Altbau - PE fehlt - Problem?

Hallo
ne andere Frage: Im Keller eines Altbaus hängt eine (Glüh-)Lampe an
L1+N. Wir wollen da eine hellere Leuchstofflampe aufhängen mit
Metallgehäuse. Die hat logischerweise einen PE Anschluß. Das Problem:
nirgends ist ein PE zu sehen. Aus der Wand kommen lediglich die beiden
Leitungen die zur Lampe/Schalter für Lampe gehen. Ich hab jetzt zwei
Möglichkeiten: PE ignorieren und Lampe ohne anschließen.....Wenn was
passiert wäre ich aber dran oder? Im schlimmsten Fall fahrlässige Tötung
Oder ich lege einen PE vom Verteiler in den Kellerraum. Schwierig da
Verteiler und Kellerraum etwas voneinander entfernt sind und über
mehrere Ecken gehn und habe keine Ahnung wo genau. In dem Haus wohnenen
mehrere Parteien.
Ne Steckdose in dem Raum wäre auch nice to have.
Liege ich richtig oder gibts ein Schlupfloch da Altbau? Oder muß der
Vermieter für einen PE sorgen?
Gruß,
Thorsten
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Thorsten Klein
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Hallo!
Thorsten Kle> ne andere Frage: Im Keller eines Altbaus hängt eine (Glüh-)Lampe an
Nein! Das hat ein Schwachkopf, der hier irgendwann einen Anbau gemacht hat, auch getan, woraufhin der Computer unmittelbar nach dem Einzug gleich ordentlich unter Strom stand. Das war nicht schön.
Naja, für eine Tötung reicht das meist nicht, eventuelle Versicherungsfragen sind aber dennoch sehr unangenehm.
-> Klassische Nullung. Früher hat man nur einen Nullleiter verlegt (PEN). Der hängt auch an den Erdungsanschlüssen der Schukodosen etc.
Nein, nur wenn er die Installation neu macht. Sonst gilt Bestandsschutz. Insofern muss man aber eigentlich auch, wenn man einen Raum neu verkabelt, die Leitungen zum Zählerkasten 3-polig neu legen und/oder auch eine Nummer größerer Querschnitt.
Wenn man es nur einigermaßen sicher haben will, brückt man PE und N.
Suche mal nach TN-C und TN-C-S. Da finden sich die Erklärungen.
Marcel
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Marcel Müller
Marcel Müller schrieb:
Sicher, mir bekannt. Deshalb will ich das auch nicht.
Der Keller ist Bestandteil einer Niederlassung einer Versicherung ;-) Wir sind da aber als privater Verein.
Also Nullung ist ein veralteter Begriff für etwas was ich in der Ausbildung gelernt hab.....
Na das ist ja easy.... Ich habe aber gelernt daß das nur im HAK erlaubt ist.
Die kenne ich. Aber wie gesagt, beim TN-C-S erfolgt die Trennung im HAK. Und wie krieg ich raus wie die Netzform vor Ort ist? Vermieter fragen?
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Thorsten Klein
F=FCr TN-C bis zur Steckdosen verwendet man heute noch den Begriff (klassische Nullung". Nur... ist die ersterns nur zul=E4ssig wenn kein FI vorhanden ist, zweitens nur wenn es sich um eine Bestandsanlage handelt, die vor 1973 (West) oder 1990 (Ost) errichtet wurde, wenn das tats=E4chlich ein PEN ist (und kein N) und ganz wichtig wenn der E-Versorger auch ein TN- Netz anbietet!
Nein das tut man nicht, wenn man auch nur irgendwie die M=F6glichkeit hat legt man einen PE nach. Einzelader mu=DF f=FCr freie Verlegung f=FCr einen Stromkreis mit Au=DFenleiterquerschnitt 1,5mm2 mindestens 4mm2 haben (mechanische Festigkeit).
