Ruhestromaufnahme Personenschutzstecker bzw. Adapter

Jun 08, 2025 Last reply: 1 year ago 5 Replies

In einem abgelegenen Gebäude habe ich einen sogenannten Personenschutz- Stecker bzw. -Adapter in Gebrauch. ...dieser hier:

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Eigentlicher Grund ist, dass bei Spannungsschwankungen das Ding den nachfolgenden Verbraucher ordentlich vom Netz trennen soll, und das ein Wiedereinschalten nur manuell (unter Aufsicht) erfolgen soll. Genau das funktioniert(e) mit diesem Ding einwandfrei.



Nach ca. 2 Jahren ist dieser Stecker nun defekt und löst immer öfter ohne elektrischen Grund aus. Der Selbsthaltemechanismus ist scheinbar ausgeleiert und hält nicht mehr in der eingeschalteten Stellung. Leichte Erschütterungen lösen bereits aus.



Also Ersatz besorgt, ein Steckdosenadapter Marke UNITEC.

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Nun habe ich mit einem empfindlicheren Energiekostenmessgerät den Leistungsbedarf verglichen. Der von Brennenstuhl hat in beiden Schaltzuständen keine messbare Leistungsaufnahme. Das Produkt von Unitec dagegen hat immer ca. 1,7 Watt Eigenbedarf, was mich im Dauerbetrieb natürlich stört.



Ehe ich nun der Sache weiter auf den Grund gehe und den neuen Schalter zerlege (und unbrauchbar mache), wollte ich hier mal nachfragen, ob sich schon jemand mit dem Innenleben dieser Personenschutzschalter näher befasst hat.



Gibt es da grundsätzliche Unterschiede im Aufbau?



Ich vermute, der Selbsthaltemechanismus kann rein mechanisch aufgebaut sein (Modell Brennenstuhl), und zum anderen elektrisch durch ein Relais. Der letztere Fall würde den Eigenbedarf des Schutzschalters von UNITEC erklären.


Hi Wolfgang,

auf die Idee, dass der bei Spannungsschwankungen auslösen soll, muss man erst mal kommen. Darauf verlassen, dass das bei jedem Modell klappt, würde ich mich nicht.

Deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ich hab ein uraltes Siemens-Teil, das keine merkbare Eigenstromaufnahme hat und ich hab ein paar Modernere, die teils regelrecht warm werden. Zum Anstecken, wenn man gerade Rasen mäht oder Hecken schneidet, stört das nicht, aber im Dauerbetrieb schon.

Was bisher gemein ist: Die Teile mit Ruhestromverbrauch haben Druckknöpfe zum Scharfschalten und die ohne Ruhestromverbrauch haben Kipphebel. Ich gebe keine Gewähr, dass diese Regel immer gilt.

Marte

Am 08.06.25 um 14:34 schrieb Wolf gang P u f f e:

Naja, mechanische, und wie du jetzt festgestellt hast, elektronische.

So schaut's.

Aber frag doch mal bei Brennstuhl. Die sind in Sachen Feedback durchaus eher wohlgesonnen und geben auch zuweilen recht lange Garantie auf ihr Zeug.

Marcel

Am 08.06.2025 um 14:42 schrieb Marte Schwarz:

Das steht bei einigen Onlineshops (z.B. Reichelt.de) in der Artikelbeschreibung, und wenn man so ein Ding dann hat, steht es auch in der Anleitung. Hinweise wie, dass das Gerät nach Stromausfall manuell wieder eingeschaltet werden muss, oder dass man keine Kühl/Gefriergeräte daran betreiben sollte.

Kipphebel sind mir bisher nur bei Fi-Schaltern begegnet, oder mobilen Mehrfachsteckdosen für Baustellen, wo solche Fi verbaut sind. Die kleinen Stecker bzw. Zwischenadapter für ein Gerät sind mit Tastern ausgestattet.

Am 11.06.25 um 21:25 schrieb Wolf gang P u f f e:

Kenne ich so auch von einer simplen Schützschaltung mit einem Ein- und einem Aus-taster. Bei unterspannung fällt das Schütz ab (Selbsthalte-kontakt öffnet) und bleibt aus bis zum manuellen Wiedereinschalten.

Ohne weiteres (Spezielle Unterspannungs-auslöser?) hängt das Abschalten allerdings vom Schütz sowie Zeit und Höhe der Unterspannung (z.b. 1 Sekunde lang Null Volt) ab.

Dito. Ist für eine Mobile (Fliegende) Schutzeinrichtung vielleicht nicht verkehrt aber das ein Prinzipiell als FI-Schalter zu betrachtendes Gerät auch auf Unterspannungen hin abschaltet hätte ich nicht erwartet. Ist so was überhaupt generell für 24/7 Dauereinsatz gedacht? Typischer Einsatz ist doch wohl eher Garten oder Baustelle also eher Einen Arbeitstag (8h) lang. Das wären eher 33%

Tja Hmm. Für kurzfristigen Einsatz wäre das doch tolerabel. Aber wenn es um Dauerbetrieb geht, Bist du Sicher das der Prinzipiell auch dafür gedacht/gebaut ist? Gibt es eine ED Angabe (Einschaltdauer) zum Gerät?

Vielleicht ist die Schützschaltung doch nicht so verkehrt für den Zweck

- trotz des Dauerhaft angezogenen Schützes. Für einphasige kleinere Verbraucher muß das ja auch kein Riesenteil sein. Nur ob es so was Fertig gäbe weiß ich nicht. Evtl. muß man es selbst bauen.

Bye/ /Kay

Solche Begrenzungen der Einschaltdauer ergeben doch eigentlich nur für rlativ kurze Taktzeiten einen Sinn. Nach acht Stunden ist das thermische Gleichgewicht lange erreicht. Da ist Durchlaufen vieleicht schonender als thermische Zyklen im Tagestakt.

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