LSS Typ K und dessen Verwendungsbereich

Hallo,
konkret geht es um den Einsatz eines LSS K16 für einen Stromkreis mit gewissen Problemen mit großen Einschaltströmen (Kurzfassung:
Schweißgerät). C16 hälts meist, aber nicht immer, B16 war zwecklos.
Vorher war ein G25 drin, nicht gerade zulässig aber von "Fachfirma" installiert...
Leitung ist NYM 5x2,5 teils offen auf der Wand teils in einem Rohr auf der Wand verlegt, von den 16A her sollte das also kein größeres Problem geben, zumal der durchschnittliche Strom auf der thermisch relevanten Zeitskala deutlich geringer ist und der Leitungsschutz von Typ K ohnehin besser ist (1,2 statt 1,45*In) als bei B/C.
Nur sind 2 befragte Kollegen jetzt unterschiedlicher Meinung, der eine sagt, im nicht-industriellen Bereich wäre nur B zugelassen, der andere meint es wäre in Ordnung und er würde das auch regelmäßig so machen (was die Praxis bestätigt, man sieht oft genug K16 und K32 für CEE-Dosen in häuslichen Werkstätten).
Nun, wie siehts jetzt aus? Als E-Techniker blieben mir die Normen bzgl. Elektroinstallation nahezu vollständig "erspart" und so "mal eben" nachsehen geht dann auch nicht so leicht.
Probeweise eingebaut funktioniert es mit einem K16 jedenfalls hervorragend. Wenn das jetzt auch noch so zulässig wäre würde es eine größere Leitungsverlegeaktion bzgl. 5x6mm^2 zwecks Verwendung eines C32 mitsamt passender Steckdose ersparen.
Gruss, Robert
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Robert Obermayer schrieb:

Das stimmt nicht.

Schleifenimpedanz messen!
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann schrieb:

Das hoffe ich auch, denn laut dessen Meinung wäre nichtmal C in Ordnung, das wäre ja ein größeres Problem (wie sollte man dann eine alte 2,3kW Flex betreiben)? Der installiert übrigens auch durchgängig B10 in Neuanlagen, auch wenn mehr ginge. Da freuen sich die Hausfrauen ob aktuell erhältlicher 3kW-Wasserkocher und 2,8kW-Staubsauger...

Könnte man machen, wenn auch ohne offizielles Messgerät dafür (das übliche eben, Spannungsdifferenz belastet/unbelastet durch Laststom bei Belastung mit einer Heizung, funktioniert hinreichend genau).
Allerdings hängt das alles ohnehin an einem 30mA FI (wie ja gefordert, vormals war ein 0,3A drin), daher muss die Auslösebedingung für den Personenschutz nicht erfüllt werden (sagt jedenfalls ABB). Leitungsschutz gilt ja unabhängig davon.
Wie siehts eigentlich mit Umrichtern aus? Ich wollte eine Maschine mit einem FU ausrüsten, der eine B6-Gleichrichtung hat. Folglich also FI Typ B, gleichstromsensitiv davor. Hab hier noch einen FILS B 0,3A-K16 3pol+N von ABB liegen...Funktionieren tut er. Wegen 0,3A gehts ja nicht an einem Steckdosenstromkreis, nachdem das aber nur bis 20A gilt, ginge es wenn man da nur eine 32A-Steckdose nimmt?Der Anschaffungspreis eines FI B ist ja doch recht signifikant, so dass man seine Altbestände gerne verwenden würde...
Gruss, Robert
--------------------- Bild des Tages, in einem öffentlich zugänglichen Gebäude das nicht weiter genannt wird:
http://img22.imageshack.us/img22/5285/img09022009150622000042aq9.jpg Exakt so vorhanden, keine Abdeckung, keine Tür. Anlage steht unter Spannung (fotografieren und messen ist nicht so leicht). Schöne organisch gewachsene Installation. Wie wird eigentlich der N in die PE/N-Klemmen rechts unten eingespeist? Schiene ist ja drin...
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Hallo, Robert Obermayer schrieb:

B16 auszulösen ist ein Kinderspiel, ohne langes Kabel renn ich bei unserem Schweißtrafo öfter zur Sicherung, als das ich schweißen kann. Auch mein 1KVA Stelltrafo schafft das problemlos.
Als (vermutlich ungeliebte) Alternative Schmelzsicherungen nehmen. Die hab ich noch nie beim Einschalten ausgelöst bekommen.

Schadet sicher nie, was nützt eine Sicherung, die wegen zu geringen Strom (durch fehlerhafte Installation) nicht auslösen kann?

