Wo finde ich flimmerfreie LED-Birnen aller Normen?
Jan 07, 2025 Last reply: 1 year ago 21 Replies
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Franz Glaser
Ich habe zunehmend das Problem mit Fingerprint- und Gesichts- detektoren, die das 50Hz und 100Hz- flimmernde Licht der LED- Lampen überhaupt nicht vertragen.
Beim Fingerprint kann ich das Lampenlicht meistens abschatten aber beim Gesichterkenner ist das Ausschalten aller Lampen und der Ersatz mit DC-Handlampen für die eigene Orientierung ziemlich mühsam.
Auch die Angabe „flimmerfrei” im Prospekt ist da durchgehend wertlos und in den Foren stoße ich häufig auf Unverständnis.
GL
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Ralph Aichinger
Inwiefern reagieren Fingerprintreader überhaupt auf Licht? Die beruhen doch meist auf kapazitiven Sensoren, oder seh ich das falsch?
Sowas hab ich noch nie gehört, dass das notwendig wäre.
Was für Beleuchtung ist das, die die Sensoren durcheinanderbringt?
/ralph
F
Franz Glaser
Die Fingersensoren habe ich schon 2-3 Jahre in Betrieb. Wenn ich einen Finger nicht deckend mit Licht abspeichere (zB. Zeigefinger), dann ist er ohne LED-Licht an der Decke nicht erkennbar und umgekehrt. Der Sensor ist nur mit dem Daumen komplett abdeckbar, dann ist die Frage nach dem Licht nicht so heikel.
Gewöhnliche Deckenbeleuchtung mit LED-Lampen. Ich habe keine Glüh- lampen mehr die nicht brummen/flackern.
Mit Taschenlampen, die an die Decke strahlen, gibt es das Problem überhaupt nicht. Ich habe eine andere Lampe mit Bewegunssensor und Batterieubetrieb an die Wand geschraubt aber die ist leider viel zu kurz eingeschaltet. Da habe ich beim Kauf nicht aufgepasst,
GL
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Ralph Aichinger
Was ist das für ein seltsamer Fingersensor? Meine funktionieren auch im Stockdunklen! Die gehen meistens kapazitiv! Bist du dir sicher, dass du keiner Scheinkorrelation aufgesessen bist?
Ich verstehe nicht, was du meinst. Welche Modellbezeichnung hat das Gerät der der Sensor? Ich glaub noc immer nicht, dass Licht was damit zu tun hat. Alle Fingersensoren die ich kenne funktionieren auch im Finstern.
Bei mir hat keine LED-Lampe merkbares Flackern. Und ich kaufe in der letzten Zeit meistens "Wald-und-Wiesen-LEDs" vom Ikea.
Das kann aber auch am Konstrast (Licht gegen Decke ist indirekt, was ein weiches, eher kontrastarmes Licht macht) liegen, anstatt am Flackern.
Ich halte die Theorie mit dem Flackern für falsch. Da ein Großteil der Beleuchtung in Europa mittlerweile aus LEDs besteht, wär das auch schon anderen Leuten aufgefallen.
/ralph
M
Marcel Mueller
Am 07.01.25 um 12:01 schrieb Franz Glaser:
Wenn sie "nicht dimmbar" sind und mehr als wenige Watt haben, stehen die Chancen gut, dass sie keine nennenswerte Amplitude beim 100Hz-Flimmern haben.
Du kannst es leicht selbst testen, indem du die Finger vor der Lampe schnell bewegst. Wenn es einen Stroboskop-Effekt gibt, flimmert die Lampe.
Marcel
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Franz Glaser
Am 07.01.25 um 12:36 schrieb Ralph Aichinger:
Das „glaube” ich nicht, denn der Sensor sendet sein _eigenes_Rotlicht_ aus zum Scannen. Das ist allerdings _sehr_ schwach.
GL
R
Ralph Aichinger
Welcher? Der Fingerabdrucksensor oder der für Microsoft Hello? Der Sensor von Microsoft Hello verwendet vermutlich eine Kamera im nahen Infrarot, zusätzlich zum sichtbaren Licht. Das Infrarotlicht ist aber vermutlich nicht "sehr schwach", sondern halt ohne Kamera schlecht fürs menschliche Auge zu sehen.
