Leitung abstellen

Tach,
die FAZ weiß:
| Fast zwei Stunden dauerte es, bis der Energieversorger den | Unfallpunkt orten und die Leitung abstellen konnte.
<http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~ED3ADC9B393844D76AF8EE0E22AF272C6~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Da es ja wohl kaum zwei Stunden dauern kann, eine Stelle zu /orten/, an der sich bereits Rettungskräfte in Warteposition befinden, dürfte das Problem eher darin bestanden haben, die dort transportierte Leistung auf andere Wege zu schicken - oder warum hat das so lange gedauert?
vG
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Ceterum censeo Popocatepetlum non in Canada sed in Mexico situm esse.

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Volker Gringmuth wrote:

<http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~ED3ADC9B393844D76AF8EE0E22AF272C6~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Hier gibt es Video dazu: http://news.bbc.co.uk/2/hi/7568045.stm
Zwei Stunden ist blamabel. Warum konnte die Feuerwehr nicht einfach durchgeben, wo das ist, und das E-Werk dann den Schalter umlegen?
--
Gruesse, Joerg

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Joerg wrote:

Eben das ist meine Vermutung - dann wäre vielleicht ganz Oberschwaben eine Stunde ohne Strom gewesen, und daher mußte man die Leistung erstmal auf andere Leitungen routen, bevor man diese Leitung abschalten konnte.
Andererseits soll ja gerade das durch ein Verbundnetz minimiert werden.
vG
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Am 18.08.2008 22:32:43 schrieb Volker Gringmuth:

Die Aussage "Fast zwei Stunden dauerte es, bis der Energieversorger den Unfallpunkt orten und die Leitung abstellen konnte." kann nur Schwachfug des Reporters sein. Es kann eigentlich nur damit zu tun haben, das man den entsprechende Teil dieser 380 kV Leitung nicht einfach kurzfristig abschalten wollte oder konnte, ohne eine größeren Stromausfall oder Probleme mit einem Kraftwerk zu provozieren. Um das beurteilen zu können müsste man wissen, wie der entsprechende Leitungsabschnitt im Verbundnetz eingebunden ist. Als Laie stelle ich mir vor, das schlimmstenfalls für die Abschaltung dieser Leitung auch die [Not]-Abschaltung eines Kraftwerkes notwendig sein könnte, falls das Kraftwerk gerade an dieser Stichleitung hängt.
lG Ferenc
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Hallo, Ferenc,
Du (Ferenc.Staedter) meintest am 18.08.08:

Vermute ich auch. Denn das würde bedeuten, dass der Mann in der Schaltwarte den Leitungsabschnitt mit 2 Menschen "am Draht" zwei Stunden unter Hochspannung gehalten hat, nur wegen der Versorgungssicherheit.
Wenn das tatsächlich so gewesen ist, dann hätte er zwei Stunden lang nicht fahrlässige, sondern vorsätzliche Tötung riskiert.
Viele Gruesse! Helmut
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Ferenc Staedter wrote:

Koennte sein, aber BBC Internet-TV sagte das gleiche.

Wenn da zwei noch lebende Menschen drin waren wie in diesem Fall, haetten die Jungs hier dennoch abgeschaltet. Das kommt oefter vor, meist wenn mal wieder ein Teenager mit seiner Rennsemmel in einen Masten geknallt ist. Klar stinkt es mir, wenn im Buero das Licht ausgeht. Aber es ist mir dennoch lieber, dass die Feuerwehr den Typen da schnell rausholen kann.
--
Gruesse, Joerg

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Moin,
Joerg schrub:

Das ist normal, kaum ein Pressemensch recherchiert selbst vor Ort sondern meist wird nur zitiert, allerdings ohne das anzugeben. Eine einzige missverständliche Aussage von einem Feuerwehrmann gegenüber einem Lokalreporter kann da leicht zu führen, dass die ganze Weltpresse eine Falschmeldung verbreitet.
CU Rollo
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Joerg schrieb:

