Solaranlage mit Netz verbinden.

Wie macht man das?
Wenn ich vom Wandler mit einem Schukostecker in die Steckdose des E-Werkes fahre, hab ich an den Kontakten des Schukosteckers bereits
die Spannung vom Wandler. Oder ist da nix? Logo, ich darf den erst dann einschalten wenn der Stecker drin is. Was wenn ich vergesse? Was wenn ich im Betrieb das Kabel aus der Steckdose ziehe weil die blauen Männer vor der Tür stehen? Oder sonst irgendwie versehentlich weil Staubsaugen am Plan steht.
Also wie macht man das bei einer Gorilla-Anlage?
w.
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Also schrieb Helmut Wabnig --- -.dotat>:

Guerilla, meinst du... Die wird den Saft halt erst aufschalten, wenn sie die 50 Hz am Stecker sieht. Und bei deren Fehlen umgehend wieder ausschalten. Alles andere wäre auch Quatsch.
Ansgar
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*** Musik! ***

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Am 16.01.2013 12:27, schrieb Ansgar Strickerschmidt:

Aber Gorilla Anlage ist auch nicht schlecht. Manche Energie-Lobbyisten führen sich wegen der Guerilla Anlagen auf wie Gorillas ;-)
Und ja, wie auch die großen Wechselrichter geben die erst "Gas" wenn sie von der Netzseite her die Info bekommen "alles klar". Wenn Du die aussteckst ist (sollte, wenn alles OK ist) der Stecker spannungsfrei.
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Ansgar Strickerschmidt schrieb:

Früher hat man das ENS = Enrichtung zur Netzüberwachung mit Schaltorgan in Serie genannt (VDE 0126-1-1), heute wird das als N/A-Schutz bezeichnet (Netz & Anlagen-Schutz). Im Englischen ist das ein Interface Protection Relay, dass Spannungs- und Frequenzwerte überprüft und für die Netztrennung sowie die Zuschaltung verantwortlich ist.
Normalerweise ist beim Steckerziehen sofort (200 ms) die Anlage aus, weil die Spannung zusammenbricht. Man kann aber bei Balkonkraftwerken einen Worst Case provozieren: Aussensteckdose -> Steckerleiste -> PV-Module plus ohmscher Verbraucher plus Induktiver Verbrauch plus Kapazität gibt bei guter Abstimmung einen 50 Hz Schwingkreis. Diesen Schwingkreis kann man solange mit stellbaren Bauelementen tunen, bis der Blind- und Wirkstromfluss über das Steckerleistenkabel Null ist. Auch in diesem Fall sollte die Anlage beim Steckerziehen der Mehrfachleiste aus der Aussensteckdose abschalten.
Gruß, Gunnar
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Am 16.01.13 12.18, schrieb Helmut Wabnig:

s. http://www.clearingstelle-eeg.de/beitrag/1922
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Am 16.01.13 12.18, schrieb Helmut Wabnig:

s. http://www.clearingstelle-eeg.de/beitrag/1922
Ein direktes Einstecken in eine Steckdose ist mW in DE nicht zulässig, ebensowenig ein Einspeisen ohne Anmeldung und ohne Einhaltung der Vorschriften des EEG (70%-Regelung, Einspeisemanagement, ...). Möglich ist z.B.:
http://www.minijoule.com/fileadmin/content/Downloads/installationsuebersicht_DE.pdf
Zu sonstigen Problemen (Einspeisen in nur eine Phase, Wirtschaftlichkeit,...) s.
http://www.photovoltaik-web.de/module/plug-and-save-modul.html
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On Wed, 16 Jan 2013 13:32:55 +0100, Volker Staben

Also doch, den Netzstecker mit seinen zwei Nasen ins Nasenloch. Wie sicher die Abschaltung ist? Hat das schon wer ausprobiert? Vorne auf den Stecker gegriffen wenn die Sonne scheint?
Für ich gibt es dann noch eine Frage:
Wie funktioniert Fehlerstromschutz mit einer Gorilla Guerilla Anlage?
w.
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Am 16.01.13 14.51, schrieb Helmut Wabnig:

in

steht doch mit Bezug auf den Gültigkeitsbereich deutschen Rechts wörtlich: der Betreiber hat u.a. "insbesondere die technische Sicherheit zu gewährleisten und die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik zu beachten"
Wo ist Dein Problem?
V.
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Am 16.01.2013 16:26, schrieb Volker Staben:

--
Werden die oben genannten Vorgaben des § 6 Abs. 2 EEG 2012 nicht
eingehalten, reduziert sich der Vergütungsanspruch gemäß §§ 6 Abs. 6, 17
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Am 16.01.13 17.17, schrieb Georg Wieser:

das ist doch nur sicherheitshalber die Klarstellung für die Guerilleros, dass, falls sie etwas tun, was nicht zulässig ist, sie nicht auch noch Einspeisevergütung dafür erwarten können.

