Hallo,
Ich arbeite gerade an dem Problem ein passendes Schutzkonzept für eine Schaltung zu entwickeln. Es handelt sich hierbei um ein kleines Modul welches über einen Gleichstromversorgungsanschluss angeschlossen wird. Geprüft wird in meinem Fall nach 61000-4-5 mit 1kV zwischen den Leitungen und 2kV gegen Erde.
Für die 1kV zwischem der Leiter bleiben nicht viel Möglichkeiten, als ein Schutz direkt zwischen den Klemmen anzubringen um damit den Störkreis quasi zu schliessen und die damit im inneren des Gerätes auftretende Spannung klein zu halten.
Bei den 2kV gegen Erde sehe ich zwei Möglichkeiten. Ich kann wie im obigen Fall Schutzelemente gegen Erde vorsehen und damit die Störung direkt ableiten. Der Nachteil bei solchen Lösungen ist klarerweise, dass die Schutzelemente "relativ" groß sind. Die andere Variante meiner Meinung nach ist das "Blocken". Ich habe am Eingang einen isolierenden DC/DC Wandler. Dieser hat aber durch die Wicklungen ~ 150pF. Die Isolation ist mit 3kV angegeben. Nun ist es aber so, dass das Gerät ja nicht "in der Luft" ist, sondern sich der Strompfad über andere Kreise zu schliessen versucht. In meinem Fall hätte ich den Strompfad über:
Surge-Generator -> 150pF -> Sekundärseite -> 1k Widerstand auf Signalleitung -> Leiter in Kabel auf Schirm mit xxx pF -> Erde. xxx daher, da diese Kapazität vom Kabel abhängt und ich keine genauen Zahlen kenne.
Damit fliesst nun ein Strom und am 1k Widerstand entstehe eine Potentialdifferenz. Wenn es nur dieser eine Fall wäre könnte man ja nun überall gegen +- Klemmen und damit das Problem in den Griff kriegen. Das sehe ich allerdings als nicht die ideale Lösung an. Was würde eurer Meinung nach dagegen sprechen, dass man nach dem DC/DC Wandler zusätzlich Schutzelemente gegen meine Funktionserde schaltet? In diesem Fall könnten es sehr kleine und billige sein, da keine Leistung mehr vorhanden ist. Oder denkt ihr, dass dieses Beispiel konstruiert ist und praktisch das gar nicht auftritt?
Lg, Christian