Umstellung 220 -> 230 V - wie?

Es ist eine Tatsache (eigene Beobachtung!), dass die 50Hz - auf lange Zeit(!) - sehr genau, ja sogar ganz genau ist, weil Synchronuhren nach Jahren, wenn keine Stromunterbrechung war, noch die genaue Zeit anzeigen. Was aber nicht heißen soll, das keine kurzzeitige Schwankungen eintreten können. Aber wegen dieser Frequenzgenauigkeit ist eine Drehzahlvariation nicht geeignet, die individuelle Leistung eines Generators anzupassen. Das wird ganz einfach damit gemacht, dass der Ankerstrom des individuellen Generators geregelt wird.

Das riesige europäische Netzt kann man sich wie eine große Welle vorstellen, die mit 50Umdrehungen pro Sekunde dreht. Viele Millionen (Verbraucher) nehmen die Drehleistung mit einem bremsenden Drehmoment ab, ein paar Hundert (E-Werke) geben die Drehleistung mit treibendem Drehmoment drauf. Wenn ein Treiber (Generator) seine individuelle Leistung erhöhen will, erhöht er eben sein individuelles treibendes Drehmoment.

Gruß Manfred

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Manfred Ullrich
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Ralf . K u s m i e r z schrieb:

Erinnert mich an den Kerl, der längere Fahrzeiten des ÖVs für überflüssig hielt, weil er nach Betriebsschluss niemanden mehr an den Bushaltestellen warten sah.

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Patrick Kormann

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Manfred Ullrich schrieb:

Und warum ist das wohl so?

Wo kann man denn diese phantastischen Ankerstromregler kaufen?

Und nicht etwa der Ankerstrom.

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf . K u s m i e r z

"Ralf . K u s m i e r z" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@mid.uni-berlin.de...

Absicht

Bei Quelle (;-))

In diesem Fall reicht das Drehmoment.(;-))

Gruß Manfred

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Manfred Ullrich

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Manfred Ullrich schrieb:

Sehr gut. Die mit welchen Mitteln realisiert wird?

Und deswegen sind die nun pleite?

Und sonst?

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf . K u s m i e r z

"Ralf . K u s m i e r z" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@mid.uni-berlin.de...

Der eine dreht seine Leistung etwas auf, seine Frequenz geht auf z.B. 55 Hz, dafür kann der andere etwas herunterfahren, dafür geht dessen Frequenz auf 45Hz - das gleicht sich mit den 55Hz aus, und alles ist in Ordnung.

So meint ihr das wohl (;-))

Gruß Manfred

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Manfred Ullrich

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Manfred Ullrich schrieb:

Ähm - nein, das ist sie nicht. Frequenzänderungen zeigen lediglich Bilanzungleichgewichte zwischen Erzeugung und Verbrauch an, sie sind weder ein Maß für die Höhe der Netzlast, noch für deren Änderung. Natürlich *re*agieren die Leistungs-Frequenz-Regler der Kraftwerke alle gemäß voreingestellter Kennlinie auf auftretende Frequenzänderungen, aber die absolute Einstellung bleibt speziellen dafür bestimmten Regelkraftwerken vorbehalten, und ansonsten werden Kraftwerke einfach nach vorgeplanter Programmlast (die sich u. a. aus dem Ergebnis der Auktionen an der Strombörse ergibt) zu- und abgeschaltet.

Und ja: Für die Leistungsregelung drehen die Kraftwerke einfach nur den Dampf mehr oder weniger auf, sonst nichts, wirklich.

Oder so ähnlich...

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf . K u s m i e r z

Hallo, Manfred,

Du meintest am 24.07.09:

Warum so zaghaft? Der eine speist mit 100 Hz, der andere mit 0 Hz. Die Statistik wird's schon richten.

Viele Gruesse! Helmut

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Helmut Hullen

Helmut Hullen schrieb:

Das w=E4re dann wirkliche Politik mit ihren Folgen.

--=20 mfg hdw

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Horst-D.Winzler

Manfred Ullrich schrieb:

BWLer und Thelogen w=FCrden dann die Frequenzerh=F6hung wohl sogar als vorteilheft ansehen?

--=20 mfg hdw

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Horst-D.Winzler

Manfred Ullrich schrieb:

Ja. Wird die Differenzfrequenz zu gross, wird sie an die Bahn verkauft.

