Bezeichnung Zeitrelais?

Nov 20, 2008 31 Replies

Ich habe leider einen Fernseher, der es nicht mag, wenn man ihn mit einer Steckdosenleiste zusammen mit Sat-Receiver etc. einschaltet.



Er bringt dann kein Bild, seltsamerweise aber Ton. Erst wenn man den Sat Receiver etwa 1 Sekunde nach dem Fernseher einschaltet, klappt alles.



Ich habe das Problem bisher mit einem Zeitrelais gelöst, welches den Sat-Receiver etwas später einschaltet. Funktioniert auch schon einige Jahre einwandfrei.



Nun möchte ich aber einen Sat-Receiver mit Festplatte kaufen, welchen ich dann in Stand-By lassen muß, sonst funktionieren ja keine Timer-Aufnahmen. Also funktioniert dann meine obige Lösung nicht mehr.



Ich habe mir jetzt überlegt, einfach die Steuerspannung im Scartkabel beim Einschalten des TV für eine Sekunde zu unterbrechen. Müßte ja genauso funktionieren.



So, und jetzt zu meiner eigentlichen Frage. Die einfachste Lösung hierfür wäre sicher ein Relais mit Einschaltverzögerung.



Allerdings wäre dies ja Stromverschwendung, denn das Relais wäre ja quasi die ganze Zeit eingeschaltet und die Spule würde ständig unter Strom stehen um die Relaiszunge(?) zu halten.



Mir wäre daher eine umgekehrte Lösung lieber: Das Relais zieht nur während der Einschaltverzögerung an und fällt dann wieder ab.



Nur, wie ist die Bezeichnung für ein solches Relais?



Oder ist der Unterschied des Stromverbrauchs zwischen angezogenen und abgefallenen Relais vernachlässigbar?



Achja, noch eine Frage, auch wenn das hier OT ist. Weiß jemand vielleicht, welche Farbe Pin 8 im Scartkabel hat, welcher die Steuerspannung zum AV-Umschaltung überträgt? Oder sind die Kabelfarben nicht festgelegt?



Andreas


Monoflop?

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Andreas Fischer schrieb:

So weit..

sollte es. Wenn ich dich richtig verstehe startet dein Fernseher nicht bzw. nicht richtig wenn der SAT schon an ist und das Steuersignal liefert.

Dann lass doch einfach dieses Signal weg und schalte beide Geräte von hand. In deiner Konstellation wüsste ich nicht wozu das Steuersignal nötig wäre. Bequem vielleicht ja, wenn es ghet, aber nicht nötig.

Das bischen spielt ja nun wirklich keine Rolle. Du brauchst ja kein Schütz zu nehmen.

Zeitrelais! Wie du schon gesagt hast

kommt auf das Relais an. Ein normales kleines Reedrelais benötigt nur ein paar Milliwatt. Und dieses Relais würde ich von der DC-Spannung des Fernsehers schalten. Mit einem passenden Kondensator in _Reihe_. Ein paar hundert µF müssten reichen.

Das Relais zieht dann nur beim Anschalten kurz an und fällt automatisch wieder ab. Das setzt aber einen Eingriff im Fernseher voraus. Vorsicht Lebensgefahr!

Alternativ den Fernseher über eine Steckdosenleiste schalten und parallel dazu ein kleines billiges Steckernetzeil. Z.B. 5 Volt für ein

5-Volt Reedrelais. Dieses Steckernetzteil versorgt dann das Relais und den Konni mit DC während der Fernseher an ist. Die Zeitverzögerung ergibt sich aus dem Widerstandswert des Relais und der Kapazität des Kondensators.

Nicht genormt!

Emil Naepflein schrieb:

Absolut oversized für den Bedarf. Mann muss nicht immer alles kompliziert machen was auch einfach sehr gut machbar ist.

Ein Kleinrelais und ein Kondensator leisten das Gleiche.

Wenn man was davon versteht schon. Aber wenn jemand nicht mal weiß dass ein Monoflop die Lösung ist dann dann würde ich annehmen dass er auch nicht in der Lage ist sowas zu bauen.