/ralph
F
Franz Glaser
Am 07.01.25 um 14:33 schrieb Marcel Mueller:
Das möchte ich vor dem Kaufen wissen :-)
Leider bin ich von dummen Leuten angeflegelt worden, die das
60/120 / 50/100 Hertz Flimmern ignoriert haben und _alle_ Lampen / Leuchtmittel als Glühbirnen bezeichnen.
DAS ist nämmlich relevant und den EU-Gesetzgebern unbekannt.
GL
M
Marcel Mueller
Am 10.01.25 um 14:50 schrieb Franz Glaser:
Wie gesagt "nicht dimmbar" ist ein Indikator. Die flimmernden Lampen sind nämlich meist dimmbar, und warum sollte der Hersteller das Feature verschweigen?
Garantie ist das freilich keine. Ich hätte aus dem Bauch heraus gesagt, hinreichend genau, als dass man den Rest über das Fernabsatzgesetz abfackeln könnte, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Aber natürlich habe ich keine hinreichend belastbare Statistik zu dem Thema, nur weil es bei meinen paar LEDs gepasst hat.
?
Marcel
F
Franz Glaser
Am 10.01.25 um 16:25 schrieb Marcel Mueller:
Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie die Entwickler einer solchen LED-Lampe (entschuldigung, eines solchen Leuchtmittels) die _Lampe_mit_einem_Riesenelko_ in der kleinen Fasszung konstruieren / entwickeln sollen, der die Zeit in Millisekunden zwischen den peaks überbrücken kann.
Egal ob dimmbar oder nicht.
Aber das scheitert an meinem Vorstellungsvermögen.
GL
M
Marcel Mueller
Am 11.01.25 um 09:49 schrieb Franz Glaser:
Riesenelko???
Wenn ich mal davon ausgehe, dass der Stromwandler ab 90V funktioniert, müsste ich bei 230V knapp 3ms Überbrücken. Das wären bei einer 10W-LED vielleicht 2µF.
Scheint so.
Marcel
W
Wolfgang Martens
Am Sa.,11.1.25 um 08:49 schrieb Franz Glaser:
Aus Kostengründen ist bei den Typen mit vielen Einzelleds in Reihe oft kein AC/DC Wandler verbaut, sondern Gleichrichter, Elko plus ein Konstantstromregler. Unterhalb seinen vielleicht 30V Reglerreserve werden die LEDs dunkler. Der Elko sorgt im 100Hz Nulldurchgang dafür dass die Leds nicht ganz ausgehen. Mit einigen µF wird die 100Hz Flimmeramplitude schon deutlich gemindert.
M
Marcel Mueller
Am 11.01.25 um 20:03 schrieb Wolfgang Martens:
Du willst sagen, dass da ein Längsregler drin sitzt, der 90% der Leistung verheizt? Nie im Leben. Ohne Schaltregler hat man da keine Chance. Und der regelt auch den Strom. Step Down ist natürlich naheliegend, und insofern stimmt die Sache mit der Mindestspannung.
Auf jeden Fall.
Marcel
M
Marte Schwarz
Hi Marcel,
Das dürfte fast immer PWM mit einigen 100 kHz sein.
Marte
W
Wolfgang Martens
Am Sa.,11.1.25 um 19:38 schrieb Marcel Mueller:
Funktionsunterschied Spannungsregler zu Stromregler nicht bekannt? Da sitzt sowas wie SM1082D drin. Die LED Kette braucht z.B. 270V 30mA und der Rest der Halbwellenspitze (zu max 230V x 1,4142) verbrät der Chip in Wärme. Nicht die feine Art, aber wenn es billig sein soll...
R
Rolf Bombach
Marcel Mueller schrieb:
Klaro.
Polemik, das wurde nicht behauptet.
Durchbruch in diese Richtung waren die Filamen-Lampen, wo halt sehr viele LED in Serie geschaltet sind mit dementsprechender Brennspannung.
Tip: Stelltrafo plus Photodiode an Oszi. Mit der Beobachtung des Lichtstroms versus Versorgungsspannung ahnt man schnell, wie das 'Vorschaltgerät' in der LED tickt.
Ich habe etwa 40 LED-Lampen untersucht, meist GU10. Etwa 4 oder 5 flimmern nicht. Und das ändert von Jahr zu Jahr. Typisch für die meisten ist diese Kurve:
(LSC (Action)E fficient LED E14 CRI >80 2700 K 150 lm 2 W E14 Filament
bis 168 VAC finster dann bis 184 VAC exponentieller Anstieg auf einige % des Maximalwerts dann mehr oder weniger linearer Anstieg bis 218 V und fast voller Helligkeit danach so ab 222 VAC völlig flach.
