Warum keine 2-adrige Leitung an Schuko?

Hallo,
warum ist es eigentlich nicht zulässig, ein Gerät SKII (>2,5A, z.b. Elektrowerkzeuge) mit entsprechend 2-adriger Zuleitung an einen
Schukostecker anzuschließen? Mir erschliest sich kein direkter Grund, warum es mit einem Konturenstecker (den es aber nicht zur nachträglichen Montage gibt) zulässig ist, mit einem Schuko aber nicht, und wenn man einen im Stecker angeschlossenen, aber ansonsten unbenutzten PE mitzieht dann doch wieder.
Gruß, Robert
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Robert Obermayer wrote:

Es ist in Deutschland gute Sitte, alles, was nicht unbedingt sein muß, sicherheizhalber zu verbieten, damit keiner auf dumme Gedanken kommt.
vG
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Meistens kann man die Schutzleiterbleche im Stecker ja mit einem Seitenschneider o.. entfernen. Ist es dann wohl zulssig? Gruss Harald
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Wo soll das denn stehen? Ich hab's in den VDE-Vorschriften jedenfalls nicht gefunden. Aber vielleicht bin ich ja auch nur zu blöd zum Suchen :-).
Gruß Willi
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Willi Marquart schrieb:

Dann entfern doch den Schutzkontakt.
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mfg hdw

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Und davon wird man intelligenter?
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Willi Marquart schrieb:

Nein, aber um den Grund zu erkennen,ist eine gewisse Intelligenz schon erforderlich ;-)
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mfg hdw

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Tja, wie der OP seh ich den Grund auch nicht. Ich vermute, dass da jemand diesen Abschnitt:
412.2.3.2 Für einen Stromkreis, der Betriebsmittel der Schutzklasse II versorgt, muss ein Schutzleiter in der gesamten Leitungsanlage durchgehend leitend mitgeführt und in jedem Installationsgerät an eine Klemme angeschlossen werden, es sei denn, die Anforderungen nach 412.1.3 sind erfüllt. ANMERKUNG Mit dieser Anforderung ist beabsichtigt, das Ersetzen von Schutzklasse-II-Betriebsmitteln durch Schutzklasse-I-Betriebsmittel durch den Benutzer zu berücksichtigen.
aus der VDE 0100-410 falsch verstanden hat.
Gruß Willi
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Willi Marquart schrieb:

Wenn du Armaturen ersetzen mußt, die Geräte der Schutzklasse II versorgen, ist es nicht sinnvoll einfach Armaturen mit PE zu nehmen. Unter Umständen muß bei Geräteanschlußnüren die vollständige Schnur ersetzt werden. Ebenso bei 2-Adrigen Verlängerungsschnüren. Oder du entfernst den Schutzleiterkontakt. Dann ist für "jeden" ersichtlich, um was es sich für eine Schnur handelt.
Siehe Schutzklassen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzklasse_%28Elektrotechnik%29
--
mfg hdw

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Das sind weder Nüre noch Schnüre.
Lutz
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On Sun, 13 Apr 2008 00:06:33 +0200, Robert Obermayer

so wie ich es mal gelernt habe, setzt ein Schutzkontaktstecker eine 3-adrige Leitung voraus. Wo es in der DIN-VDE niedergelegt ist, kann ich im Moment nicht sagen. Ich würde aber mal folgende Überlegungen in den Ring werfen:
1. Vermutlich soll es verhindern, das bei defekter Maschine die Anschlußleitung abmontiert und hernach von einem Laien an einem SKI Gerät montiert wird.
2.Vorteil einer 3-adrigen, am Schukostecker angeschlossenen Leitung ist, das bei einer Beschädigung der Leitung, die Chance eines Fehlerstromes über den Schutzleiter größer und die Abschaltung wahrscheinlicher ist.

Konturenstecker gibt es nur als fertig konfektionierte Leitung mit angespritztem Stecker, also mindestens IP44. Wenn da dann als Leitungstyp noch ein H05RR oder H07RN montiert ist, sollte es zumindest gem. BGR für handgeführte Elektrowerkzeuge taugen.
Du kannst aber einen Schukostecker entsprechend des Schutzgrades der Maschine nehmen, Leitungsauswahl nach Verwendung der Maschine, am Stecker den Schutzleiter anschließen und in der Maschine isoliert und fixiert verstecken. Was spricht dagegen? Gruß Ralle
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Ich hab mal mit unserem VDE-Guru Rücksprache gehalten, der seit über 30 Jahren VDE-Seminare veranstaltet und angehende Elektromeister in VDE unterrichtet. Er meint, man darf einen Konturenstecker durch einen Schukostecker ersetzen, da wird keine Schutzmaßnahme vorgetäuscht. Er kann sich auch daran erinnern, dass Grundig mal bei einer Geräteserie mit Problemen am Konturenstecker das Abschneiden und Ersetzen durch Schukostecker empfohlen hat. Solange also niemand einen widersprechenden Abschnitt aus der DIN-VDE vorweisen kann, sollten wir davon ausgehen, dass das zulässig ist. Bei Wikipedia hab ich den anderslautenden Satz auch achon rausgeschmissen :-).
Gruß Willi
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On Sun, 13 Apr 2008 12:16:28 +0200, Willi Marquart