Nullung ist nur die allerletzte Notl=F6sung, und wenn Leute das so sorglos vorschlagen w=FCrde ich ihnen ausgesprochen gerne auf die Finger klopfen. Die klassische Nullung war eine der gef=E4hrlichsten Sparaufteufelkommraus-Erfindungen der gesamten Elektrotechnik.
Nein, mit Angabe der Adresse beim EVU. Aber la=DF es. Verleg einen PE und gut ist.
F=FCr die Steckdose brauchst du =FCbrigens so oder so einen 30mA-FI, au=DFerdem... das Kellerlicht h=E4ngt ja wohl auf dem Allgemeinstrom, da sind private Verbraucher dann wohl...
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska
sowieso. Egal, was Du machst. Auch wenn es noch so sehr den aktuellen Anforderungen gerecht wird.
klassische Nullung. Ist zwar Krampf, war damals[tm] aber üblich und zulässig.
solange die Installation nicht erweitert wird: wahrscheinlich nicht.
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Timm Thiemann
Da hättest Du es wissen müssen?
VNB fragen
Lutz
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Lutz Illigen
Thorsten Klein schrieb:
Wenn die Lampe nicht im Handbereich liegt, ist der Schutzleiter nicht unbedingt notwendig.
Dann lege eine neue Leitung.
Da es sich um eine alte Installation handelt, gibt es Bestandsschutz. Als bau eine Steckdose ohne Schutzleiter ein. Hin und wieder bekommt man noch alts Steckdosen ohne Schutzleiter auf dem Flohmarkt.
--=20 mfg hdw
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Horst-D.Winzler
In Frankreich gibt es die auch neu im Baumarkt
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Martin D. Bartsch
Das darf er nicht da kein Eigentum.
Lötzinn. Es gibt keinen Bestandsschutz.
Lutz
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Lutz Illigen
Ragnar Bartuska schrieb:
Das dann in einem Keller der von mehreren PArteien genutzt wird und zu dem mehrere Leute Zugang haben - muß da dann nicht zuerst ein BEschluß einer Eigentümerversammlung her der das beschließen muß?
Das ist mir neu, ich kannte en nur in Naßräumen/Werkstätten/Arzt etc.
wohl was? Ich hab bei mir in meinem privaten Wohnungskeller eine Steckdose, ist aber (zum Glück) kein Altbau. Das wird IMHO auf meine Energierechnung angerechnet, die Steckdosen für die Waschmaschine (in der Waschküche im Keller) ja auch, dafür sind die abschließbar.
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Thorsten Klein
Er sicher nicht, aber der Elektriker. Selbstverständlich nach Rücksprache mit dem Besitzer/Eigentümer. Unter Umständen müßte Eigentümer ja die Insatllation bezahlen.
Dann gibs ja viel zu tun, Warum klagen dann die Handwerker? Es existieren noch Installationen ohne Schutzleiter. Und nicht mal wenig.
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horst-d.winzler
Weil die Vermieter das aussitzen und die Mieter keine Ahnung haben!?
ciao, Dirk
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Dirk Salva
Hallo, Thorsten,
Du (spam) meintest am 10.02.08:
Das entscheidet der Verwalter.
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen
Seit 1.6. 2006 in Deutschland vorgeschrieben, f=FCr alle Steckdosen bei denen zu erwarten ist, da=DF sie nicht ausschlie=DFlich von elektrischem Fachpersonal benutzt wird (also im Haushalt de facto jede Steckdose).
Eben, du sagst es ja selber - kein Altbau. Da wird bei halbwegs soliden Bauten ein Leerrohr oder eine Leitung vom Wohnungsz=E4hler ins Kellerabteil vorgesehen. Bei Altbauten h=E4ngt die Kellerabteilbeleuchtung (falls =FCberhaupt vorhanden) aber zu 95% am Allgemeinstrom und dann laufen die Stromkosten auf das ganze Haus. Das w=E4re illegal (soll nicht hei=DFen, da=DF es nicht sehr h=E4ufig gemacht w=FCrde).