Zuerst 100 Hz Peaks, im mittleren Teil 100 Hz Sägezahn und gegen Nennspannung dann immer kleiner werdende kurze Einbrüche.
Vor 2 Jahren flat line ab 229 VAC. Heute das optisch gleiche Produkt, aber mit anderer Herstellungsnummer, bei 230 V immer noch kleine Dellen, in denen kurz die Helligkeit um ca 20% zurückgeht.
Ich denke, irgend ein Rotstift hat da den Entwicklern Druck gemacht, die dann einen Kondensator von 330nF auf 270nF zurückgenommen haben. Zahlen frei erfunden. Bei 10 mA (wieviel Strom fliesst durch so ein Filament?) wohl eher 820nF auf 680 nF, so nach Simulation. Aufgesägt hab ich noch keine.
Ach ja, in diesem unteren Leistungsbereich flimmern vorallem die EGLO- Lampen.
Oh! Hast du eigentlich eine Ahnung, was so ein Ferrittrafo kostet??!!1! Das war einmal. Alte Osram hatten zum Teil von 90-230 V durchgehend flimmerfreies Licht gleicher Stärke. Flimmerfrei im Sinne von 100Hz-Flimmern, 70% Modulation bei 61,4 kHz hab ich da notiert.
M
Marcel Mueller
Am 13.01.25 um 17:56 schrieb Rolf Bombach:
Du hast gerade meiner Abneigung gegen LEDs noch mehr Futter gegeben. Erst fehlen die Hälfte der Farben (z.B. türkis), dann sparen sie den meisten Strom dadurch, dass sie kaum Licht machen (diverse Retrofits, vor allem für Halogen) und jetzt auch noch fast flächendeckend 100 Hz flimmern. Das will man wirklich nicht im ganzen Haus haben.
Interessanterweise habe ich hier am Tisch eine 8W V-TAC (also Chinaplunder), die keinerlei erkennbaren Stroboskopeffekt zeigt. Sogar das Spektrum (4000K) sieht einigermaßen vernünftig aus. OK, jenseits der
450nm ist schnell Schluss. Aber der Einbruch bei Türkis ist noch moderat, und selbst tiefes Rot kommt noch vor. Da kommt die Osram Vollspektrum-Röhre auch nicht viel besser weg. Bei der ist zumindest die grüne Hg-Linie recht deutlich erkennbar. Und in deren direkter Umgebung wird es erst mal dunkel, um das auszugleichen.
Marcel
A
Axel Berger
Bei 8 Watt und 270 V (von gleichgerichteten 320 V nach dem Regler) sind es 30 mA. Das sind 0.3 mC pro Halbwelle, 10 uF für 30 V Ripple.
-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf
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Franz Glaser
Am 13.01.25 um 17:56 schrieb Rolf Bombach:
Ich sehe das Problem darin, dass sich keine Ladeschaltung die Mühe macht, während der Spannuntsspitze den C (Elko) aufzuladen. Im Gegenteil, alle fressen den Strom vom Netz solang einer da ist.
Eine L ist zu aufwendig und zu teuer bei 100 Hz für die wenigen Anwender, die eine flackerfreie Lampe haben wollen.
Irgendwo habe ich was versteckt von 0,4 gelesen aber das dazu gehörende Wort habe ich wieder vergessen. Aber die Lampe() hat sich mit flackerfrei im Datenblatt vorgestellt.
Ich bin ja mit meinen Fingertip- und Gesichtserkennungs-Anwendungen im 50/50 - *Mehrheits Abstimmungsbetrieb* eine Nebenrolle.
Die Geräte wollen, dass ich alle LED's ausschalte, dann erkennen sie meine Finger und mein Gesicht. Leider schalten sie auf *Fehler* nach 3 mal nicht-erkannt ohne Hinweis auf die Ursache *Flackerlicht*
GL
M
Marcel Mueller
Am 14.01.25 um 09:45 schrieb Franz Glaser:
Abwarten. Rasierspiegeldisplays sind ja auch nicht mehr unvermeidlich und in der Business-Class gar selten. Wenn genug Leute den Kram im Regal liegen lassen oder returnieren, tut sich da schon was. Dauert halt eine Weile, bis sich das herum spricht.
Marcel
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