Bleiakku laden

Hallo!
Ich habe einen alten Bleiakku gefunden, der für den Einsatz im Auto zu schwach ist, aber sonst noch nützlich sein könnte.
Mangels richtigem Ladegerät habe ich ihn am Labornetzgerät angeschlossen. Die Spannung habe ich auf 13,8V eingestellt, den Strom auf 1,5A begrenzt (damit das Netzgerät nicht zu heiss wird).
Am Anfang hat das ganz gut funktioniert, der Strombegrenzer hat die Spannung begrenzt und kontinuierlich erhöht. Nach 24 Stunden war die Spannung bei 13,7V und der Strom ist auf 500mA gefallen. Soweit schien alles in Ordnung zu sein.
Doch heute morgen, nach ca. 48 Stunden Ladezeit, ist die Spannung auf 13,5V gefallen, der Strom jedoch wieder auf 1,5A gestiegen. Der Akku war etwas erwärmt und man hörte ein leises Blubbern. Hab ich es vergeigt und den Akku überladen? Aber man darf doch bis 13,8V gehen, oder?
Was könnte die Ursache dafür sein, dass die Spannung plötzlich wieder gefallen ist?
Kann man einen Bleiakku mit einem Labornetzgerät überhaupt vernünftig laden?
In diesem Fall ist es nicht schlimm wenn ich den Akku wegschmeissen muss, aber bevor ich meine Motorradbatterie auf diese Weise lade, würde ich gerne wissen, ob ich nicht lieber ein paar Franken in ein richtiges Ladegerät investieren soll.
Vielen Dank für Eure Ratschläge!
Gruss Manuel
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Halli-Hallo!
Manuel Krummenacher schrieb am 30.01.2007 11:41:

Yepp.
Nach dem hier rumliegenden Datenblatt ist der Temperaturkoeffizient -0,005V/K, da muss der Akku ja 80°C gehabt haben.

Ja, ein Datenblatt vom Akku hilft auch. Ein Ladegerät geht 'weicher' mit den Akkus um, weil es idR keine Reserven hat.

Kleinlader (Typ Steckernetzteil mit Batterieklemmen) gibt es für kleines Geld beim Moppedhändler (Polo: 47sFr). Die nehmen Mist relativ schnell aus dem Programm, weil der knappe Markt keine unzufriedenen Kunden zuläßt.
Ciao/HaJo
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alles i.o.

Kann man so ohne weitere Info ber die situation bei Dir nicht sagen. Bsp: Wenn z.B. eine der 6 AkKuzellen defekt ist, kannst Du dort ein "Blubbern" hren. Sprich, da wird das Wasser der Schwefelsure elektrolytisch zersetzt wird (in Wasser- und Sauerstoff ).
Andere denkbare Mglichkeit ist: Dein Akku ist vollstndig geladen, und da die Temperatur mit entscheidend fr die Ladeschluspannung ist, wird nun das Wasser in mehreren Zellen wie oben beschrieben zersetzt.

Es kommt wesentlich auf die Temperatur an. Im Winter schaltet mein Boschlader LW30/50E auf 14,1 Volt. Im Sommer auf 13,6 Volt. 13,8 Vvolt ist ein guter Richtwert, aber halt nur ein Richtwert.

Klar kann man das, ist ja z.B. in dieser newsgroup schon x-fach beantwortet. Wenn man gerade nur ein Labornetzgert hat, dann ist das vollkommen okay so vorzugehen.

Wenn du sowieseo ein Ladegert kaufen mchtest, dann ist die Investition vollkommen okay. Wenn Du aber nur alle Jahre mal wieder einen Bleiakku laden willst, 3 bessere Tips: 1. Labornetzgert weiter nutzen 2. Ladegert beim Freund leihen (meiner wohnt in Rorschacherberg) 3. Bei der nchstgelegen Autowerkstatt gegen wenige Franken den Akku laden lassen.

