Footprint mit Orcad

Hallo, ich verwende für meine Diplomarbeit Orcad Capture CIS 16.3 . Ich habe seit Tagen das Problem, dass ich die Footprints nicht einbinden kann.
Dummerweise finde ich über das component information system nicht alle Footprints. Mit dem verändern bestehender Footprints habe ich mich also schon abgefunden. Nur wie geht das? Ich lese oft, dass man beim import in den OrCAD PCB-Editor die Möglichkeit dazu bekommt. Leider kann ich ohne Footprints die Netzliste nicht erzeugen. In einfach Bauteilen (Widerstand, Kondensator,...) ist in den Standard- Bibliotheken sogar schon der Footprint eingetragen. Beim erzeugen der Netzliste kommt dann bei diesen Bauteilen die Meldung " [ALG0081] Illegal character "Forward Slash(/)" found in "PCB Footprint" " Der entprechende Footprint war in diesem Fall "RAD/CK05" aber leider ist der Slash nicht zulässig -> ???? Wo hat man überhaupt die Möglichkeit die Footprint Library zu sehen bzw. zu bearbeiten? Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand helfen kann!
Viele Grüße P. Mahler
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Philipp wrote:

Der Footprint muss bereits in Capture als Property "PCB Footprint" definiert werden. Falls diese Property nicht existiert, manuell hinzufuegen. Einmal reicht, dann existiert sie fuer alle Komponenten im Design. Fuer jede Komponente musst du dann den Namen der Footprint-Dateien eintragen, also zum Beispiel "smc0805", wenn die entspechenden PCB-Editor Dateine smc0805.dra, smc0805.psm usw. heissen.

Ist kein PCB Editor Footprint, da PCB Editor aufgrund seiner Unix-Herkunft keine Slashs (und andere Zeichen) kann. Falls das ein Orcad Layout Footprint ist, diesen in PCB Editor konvertieren. File -> Import -> CAD Translators -> Orcad Layout. Nicht vergessen, den Suchpfad fuer die Footprints in PCB Editor zu definieren.
PCB Editor kommt (im Gegensatz zu Layout) mit nur sehr wenigen Footprints. Das heisst entweder musst du die benoetigten Footprints in PCB Editor selbst entwerfen oder falls du noch die Layout Footprint-Bibliotheken hast, kannst du diese konvertieren. Dazu in Orcad Layout Bibliothek oeffnen, "Library Catalog" erstellen. Den "Library Catalog" (.max-file) in PCB Editor oeffnen (File->Import->CAD Translators), eventuelle Inner Planes loeschen und als PCB Editor Footprints exportieren (File->Export->Libraries). Slashes usw. werden automatisch konvertiert bzw. entfernt.

In PCB Editor.

Hoffe geholfen zu haben.
Gruss Klaus
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Hallo Klaus,
vielen Dank schonmal für die Antwort! Ich habe ganz rein zufällig auch das Orcad Layout 16.0 auf dem Rechner gefunden und dort auch den Library Manager. Mein Problem war, dass in allen Tutorials der Library Manager erwähnt wird, ich ihn aber in der Version 16.3 nicht mehr finde. Scheinbar hat sich mit der Version 16.3 der workflow grundlegend geändert... Wie mache ich das denn, wenn ich nur die Version 16.3 benutze? Es kann doch irgendwie nicht sein, dass das immer so ein gebastel ist. Privat nutze ich Target3001, da wird man nach dem Einfügen des Bauteils direkt nach dem Gehäuse gefragt und man bekommt nur die in Frage kommenden Gehäuse vorgeschlagen. Damit hatte ich bis jetzt nie Probleme. Ich wollte die Gelegenheit aber nutzen um ein "Profi- Werkzeug" kennen zu lernen. Aber ich verstehe bis jetzt noch nicht, warum man sich das antut ;) Woher weiß ich denn allgemein, wie die footprints heißen. Ich habe jetzt nicht so viel Erfahrung, dass ich das im Kopf habe. Die Namen im Orcad sind ja auch nicht gerade sehr aussagekräftig. Z.b. ein TQFP44 Gehäuse heißt im Orcad scheinbar QUAD1.0M/44/WG14.00. Aber so richtig sicher bin ich da nicht. Gibt es da irgendwelche Tips?
Viele Grüße Philipp
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Hallo Philip,

Welche Tutorials?

