Empfehlung für ein Speicheroszilloskop g esucht

Hallo,
wir (eine mittelständische Firma) suchen ein Speicheroszilloskop im Bereich bis 5000 Euro.
Uns schwebt bspw. das HMO 3524 [1] vor.
Kennt ihr hier etwas besseres in diesem Preissegment?
Mit freundlichen Grüßen Susann
[1]
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Lass'Dir vorher einen Katalog von Aglient schicken ...
mfG Leo
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Hallo,
*Leo Baumann* schrieb am 02.03.2011 17:02:

Agilent ist, glaube ich, ein wenig zu teuer. Aber dennoch danke für den Hinweis. Ein Katalog von denen kann ja nicht schaden.
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Susann Markward schrieb:

frage nicht nur bei "[1]" sondern auch bei anderen Lieferanten nach einem guten Preis.

Nein. Die HMO haben ein hervorragendes Preis/Leistungs-Verhältnis.
Agilent MSOX3034A (das dürfte Leo gemeint haben) mit den ganzen Optionen kostet _deutlich_ mehr: Über 7100EUR Listenpreis für das Basisgerät, 580EUR für IIC und SPI, nochmal 580EUR für UART...
Die Agilent können nur 4mV/Teil (Hameg 1mV/Teil) und rauschen dabei deutlich mehr als die HMO.
Dafür haben die MSOX natürlich eine viel höhere Erfassungsrate. Wenn Du also seltene Glitches in starken Signalen suchst, ist das Geld vielleicht gut angelegt.
Servus
Oliver
--
Oliver Betz, Munich
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Unabhängig von den Scopeempfehlungen: bei den Optionspreisen würde ich eher einen davon:
http://www.saleae.com/logic /
dazukaufen - das ist selbst dann noch billiger als 580EUR, wenn man ein Netbook nur dafür kauft. Zur Analyse von I2C, SPI, UART & Co ist das Teil durch die große Speichertiefe absolut Klasse.
cu Michael
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Michael Schwingen wrote:

Mit 24MHz kommt man bei modernen FPGA aber nicht immer sehr weit. Selbst SPI kann problematisch werden. Bei einem Kunden haben die das mit gut 40MHz ueber die Leitung gepruegelt, die Devices haetten sogar 60MHz geschafft.
--
Gruesse, Joerg

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Hallo,
*Joerg* schrieb am 02.03.2011 22:05:

Sehe ich ebenso. Zumal hier wahrscheinlich auch Boards mit ALTERA oder XILINX FPGAs zum Einsatz kommen werden. Dennoch ist das Tool gerade im Hinblick auf die bisher verwendete alte Hardware interessant und auch bei der Beobachtung der Signale auf CAN-Bus oder ProFiBus.
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Susann Markward schrieb:

Ah ja, die Agilent MSOX können CAN decodieren. Hameg nicht, kommt aber vielleicht noch.
Servus
Oliver
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Oliver Betz, Munich
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Susann Markward wrote:

Klar, wenn Ihr sowas oft macht kann das Gold wert sein. Da kann das Geld bei einem Einsatz schon wieder drin sein. Profibus haben wir hier kaum, bei CAN und besonders SPI habe ich aber schon oefter dagesessen und von Hand dekodiert. So wie frueher die Leute auf dem Telegraphenamt :-)
Fehler in gesendeten Kommandos findet man mit solchen PC Logic Analyzers. Glitches und dergleichen eher nicht, dazu braucht man einen schnellen Logic Analyzer mit fein einstellbaren Schwellen, Runt Pulse Trigger und so. Oder Scope mit viel Speichertiefe und PC Anbindung.
--
Gruesse, Joerg

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Michael Schwingen schrieb:

