Hallo Modellbaufreunde,
ich möchte Euch ein Projekt vorstellen, von dem ich denke, dass es für Euch sehr interessant ist.
Ein Bekannter von mir hat einen Motor entwickelt, der insbesondere wegen seines geringen Gewichts von nur 1,2 Gramm z.B. für Modellbau-Flugzeuge sehr interessant ist. Der Motor hat keine elektrisch bewegten Teile (er schwingt nur) und man kann ihn darum sogar lackieren und vor Spritzwasser schützen. Wenn man eine verkürzte Lebensdauer in Kauf nimmt, kann man ihn sogar im Unterwasserbetrieb einsetzen. Insofern bestimmt auch für die Schiffsmodellbauer sehr spannend (Seitenruderverstellung, kleine Seilwinden, Schwenk von Löschkanonen an Feuerlöschbooten sind nur einige Ideen)
Die Motoren könnten bald auch in Kleinstückzahlen verfügbar sein. Wo ist der Haken? Es gibt keinen. Aber Ihr können mithelfen, dass der Piezo-Motor auch für die Modellbau-Gemeinde kostengünstig verfügbar wird. Wie das geht? Lest bitte weiter:
Björn Magnussen, Gründer der Elliptec AG, ist im Finale des
Jede E-Mail Adresse hat dabei eine Stimme. Auf die Frage, was Björn Magnussen im Falle des Gewinns mit dem Preisgeld beabsichtigt sagt er: "Ich würde die neuartige Technik gerne einem breiten Publikum zugänglich machen. Wir wollen deswegen einen Baukasten erstellen, der das Funktionsprinzip erläutert, und besonders auch von Hobbyisten genutzt werden kann."
Der Baukasten soll auch alle Teile zum Aufbau eines Servos und verschiedener Stellfunktionen (z.B. Fahrwerksbetätigung und Lenkung) enthalten. Wer die Initiative unterstützen will kann auf
Hintergrundinformation zur Technik: Der piezoelektrische Motor funktioniert, indem Schwingungen erzeugt werden, die ein kleines Aluminiumteil in Resonanz bringen. Dieses schwingt dann so, dass die Spitze sich in einer Ellipse bewegt und ein gegen die Spitze gedrücktes Rad in winzigen Schritten weiterschiebt. Da jeder der Schritte nur drei Mikrometer klein ist lässt sich mit dem Motor eine extrem hohe Präzision erreichen. Der Motor führt bis zu 100.000 solcher Schritte pro Sekunde aus, woraus sich seine blitzartige Reaktionsgeschwindigkeit und die Geschwindigkeit von 300 mm/s ergibt.
Die Kraft des Motors reicht trotz der geringen Baugrösse für viele Stellaufgaben aus. Mit einfachen Hebelübersetzungen lassen sich sogar Klappen an mittelgroßen Flugzeugen stellen. Fantastische Möglichkeiten bieten sich natürlich bei den Kleinst- und Leichtflugmodellen.
Interessant ist auch die Tatsache, dass der Motor im Stillstand auch völlig ohne Stromverbrauch die volle Haltekraft aufbringen kann. Energie wird also nur während der Bewegung verbraucht. Der Motor kann sogar mit einfachen Knopfzellen, wie man sie in Digitaluhren findet, betrieben werden.
Weitere Einzelheiten gibt es unter
Ich hoffe, dass ich Euch für dieses Projekt begeistern konnte.
Birgit Schultz