Die See ruft...

Oct 29, 2004 26 Replies

Hi!



Ich werd mich demnächst mal als Schifflebauer probieren. Mich hat es schon immer gereizt eines von diesen etwas detailierteren Plastikmodellen von Tamiya oder Revell mit einer RC-Anlage zu versehen. Nun hab ich mir die HMCS Snowberry bestellt und möchte daraus ein feines RC-Modell machen. Aber ich hab nicht viel Ahnung von der Materie Motorboot... und daher ein paar Fragen.


  1. Welle / Dichtung Ich weiß, das in dem Wellenrohr zur Dichtung Fett reinkommt, oder Öl... und dieses wird wohl über ein kleines Röhrchen an der Welle zu gegeben. Nur, wie bekomm ich dieses Röhrchen an die Welle? Geht das mit einem entsprechend starken Lötkolben? Oder reicht es vielleicht das Fett vor der Welle ins Rohr zu drücken?


  1. Schraube und Motor Was nimmt man bei einem etwa 85cm langen Schiff, das kein Rennboot ist, für einen Antrieb? Ein Speed 400 müßte doch reichen... und wie sieht eine passende Schraube dazu aus? Was für Ströme fließen da? Muß ja dann auch noch einen passenden Steller finden.

  2. Akkus / Schwerpunkt Ich plane eigentlich entsprechend große NC-Akkus oder NiMhs zu nehmen... was spricht überhaupt noch für die früher gern benutzen Blei-Akkus? Und ich meine gelesen zu haben, das es beim Schwerpunkt auch noch was zu beachten gibt. Scheinbar ist der nicht so einfach in die Mitte des Bootes zu legen?

Gruß... Frederic


Kauf dir beim Fahrradladen eine Tube Kugellagerfett, bau die Welle aus dem Rohr, press Fett in das Rohr und steck die Welle danach wieder durch. Fertig.

Du machst dir das Leben viel zu kompliziert. Je nachdem was du für einen Motor verwendest fährt dein Boot schneller oder langsamer. Die passende Schraube dazu findest Du am Besten durch ausprobieren. Die Akkus kannst Du bei den meisten Booten nicht in die Mitte legen da der Motor und die Welle im Weg sind. Ansonsten spricht jedoch nichts dagegen.

Viel Erfolg Tobias

Hallo Frederic,

Frederic Daguenet schrieb: ...

Eine Wellendichtung hab ich bei meinen Modellen großteils nur durch etwas Hahnfett(Sanitärbedarf), mit dem die Welle beim montieren eingebaut wird. Ab und zu mal zerlegen und neu fetten, da waren nie mehr als 1-2 tropfen Wasser im Schiff.

Wenn wir davon ausgehen, daß das ganze Scale sein soll, geht Speed 400 schon in Richtung Rennboot ;-), hat dafür aber reserven. Es gab mal nen 400er als NAVY, mit 5pol Anker, der ist besser weil der viel langsamer dreht und mehr Kraft hat.

Welle m. Stevenrohr 2 oder 4mm, da gibts riesig Auswahl. kuck, was du an Schrauben- und Wellengröße unterbringst, und besorg dir mehrere unterschiedliche 3Blatt mit wenig Steigung für den Anfang. Die kosten nicht viel, und du kannst probieren, was am besten geht. Der Durchmesser sollte aber nicht größer sein als der Motor. Der 400er sollte mit der richtigen Schraube deutlich unter 10A bleiben.

Hohe Kapazität bei geringerem Preis. Aber bei Deiner Bootsgröße solltest du auf das Gewicht achten, Bleiakkus werden zu schwer sein.

Doch. Wenn die Wasserlinie stimmt, ist das ok. Möglichst tief, dann schaukelts nicht so stark

Stefan

Ich hab hier so eine Riesentube mit einem Getriebefett u.a. für PKW Bedarf.. ist so ein gelblich durchsichtiges Zeugs. Müßte doch auch gehen, oder?

Hups! :)

Ich bin wohl zu sehr von den Fliegern versaut, wo man sich vorher gründlich Gedanken macht, was geht... :) Danke erstmal.

Eine Frage noch: Man kann Motor und Welle wohl auch mit einen Schlauch verbinden... wie wird der eigentlich fixiert? Tropfen Sekundenkleber?

Gruß... Frederic

Hallo Stefan!

Also nix mit extra Röhrchen zum Fett nach drücken. gut, spart Arbeit und Zeit.

Also haben wir eher das Problem von einem Zuviel an Leistung. Hab jetzt auch woanders gelesen, das die 280er Motoren genommen haben mit einer

30er Schraube.

Wieso sollte der Schraubendurchmesser nicht größer als der Motor sein? Wird der Motor dann überlastet?

