Boiler entkalken?

Hi,
mein uralter Nachtspeicherboiler (Wandgerät) Hettler mit 80 L Volumen
liefert schätzungsweis nur noch die Hälfte Menge heisses Wasser. Der
muss wohl total zugekalkt sein.

Wie kann man denn so einen alten Boiler entkalken? Ausser mit
Durchpumpen irgendwelcher Chemie. Dazu müsste dann die Zuleitung
gelöst und irgendwie ein Spülkreislauf generiert werden.
Der Boiler hat unten eine ca. DIN-A4 große Blechplatte. Man sagte mir,
dass man da auch direkt an den Kessel käme und den Kalk einfach
"rausschütteln" könne. Bevor ich mich da jetzt mit den verrosteten
Schrauben rumplage meine Frage: Geht das? Wie?
Reply to
Wolfgang Gerber
Loading thread data ...
Hallo,
Wolfgang Gerber schrieb:
Also nur noch 40 statt 80 Liter oder dauert das Aufwärmen ewig bzw die Temperatur ist geringer?
Es könnte auch ein Heizelement defekt sein (soforn mehrere vorhanden, mal die Leistungsaufnahme prüfen (Blick auf den Zähler sollte da reichen).
Abschrauben und mit Zitronensäure/Ameisensäure o.ä befüllen, evt reicht ja auf den Kopf stellen und nur stehen lassen (statt Umpumpen). Dauert vielleicht etwas, sollte aber recht schonend sein.
Ich sehe da eher die Gefahr, das niemals wieder dicht zu bekommen, neben abgebrochenen Schrauben gibts auch u.U eine nicht mehr beschaffbare kaputte Dichtung.
Gruß Jan
Reply to
Jan Conrads
Hallo, Volker Gringmuth schrieb:
40 Liter Kalk wären aber verdammt viel - 4 Baueimer voll
Ich kenne das wenn mein Vater unsern Gasboiler auf 30 Grad stellt, dann ist das Ding auch beim Duschen schnell leer, weil halt kein kaltes Wasser zugemischt wird, bei 60 Grad hat man mehr oder weniger doppelt so viel Wasser zur Verfügung, weil kaltes Wasser zugemischt wird. Daher kann der Eindruck kommen, im Boiler wär nur halb soviel Wasser und deshalb auch meine Nachfrage.
Wenn da wirklich soviel Kalk drin sein sollte, wie kommt dann überhaupt noch Wasser raus?
Gruß Jan
Reply to
Jan Conrads
Ich habe schon mal so ein 120l-Ding entkalkt, und was da an Kalk drin war, das glaubt man kaum. Übrigens war dann auch eine neue Dichtung und ein neues Heizelement fällig; die Heizung war nur noch durch den Kalk isoliert, danach war der Fehlerstrom eindeutig zu groß.
-ras
Reply to
Ralph A. Schmid, dk5ras
Also Hettler-Speicher kenne ich nicht, wir haben einen Stiebel 80 L und den habe ich schon zweimal entkakt. Die Sache mit der chem. Entkalkung schmink Dir gleich ab, die Menge S=E4ure m=F6chtest Du nicht kaufen und wohin dann mit der sauren Br=FChe? Also : Ausschalten, das hei=DFe Wasser verbrauchen, dann Wasser abstellen, Unter dem Speicher sollte eine Armatur sein mit Druckbegrenzer und =DCberdruckventil (Sicherheitsgruppe) dort kann man abstellen, mu=DF dann pr=FCfen, ob auch wirklich nichts mehr nachl=E4uft. Entleeren dann - so intelligent es geht, bei unserer Sicherheitsgruppe ist ein Blindverschraubung an der Seite, dort l=E4=DFt man dann ab. Eimer und Feudel bereithalten , etwas geht immer nebenher. Wenn es nichts mehr l=E4uft, aber erst sehr wenig rausgekommen ist, mu=DF man bel=FCften, einen "Warmen" Hahn aufdrehen, wenn man dazu den Dusch- Schlauch nimmt, kann man die Sache durch hineinpusten beschleunigen.. Wenn Wasser wirklich alle, erst mal Strom weg: Sicherungen raus (oder Automaten aus) und gegen Wiedereinschalten sichern, Zettel dran, Mitbewohnern auf Pr=FCgelstrafe verbieten, dranzugehen, sehr laut werden !! Jetzt den Deckel untem am Speicher abschrauben, evt. Reglerknopf