Sollte unter "Steckdose zum Anschluss eines bestimmten Betriebsmittels" fallen (ich denke das Ding wird stationär eingesetzt) und braucht deshalb gar keinen FI.
Gruß Jan

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Was soll das denn sein?

Steckverbindung ist kein Festanschluss.
Lutz
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Lutz Illigen schrieb:

Jede Regel (DIN VDE 100-410) hat auch Ausnahmen, ich hoffe das hat sich nicht schon wieder geändert (Stand Sommer 2007):
http://www.de-online.info/de/archiv/2007/15-16/DE_15_16_07_EI40.pdf

Es geht um Steckdosen, die z.B für eine Dunstabzugshabe oder auch zum Anschluß von Boilern oder Kühlgeräten vorgesehen ist. Wo halt nicht ständig Laien dran rumfummeln, sondern die mehr oder minder statt einem Festanschluß verwendet werden.
Weiterhin sind durch Fachkräfte überwachte Steckdosen auch ausgenommen.

Das ist klar.

Gruß Jan
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Hhhmm bin ich überfragt.

Da gibbet bei mir keine Ausnahme die fallen unter die seit 01.02. gelten RCD Vorschrift.

Gibt es dem Fall aber nicht, also Laiensteckdose.
Lutz
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"Lutz Illigen" schrieb

Die von Juni 2007 + Übergangsfrist ode wie kommst Du auf den 01.02.?
Ich nutze die Ausnahme "bestimmte Betriebsmittel" praktisch nur für Gefriergeräte und in Büros für den Server. Dank TN habe ich da auch auch kein Problem mit der Abschaltbedingung. Und eine Beschriftung "Ohne Schutzschalter - nur für den Server!" ist dann natürlich sinnvoll. ("RCD" vermeide ich im Umgang mit Laien, kennt doch keiner und ist auch Unsinn.)
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Deine Entscheidung, ich sehe das anders. Wenn dann Festanschluss. Vielleicht solltest Du auch mal in Elektroforen lesen.

Kannst Du halten wie ein Dachdecker.
Lutz
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Da kommst Du bei Lutz nicht mit durch. Er hat da seine eigene Meinung.
Tatsache ist allerdings, das Du Steckdosen schaffen darfst die von der 30mA-RCD Lsung abweichen. Die Frage ist allerdigns wie man Vorschriften konform den Zugang/ Nutzung zu solchen nur fr Fachpersonal sicherstellt. Ob da einfache Beschriftung "Ohne Schutzschalter - nur fr den Server!" oder "abgeschlossene Labortr mit Zutrittskontrollsystem" gengt - schwierig zu benennen.
hth, Andreas
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Doooch... *g* 10A gL und Fubodenschleifmaschine (Leistung 1,2 kW, Nennstrom 11,5A). Der Anlaufstrom hat sogar mhsam aufgetriebene alte 10A trge gekillt. Schraub-LSS L10A waren noch schneller drauen. Gottseidank gab es in der gleichen WOhnung noch einen Kreis mit L16A...
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska schrieb:

Ich gestehe: Für so eine Arbeit (Maschine mit 2,8kW in Steinmetzschaltung) in der Wohnung eines Verwandten mit ähnlich toller Installation (alles an einer Phase, überall H10A und H6A, UV plombiert!) habe ich mir mal eine Leitung mit 2 Schuko-Steckern auf eine Schuko-Kupplung gebaut... Natürlich mit Kontrollanzeige für richtigen Anschluss und Schalter. Wurde nach Abschluss der Schleifarbeit auch sofort wieder zerlegt, damit keiner, der das Teil gegebenenfalls in meinem Lager findet, damit Mist baut ;)
Funktioniert hats ;)
Wär die UV nicht plombiert (wozu bitte?) hätte ich schnell einen G16 oder K16 und eine Einbau-Schuko reingesteckt gehabt...
Gruss, Robert
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Robert Obermayer schrieb:

Dann ists ja gut, aber prüf dennoch ob die Impedanz ausreichend niedrig für Betrieb ohne RCD wäre.

Du kennst doch alle 'Tricks' schon.:-) Aber FU in Wohngebieten bitte nur mit ausreichend Filtern an Ein- und Ausgang, schon in eigenem Interesse.

Da könnte jedermann zugreifen? Der zuständigen Stelle bei Stadt/Gemeinde melden, und wenn das nicht fruchtet der zuständigen Versicherung.