Hm... also die guten großen Bleiakkus waren irgendwie aber auch immer teuer. Und entladen werden mögen sie eigentlich auch nicht.

Das erscheint logisch.

Viele Grüße... und danke für die ausführliche Antwort! Frederic

Moin Frederic,

"Frederic Daguenet" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@uni-berlin.de...

Bekommst 'nen dicken Pluspunkt von mir ;o))

Habe ich schon einige Male gemacht. Ist sehr schön, das Modell selbst allerdings auch sehr empfindlich.

Da hast du Dir ein tolles Modell ausgesucht. Die hatte ich zu diesem Zweck auch schon in der Hand und hätte sie sogar beinahe mitgenommen. Dann wurde es aber doch die U.S.S Enterprise.

Kuck mal in die FAQ. Dort hab ich mal 'ne kleine Abhandlung von Wellenschmierung mit einer alten Spritze veröffentlicht. So hab ich das bei meinen Plastikmodellen immer gemacht und das funzte tadellos. Ideale Lösung für die Wellenschmierung bei so kleinen Modellen. Kein Fett nehmen. Öl reicht locker aus.

Ich gehe mal davon aus, daß die Snowberry mehrere Motoren hat...und selbst wenn es nur einer ist funktioniert mein folgender Vorschlag, da es ja wie gesagt kein Rennboot sein soll: Nimm einen Servo und zerlege ihn. Bau den Anschlag (Endabschalter) raus, so daß der Motor immer in eine Richtung drehen kann. So hast Du einen Fahrregler und einen Antriebsmotor in einem. Auch Umpolen (Rückwärtsfahrt) funktioniert tadellos.

NiCd oder NiMh, das bleibt Dir überlassen....

Gar nix. Die sind zu schwer. Vergiss die Dinger für so ein Modell.

Den Schwerpunkt richtest Du bei so einem Modell durch das Trial und Error Prinzip nach der Wasserlinie aus.

HTH

Falls noch Frägen sind - gerne.

Ciao Gerhard

Frederic Daguenet schrieb:

Wie wärs dann mit nem 300er? ;-) Die goldene Mitte..., mit 25er oder

30er Schraube sicher ein Versuch wert. 280er ist wohl genug für Scale, aber wenn ein bisschen Wind geht, kannst Du nur noch segeln, der kommt wahrscheinlich nicht mehr dagegen an. das meinte ich mit Reserven. Plan die Motorhalterung halt mit "Updatemöglichkeit" ;-) Btw., das mit der Schlauchkupplung würd nicht machen, das klappt nur bei Wieso sollte der Schraubendurchmesser nicht größer als der Motor sein?

Ja. Der Motor muß genug Kraft haben, um die Schraube zu drehen, sonst braucht er übermäßig viel Strom. Das mit dem Motordurchmesser ist so ein Daumen-Erfahrungs-Richtwert.

Naja, ich krieg im Baumarkt nen 12V 36Ah Bleiakku für um die 50 öcken, versuch das mal in NiCad ;-)

Grüße, Stefan

Solange das Zeug nicht zu flüssig ist, ja.

Eine Schlauchkupplung verwendet man bei leichten Booten mit schwachem Motor. Der sehr enge Schlauch hält dort von selber. Bei größeren Booten mit stärkeren Motoren verwendet man am Besten eine starre, gerade Kupplung mit kleinen Imbusschräubchen. Alternativ gibt es auch Gelenkkupplungen oder eine Kupplung die aus einer biegsamen Feder besteht und an beiden Enden ein Befestigungsteil für den Motor und die Welle hat.

Viel Erfolg Tobias

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Hallo Frederic,

Nirgendwo sonst bekommt man so billige 20 Ah.

servus, Patrick

Zu beachten ist, daß "normales" Fett nicht waserfest ist. Das Sanitärfett aus einem vorigen Posting gefiel mir da wesentlich besser.

AOL ;-)

servus, Patrick

Hallo Frederic,

[Bleiakkus]

Für hinreichend große Blei-Gel-Akkus gilt das nur seehr bedingt.

servus, Patrick

Hallo Frederic,

Huch? Fährst Du Ente?

Willst Du mit Deinem Flugzeugträger torquen?

Eigentlich durch "strammen Sitz". Die bessere Lösung sind die Federkupplungen z.B. von Aero-Naut.

servus, Patrick

"Kommt drauf an."

Bei der RC-Ente bekomme ich Ruder und Welle recht flott heraus, da tunke ich die Welle in Fett und zurueck ins Stevenrohr. Bei der Seawolf, dem Jagd-Uboot der gemeinen robbe-Klasse ist ein Ausbau der Seiten- und Tiefenruder schon aufwendiger. Nicht so sehr der Ausbau, eher das Feinjustieren der Tiefenruder in Verbindung mit dem Lageregler. Da bin ich recht froh ueber den Schmiernippel. Der war aber schon von Werk aus am Stevenrohr dran.

