Videokamera und Infrarot

Dec 11, 2003 8 Replies

Hallo,



der CCD-Chip einer Videokamera kann ja zumindest das IR einer normalen TV-Fernbedienung registrieren (hält man die IR-Diode Richtung Linse, registriert die Kamera ein helles Flackern).



Kameralinsen scheinen zumindest für kurzwelliges IR durchlässig zu sein, denn für Spiegelreflexkameras gibt es IR-Filter und IR-Filme.



Überlegung von uns war nun: Wenn ich auf eine gute digitale Videokamera einen IR-Filter setze - habe ich dann die Möglichkeit, zumindest grob eine Thermografie einer Hauswand zu erstellen? Gut, sowas Feines wie auch noch Falschfarbendarstellung geht nicht, aber klappt das überhaupt? Will mir kein teures Filter kaufen, wenns sinnlos ist.

Gruß Joachim



Joachim Warner schrieb:

? Will mir kein teures Filter kaufen, wenns sinnlos

Hallo, ich vermute mal, das funktioniert nicht. Thermografie spielt sich bei wesentlich längeren Wellen (um 10 µm) ab. Schau mal bei

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Grusz Niko

Joachim Warner schrieb:

Hallo,

das ist sinnlos. Infrarot ist ein sehr weiter Bereich, von etwa 800 nm=20 bis 375 =B5m Wellenl=E4nge. Die Kamera sieht nur im Bereich 800 bis 1000 = nm=20 etwas Infrarot, gleich neben dem Rot. Die Hauswand strahlt ganz wo anders, bei viel l=E4ngeren Wellenl=E4ngen. Ein sch=F6n hei=DFes B=FCgeleisen wird die Kamera im Dunkeln noch sehen, = dazu=20 brauchst Du noch nicht mal ein Filter.

Es geht auch deshalb nicht weil viele Thermovisionskameras einen=20 gek=FChlten Detektor haben, Videokaeras aber nicht. Auch funktioniert=20 deren Optik f=FCr 1000 nm noch, aber nicht mehr f=FCr weit gr=F6ssere=20 Wellenl=E4ngen.

Lies mal hier zum Infrarotfilm:

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Bye

Hallo Ue,

alles klar! Hab mir die von Nikolaus genannte Webseite mal angeguckt, und ein Bad in flüssig N2 tu ich meiner Kamera nicht an :-)

Gruß

Joachim

Uwe Hercksen schrieb:

Joachim Warner schrieb:

Hallo Joachim,

na, mein Vorname ist schon kurz genug, der muss nicht abgek=FCrzt werden.= ;-)

In LN2 w=E4re der Bildaufnahmechip zwar kalt genug, aber trotzdem nicht=20 empfindlich f=FCr den ben=F6tigten Bereich. Die Optik aus optischen Glas m=FCsste auch gegen eine aus Germanium=20 ausgetauscht werden.

Aber Du hast mich auf eine Idee gebracht, ich werde nachher mal=20 probieren ob die Videokamera mit der ich hier gerade arbeite im Bereich=20

800 bis 1000 nm einen heissen L=F6tkolben sieht. Ein B=FCgeleisen ist woh= l=20 doch nicht hei=DF genug, 300 bis 400 =B0C sollten es schon sein.

Bye

Uwe Hercksen verlautbarte zum Themenkomplex Re: Videokamera und Infrarot:

=20 Es gibt infrarotempfindlichen Kleinbildfilm zu kaufen.

der nur willk=FCrlich sprachlich zusammengefasst ist, weil er auf der selbe= n Seite=20 des f=FCr menschliche Augen sichtbaren Lichts liegt, was aber physikalisch = und=20 technisch bedeutungslos ist.

Das wird auch "nahes Infrarot" genannt und benimmt sich wie sichtbares Lich= t, l=E4sst sich mit Glaslinsen dirigieren usw.

Das wird dann "thermisches Infrarot" genannt und hat au=DFer dem Namen=20 praktisch nichts mit dem anderen gemeinsam.

Michael Kauffmann

Michael Kauffmann schrieb:

Hallo,

ja klar, habe ich auch schon gekauft. Aber der ist f=FCr Thermografien vo= n=20 H=E4userw=E4nden ebenfalls nicht geeignet.

Bye

Hallo!

Joachim Warner schrieb:

Nein. Da Du ja das interessante Spektrum herausfiltest.

|> Aber Du hast mich auf eine Idee gebracht, ich werde nachher mal |> probieren ob die Videokamera mit der ich hier gerade arbeite im Bereich |> 800 bis 1000 nm einen heissen Lötkolben sieht. Ein B=FCgeleisen ist wohl |> doch nicht heiß genug, 300 bis 400 °C sollten es schon sein.

Das geht gut :-) Sogar mit einer popeligen Farb-CCD-Kamera (so ein Sharp-Teil von Pollin). Allerdings muss man eben den IR-Filter ausbauen, sonst sieht man nix. Dafür ist dann auch die Farbwiedergabe im Tageslicht etwas ...äh... seltsam ;-)

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