Du darfst aber dennoch nicht.
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Am 16.01.2013 18:23, schrieb Volker Staben:

Falsch parken darf ich auch ned... ;-)
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Am 16.01.13 18.54, schrieb Georg Wieser:

richtig. Falsch einspeisen auch nicht. Das ist doch irgendwie konsistent...
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Am 16.01.2013 19:47, schrieb Volker Staben:

Ist was dran... Bei beidem muß man selbst wissen ob man mit den Konsequenzen leben kann.
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Am 16.01.13 20.47, schrieb Georg Wieser:

immerhin steht in den ethischen Grundsätzen des VDI unter
http://www.vdi.de/bildung/ethische-grundsaetze/ethische-grundsaetze/
"Sie achten die gesetzlichen Regelungen des Landes, in dem sie tätig sind, ..."
In einer (anspruchsgemäß) wissenschaftlichen Diskussion sollte man das vielleicht nicht ganz über Bord werfen.
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Am 16.01.2013 22:35, schrieb Volker Staben:

Man -kann- die aber durchaus auch "beachten" obwohl irgendwelche ominösen Zulassungen fehlen.
Beispiel?
etwas alt aber plastisch Fernschreiber mit deutschen Adler auf Plakette 12900 DM baugleiches Gerät ohne Adler auf Weltmarkt 2000 DM
auch die Weltmarktausführung hatte alle Regelungen erfüllt. Nur der Adler fehlte....
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Volker Staben schrieb:

Guerilla-PV: Die Energiewende für jeden ? einfach Plug und Play? http://www.sonnenenergie.de/index.php?id0&no_cache=1&tx_ttnews [tt_news]%4
"Die Norm verbietet allerdings die Stromerzeuger über Steckdosen mit dem Endstromkreis zu verbinden. Eine Ausnahme in Europa stellen die Niederlande dar, dort dürfen bis maximal 600 W Stromeinspeiser über Steckdosen mit einem Endstromkreis verbunden werden."
Es werden dort auch Tipps genannt, wie man die Brandgefahr durch Überlast des Endstromkreises minimieren kann: "Das bedeutet, dass der Endstromkreis dessen Leitungen für 16 A ausgelegt sind, dann z.B. mit 10 A abgesichert wird und der Modulwechselrichter über eine Unterverteilung mit z.B. einer 6 A-Sicherung angeschlossen wird. So kann der maximale Strom von 16 A in dem Endstromkreis nicht überschritten werden."
Auf die "allgemein anerkannten Regeln der Technik" verweist auf das EnWG in §49(1), siehe Anlage. Dort wird den technischen Fachnormen eine Vermutungswirkung in Absatz (2) zugesprochen (z.B. war es ungeschickt, sich bezgl. der Abschaltgrenze von 50,2 Hz an die VDE V 0126-1-1 zu halten, das entsprach irgendwann nicht mehr einer allgemein anerkannten Regel der Technik und die Vornorm wurde geändert), aber Absatz (3) weist auch darauf hin, dass die in anderen EU Ländern zugelassenen System in Deutschland nicht verboten werden dürfen.
Gruß, Gunnar
EnWG § 49 Anforderungen an Energieanlagen http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/
(1) Energieanlagen sind so zu errichten und zu betreiben, dass die technische Sicherheit gewährleistet ist. Dabei sind vorbehaltlich sonstiger Rechtsvorschriften die allgemein anerkannten Regeln der Technik zu beachten. (2) Die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik wird vermutet, wenn bei Anlagen zur Erzeugung, Fortleitung und Abgabe von 1. Elektrizität die technischen Regeln des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V., 2. Gas die technischen Regeln der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e. V. eingehalten worden sind. Die Bundesnetzagentur kann zu Grundsätzen und Verfahren der Einführung technischer Sicherheitsregeln, insbesondere zum zeitlichen Ablauf, im Verfahren nach § 29 Absatz 1 nähere Bestimmungen treffen, soweit die technischen Sicherheitsregeln den Betrieb von Energieversorgungsnetzen betreffen. Dabei hat die Bundesnetzagentur die Grundsätze des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. zu berücksichtigen. (3) Bei Anlagen oder Bestandteilen von Anlagen, die nach den in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum geltenden Regelungen oder Anforderungen rechtmäßig hergestellt und in den Verkehr gebracht wurden und die gleiche Sicherheit gewährleisten, ist davon auszugehen, dass die Anforderungen nach Absatz 1 an die Beschaffenheit der Anlagen erfüllt sind. In begründeten Einzelfällen ist auf Verlangen der nach Landesrecht zuständigen Behörde nachzuweisen, dass die Anforderungen nach Satz 1 erfüllt sind.
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begin quoting, Volker Staben schrieb:

Legal, illegal, sch...egal: Was mich interessieren würde, wäre, ob von solchem "unbotmäßigen" Verhalten Gefahren ausgehen könnten.
Und die sehe ich nicht: Wenn der WR halbwegs was taugt, dann schaltet er sich weg, wenn das Netz "zickt" (Spannungsausfall bzw. Über- oder Unterspannungen, Frequenzabweichungen), wobei man ihm vielleicht andressieren sollte, nur bei Über- und nicht bei Unterfrequenz vom Netz zu gehen (oder erst bei "unmöglichen" Werten wie <45 Hz, oder sowas), damit er nicht dazu beiträgt, den Betreiber noch mehr reinzureißen, wenn da gerade mal wieder ein Kreuzfahrtschiff...), aber wenn das gegeben ist, dann kann ich kein Risiko für die Netzstabilität erkennen, und ein Risiko bei indirektem Berühren bzw. sonstige Personeschutzprobleme sehe ich auch nicht, denn eine zufällige Inselnetzbildung bei stabiler Frequenz dürfte hinreichend unwahrscheinlich sein, so daß das Ortsnetz oder der betreffende Abschnitt wirklich schwarz ist, wenn das EVU trennt. (Und sonst müßten sich die EVU beim Freischalten halt EuK angewöhnen - daß das spanungsfreie Netz bei Messungen von alleine wieder anläuft und ein Inselnetz bildet, kann man ausschließen, bzw. ist das auch nicht wahrscheinlicher, als daß Opa Kalle seinen Baumarktgenerator in die Steckdose steckt, damit Oma wieder Licht hat.)
Nicht?

Einphasige Einspeisungen in den fraglichen Leistungsbereichen mitteln sich bis zum Trafo genauso weg wie einphasige Lasten: Wenn ich 2 kW Toaster oder Bügeleisen einschalten darf, dann passiert beim Einspeisen von 2 kW auch nichts anderes, als wenn ich bei einem solchen gerät den Stecker ziehe. Unter ca. 10 kW/Phase würde ich mir da wirklich null Gedanken machen.
Gruß aus Bremen Ralf
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Am 16.01.13 17.27, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

normalerweise wäre ein ingenieurmäßiges Vorgehen so, dass ein Sicherheitsnachweis eben durch den Nachweis erbracht wird, dass alle einzuhaltenden Vorschriften und Richtlinien eingehalten werden.
Selbstverständlich können von einem "unbotmäßigen" Verhalten Gefahren ausgehen. Um ein Risiko zu verringern, gibt es Regeln für ein "botmäßiges" Verhalten. Mit deren Einhaltung ist das Risiko natürlich nicht null, aber gemäß Risikoanalyse geringer: genau das ist es, was gewollt ist.

das gute, alte Kinderspiel: Hand vor die Augen halten und sagen "Mami, such mich"?
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begin quoting, Volker Staben schrieb:

Ein E-Betrieb hat beispielsweise auch die nationalen Antikorruptionsvorschriften und das Steuerrecht einzuhalten. Glaubst Du im Ernst, daß es eine Einfluß auf die Betriebssicherheit einer technischen Anlage hat, daß der Unternehmer Steuern hinterzieht oder Auftraggeber besticht?

Die siehst also auch keine. QED
Gruß aus Bremen Ralf
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Am 17.01.13 13.07, schrieb Ralf . K u s m i e r z:

Danke für das wunderbare Beispiel: da kann man mal wieder sehen, was bei der Verneinung in der Aussagenlogik so alles schiefgehen kann ...
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