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Rolf Bombach

Manfred Kuhn schrieb:

Das mag für einen Inselbetrieb zutreffen. Im Netzverbund ist es etwas komplizierter. Der Generator ist ja zeitgleich auch Motor. Würde man ihn von der Turbine abkoppeln, würde er weiterdrehen und dabei etwas Leistung aus dem Netz aufnehmen, um Lüftungs- und Lagerverluste auszugleichen. Dreht man jetzt die Erregerleistung hoch, kann der Generator/Motor eben _nicht_ drehzahlmässig ausweichen, da er eben synchron dreht. Resultat ist, dass er periodisch Leistung aus dem Netz aufnimmt und wieder abgibt. Man hat einen Kondensator gebaut. Mit der Erhöhung der Erregerleistung im Netzverbund verkorkst du IMHO nur den Phasenwinkel und erhöhst die Verluste durch unnötige Blind- ströme. (Es sei denn, jemand braucht die, dann soll er aber auch dafür bezahlen).

Bei den genannten Gas/Dampfturbinen, ja. Mir wär allerdings, als hätte es auch mal 1500/min GT gegeben. Bei Wasserturbinen (nicht Freistrahl) ist die Drehzahl natürlich viel geringer.

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Rolf Bombach

Rolf Bombach schrieb:

Mit einem mech. Richtungskoppler ließe sich dann doch die Energie des "zeitgleichen" Motoranteils auskoppeln? ;-)

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horst-d.winzler

Bei den KKW-Dampfturbinen sind 1500/min AFAIR standard, wegen der geringeren Vorlauftemp.

Thomas

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Thomas Meier

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Thomas Meier schrieb:

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

(Könnte ja sein, daß die Kraftwerksturbinen wegen des großen Generatordurchmessers nur mit 1500 /min drehen, aber das liegt doch nicht an der Dampftemperatur.)

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf . K u s m i e r z

Thomas Meier schrieb:

In unserer kleinen Wicklerei hier ;-) hab ich nur zweipolige Läufer gesehen. Auch der 1'318 MVA in Leibstadt ist für 3'000/min. Vom Leistungsgewicht und den Resonanzen her sicher günstiger als 1500/min. Möglicherweise findet man die 1500/min in älteren Sattdampf-Sätzen. Muss mal rauskriegen, was in Beznau verwendet wird.

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Rolf Bombach

Rolf Bombach schrieb:

OK, auch in Beznau werden zweipolige Generatoren verwendet, offenbar wie in allen KKW in CH. (Unser Operateur des Versuchsreaktors kennt offenbar jede Schraube im KKW Beznau). Unbestätigterweise soll die

1600 MW Monsterturbine in Olkiluoto III jedoch wieder 1500/min drehen.
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Rolf Bombach

Hallo, Rolf,

Du meintest am 02.08.09:

Faustformel (1965): Wenn die Kiste 3000 U/Min dreht (in den USA etwas schneller), dann heisst sie "Turbogenerator" oder "Turboläufer".

Sicherlich. Das Antriebsmedium definiert nicht direkt die Drehzahl.

Sehr stark vereinfacht: die Leitung einer solchen Maschine hängt ab von Länge, Durchmesser und Drehzahl. Bei grossen Leistungen (damals waren

300 MW "gross") muss die Drehzahl an der Obergrenze sein (also 3000 U/ min), damit die Umfangsgeschwindigkeit unterhalb von Mach 1 bleibt und die Länge noch kein Stützlager in der Mitte des Läufers.

Und (auch) deshalb wird dann der Durchmesser ein wenig grösser genommen.

Viele Gruesse! Helmut

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Helmut Hullen

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Rolf Bombach schrieb:

Ich habe gerade zufällig gelesen, daß GKN 2 in Neckarwestheim (1,3 GW) einen vierpoligen Generator haben soll - es könnte sich dabei allerdings um eine Verwechslung handeln, weil der einphasige Generator im Bahnstrom-Umformersatz ein vierpoliger ist.

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf . K u s m i e r z

Hallo, Rolf,

Du meintest am 07.08.09:

Olkiluoto IV:

"Kurzfristig abblasen wollte Siemens die Präsentation deshalb aber nicht. So wurde das 530 Tonnen schwere Herzstück des Generators an zwei Stahlseilen befestigt und unverpackt mit dem Portalkran langsam für diverse Fotos über das Schiff gehievt und anschließend wieder in die Fabrikhalle befördert. Mit diesem Gewicht ist die Tragleistung des Kranes auch nahezu ausgeschöpft. Dem elf Meter langen und vier Meter hohen gelben Teil sieht man nicht an, dass mehrere hundert Arbeiter an ihm zweieinhalb Jahre gearbeitet haben."

"Der Generator wird jetzt in Kisten verpackt und gemeinsam mit dem Erreger und dem 17 Meter langen Rotor, dessen Blätter einen Durchmesser von zwei Metern haben, über Rotterdam den Weg zum finnischen Hafen Rauma antreten."

2 Meter oder 4 Meter? 11 Meter oder 17 Meter? Sind 4 Meter Durchmesser bei 3000 U/min möglich?

Am Rande (in einem anderen Artikel gefunden): der Generator hat eine Verlustleistung von etwa 20 MW ...

Viele Gruesse! Helmut

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Helmut Hullen

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