Wenn ich mich an meine Meisterprüfung erinnere, haben da Dozenten auch nicht immer die Wahrheit gesagt ;-)) War dann der Prüfung eher abträglich...

Das meine ich auch, allerdings gab es mal Festlegungen, sowas zu unterlassen. Aus den Gründen, die ich schrieb.

Auch daran kann ich mich erinnern, ist aber schon über 20 Jahre her. Das einzige Problem das ich sehe, ist die Sache mit dem Schutzgrad. Ein Konturenstecker, angespritzt, hat ja einen recht hohen Schutzgrad und ist für rauhe Umgebungsbedingungen recht gut geeignet. Wenn jetzt jemand auf die Idee kommt, diesen durch einen weißen Bachmannstecker aus dem Baumarkt zu ersetzen, kann das dem Gesamtergebnis eher abträglich sein. Wenn, würde ich den Hinweis zusetzen, aber bitte nur in Vollgummi IP44. Gruss Ralle
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Das sind dann die die auch eine Kunststoffverlängerungen (H05VV) nehmen.
Lutz
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Ralph Heiden wrote:

Daß man dazu die Maschine öffnen und ein neues Kabel einführen muß, das evtl. nicht durch den Knickschutz paßt ... dem OP ging es ja darum, nur den Stecker zu ersetzen.
vG
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On Sun, 13 Apr 2008 12:53:21 +0200, Volker Gringmuth

Hatte ich als Alternative genannt. Ich habe mal vorausgesetzt, das alles passt, oder passen könnte.
Ralle
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Volker Gringmuth schrieb:

Meist gehts darum, eine untaugliche oder schadhafte Zuleitung (H05VV z.b.) durch etwas sinnvolles zu ersetzen (z.b Ölflex 550P), die in 2x1mm^2 ohnehin schon nur mit viel Mühe durch den Knickschutz geht, und in dreiadrig nicht nur sperrig ist sondern auch gar nicht mehr ordnungsgemäß zu befestigen (mangelnder Spannbereich der Zugentlastung, fehlender Knickschutz). Fertig konfektioniert mit Konturenstecker gibts meist nur wenig brauchbare Leitungen zu unverschämten Preisen, und nie in der Länge die man gerne hätte.
Praktisch wurde es in jeder Firma, in der ich bisher war, auch einfach so geregelt, 2adrig an Schuko und gut ist.Stellenweise hielt man aber Ölflex 110 2x0,75 dort für eine große Flex als ausreichend, so dass ich an deren Kompetenz gewisse Zweifel habe...
Gruß, Robert
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Ralph Heiden schrieb:

Dem Laien sollte der nicht vorhandene grün-gelbe Leiter aber irgendwie auffallen und somit signalisieren, dass das nix ist für SKI-Geräte.

Ja, aber wenn mit Konturenstecker ausgestattet solls dann ja wieder ohne PE gehen...

Der Durchmesser einer dreiadrigen Leitung geeigneter Art. H07RN oder H07BQ 2x1 sind ohnehin schon dick genug um nur mit viel Mühe durch den Knickschutz zu passen.
Gruß, Robert
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On Sun, 13 Apr 2008 14:57:14 +0200, Robert Obermayer

Aha, dem Laien wird das meist relativ egal sein!

Das ist natürlich ein Argument. Allerdings sind die Knickschutztüllen oder Leitungseinführungen, wenn nicht fest angegossen, geeignet den unwesentlich dickeren Bruder reinzulassen. Wenn ichs noch richtig im Kopf habe ist ein H07RN 2x1 etwa 10 mm im Durchmesser. das Ganze in 3x1 knapp über 10,5mm (10,7 oder so) Das mit den 0,7mm wird wohl klappen! Ralle
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Ralph Heiden schrieb:

Dann ist er zu blöd für jede Art von Arbeiten an elektrischen Betriebsmitteln und selber schuld, wenn es ihm eine brät oder die ganze Sache abbrennt. Sieht die Versicherung wohl genauso.
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