Layout ist beim Uebergang von 16.2 auf 16.3 abgekuendigt und durch PCB Editor (eine etwas eingeschraenkte Version von allegro) ersetzt worden. Das ist technisch gesehen sinnvoll, da man Layout eigentlich nur in einer Form von Hassliebe akzeptieren kann. Praktisch hat das zu einigen gewoehnungsbeduerftigen Nachteilen im Workflow gefuehrt. Waehrend du bei Layout die Footprints erst definiert hast, wenn du die Netzliste eingelesen hast, erfordert PCB Editor, dass das alles bereits bei der Erstellung der Netzliste definiert ist. Ist vernuenftig, wenn man an grosse Firmen mit eigener Layout-Abteilung denkt - auf diese Weise ist alles zweifelsfrei vom Entwickler definiert. Groesster Nachteil des Uebergangs von Layout zu PCB Editor ist, das PCB Editor nur mit einer laecherlich geringen Anzahl von Footprint-Bibliotheken geliefert wird, wo Layout durch eine sehr grosse Bibliothek glaenzte.

Ist hier im Prinzip genauso. Die grundlegende Idee ist, dass der Footprint bereits im Capture-Symbol definiert ist (Options->Part Properties). Das laeuft darauf hinaus, dass du verschiedene Capture Bauteile hast, wenn du zum Beispiel einen OP in DIP oder SMD Gehaeuse hast. Das heisst du entscheidest bei der Erstellung des Schaltplans welches Gehaeuse du haben moechtest. Idealerweise hast du also zum Beispiel einen OPA627AP und einen OPA627AU in deiner Capture Bibliothek und du waehlst den gewuenschten Typ. Falls die entsprechenden Bibliotheken existieren ist das eine schnelle Arbeitsweise, da du nicht wie bei Target jedesmal wenn du ein Bauteil einsetzt Stellung zum Gehaeuse nehmen musst.

TQFP ist nicht gleich TQFP

Die von dir angegebene Bezeichnung ist ein Layout-Footprint, der ohne weiters von PCB Editor nicht benutzt werden kann. (Siehe meinen ersten Beitrag zur Konvertierung der Layout-Bibliotheken). Die Nomenklatur der Layout-Footprints ist eigentlich sehr logisch. Im obigen Fall ist das ein quadratisches Geehause (QUAD), mit metrischen Massen (M) und Pin-Abstand von 1.0 mm (1.0) mit 44 Pins (44) und einer Kantenlaenge von 14.00 mm.
Wenn du wirklich mit PCB Editor arbeiten moechtest, dann kommst du nicht drumherum dir entweder eine Menge Footprints zu entwerfen oder die alten Layoutbibliotheken in das PCB Editor Format zu konvertieren. So oder so ist das viel Arbeit und wirkt vielleicht etwas grotesk, aber denke daran, dass Orcad's Zielgruppe Entwicklungsteams und nicht der Ein-Mann-Entwickler, der alles selber macht, sind. in solchen Teams ist der Arbeitsaufwand *einmal* die entsprechenden Bibliotheken zu entwerfen vernachlaessigbar gegenueber dem Kommunikationsaufwand zwischen Entwicklern, Layoutern und mechanischen Designern.
PCB Editor ist am Anfang sehr gewoehnungsbeduerftig, da er ein eher ungewoehnliches und Windows-untypisches UI hat. Wenn man sich allerdings erst mal an ihn gewoehnt hat, ist der einfach genial und aeusserst effektiv.
Gruss Klaus
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Hallo Klaus,
ich wollte mich noch einmal für die ausführlichen Antworten bedanken! Unter dem Gesichtspunkt, dass man die einzelnen Arbeitsschritte in einem großen Unternehmen trennt, habe ich das ganze noch nicht gesehen. Aber es klingt nachvollziehbar. Jedenfalls haben wir uns entschlossen, hier im Labor auf Target umzusteigen. Ich war nicht der einzige, der mit Orcad seine Probleme hatte und werde wohl auch nicht der letzte sein, der hier Platinen entwirft. Vielleicht komme ich ja irgendwann mal in den Genuss, mich an Orcad zu gewöhnen ;)
Viele Grüße Philipp
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