Brauchts das berhaupt? Eure berlandleitungen schalten sich doch schon von selbst ab. Oder habt ihr schon Leitungen, die nichtmehr von Edison hchstselbst an die Masten genagelt sind?
Die haben eine Warte frs gesamte Netz. Die werden garnicht mitbekommen haben, was dort vor Ort passiert ist.
Und Anrufe nach der Art, "Hier hngt ein Flugzeug in der Ltg. schaltet schnell ab" sind wenig hilfreich. Die werden erst eine Person ihres Vertauens vor Ort geschickt haben.
Es kann natrlich auch sein, das der Vor-Vorgesetzte erst einmal das "Drehbuch" aus den diversen Vorschriften herausfiltern mute? -- mfg hdw
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Horst-D.Winzler wrote:

Haben wir. In letzter Zeit scheint das weniger oft auszufallen aus in Europien ;-)

Wenn der Anruf von einer Polizeidienststelle oder der Feuerwehr kommt, ist der IMHO ernst zu nehmen.

Das ist allerdings vorsintflutlich. Zustaendigkeitsduenkel?

Der Amtsschimmeleffekt?
--
Gruesse, Joerg

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Ferenc Staedter wrote:

Du unterstellst damit, dass da jemand zwei Menschenleben gegen einen größeren Stromausfall abgewogen hat!
Ein trauriger Beleg für die ethische Bildung heute und hier.
--
Gruß Werner
Bedingungsloses Grundeinkommen:
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Je nach Lesart (und Vertrauen in die Reaktorsicherheit) könnte man auch sagen: Er hat zwei Menschenleben gegen das Risiko einer RESA / Kernschmelze abgewogen.
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Ich glaube aber eher, dass die genaue Leitungsbezeichnung einfach unklar war. Dazu vielleicht noch Chaos, wer wen anzurufen hat, mit allen denkbaren unglücklichen Verkettungen von Unvermögen, Missverständnissen, Inkompetenz und Ignoranz.
(Ich erinnere mich an einen Großbrand. Eine LG der FF wurde mehr als 5mal angepiept, ohne dass sich jemand meldete. Der Grund war, dass der Funkalarm fälschlich immer auf dem Kanal des Rettungsdienstes gesendet wurde, sämtliche Piepser der FFler also stumm blieben. Natürlich konnten sämtliche RD Besatzungen mitkriegen, dass da Florian D*** zum X-ten mal auf dem RD-Kanal die LG18 alarmierte. Und natürlich hätten die am Funk befindlichen Feuerwehrler mitbekommen müssen, dass trotz mehrfacher Anforderung durch den ELW eben kein Funkalarm auf deren Kanal erfolgte. Ich glaube, dass diese scheinbare Nicht-Reaktion der LG18 bis heute unerklärbar ist bzw. denen als Makel anhaftet. Woher ich das weiß? Sag ich nicht.)
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Moin,
Carsten Schmitz schrub:

Na hallo, bei all den redundanten Sicherheitssystemen in einem AKW glaubst du doch wohl kaum, dass dieses schon dann hochgeht, wenn so eine popelige Stromleitung zusammenbricht. Wenn dem so wäre, dann wäre das Sicherheitskonzept ja wohl für den Ar***. Ich denke, jedes Kraftwerk muss eine komplette Leistung notfalls vor Ort wegkühlen können, notfalls Strom in die Erde leiten bis es dampft oder gigantische Lichtbogen machen oder.....
CU Rollo
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Ich glaube eigentlich schon, dass AKWs sicher sind.

Oder bei Ausfall (z.B. durch Brand) eines Trafos der Eigenerzeugung gleich auch den zweiten mit abschalten, dann zu langsam auf Fremdbezug umschalten. Und dann halt in die RESA gehen.
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Hallo Carsten,
Carsten Schmitz schrieb: [...]

sollte ein derartiges Vorkommnis wie der Ausfall einer 380kV-Leitung tatschlich eine ernsthafte Gefhrdung eines KKW bewirken knnen und ein GAU bzw. Super-GAU nicht vollstndig auszuschlieen sein, dann sollten wir die Dinger doch besser gestern als morgen auer Betrieb nehmen und uns ein wenig mehr Gedanken ber das Stromnetz machen. Denn was passiert, wenn durch einen schweren Sturm eine solche Leitung ausfllt? (Super-)GAU? Ich hoffe, eher nicht.
ciao
Marcus
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Am Thu, 21 Aug 2008 22:02:31 +0200 schrieb Marcus Woletz:

Das Risiko ist zwar sehr klein, aber der dann eintretende Schaden sehr groß, so dass die Abwägung sogar richtig sein kann.

