Hochspannungsleitung kurzgeschlossen

Bei einer Autofahrt in der Nähe von Kempten habe ich folgendes beobachtet: Eine Hochspannungs-Überlandleitung mit zwei Systemen, also
links und rechts der Masten jeweils drei vierfach-Seile. Eines der Systeme ist jedoch dadurch kurzgeschlossen, daß alle paar hundert Meter abwechselnd zwischen den drei Leitern eine Kurzschlußbrücke gespannt ist. Dieses wiederholt sich über einige Kilometer immer wieder. Weiterhin scheinen diese Kurzschlüsse schon seit geraumer Zeit zu bestehen, da ich mich erinnere, sie schon vor zwei Jahren gesehen zu haben. Fragen: a) warum schließt man eine Hochspannungsleitung jahrelang kurz? b) warum benötigt man so viele Kurzschlußbügel? Reicht ein Kurzschluß an einer einzigen Stelle nicht aus, wenn die Leitung schon am Anfang nicht unter Spannung gesetzt ist? Danke Bernd
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bernd wrote:

Meinst Du eine Traverse, oder eine frei hängende Verbindung? Aber egal, die beiden Leitungen sind einfach parallel geschaltet.
Marcel
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Marcel Müller schrieb:

Frage nicht verstanden - setzen!
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bernd wrote:

Nein, wg. Induktion von der Nachbarleitung.
vG
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Volker Gringmuth schrieb:

Nein - das sind Abstandshalter und keine Kurzschlüsse
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Jetzt könnte man natürlich noch fragen, warum nur die eine Seite Abstandshalter hat....
Bei Feierabend war nur die eine Seite... und dann vergessen
die andere Seite ist stromlos, Berührungen folgenlos
Niederspannung und isolierte Drähte
oder wegen der bekannt schlechten Vermögenslage der Versorger hat es nicht mehr dazu gereicht. Nach der nächsten Strompreis-Erhöhung wirds nachgeholt....
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Vielleicht eine Seite 400 kV, eine 230 kV?
-ras
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Ralph A. Schmid

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. Eines der

Kannst Du mal beschreiben, wie die Brücken aussehen ? Ev vermutetes Mateial ?
MfG bastian
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Ich tippe auf isolierende Abstandshalter. Evtl. neigt die Leitung zum Schwingen, wegen irgendwelcher komischen Windverhältnisse oder so...
-ras
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Ralph A. Schmid

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wrote:

Ganz genauso vermut ich es auch. Ist bei uns überall ab 16 KV alle 50 - 100 m drin. So sternförmige graue Kunststoffhalter wegen Schwingungen.
MfG bastian
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Also, ein Bild habe ich nicht. Es sind schlichte mehrere Meter lange Verbindungen zwischen jeweils zwei Leitern. Nach ein paar hundert Meter kommt dann die nächste zwischen zwei anderen Phasen und dann wieder eine zwischen dem dritten Phasenpaar. Dann fängt es wieder von vorne an. Das Argument mit Abstandshalter verstehe ich nicht ganz, denn auf dem zweiten System, welches parallel über die andere Seite der Masten läuft, ist nichts zu finden. Die Leitung dürfte eine 400kV-Leitung sein. Eine teilweise parallel laufende Leitung auf einem anderen Mastensystem ist ebenfalls völlig unauffällig. Warum sollen Abstandshalter nur an einem der Systeme benutzt werden? ... ich frag ja nur ...
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bernd schrieb:

Wenn eine bestimmte Windrichtung vorherrscht kann des Verhalten der beiden Systeme durchaus unterschiedlich sein - z.B. weil eines in der Wirbelschleppe des anderen hängt und dadurch zusätzlich angeregt wird.
Einseitige Abstandshalter sieht man auch bei langen Spannweiten in Talüberquerungen.
Siegfried
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So, ein paar von unseren Abstandshaltern. Wir haben 3 verschiedene...
http://a.imageshack.us/img824/1520/bildstrom001.jpg
Man sieht eher unten die kräftigen isolierten Halter, Leitungsabstand eher gering-weil Mittelspannung und die Drähte sind isoliert- kann nix passieren.
Auf der anderen Straßenseite sieht man ganz dünne blanke Abstanshalter, kurz vor linkem Mast.
Und am Mast hinter "Tourist-Police" ist die dritte Art zu sehen.
Edelstahl-Blech um den Mast geklebt zwecks Abrutschen der Schlangen. In D auch nie gesehen. Hat 9 von 10 Schl. abgehalten. Aber 10 ist besser. Darauf wurde über Edelstahl noch ein Metallgitter-Trichter angebracht. Jetzt keine Abschaltungen mehr. Zuerst wars immer ne Sekundenabschaltung, dann hat sich bei Regen der verkohlte Schl-Körper vollgesogen und nachhaltig abgeschaltet. Mit Kunsstoff-Stangen von unten zerschlagen, nicht extra Ruttmannsteiger ausgerückt.
Hier etwas übersichtlicher :
http://a.imageshack.us/img824/9063/bildstrom005.jpg
Oben sind etwas besser die dünnen blanken A-Halter zu sehen. Blank, weil beide Drähte die gleiche Phase sind, parallel wegen Kapazitätsverdopplung. Die A-Halter sollen umeinanderwickeln bei Hurrikan verhindern und tun das auch.
Ganz unten schweigt man besser. Das erstaunl. Durcheinander sind Telefon + Kabelnetz + Internet + Feuermelder.....
Übrigens, nach der Isolator-Lämge kann hier nicht auf die Spannungen geschlossen werden. Viel höher, als man denkt. Es fehlt Schnee-Eis-Reif... Wasser stört nicht.
MfG bastian
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bernd wrote:

Schade, das wäre wirklich hilfreich.

Das könnten Abstandshalter sein, wenn sie aus Isolatorenmaterial sind. Das müßte man jetzt mal erfahren :)
vG
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Volker Gringmuth schrieb:

Das sind defintiv Abstandshalter! Bei bestimmtem Leitungsmaterial (Windlast), Länge und Spannung werden die verwendet.
Da braucht man keine 25 Postings um das ein für allemal klarzustellen.
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bernd schrieb:

kenne ich

Das sind AFAIK isolierte Abstandshalter

Schon ewig

Abstandshalter
Damit ist der Punkt "a" abgehakt
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Also schrieb bernd:

Ich kenne die Leitungen, die Du meinst. Das sind, wenn Du genau hinschaust, keine Kurzschlüsse, sondern mechanische Verstrebungen mit Isolatoren. Das verhindert ein zu starkes mechanisches Schwingen der Leiterseile. Keine Ahnung, warum das nur da angewendet wird... ich habe das noch nirgends sonst gesehen...
Ansgar
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*** Musik! ***

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Am 30.08.2010 10:32, schrieb Ansgar Strickerschmidt:

Ist gängige Praxis bei Leitungen, die in den vergangenenen Jahren negativ in der Statistik aufgefallen sind. Mit negativ meine ich, dass diese Leitungen bei bestimmten Temperaturen und Wetterlagen verstärkt AWE und Auslösungen aufwiesen. Das Phänomen nennt sich "Langwellige Leiterseilschwingungen" und tritt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, Wind >7m/s und nassem Schnee oder Regen auf. Es gibt mittlerweile verschieden Studien dazu, aber ganz genau kann es noch nicht erklärt werden. So baut man halt an den exponierten Stellen diese Separatoren ein.
Grüße Jörg
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Signatur entlaufen...

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Ich kenne diese Verbindungen auch, aber da sind die typischen Rippen von Isolatoren erkennbar. Zu sehen entlang der A7 Nähe Allgäuer Tor.
Ich tippe auf mechanische Halter (nur wozu dann immer nur zwei Leiter?) oder, was hier noch nicht gefallen ist:
Könnten das Überspannungsableiter zwischen je zwei Phasen sein?
Aber beides, Halter oder ÜSS, macht so richtig keinen Sinn, finde ich.
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