F: Systemtheoretisches Paradoxon

Hi,
ich hab mein Problem ausnahmsweise mal in eine pdf-Datei geschrieben:
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Schaltvorgänge: Zum Zeitpunkt t=0 wird ein Eingangssignal an das System
geschaltet, also Lösung mittels LaPlace-Trafo
Da gehts zunächst darum, von einem System (1+sT) und gegebenem
Eingangssignal, einer e-Funktion ( 1-e^(t/tau) ), das Ausgangssignal zu
bestimmen. Ich hab dort alles weitgehend vorgerechnet. Interessant ist dabei
nur die allerletzte Frage.
Hier ein kurzer Ausschnitt:
Welchen Wert das Ausgangssignal zum Zeitpunkt t=0 hat, liefert davon
folgende Formel:
Ua(t) = Uo*(T/tau)
T ist die Zeitkonstante des Systems
tau ist die Zeitkonstante des Eingangssignals
Mein Problem: Wie kann das Ausgangssignal zum Zeitpunkt t=0 die
Zeitkonstante tau des Eingangssignals kennen, wo letzteres zum selben
Zeitpunkt selbst noch 0 ist?
Rechenfehler schliesse ich dabei aus. Das kann jeder dort nachrechnen.
Auf Antworten bin ich sehr gespannt!
Gruß
Franz
Reply to
Franz Hornung
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Hallo Franz, du hast ja auch einen idealen Differentiator s*T vorausgesetzt. Um den zu realisieren braucht man auch einen Verstärker mit unendlicher Verstärkung und unendlicher Bandbreite. Wenn man sowas annimmt, dann wundere ich mich nicht, wenn dann das errechnete Signal zum Zeitpunkt t=0 gleich auf einen bestimmten Wert springt.
Stell dir doch vor 0 ist eine Femtosekunde. Dann hat sich das Eingangssignal auch schon bewegt.
Zu welcher Zeit soll denn deiner Meinung nach das Signal dann springen wenn nicht zum Zeitpunkt 0?
Gruß Helmut
Reply to
Helmut Sennewald

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