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska
Da in Deutschland bestimmt jeden Monat ein Lehrer aufsteht, der seinen Vermieter genau deshalb verklagt, m=FC=DFte es ja mittlerweile ein entsprechendes BGH-Urteil geben. Das einzige was ich mal fand, war ein kritischer Fachartikel glaub in einer Haus- und Grundbesitzerzeitung, da=DF nach Ablauf von 30 Jahren Bestandsschutz nich mehr als Ausrede gilt (maximale Vertragsdauer, Verj=E4hrung, etc.) und Mieter wohl gute Chancen h=E4tten etc. Aber da=DF noch keiner geklagt hat, kann ich mir echt nicht vorstellen, h=F6chstens, da=DF noch keiner durchkam.
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Thomas Schreiber
Ach h=E4ngts euch doch nicht an irgendwelchen Formulierungsdetails auf... das einzige was da oben gesagt werden wollte war: der Begriff "Bestandsschutz" ist nirgends verbindlich definiert. Es gibt nur f=FCr verschiedene Dinge keine Nachr=FCstforderungen. Klassische Nullung ist leider eines davon, auch wenn es IMHO sehr sinnvoll w=E4re. Wenn eine Elektroanlage den Vorschriften zum zeitpunkt ihrer Errichtung entspricht, darf sie weiterbetrieben werden. Lediglich neu hinzugef=FCgte Anlagenteile m=FCssen den aktuellen Vorschriften entsprechen (z.B. neu an einen klassisch genullten Stromkreis angeschlossene Steckdosen m=FCssen einen separaten PE haben und FI-gesch=FCtzt sein, d.h. an der Aufteilungsstelle mu=DF ein FI sitzen oder man mu=DF eine der teuren FI-Steckdosen verwenden).
Nachr=FCstforderungen gibt es im Gegensatz dazu z.B. f=FCr diese wundersch=F6nen metallenen Kraftstromstecker mit 4 Stiften in einer geraden Reihe (L1, L2, L3, PE).
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska
Jo, das sind noch echte Klassiker. Wie heißen die Dinger eigentlich? Im ganzen Web finden sich keine Fotos und einen Kollegen habe ich vor einigen Tagen mit meinem "Elektro-Museum" beeindruckt, denn der hatte solche alten Stecker noch nie gesehen.
Der einzige "antike Steckverbinder", der überlebt hat, dürfte das Perilex-System sein.
CU
Manuel
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Manuel Reimer
Tach Manuel Reimer schrieb:
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MfG
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Bernd Löffler
Die kenne ich noch aus der Backstube meines Opas; damit waren die Rührmaschinen angeschlossen.
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Ralph A. Schmid, dk5ras
Hm, das waren sogenannte Kragenstecker nach DIN XY. Hie=DFen aber =FCberall anders.
Alte Drehstrom-Stecksysteme gibt es wie Sand am Meer... 3 Stifte, 4 Stifte, 5 Stifte, in gerader Reihe, 1 Stift versetzt, in 2 Reihen, im Kreis,... verriegelbar mit Schalter (Drehen verriegelt den Stecker und schaltet ein), nicht verriegelbar, mit 1 oder 2 Schleifkontakten, mit PE =FCber das Steckergeh=E4use,...
Was D und A anbelangt ja. =D6sterreichische Baum=E4rkte verkaufen heute noch Perilexstecker mit der seit mindestens Anfang der 30erjahre =FCblichen Pre=DFform mit dem geriffelten Griff.
Die wundersch=F6nen alten Kragenstecker sieht man in Privath=E4usern noch recht oft, mitunter auch versteckt auf alten Bauernh=F6fen. In meiner Jugend (so Mitte der 90er) gab es die in A noch wie Sand am Meer... im Urlaub am Bauernhof wurde die H=E4lfte der Ger=E4te so angeschlossen.
Die 63A-Version ist monstr=F6s... die 100er hab ich noch nie gesehen, aber sie mu=DF brutal sein.
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska

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