1. Bei Hameg zahlst Du viel weniger, insbesondere beim richtigen Händler.
2. Die Saleae-Kiste ist doch _arg_ eingeschränkt. Als Windows-Benutzer würde ich lieber eine Digiview-Variante bei elmicro kaufen. Kostet zwar zweieinhalb mal so viel, hat dafür auch eine einstellbare Schwelle, 18 Kanäle, 100MHz Sampling. Mit dem (nicht mehr lieferbaren) DV1-100 bin ich sehr zufrieden.
3. Was Du mit den reinen Logikanalysatoren nicht bekommst, ist der zeitliche Zusammenhang zwischen Analog und Digital. Dafür will ich ein MSO. Und für die flüssigere Bedienung als am PC-Bildschirm. Letzterem fehlen einfach die Drehknöpfe.
Servus
Oliver
--
Oliver Betz, Munich
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Am 03.03.2011 08:37, schrieb Oliver Betz:

ja, das sehe ich auch so. Ich habe hier ein HP 54645D mit 2x analog und 16x digital. Es ist zwar schon einige Jahre alt und nicht das schnellste, aber sehr bersichtlich und einfach zu bedienen. Die Mglichkeit auf ein Analogsignal zu triggern und dann das serielle Protokoll eines ADC zu untersuchen ist sehr angenehm.
Gru, Alexander
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Oliver Betz wrote:
[...]

Doch, mit den richtigen geht das schon :-)
Bei mir in beiden Richtungen:
Das Digital-Scope hat hinten einen BNC-Ausgang der so programmiert werden kann, dass beim Auftreten eines Ereignisses (Glitch, schlechte Flanke, oder was immer man vorgibt) ein 10usec breiter Puls herauskommt. Der kann z.B. den Logic Analyzer triggern, wahlweise auch mit Piepston damit man gerufen wird. Eine SMS absetzen kann das DSO allerdings noch nicht ...
Umgekehrt hat auch der Logic Analyzer hinten zwei Triggerausgaenge mit denen man wiederum das Scope triggern kann. Sowas kann recht praktisch sein wenn man z.B. wissen moechte, ob vor oder beim Auftreten eines falschen Wortes auf einem Datenbus irgendeine Versorgungsspannung rumzickt, oder ein E-Feld oder H-Feld Puls auftaucht. Das ist ein Dolch LAM3250, inzwischen eher Modell Methusalem. An sich sollten neuere so etwas auch bieten.
Bedienung, aehm, das wuerde Dir vermutlich nicht komfortabel genug sein. Das DSO laeuft auf Wunsch ueber USB, mit Bunti-Bildi-klicki und so, der Analyzer dagegen gusseisern ueber RS232.
--
Gruesse, Joerg

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Joerg schrieb:
[...]

und dann drucke ich die Kurven aus - so gezoomt, daß die Maßstäbe passen - und lege sie untereinander? Dazu ist mir meine Arbeitszeit zu teuer. Wenn ich analog und digital in Bezug zueinander sehen will, kaufe ich mir das passende Werkzeug.
Servus
Oliver
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Oliver Betz wrote:

Die stehen nahe beieinander, da muss ich gar nichts ausdrucken. Aendern zweier Zeitbasen statt einer kostet ein bis zwei Sekunden mehr. Ok, den Stundensatz eines Roman Abramovich habe ich nicht, strebe ich allerdings auch nicht an.
Gruesse, Joerg
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Kommt sehr auf den Zweck an - mit 512K Samples ist die Aufzeichnungsdauer schon arg beschränkt, das Saleae-Teil kann zwar nur 24MHz, das aber über 41 Sekunden ohne Kompression. Ich sehe das Teil eher als Protokoll-Analyzer denn als vollwertigen Logicanalyzer.
Als Ersatz für I2C, UART etc.-Module im Scope taugt das Teil definitiv.

Wenn man das braucht: OK. Ich sehe nicht so recht, wann ich das im Zusammenhang mit I2C oder UART einsetzen sollte.
cu Michael
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Michael Schwingen wrote:

Das ist vor allem sinnvoll falls man dieses Kaestchen stundenlang mitlaufen lassen kann und ihm sagt "Halte an und piepse wenn dieses oder jenes Wort ueber den Bus kommt".