Die Schraubklemme wird wohl Ader und Schiene klemmen.
Gruß Dieter
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On Wed, 11 Feb 2009 08:39:23 +0100, Dieter Wiedmann wrote:

Abgesehen von dem Isolierbandstreifen sieht das doch ganz ordentlich aus - hat da einfach jemand die Tuer geklaut? Denn mit abgeschlossener Tuer waer darin doch wohl alles ok?
Schoenen Gruss Martin
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Nun ja, schau Dir mal die blanken Stromschienen fr L1, l2 und L3 an. Also auch fr abgeschlossene Tr wrde ich sagen: Das gehrt auf einen verbesserten Stand gebracht. Nix mit Berhrsicherheit, auch wenn nur "Fachpersonal" dran arbeitet...
hth, Andreas
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Spannend finde ich auch die Speiseleitung oben (schätzungsweise 4 x 16mm²).
Noch alte Adernfarben, aber Phasen auf schwarz, rot, grau (Klemmen oben rechts), PEN auf blau.
Da war wohl ein junger Elektriker am Werk...
Grüße, Torsten
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Torsten Schneider schrieb:

Hey, wenn man das rot als braun betrachtet ist das doch schon wieder auf dem akutellsten Stand ;)
PEN? Mich sieht die Anlage eher nach TT aus, folglich wärs eher ein N. PE kommt ja vom Rundstahl unten und geht direkt auf eine seperate Klemmschiene, während der N auf die Trennklemmen daneben geht.
Daher auch die Frage, woher die N-Einspeisung am PE/N Klemmenblock rechts unten kommen soll. Ein dickerer gn/ge der an die PE-Klemme oben geht ist ja da, aber nichts dickeres blaues...
Gruss, Robert
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Jetzt, wo du es sagst, da unten habe ich gar nicht hingesehen...
Ich dachte nur zunächst, es sei die Steuereinheit eines Perpetuum Mobile, weil es mir auf Anhieb nicht gelungen war, die Einspeisung zu finden. ;)
Täuscht mich eigentlich mein Monitor oder sind die Leitungen der Phasen von der Einspeisung bis zu den Diazed-Reihen rechts wirklich grün, gelb und lila?
Grüße, Torsten
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Torsten Schneider schrieb:

Ja, Übersicht ist nicht gerade Stärke derartiger Verteilungen, vor allem wenn 4 Generationen an Schaltgeräten mit jeweils passender Verdrahtung (je neuer desto chaotischer) vorhanden sind.

Ja, die sind gelb/grün/violett. Den gleichen Farbcode gibts weiter in der Anlage nochmal an den Schützen. War das mal (lang vor meiner Zeit) eine Norm? Hab ich schon öfters gesehen, letztesmal an einer Schalttafel (im gleichen Gebäude wie die o.g. Verteilung) mit Polklemmen für jeden Leiter (schöne, kaum isolierte Polklemmen, und auch noch unter Spannung... Die daneben installierten 110/220V Gleichspannung waren aber schon stromlos ;) ).
Und gleich nochmal aus dem selben Gebäude, hier waren ehemals mehrere Labortische mit einem NOT-AUS, der über einen Spezialstecker an eine entsprechende Schleife angeschlossen war. Nun sind die Tische weg, man wollte aber trotzdem einschalten können. Was macht man da? Schaltschrank auf, Schütz brücken und entsprechendes Schild dran? Nein, das geht anders:
http://img21.imageshack.us/img21/8671/img10022009153146000002lq5.jpg (ja, die andere Messleitung geht auf Erde (Heizung).) Man reisst 5 Dosen auf und würgt jeweils eine Messleitung rein, und lässt das so stehen. So, genau so geht das.
Gruss, Robert
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wrote:

Ja, und zwar fr Verteilungsleitungen von zumindest Mittelspannung weg bis zum Wohnungsverteiler. Dazugehriger N grau, PE rot. Alte Wohnhausanlagen (50erjahre) haben die Steigleitung in grn, gelb, violett, grau, PE als Bandstahl. Die Wohnungen sind bis zum Verteiler mit grn-grau-rot, gelb-grau-rot oder violett-grau-rot angeschlossen. In der NSHV meiner alten Schule (Bj. 1978) waren noch die 3000A- Kupferschienen so angestrichen. Auch geile Unterrichtsmethode - erst kriegt jeder Schler eine 6A-Diazed in die Hand und dann wird die Klasse durch den Technikgang der NSHV mit blanken Schienen gejagt - man ist ja angehenes Fachpersonal.
sg Ragnar
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