Jens Fittig schrieb:

Ein kleiner Denkanstoss: vielleicht w=FCrde ein RC-Glied in der=20 Steuerleitung gen=FCgen. R in serie, C nach dem R gegen GND. Erzeugt zwar= =20 einen schleichenden Spannungsanstieg, aber vielleicht st=F6rt es den FS n= icht. Ist alles jetzt aus dem hohlen Bauch geschrieben, kenne die=20 Widerstandswerte des FS nicht. Peter

--=20 Besser von Rubens gemalt als vom Hunger gezeichnet...

Emil Naepflein schrieb:

Doch, auf diese Weise habe ich mal in ein altes, aber teures Telefon eine Flash-Taste eingebaut.

Übrigens war nicht Monoflop der Begriff, den ich gesucht habe, sondern "Einschaltwischer" Der Einschaltwischer schaltet zwar ein, anstatt aus, da aber das Relais ja ein "Wechsler" ist, brauche ich ja nur den anderen Kontakt zu nutzen.

Andreas

Jens Fittig schrieb:

Doch, auch nötig. "Warum ist denn das jetzt so umständlich? Früher mußte man nur den Knopf drücken und konnte Fernsehen und jetzt... Da gibst Du so viel Geld für so ein Zeugs aus und dann ist alles viel komplizierter..." höre ich meine bessere Hälfte schon ;-)

Nein, ich meinte die exakte Bezeichnung. Zeitrelais gibts ja mit den unterschiedlichsten Funktionen. "Einschaltwischer" nennt sich, was ich suchte. Wobei der Einschaltwischer natürlich einschaltet, aber da das Relais ja ein Wechsler ist, brauche ich ja nur den anderen Kontakt benutzen.

Jagut, aber für das Geld für ein Steckernetzteil kriege ich bei Ebay auch schon fast ein Zeitrelais. Und dann die probiererei, bis der passende Kondensator gefunden ist. Dann doch lieber gleich die "optimale" Lösung.

Andreas

Emil Naepflein schrieb:

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Eine einfachste RC-Berechnung schafft jeder Elektrolehrling nach ein paar Wochen. Zumindest das Verstehen einer Reihenschaltung aus R und C. Das Monoflop kommt erst sehr viel später im Ausbildungsweg.

Und ein echtes Monoflop ist hier definitv mehr als oversized! Kein Profi würde das hier einsetzen sondern nur die "C"-Lösung vor dem Relais. Das Relais wird eh gebraucht.

Warum also ein sinnloser Aufwand an Platine mit x-Bauteilen für ein paar EURO wenn es ein einziger Kondensator für ein paar Cent auch erledigt?

Nur um zu beweisen daß man ein Monoflop versteht?

Peter Necas schrieb:

Ein kleiner Denkanstoss:

den hast du dringend nötig. Denn du hast die Problematik in keiner Weise verstanden!

Und wozu soll das gut sein? Das Problem ist daß der SAT ja schon lange an ist und das Steuersignal somit auch schon lange bereit steht wenn der FS dazugeschaltet wird. Da hat deine Idee also gar keine Wirkung.

Die sind hier auch vollkommen egal.

Jens Fittig schrieb:

So, so. Meine Satempf=E4nger haben im Standby keine Steuerspannung am=20 Ausgang. Aus/StandBy =3D 0V, sonst 5 bzw 12V. W=E4re auch Unfug, da w=E4hrend einer Aufnahme des Satempf=E4ngers der FS= =20 nicht umschalten darf, sonst k=F6nntes du nix Anderes schauen. Ich schalte damit sogar meinen FS aus und ein (zwei Transi + Relais), da =

sonst nichts als Quelle dranh=E4ngt.

Peter

--=20 Besser von Rubens gemalt als vom Hunger gezeichnet...

Peter Necas schrieb:

Man zitiert nur das was nötig ist! Nichtz den ganzen Artikel.

Lies bitte

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bevor man dich zum roll erklärt

Der SAT-Empfänger des OP ist aber dauernd an! Lies doch bitte erst die vorigen Sachen bevor du aus Unwissenheit irgend welchen Unsinn schreibst!