Kommt bei mir vor. Kunde sagt dass die SPI-Datenuebertragung ab und zu Murks enthaelt oder dass der Bootloaderprozess gelegentlich voll ausrastet. Aber eben nur recht selten. Dann muss man herausfinden ob irgendwo im System oder EMV-maessig etwas ungewoehnliches passiert, was den Fehler ausloesen koennte. Dazu braucht man aber kein superteures Kombigeraet, das geht locker wie beschrieben mit zwei getrennten Geraeten.
Dabei habe ich meist bewusst den zeitlichen Zusammenhang unterschiedlich eingestellt. Der Logikanalyzer laeuft deutlich langsamer und das Scope schneller. Weil Spikes und dergleichen oft so kurz sind dass sie nur einzelne Bits aus dem Anzug stossen, was aber reicht dass die Checksum nicht mehr stimmt.
Ein Fall war umgekehrt, ich liess nach Nichtauffinden des Problems das Scope langsamer laufen. Bei Regen traete das Problem fast nie auf, hiess es. Hmm, seltsam. Dauerte ueber 15 Minuten aber dann hatten wir die Ursache: GSM Handys. Es stellte sich raus dass einige Mitarbeiter in Pausen im Freien vor der Treppenhaustuer telefonieren und sich dabei eine Marlboro reinzischen. Wie man gleichzeitig rauchen und telefonieren kann hat sich mir noch nicht erschlossen ...
--
Gruesse, Joerg

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Hallo, Joerg,
Du meintest am 04.03.11:
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Dann schau Dir die alten Humphrey-Bogart-Filme an!
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen wrote:

Ok, stimmt, routinierte Kettenraucher kriegen das wohl tatsaechlich hin. Ein Taxifahrer in Paris rollte sich ohne hinzusehen _in_ der Jackentasche eine Selbstgedrehte, geleckt, im Staub auf dem Armaturenbrett zugerollt, zuendete die an und kloente lustig weiter. Waehrend der Vokale klebte die Fluppe an der Unterlippe. Gelegentlich fiel etwas Asche in den Fussraum. Ist lange her, heute duerfen die das wahrscheinlich nicht mehr.
--
Gruesse, Joerg

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Michael Schwingen schrieb:

Falsch. Der Speicher reicht für viel mehr als 512KiSamples - es werden ja nur Zustandsänderungen aufgezeichnet, in der Praxis reicht das schier ewig. Den Speicher habe ich noch _nie_ vollbekommen.

Jaja, 1GSample und 24MHz ist eine typische "PMPO"-Angabe. Das Ding hat ja nur 2048 Bytes internen Buffer => "Note that achieving the highest sample rates requires low USB latency; this may not be achievable on all computers". Und dann muß ich noch vorher eine Samplerate wählen, also einen Kompromiß eingehen. Für mich ist das ein Spielzeug. Aber dafür ist's ja auch billig.
Digiview erfaßt immer mit der vollen Rate. Lies mal http://tech-tools.com/dv_hwcompress.htm Ich kann also tausende Zeichen eines langsamen Datenstromes erfassen und habe _gleichzeitig_ eine Zeitauflösung von 10ns (bzw. 2,5ns beim DV3400).
Das ist ein richtiges Meßgerät, und 400EUR ist ein sehr guter Preis dafür. M.E. ein viel besseres Preis-/Leistungs-Verhältnis als bei Saleae.

stelle Dir ein System vor, bei dem mehrere Microcontroller sich über einen seriellen Bus unterhalten und auf den Bruchteil einer Mikrosekunde genau synchronisieren, um dann über eine andere Verbindung "analoge" Späßchen miteinander zu treiben, die auf dieser exakten Synchronisation basieren. Da erleichtert ein MSO die Arbeit erheblich gegenüber einem reinen Logikanalysator.
Servus
Oliver
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Oliver Betz, Muenchen (oliverbetz.de)

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Nein, nix PMPO. Die Daten werden in Echtzeit per USB ins RAM des PCs geschoben - das funktioniert tatsächlich mit 24MHz, bis die 1 GByte Puffer der PC-Software voll sind.

Ich kann mir so ein System in *meiner* Entwicklungspraxis nicht so recht vorstellen, aber das ist natürlich subjektiv.
Wenn man das braucht und sich nicht mit passend in Software erzeugten Triggersignalen helfen kann, dann ist es sicher sinnvoll, den Mehrpreis für ein MSO zu bezahlen. Ich vermute aber, daß die Dekodieroption für serielle Protokolle in den meisten Fällen doch eher stand-alone eingesetzt wird.
cu Michael
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