Bei der alten Bermpohl weiss ich noch nicht, wie ich es mache, das Tocherboot wird aber wohl so geschmiert wie die RC-Ente.

"Patrick Kuban" schrieb

Und ganz wichtig ist, das das Fett umfreundlich ist. Ich nehme mal an, das dies auf Sanitärfett zutrifft, da dieses ja mit einem Lebensmittel in Kontakt kommt.

Gruß Marco

servus marco! ;-)

Marco Marx schrieb:

das ist ja total falsch. wasser ist ->kein

"Ruediger Zoll" schrieb ...

Gute Idee. Ich hab auch schon lange keine Milch mehr getrunken. :0)

Gruß Günther

Hallo Ruediger,

Du kennst W.C. Fields' Interpretation dazu?

servus, Patrick

servus paddy! :-)

Patrick Kuban schrieb:

nein.

?,

rüdiger

Hallo,

Frederic Daguenet schrieb:

Es reicht aus und mit wasserfestem Fett hält das Jahre vor. Nicht ganz füllen, sonst gibt es zu viel Reinbung und würgt den Motor zu arg. Wenn das gefettete Wellenrohr im Trockenlauf warm wird, ist es zu viel!

Ich habe einen Zerstörer in Bau mit ähnlicher Größe. Der hat zwei

5-pol Mabuchi 385 mit 12V. Schrauben habe ich 25mm Dreiblatt von Graupner. Damit erreicht das Modell gut die maßstäbliche Geschwindigkeit von 1,6m/s und braucht max. 2A.

Der übliche Speed 400 dreht viel zu schnell, quirlt nur das Wasser, frisst Strom und schmilzt das Plastik!

Für so einen Antrieb reicht eine Schlauchkupplung. robbe verkauft solche aus Neporene (oder was das auch immer ist) und die halten bei mir in zwei Modellen recht gut. Sie sind leise und leicht. Probleme gibt es wohl nur, wenn die Wellen nicht fluchten oder die Abstände zu groß sind. Max 1mm! Wenn es nicht ausgeht, dann ein Stückchen Draht geeigneter Stärke dazwischenschieben. Das ergibt dann so eine Art Doppelkupplung und kann auch etwas "Murx" korrigieren, wenn die Wellen doch nicht exakt fluchten.

Ich habe eine 10er-Stange NiMH subC fest eingebaut, genauer mit Noppenband austariert und jetzt belassen. Betrieb mit Hauptschalter (Kippschalter) und Ladebuchse. Damit kann man 2 bis 3h fahren.

Versuche die Motoren recht weit nach hinten zu bringen, dann kommt der Akku in die Schiffsmitte auf den Boden und Stabilitätssorgen sind passé.

Der Schwerpunkt des Bootes ist am Punkt des Auftriebsschwerpunktes zu legen. Das kannst du ja ausprobieren ...

Zu beachten ist aber auch das Moment 2. Ordnung. Ohne jetzt zu tief in die Physik abzusteigen: Der Schwerpunkt (Moment 1. Ordnung) kann auch passen, wenn du z.B. 2 Akkus statt in der Rumpfmitte je einen vorne links und hinten rechts plazierst. Aber im Fahrverhalten ist das sehr bescheiden...

viel Erfolg!

Stefan

PS: Schau' doch mal in die FAQ. Dort sind u.a. auch ein paar Fotos von meinem hier erwähnten Modell im Bau drin.

"Frederic Daguenet" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@uni-berlin.de...

nehmen...

In der Zeitschrift Schiffsmodell 7/2003, S. 24-25, wurde vom Bau der Korvette berichtet. Als Motor wurde ein Speed 500E (12 Volt) genommen. Nach den Angaben im Graupner Katalog dreht er bei Nennspannung mit ca.

12.000 Touren (Leerlaufdrehzahl). Er treibt direkt über eine 4mm Welle einen 45mm 3-Blatt-Propeller an. Als Akku wird ein 12V, 2,2Ah Bleiakku eigesetzt.

Als Stevenrohr würde ich ein käufliches Produkz von Graupner mit 4mm Welle nehmen. Das Stevenrohr würde ich an einer Stelle (nähe Motor) mit einem kleinen Loch anbohren, an diese Stelle einen Lagerbock mit Schmiernippel ansetzen und gut verkleben. So kann man jederzeit über einen kleinen Schlauch mit einer Spritze Fett nachfüllen. Statt dem Bleiakku kannst Du natürlich auch NiMhs nehmen (8-10 Zellen). Mit 8 Zellen könntest Du die Geschwindigkeit noch herabsetzen, wenn 12V zu viel sind.

Gruß Martin

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