Gern geschehen.
hth, Andreas
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Vielen Dank für Eure Antworten!
Andreas Tekman schrieb:

Das klingt logisch. Ich habe nicht gewusst, dass die Ladeschlussspannung temperaturabhängig ist. Der Raum mit der Batterie ist recht warm, da könnten die eingestellten 13,8V zu viel gewesen sein. (Zumal es mangels Genauigkeit der Anzeige wohl auch 13,85V gewesen sein könnten.)
Ich habe mein Anfängerwissen bezüglich Bleiakkus inzwischen noch etwas aufgebessert und gelernt, dass ein bisschen gasen nicht schlimm ist. Fülle ich halt etwas dest. Wasser nach.
Das nächste Mal stelle ich die Spannung auf einen kleineren Wert ein. Dann wird der Akku zwar nicht voll geladen, aber um eine kleinere Soundanlage an einem Grillfest zu betreiben reicht auch ein Viertel der Kapazität locker. (Ja ich hab auch gelernt dass eine Autobatterie für den Einsatzzweck nicht ideal ist...)

Sehr gut! Habe mir anfangs Sorgen gemacht, das Netzgerät immer am Strombegrenzer laufen zu lassen. Keine Ahnung wie der funktioniert, aber da es ein neueres digitales Gerät ist, wird es wohl kaum die Differenz zur eingestellten Spannung einfach verbraten. Mit den maximal möglichen 3A wird es zwar verdammt heiss, aber mit 1,5A kann man den Kühlkörper auch nach längerer Betriebszeit noch problemlos anfassen.

Eigentlich geht es mir nur um den grossen Akku (von dem ich allerdings nicht weiss, wie lange er noch lebt, war schon über 6 Jahre in einem Auto im Einsatz) und die Motorradbatterie. Die steht den ganzen Winter über rum und im Frühling kann ich dann anschieben... Zudem ist die relativ tiefe Entladung (wohl ca. 60%, das wären 10%/Monat) ja auch nicht gesund. Da hab ich gedacht ich lade die Batterie jeden Monat mal nach. Was für Vorteile würde eine dauernde Erhaltungsladung bringen?
Fürs Motorrad werde ich wohl ein kleines Ladegerät kaufen, das kann ich dann direkt in der Garage einstecken. Ein Strom von 0,5A reicht ja, die Batterie hat eh nur 6Ah.
Toll, wie viel ich dank Euch und dem Internet schon wieder lernen konnte!
Gruss Manuel
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Manuel Krummenacher schrieb:

Das einzig digitale an dem Ding werden die Displays und der Netzschalter sein. Es gibt zwar durchaus Labornetzteile mit Schaltregler, aber deines gehört offensichtlich nicht dazu.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann schrieb:

Es ist das hier: http://tinyurl.com/258hpn Nicht billig, aber im Vergleich mit den anderen Geräten auch nicht teuer.
Auf der Website steht auch dass es dauerkurzschlussfest ist. Somit wäre das auch geklärt.
Gruss Manuel
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Manuel Krummenacher schrieb:

Ah, das Modell
'DER WARENKORB KONNTE NICHT ANGELEGT WERDEN
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Hättest ja einfach die Bestellnummer bei Conrad angeben können.
Gruß Dieter
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Dieter Wiedmann schrieb:

Sorry! Die Problematik mit Session-IDs und Cookies ist mir durchaus bewusst, deshalb habe ich extra die Funktion "Link zu diesem Artikel" verwendet. Klappt aber trotzdem nicht...
Es ist das Gerät "POWER SUPPLY PS 2403-D", Art-Nr 511455-62.
Gruss Manuel
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Manuel Krummenacher schrieb:

Klassischer Längsregler, immerhin mit mehrfacher Trafoumschaltung, das spart Verlustleistung. Ansonsten bekannt mäßige Sonodyne Qualität.
Gruß Dieter
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Hallo,

Aber schlecht ist das nicht. Wichtiger ist natrlich was Gutes fr den Grill, damit das Fest gelingt...