Eine Trennung des KKW vom Netz ist nicht ganz ohne und führt zu erheblichen Spannungsschwankungen. Vor allem gelingt es m.W. nicht unbedingt, die Generatorensätze schnell in der Leistung so runter zu bringen, dass sie nur noch das Kraftwerk versorgen. Also muss der notwendige Strom für Pumpen gegen eine Überhitzung des Reaktors aber auch für den Leitstand aus Notstromaggregaten kommen. Diese funktionieren aber vergleichsweise unzuverlässig - einfach weil sie so selten gebraucht werden.
Die Katastrophe von Tschernobyl hatte ihren Auslöser in dem Experiment, ob eine Schnellabschaltung bei Ausfall des äußeren Netzes möglich ist. http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Tschernobyl#Geplanter_Versuchsablauf
Der glimpflich verlaufene Störfall in Forsmark hatte gerade seine Ursache in solch einer Netztrennung, die wohl vor allem deshalb ekelig war, weil nicht nur die Kühlwasserpumpen ausfielen, sondern gleich der ganze Leitstand weitgehend tot war. Eine Situation, für die das Personal nicht geschult war. http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Forsmark#St.C3.B6rfall_Juli_2006
--
Gruß, Mathias Bölckow
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Mathias Bölckow wrote:

Das gilt für alle größeren Generatoren in allen Kraftwerken.

Das ist so ein Punkt den ich nicht verstehe und der wahrscheinlich nur hier im Westen diskutiert wird. Notstromaggregate sind min 1 mal die Woche zu überprüfen. . das kenne ich so, ich kann eigentlich nicht verstehen, das das woanders nicht der Fall ist.Wenn die dann gedoppelt sind ist das eigentlich unwahrscheinlich das die nicht anspringen . Speisepumpen und Kühlpumpen müssen ja auch mehrfach vorhanden sein, und Pro Schicht mindestens einmal getestet werden. Sind westliche Vorschriften wirklich sooo lasch das man auf solche Masnahmen verzichtet??

http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Tschernobyl#Geplanter_Versuchsablauf Stimmt aber dort wollte man das ganze noch mit einer Pumpe testen . das war schon leichtsinnig.

Ist bei einer Vernünftigen Bauweise eigentlich auch nicht denkbar. Entweder es wird im westen mit der Kaftwerkssicherheit maßlos übertrieben. oder östliche kraftwerke waren für solche Lapaillen besser gewappnet. ( Aber dar Umstand das Flugzeuge drauffliegen können der ist natürlich viel Häufiger als das mal ne pumpe ausfällt.)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Forsmark#St.C3.B6rfall_Juli_2006

G.K.
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snipped-for-privacy@front.ru schrub...

Mir sagte der Chefingenieur eines Notstromer- und BHKW- Herstellers, dass das mit wöchentlich testen totaler Mumpitz ist und so lange die bei den Tests keine Last haben, sagt der Test nur aus, dass der Anlasser noch dreht.
Falk D. (Meiner hat zur Not noch ein Seil.)
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Falk Duebbert wrote:

Im Zuvieldienst war ich Haustechniker im Altenheim, da mußten wir den NSG regelmäßig (weiß nicht mehr, ob alle 2 oder 4 Wochen) im heißen Betrieb laufen lassen. Am Generator-Schaltschrank gab es einen Schalter "Netzausfallimitation", darauf mußte der NSG automagisch anspringen, das fette Schütz machte "klack" und der NSG übernahm hörbar die Versorgung (hörbar heißt: jedesmal, wenn der Aufzug anfuhr, ging die Frequenz auf 49 Hz runter). Nach einer halben Stunde oder so wieder zurück auf Netzbetrieb.
Wenn das schon in Altenheimen so gehandhabt wird ...
vG
--
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Falk Duebbert schrieb:

Und das der Motor anspringt. Bei uns wurde das Aggregat halbjährlich für 1h getestet. Bei Vollast.
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mfg hdw

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