun wirklich niemand sein: Jeder, der bis Drei zÀhlen kann, vergoldet ihn doch beim Versorger auf Kosten der Allgemeinheit und kauft seinen Eigenverbrauch zu normalen Tarifen zu.
Also: Keine (ökonomische) Alternative, sondern komplett orthogonal. (Eine Ersatzstromanlage ist die PV logischerweise in keinem Fall, denn niemand hat einen Tages- oder Wochenspeicher im Keller.)
Gruß aus Bremen Ralf
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wrote:

Aber nach 20 Jahren sieht die Sache ganz anders aus. Da ist der Versorger nĂ€mlich nicht mehr verpflichtet den Strom fĂŒr den entsprechenden Preis abzunehmen. Dann lohnt es sich den PV-Strom ĂŒberwiegend selbst zu verbrauchen. SMA fĂ€ngt z.B. mit seiner neuen Sunny Backup schon an GerĂ€te in Richtung autarker Stromversorgung zu entwicklen.

Wobei dies kein Problem wĂ€re z.B. mit der neuen SMA Sunny Backup. Bei einem Tagesverbrauch von 10 kWh brĂ€uchte man etwa 20 kWh Batteriespeicher um 1-2 Tage autark zu sein. Wenn man dann seinen Verbrauch auch noch auf die Erzeugung ausrichtet, z.B. indem man KĂŒhlgerĂ€te vorwiegend dann laufen lĂ€sst (weitere Thermostat mit tieferer eingestellter Temperatur und KĂ€ltespeicher) wenn es Sonnenstrom im Überfluss gibt, dann könnte man zumindest im Sommer seinen Strombedarf ĂŒberwiegend aus den abbezahlten Solarzellen decken.
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begin quoting, Emil Naepflein schrieb:

Wenn die's dann noch tun. Und der Strom aus der Steckdose so signifikant teurer ist, daß sich die Speicherkosten bezahlt machen ...
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Emil Naepflein schrieb:

Hallo,
wenn Dir denn das Wetter im Sommer den Gefallen tut immer nur einen Tag mit bedeckten Himmel und dann wieder Sonne fĂŒr den Rest der Woche zu liefern...
Bye
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