Kennt jemand die Elektrisiermaschine aus dem Kosmos Baukasten anno 1970?

Heinz wrote:

Ich habe das Büchlein hier noch vorliegen, Zitat: "Es ist wieder unsere elektrische Klingel, aber ohne Glockenschale". Am Unterbrecher wurden die Elektroden angeschlossen.
Damals war man verlagsseitig noch nicht so besorgt um die Gesundheit der Angehörigen des Experimentierenden. Der heutzutage erhältliche Kosmos-Elektrobaukasten enthält keinen Elektrisierer mehr :-( (zumindest ist meine Tochter bis jetzt noch nicht mit dem Ansinnen gekommen, diese 2 Drähte mal eben festzuhalten...) Kein Wunder daß die jungen Leute nicht mehr Elektrotechniker werden wollen da einem ja der ganze Spaß vorenthalten wird.
Grüße, Peter
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Wohl wahr, Hoischens Physikalisches Experimentierbuch von 1954 schlaegt vor:
Bogenlampe: 2 Kohlestifte mit Waescheklammen halten, Buegeleisen als Vorwiderstand an 220V, mit Zeichnung.
Oder als Oszilloskopersatz: "Wir ueberstreichen eine Blechplatte mit irgendeinem Lack ... nun verbinden wir die Platte ueber einen hochohmigen [was hochohmig ist 'is left as an exercise to the reader'] Widerstand (aus einem alten Radio) mit Phase des Stromnetzes, als Widerstand koennen wir auch einen etwa 10cm langen angefeuchteten Bindfaden nehmen. Gehen wir mit dem Finger eine Hand ueber die Platte, waehrend die andere Hand die Wasserleitung oder Heizung beruehrt... Man kann haeufig den hochohmigen Widerstand auch entbehren und die Platte direkt an die Phase des Lichtnetzes anschliessen... [immerhin sagt er das man dann aber die Wasserleitung nicht anfassen darf]"
Elektrokop (selbstgebaut aus Blechdose mit Alustreifen drin): "Einen Pol [nicht gesagt welcher] der Steckdose verbinden wir Gehaeuse, den anderen ueber einen Schutzwiderstand (Buegeleisen) einen kurzen Augenblick mit dem Kopf des Elektroskops..."
Logisch bauen die auch eine Funkeninduktor: "Wir ziehen dann die Elektroden der Funkenstrecke vorsichtig so weit auseinander bis die Funkenbildung gerade aufhoert und bringen dann das radioaktive Praeparat dicht vor die Funkenstrecke, so beobachten wir wieder laufend Entladung"
Er schliesst Trioden ans Stromnetz an und baut so einen UKW-Sender: "Von der Anode fuehrt nach C ein kreisfoermiger Buegel B (Durchmesser 12-15cm) aus blankem Kupferdraht. An ihn wird mit einer Krokodilkemme die Phase des 220V Wechselstromnetzes gefuehrt..." [Abstimmung erfolgt dann durch Verschieben von K]
Solider Aufwbau war ihm ach wichtig: "Zweckmaessig ist es, die Verbindungsstellen zu loeten, man kann aber auch die Draehte durch ein paar festgezogene Windungen aus Blumendraht einigermassen sicher miteinander verbinden."

Damals haben durch natuerliche Selektion nur die Kluegsten ueberlebt,
heute meint jeder Depp, Elektrotechnik studieren zu koennen.
--
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