Vorteil ist das man es nicht vergit das Ladegert einzustecken. Aber 1x alle 1 bis 2 Monate nachladen ist auch ausreichend, eine "gesudne2 Batterie vorausgesetzt.

Schick mal eine email an and snipped-for-privacy@gmx.de, und Du sparst Dir beim Kauf viele SFr.

Gern geschehen, Andreas
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Manuel Krummenacher schrieb:

Sie vermeidet das Sulfatieren der Platten und erhöht die Lebensdauer der Batterie, aber dafür braucht man nicht 2,3 V/Zelle, 2,1 V/Zelle reichen dicke aus, das sind dann 12,6 V Ladeschlußspannung.

Ja, reicht. Nimm ein teureres Ladegerät mit optimierter Energieaufnahme, das "läppert sich" sonst mit den Stromkosten. (Alternative: Mach ein einfaches Netzgerät über eine digitale Zeitschaltuhr dran, mit einer Diode als Entladeschutz und einer Glühlampe als Strombegrenzung in Reihe, dann brauchst Du keinerlei Regelung - einfach täglich etwas mehr als die Selbstentladung nachladen.)
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
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Ralf Kusmierz wrote:

Also, Variante Erhaltungsladen: Am Akku will ich 12,6V haben. Das Netzteil (von einem alten Notebook) liefert 18,5V. Die Diode frisst 0,7V. Der Widerstand muss folglich 5,2V vernichten. Bei einem Ladestrom von 1/100 der Kapazität (6Ah) wäre das ein Widerstand von 87 Ohm. Am nächsten wäre da der 82 Ohm-Widerstand, der dann ca. 0,5W abbauen müsste.
Stimmt die Rechnung?
Gruss Manuel
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X-No-Archive: Yes
begin quoting, Manuel Krummenacher schrieb:

Schon. Warum willst Du ständig 60 mA fließen lassen (das sind 1,1 W ausgangsseitig; das Netzteil wird dabei ungefähr 5 W aus dem Netz aufnehmen, was sich auf jährlich 5 Euro (45 kWh) summiert), wenn einmal am Tag eine Viertelstunde lang eine Konstantspannung von ca. 13 V über eine Glühlampe 12 V / 15 W unabhängig vom aktuellen Ladestand die Batterie immer genau dahin bringt, wo sie hin soll?
Was macht Deine Schaltung mit dem Widerstand, wenn plötzlich ein oder mehrere Zellenkurzschlüsse auftreten - raucht dann der Widerstand ab oder das Netzteil? Und wie gut brennt die Garage?
Gruß aus Bremen Ralf
--
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Am Tue, 30 Jan 2007 14:35:39 +0100 schrieb Manuel Krummenacher

Wenn das möglich ist, also Zellenstopfen vorhanden sind ist das am besten.

Da ist es aber besser ihn voll zu laden und nicht ganz zu entladen. Bleiakkus sind am liebsten voll. Wenn du einen Startakku (Autoakku) schon im Zyklenbetrieb betreibst, dann sind flache Zyklen wohl schonender, aber sie sollten "oben" im Bereich der Vollladung stattfinden. Die tiefe Entladung ist schädlich und sollte möglichst schnell durch Ladung wieder beendet werden.

Mach ich auch meist, zumindest bei den kleinen, da ist das Autobatterieladegerät einfach zu grob. Für große ist das Labor-NT halt oft zu schwach und es dauert ewig. Es ist aber auf jeden Fall präziser, hat manchmal aufgrund der Regelung halt einen schlechteren Wirkungsgrad.