vorher abnehmen/abziehen.Jetzt ALLE Leitungen, die zum Heizflansch gehen, mit festsitzendsen Markierungen versehen und eine Skizze machen, was wohin geh=F6rt. Jetzt alle von au=DFen kommenden Leitungen abklemmen/ abstecken, Stecker dabei nicht abrei=DFen, evt. etwas Kontaktspray zum L=F6sen nehmen. Jetzt wird es kritisch: Die Schrauben des Heizflansches vorsichtig l=F6sen, nicht abrei=DFen, VA Stahl ist nicht so fest wie 8/8er. Dann alle schrauben raus und weglegen. Jetzt den Flansch nach unten wegziehen - er sitzt aber wahrscheinlich so fest, da=DF man ein Werkzeug in den Spalt stecken m=F6chte: Gr=F6=DFte Vorsicht dabei, die Dichtung nich= t "vermaurern". Wenn der Flansch locker ist, hin und her drehen, wahrscheinlich liegen oben zwei voll Eimer Kalkstein drauf und dran, also vorsichtig "jackeln" bis er rausgeht und dann in einen Eimer ablegen. Jetzt mit der Hand in das Loch und den restlichen Kalk rauskratzen, es wird viel sein. Den Heizflansch mit den Heizelementen nach unten in dem Eimer so weit wie von Hand m=F6glich vom losen Dreck befreien und dann in die Entkalkerl=F6sung legen (m=F6glichst hei=DFe L=F6sung, siehe Gebrauchsanweisung des Entkalkerzeugs.)evt. die L=F6sung erneuern, wenn es nicht gereicht hat. Der meiste Kalk sollte schon ab sein. Wenn man versucht den Hochglanz des neuen Heizk=F6rpers wiederherzustellen, besteht die Gefahr, da=DF die saure Br=FChe das Metall unn=F6tig sch=E4digt / Lochfra=DF...) Die Dichtung saubermachen, die Gewinde der Flansch-Schrauben s=E4ubern / einfetten, und dann das ganze in umgekehrter Reihenfolge wieder montieren. Wasser aufdrehen bis es aus dem "Warmen" Hahn rauskommt, dann diesen zudrehen. Jetzt mu=DF unter dem Speicher alles trocken bleiben, etwas warten, ob das so bleibt. Elektrisch wieder anschlie=DFen, Aussen-Deckel drauf, Regler auf HEISS, Sicherungen wieder rein und abwarten. Eigentlich sollte nun an der Sicherungsgruppe das Ausdehnungswasser heraustr=F6pfeln - wo dieser komische Trichter drunter ist, wenn nicht, mu=DF evt. die komplette Sicherungsgruppe erneuert werden, das ist dann aber wirklich keine Arbeit mehr f=FCr den Heimwerker. Und da ist das Stichwort "Heimwerker" : Da ganze ist nichts f=FCr Leute ohne gute metallberufliche Vorkenntnisse, im Zweifel also gleich Profi bestellen, ehe ...... Viel Erfolg htm
Reply to
schneider.unsen
Jan Conrads schrieb:
^^^^^^^^^^^^
Wenn es so wäre, dann hätte ich es so geschrieben.
Dann würde das aufheizen halt länger dauern. Was ich aber wohl kaum merken würde, weil der Boiler die ganze Nacht dazu Zeit hat. Ob der nun 2 oder 6 Stunden braucht merke ich nicht. Er fängt halt um 22 Uhr an und hört, auf wenn er heiss genug ist. Und da ich ihn zwecks Duschen oder Händewaschen nie völlig entleere, ist er meist bei Aufladungsstart noch ziemlich warm. Bloß zum Baden ist eben viel zu wenig heisses Wasser drin.
Du hast schon gelesen, dass es ein 80(!)-Liter-Wandboiler ist? Der ist nicht mal so schnell abmontiert und auf den Kopf gestellt.
Schonend für die Umwelt? Für mich? Oder für wen?
Das befürchte ich auch. Deshalb ja meine Frage hier.
Reply to
Wolfgang Gerber
snipped-for-privacy@web.de schrieb:
Danke - so ähnlich habe ich es mir vorgestellt.
Als u.a. Mechatroniker dürften meine Grundkenntnisse reichen. Habe schon ziemlich vieles im Installationsbereich gemacht. Bis hin zu kompletten Sanitärinstallation im eigenen Haus. Bloß noch kein Entkalken eines solchen Monsters.