Was Unfug ist, ist hier nicht releveant. Der OP hat ein Problem anhand gegebener Umstände. Diese können uns völlig egal sein. Es geht um die Lösung der Aufgabe: "Den Fernseher einschalten und dabei kurz das Steuersignal vom SAT auf dem Scart wegnehmen".

Nicht darum was sonst wie nebenbei passiert. Oder warum das Signal da ist. Das gehört nicht zur Aufgabe.

Am 21.11.2008 19:22:37 schrieb Jens Fittig:

Stimmt nicht. Im OP steht: | Ich habe leider einen Fernseher, der es nicht mag, wenn man ihn mit | einer Steckdosenleiste zusammen mit Sat-Receiver etc. einschaltet.

Ferenc Staedter schrieb:

Doch

Im OP steht noch mehr!

Lies die ganze Schilderung bevor du unsinniges Kontras gibst!

Am 21.11.2008 20:45:03 schrieb Jens Fittig:

Okay, du hast vollkommen recht, mein Kontra wahr Blödsinn.

Am 21.11.2008 20:45:03 schrieb Jens Fittig:

Okay, du hast vollkommen recht, mein Kontra war Blödsinn.

Ferenc Staedter schrieb:

Er hat nicht recht, im ersten Posting steht: > Nun m=F6chte ich aber einen Sat-Receiver mit Festplatte kaufen, welche= n=20 > ich dann in Stand-By lassen mu=DF, sonst funktionieren ja keine > Timer-Aufnahmen. Also funktioniert dann meine obige L=F6sung nicht meh= r.

StandBy ist nicht ON, bei StandBy ist die Steuerspannung =3D 0, also f=FC= r=20 den FS nicht vorhanden. Meine Dreambox 7000-S ist immer StandBy, bei=20 Aufnahme bleibt die Steuerspannung 0, auch nach der Aufnahme. Sogar der Billigsdorfer von Hofer (Aldi) mit Festplatte tut dasselbe. Peter

--=20 Besser von Rubens gemalt als vom Hunger gezeichnet...

Jens Fittig schrieb:

Steht dort nicht auch etwas von einer richtigen Adresse? Peter

--=20 Besser von Rubens gemalt als vom Hunger gezeichnet...

Und damit würdest du ein Relais schalten?

Sorry, aber ich gestehe, ich würde das nicht schaffen - und ich habe den Kram studiert. Irgendwie verhalten sich meine Relais immer beliebig zickig, wann sie einschalten und wann sie wieder loslassen.

Hast du selbst das denn tatsächlich mal probiert?

Ich habe mir jetzt einfach mal den obersten Elektronik-Katalog geschnappt - Pollin. Auf der Relais-Seite gibt es nicht ein einziges Relais mit 230 V Spulenspannung - schon da kommt das erste Problem auf. Wolltest du tatsächlich ein Klein-Schütz verwenden und das RC-Glied an

230 V hängen?

Nehmen wir also einfach mal an, 12 V wären verfügbar. Das wäre nämlich die Nennspannung des ersten der dortigen Relais: "J-S-112DM",

12 V, 320 ?, 250 V / 5 A, 0,50 ?...

Wie würdest du das RC-Glied dimensionieren, dass es nach z.B. 10 Sekunden einschalten würde? Und wie würde sich das nach deiner Einschätzung beim Ausschalten verhalten? Mehr als R und C würdest du dem Relais nicht spendieren?

Hast du selbst irgend ein Relais zur Hand, mit dem du deine Theorie überprüfen kannst?

Schönen Gruß Martin

=A4re n=C3=A4mlich

Nein, ich will damit nur die ansteigende Spannung der Receivers=20 verz=C3=B6gern. Der Ausgang des RC-Gliedes geht direkt in den FS. Voraussetzung ist, da=C3=9F der FS mit dem langsamen Anstieg einverstande= n ist.

Peter

--=20 Besser von Rubens gemalt als vom Hunger gezeichnet...

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