2 Audio Quellen an einem Lautsprecher

Aug 04, 2005 5 Replies

Hi,



ich möchte 2 Audioquellen an einem Mono Lautsprecher zusammen ausgeben können.



Ich würde jetzt einfach mit meinem Halbwissen den Ausgang von Quelle 1 und den Ausgang von Quelle 2 an den Lautsprecher anschließen.



Wie ist das jetzt aber? Stören die beiden Quellen sich nicht gegenseitig? Ich meine, wenn Quelle 1 gerade nichts "sendet" aber Quelle



2 dann bekommt doch der Ausgang von Quelle 1 die Signale von Quelle 2. Kann da was kaputt gehen?

Konkret habe ich im Auto eine fest installierte Freisprecheinrichtung mit externen Leutsprecher und einer Blackbox, für ein M55. Ich habe aber jetzt auch ein SonyEricsson P910i mit Navigationssoftware. Jetzt möchte ich, da der Lautsprechern vom P910i etwas zu leise ist, den Kopfhörerausgang, in einen kleinen Verstärker, den ich mir mit Hilfe eines Verstärkermodules von Conrad (12Watt, 6-16 volt) selbst bauen möchte, stecken. Von dem Verstärker aus wollte ich den schon vorhandenen Lautsprecher von der Freisprecheinrichtung mitnutzen.



Ist es durch einfaches zusammenlöten der beiden Quelle auf den Lautsprecher getan, oder brauche ich eine art 2 Kanal Mischer, der die beiden Quellen zusammenführt? Wenn ja wo bekomme ich sowas, bzw. welche Bauteile brauche ich dazu?



Hoffentlich kann mir da jemand helfen.



Ciao Tobias


Tobias Geis schrieb:

Ja, die Endstufen. Was meinst Du, wozu es Mischpulte gibt?

Du kannst - falls die Freisprecheinrichtung außer dem Lautsprecheranschluss keinen weiteren Audio-Ausgang hat - den Lautsprecher von der Freisprecheinrichtung abtrennen, das Signal der FSE auf einen zweiten Eingang Deines zu bauenden Verstärkers zuführen (ist mit einem Operationsverstärker mehr als billig zu lösen) und die Mischung dann auf eine Endstufe geben. Evtl. den Ausgang der Freisprecheinrichtung mit einem Lastwiderstand von ~32-100 Ohm (entspräche einem Kopfhörer) abschließen. Falls das Ding einen "Line Out" hätte, benutzt Du diesen.

Si, Senor.

Zusätzlich zur Stromversorgung: einen OpAmp TL082, drei Widerstände 100 kOhm, zwei Widerstände 10k (Du solltest Dir bei unsymmetrischer Versorgung mit dem zweiten OPamp eine "künstliche Masse" auf halber Versorgungsspannung bauen), ein paar Kondensatoren 100 nF für Siebung und DC-Abblockung, Lochrasterplatine, zwei logarithmische Potis für die Lautstärkeeinstellung. Dazu dann Deine kleine Endstufe.

Ansgar

Mich würde interessieren, ob es nicht reicht, wenn man zwischen den Quellen und dem Lautsprecher Dioden schaltet. Dann können sich die Quellen nicht mehr stören. Spielen aber beide Quellen gleichzeitig ist es viel lauter, als bei nur einer.

Hab ich da Recht oder ist das zu trivial?

Jens

Hallo, Jens,

Du (news) meintest am 06.08.05:

Rein technisch sicherlich eine überzeugende Lösung. Nur der Klang leidet ein wenig.

Viele Grüße! Helmut

Das Signal zum Lautsprecher ist Wechselstrom, und das auch noch mit wechselnder (unregelmäßiger) Frequenz und Phase. Wenn du da eine Diode reinschaltest, kommt vom Sinus nur noch das an, was in einer Richtung über 0,7 V liegt, das klingt bestenfalls wie ein heiseres, abgerissenes Krächzen (weil 0,7 V schon recht viel sind und nur bei lautesten Stellen erreicht werden bei so einem Headset- Lautsprecher). Richtig ist, dass sich die beiden dann nicht mehr kaputtmachen können. Aber ich fürchte, man versteht auch nichts mehr. (Du kannst probehalber mal eine Diode vor den Lautsprecher deiner Anlage klemmen, da kommt man ja gut ran, also ein Kabel ab und Diode da rein. Dann nicht allzu laut machen [wenn du weit aufdrehst, dürfte es besser klingen, aber so weit willst du ja später im Auto nicht aufdrehen].)

mfg. Gernot

Helmut Hullen wrote: Jens Wirth schrieb

Du bist fiiiiieeees! Der Mann hat so einen berüüühmten Namen aus der Weichwarenverzweigung und du erklärst ihm diese Hart- warensache ganz unzureichend! ;-))

Ich versuche einen Trick: Sollten die beiden Verstärker eine gemeinsame Masse haben, dann könnte es möglicherweise funzen, den Lautsprecher einfach zwischen die zwei "heißen" Ausgänge anzuschließen. Wenn der eine was liefert, dann dient der andere als dem Einen seine "Masse", ansonsten addieren sie sich, wenn auch um 180° ver- schoben, aber was macht das schon beim heutigen Krawall.

Sicher ist es nicht, ob das funktioniert, ideal wäre es, wenn die Ausgänge sehr niederohmig (Innenwiderstand) wären.

MfG Glaser

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required