Der verkauft mir gleich einen neuen Boiler wenn er das alte Monstrum sieht.
Ich werde jetzt einfach mal vorsichtig anfangen. Wenn er kaputt geht, dann muss es eh meine Vermietin bezahlen. Die ist aber froh wenn ich wenigstens einen Reparaturversuch mache.
Reply to
Wolfgang Gerber
Wie lange ist der Speicher in Betrieb? Noch nie entkalkt worden? Frischwasser arg kalkhaltig?
Richtig.
Hat man früher einmal gemacht. Man braucht vielzuviel Entkalkungsmittel! Und sehr viel Frischwasser zum Ausspülen!
Heizflansch ausbauen, lose sitzender Kalk mit Hand oder evt. mit Kehrwisch Herauswischen. Wenn es möglich ist, mit Wasser ausspülen.
Im Normalfall sind im Druckflansch gegenüberliegend zwei Gewindebohrungen, in die man zwei Schrauben zum Abdrücken eindrehen kann. War früher gängig.
Unbedingt neue Dichtung einbauen, aber vorher Dichtungssitz sauber schaben. Dichtung evt. mit "Fermit" einstreichen. Möglichst graphitierte Dichtung verwenden. Heizflansch von losesitzendem Kalk befreien, anschließend in verdünnte, warme Ameisensäure legen. Warten bis sich der Kalk aufgelöst hat. Mit klarem Wasser gut abspülen.
Meinen 200-l Hettler Standspeicher habe ich in 38-jährigem Betrieb drei mal entkalkt. Die Dichtungen sind genormt und immer noch erhältlich. Stiebel-Eltron hat die Ersatzteil-Lieferung übernommen.
Viel Spass!
Rudi
Reply to
Rudi Horlacher [Paul von Staufen]
Hi, Rudi Horlacher [Paul von Staufen] schrieb:
Keine Ahnung. Garantiert länger als 3 Jahre. So lange nutze ich ihn. Und vor mir hat den bestimmt auch noch nie einer warten lassen.
bestimmt nicht
ja
Nö - ein defektes Heizelement kann das sicher icht sein. Er erreicht ja seine Soll-Temperatur. Nur die Wassermenge damit ist viel zu gering.
Werde ich mal versuchen
das wäre prima.
nur welche und woher. Bevor ich die Alte nicht ausgebaut habe weiss ich ja nicht was ich brauche. Den Hersteller gibt es AFAIK nicht mehr.
Aha - also doch erst mal auf Dichtungssuche gehen
Vielen Dank - das könnte weiter helfen
Reply to
Wolfgang Gerber
Möglicherweise solltest Du das *vorher* mit der Vermieterin absprechen. Nicht daß Dir wegen der Reparatur noch ein Verschulden am "Tod" eines Boilers angehängt wird. Man weiß ja nie, wie es kommt.
Reply to
Andreas Graebe
Andreas Graebe schrieb:
Danke für die Warnung. Aber das läuft schon alles richtig. Meine VM ist froh über jede Hilfe und das Selbermachen. Spart ihr immer richtig Geld. Wenn ich in diesem Uraltaltbau wegen Kleinigkeit einen Handwerker verlangen würde hätte die nix mehr übrig von der Miete.
Reply to
Wolfgang Gerber
Anders halte ich es für wenig zielführend. Zu Zweit geht das schon, aber der Kalk da drin ist mit Wasser vollgesogen und sauschwer. Die ganze Aktion war definitiv tagesfüllend, und die Sauerei beträchtlich. Das dann noch mit Öffnung nach unten und womöglich in ungünstiger Position mag ich mir gar nicht vorstellen müssen.
-ras
Reply to
Ralph A. Schmid, dk5ras
Wolfgang Gerber schrieb:
Habe heute mal zum Baden den Boiler "ausgeeimert". D.h. immer 10 Liter nur heisses Wasser in einen Eimer gefüllt, die Temperatur gemessen und dann in die Wanne geschüttet. Die ersten 50 Liter hatten ziemlich konstant jeweils ca. 58 Grad. Der nächste Eimer nur noch ca. 55 Grad und der letzte 36 Grad.
Es waren also ca. 60 Liter heisses Wasser drin. Und dann wurde es schnell kalt.
Da steckt wohl viel Kalk drin?
Reply to
Wolfgang Gerber

Site Timeline

PolyTech Forum website is not affiliated with any of the manufacturers or service providers discussed here. All logos and trade names are the property of their respective owners.