Wo Defekt in älterem Hitachi-Frequenzumrichtern suchen

Um die Drehzahl an einem älteren 2,2 kW Drehstrom-Asynchronmotor nach unten variieren zu können und indirekt das maximale Drehmoment zu reduzieren, habe ich vor viel Jahren einen gebrauchten Hitachi J100 IGBT-FU mit 3.7kW Nennleistung vorgeschaltet. Schön mit drangebautem Drehschalter für 6 verschiedene Wunsch-Frequenzen und alternativ Poti für stufenlose Frequenzwahl (von 20 bis 60 Hz - genutzt wurde aber nur 30 bis 40 Hz). Der Motor nimmt bei unserer Anwendung real deutlich unter 1000 Watt auf - auch beim bewußt langsamen Anlauf.
Nun kommen seit einem halben Jahr immer häufiger Fehlermeldungen "E9", was "Netzunterspannung: Netzspannungseinbrüche, Auslöseschwelle 280-320V" beduten soll. Mittlerweile startet das Ding nur nach 3-10 mal "Reset". Ein ersatzweise besorgter gebrauchter J100 ("tut einwandfrei") zeigt ähnliches Verhalten - und es kommt auch zum Fehler-bedingten Abschalten, bei vergleichsweise hoher Belastung des Motor. Zu bedenken ist: Diese FUs stammen aus den späten 90er Jahren, galten aber als sehr robust.
Öffnen der FUs brachte nun nichts offensichtlich defektes zutage. Die Kondensatoren sehen nicht gewölbt aus. Meine Vermutung war, dass die fetten Zwischenkreis-Elkos an Kapazität verloren haben. Ist das plausibel? Die fetten Dinger sind nicht gut zugänglich und nicht ganz billig für einen Reparaturversuch auf Verdacht.
Wo sollte ich sonst suchen? Mache ich vielleicht bei der Programmierung (die seit über 10 Jahren nich verändert wurde) etwas falsch?
TIA Andreas
X-Post dse & dsie Fup2 dse
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Andreas Oehler
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