Die Differenz zw. interner Spannung und Ausgangsspannung wird immer verbraten, egal ob gerade der Stromregler oder der Spannungsregler aktiv ist. Manchmal gibt es 1-2 Trafoanzapfungen zwischen dene umgeschaltet wird, um die Verluste zu reduzieren.

letzteres ist nicht nötig, er darf heiß werden. Der Transistor darf im inneren bis zu 150°C bekommen, das gibt am Kühlkörper je nach Auslegung schon mal 80°

Die Motorradbatterie kannst du alle 2-3 Monate am Labornetzteil nachladen. Ist sicher schonender für den Akku als ein Billigladegerät oder gar ein Autobatterieladgerät. Der geringfügig schlechtere Wirkungsgradkostet bei weitem weniger als ein zusätzliches Ladegerät. Sollte ich mit meiner eh machen, aber ich habe in der "Garage" w o es eingewintert ist keinen Strom und zum ausbauen der Batterie war ich bis jetzt noch zu faul.
--
Martin

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Manuel Krummenacher wrote:

Ein Bleiakku wird am besten mit Konstantspannung geladen, wobei sich bei einem gesunden Exemplar die Stromstärke automatisch einstellt. Ist das Netzgerät zu schwach, sollte man zunächst mit einer niedrigeren Spannung vorladen und dann auf die volle gehen. Bei mir hat es schon mal Netztrafos überhitzt. Das sind z.T. "harte" Trafos, die dann keinen Dauerbetrieb mit voller Pulle aushalten.
Das stabilisierte Netzgerät hat allerdings den Vorteil, daß man die richtige Endspannung einhalten kann.
Zur Volladung werden 2,65 Volt pro Zelle benötigt. Allerdings gast er dabei heftig, so daß man in der Praxis die Spannung auf 2,35 Volt/Zelle begrenzt. Wird jedoch vollgeladen, muß der Akku öfters kontrolliert werden, und zum Schluß sollte man den Ladestrom zusätzlich begrenzen. Dabei geht man z.T. sogar auf 2,75 Volt.
Wenn das Ding frühzeitig blubbert und immer wieder nachlädt, muß man eine Sulfatisierung annehmen. Früher wurden solche Akkus mühselig revitalisiert, heute recycelt man sie.
Bei der Revitalsisierung wird zunächst die Säure aus der Batterie genommen und durch destilliertes Wasser ersetzt. Dann wurde etwa 40 Stunden mit 2,5 % der Nennkapazität geladen. Steigt die Säuredichte dabei über 1,05 an, wird sie erneut durch destilliertes Wasser ersetzt. Hat die Batterie nach dem Abschalten Spannung, füllt man neue Säure ein und lädt und entlädt die Batterie noch einige Male mit geringem Strom. Dann gleicht man die Säure ab.
Wenn ein Akku lange gestanden ist versucht man oft, mit höherer Anfangsspannung zu laden, weil er einfach keinen Strom annehmen will. Dabei muß man durch einen Vorwiderstand o.ä. den möglichen Strom begrenzen. Wenn der Akku nämlich erst mal warm wird, zieht er plötzlich mächtig an. Gerade dabei habe ich mir die Trafos versaut (weil ohne Begrenzung).
Bei normalen Temperaturen spielt die Änderung der Ladespannung keine Rolle. Bei den Saudis mußten wir allerdings einen andere Säuredichte berücksichtigen. Bei der dort herrschenden Durchschnittstemperatur von 40 Grad ist übrigens die Selbstentladung mindestens 10 mal so hoch wie bei rund 20 Grad.
Wird ein Kfz-Akku selten benutzt, wird er faul, Nachladen allein genügt nicht. Man sollte ihn zwischendurch stark entladen und wieder aufladen. Diese Burschen reagieren anders als Batterien für Solaranlagen. Bei Elektor wurde mal ein Gerät konstruiert, welches Strom aus der Batterie entnahm und als scharfen Spannungsstoß wieder zurückgab. Das wäre ideal.
Mein Rat: Kauf Dir einen neuen Akku! Die Dinger sind billig geworden, kosten heute weniger als vor 50 Jahren!
MfG P.Pr.
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replying to Manuel Krummenacher, Bunyip wrote: Eine Zelle hat einen Schluss. --> entsorgen
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