Wechselrichter HMS-800W seltsames Verhalten

Jun 02, 2025 Last reply: 1 year ago 8 Replies

Am Wochenende habe ich ein steckerfertiges Solargerät mit 2 Modulen aufgebaut - erstmal testweise im Garten. Module an den Wechselrichter angeschlossen, dann Netzkabel und Stecker über eine Energiekostenmessgerät in die Steckdose. Doch leider - keine Einspeisung.



Der Hoymiles HMS-800W hat integriertes WLAN. Also Handyapp runtergeladen und konfiguriert. Zeigte mir an, Netz wird erkannt (mit Spannung und Frequenz) und die Module auch (45 V Spannung aber 0 A Strom). Auch eine Stunde warten änderte nichts.



In einer Bewertung habe ich dann die Lösung gefunden: Erst das Netz anschließen, dann die Module. Prompt funktionierte es. Kenne ich so nicht, ist auch blöde, wenn der Wechselrichter nicht so leicht zugänglich ist und jemand man den Stecker gezogen hatte, muss man entweder die Module abdecken oder die Dunkelheit der Nacht abwarten damit es am nächsten Tag weiter geht.



Weiß jemand, ob man dem WR dieses Verhalten mit einem Firmware-Update abgewöhnen kann? Geht wohl auch nicht so leicht, und vor allem müsste ich ein Konto bei HM anlegen. Nein, brauchte ich bisher nicht, die App hat auch einen Modus bei dem sie sich direkt mit dem WLAN des WR verbindet.


cu. Juergen


Das Energiekostenmessgerät kann auch in der "falschen" Richtung was anzeigen? Davon würde ich nicht stillschweigend ausgehen.

Grüße Marc

Nö. Stecker abziehen ist bei Gleichstrom ab 40 V extrem lichtbogenfördernd und schweißen möchtest Du vermutlich gerade nicht. Anstecken ist harmlos. Im stromlosen Zustand, also wenn der Wechselrichter wie bei Dir abgeschaltet hat, geht auch Abziehen problemlos.

Das Anschließen des Netzkabels zuerst wird mit der Erdung durch den Schutzleiter begründet und ist deshalb nicht verkehrt.

Am Tue, 03 Jun 2025 09:23:40 +0200 schrieb Axel Berger snipped-for-privacy@Berger-Odenthal.De zum Thema "Re: Wechselrichter HMS-800W seltsames Verhalten":

Ich meinte natürlich, wenn jemand den Schuko-Stecker gezogen hat. Dann kriegt man den WR nur wieder ans laufen wenn je Modul einen Stecker zieht, den Schuko-Stecker anschließt und danach auch die Module wieder. Oder eben wartet, bis es so dunkel ist dass von Modulen zu wenig kommt um den WR zu versorgen.

Mag sein. Wenn man größere Anlagen mit Modul-WR baut, wird es aber sehr umständlich. Etwa auf einem Dach. Hoymiles hat extra AC-Steckverbinder für das firmeneigene System, um Ketten (letztlich Parallelschaltung) mit mehreren solcher WR bauen zu können. Installiert man die WR dann noch an der Trägerkonstruktion zwischen Dach und Modulen, wird man so leicht nicht mehr an die Stecker rankommen.

cu. Juergen

Am Tue, 03 Jun 2025 07:47:40 +0200 schrieb Marc Haber

Muss ich nicht. Wurde vorab bei einer anderen Kleinanlage getestet und funktioniert.

Außerdem zeigt herstellereigene App die Einspeiseleistung ins Netz und auch die Leistung für jedes Modul zeitnah an sobald der WR mal die Arbeit aufgenommen hat.

cu. Juergen

Die meisten ignorieren das Vorzeichen.

Marcel

Am 03.06.25 um 15:42 schrieb Juergen:

Ja, etwas komisch ist das schon. Es könnte ja auch bei jeder kurzen Stromunterbrechung, z.B. zum Löschen eines Blitzeinschlags triggern, und dann ginge es erst am nächsten Tag weiter. Aber größere Anlagen wird man mit einem WR, der ein eigenes WLAN hat, sicher nicht bauen.

Ich habe einen anderen WR, der zeigt dieses Verhalten jedenfalls nicht. Er hängt an einer geschalteten Steckdose. Die wurde einmal versehentlich abgeschaltet. Aber 5 Minuten nach der Reaktivierung ging es wieder los. Es dauert wohl immer einen Moment, bis der WR die Netzspannung und deren Frequenz synchronisiert und gegen das Grid-Profile abgeglichen hat, das ihm die Einspeisung erlaubt.

Marcel

Eben. Und genau das, schrieb ich, ist problemlos und harmlos.

Irgendwo gibt es netzseitig eine Sicherung. Wenn dann neben dem gewünschten noch ein paar andere Wechselrichter kurzzeitig mit abgeschaltet werden, ist es auch egal.

Dasselbe Prinzip wie beim Schrauben an einer einzelnen Steckdose.

Ich glaube, ich habe oben einen Haufen Unsinn geschreiben. Kurze netzseitige Unterbrechungen sind immer möglich. Wenn der Wechselrichter das nicht kann, ist er kaputt und das Firmwareupdate dringend geboten.

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