Kreuzschaltung richtig verkabelt?

Nov 16, 2004 31 Replies

"Martin Lenz" ...

...

Hallo Martin, prima dass du das machst und viele andere die Fachkenntnis haben ebenfalls. In Haushalten wo Mörderwechselschaltungen (noch) existieren kann man aber schon fast per Definition davon ausgehen dass keinerlei Fachkenntnisse vorhanden sind. Die Gefah dass in einer solchen Umgebung $DAU eine Leuchte oder auch nur ein defektes Leuchtmittel unter 2xL wechseln möchte ist real.

Bei ordnungsgemäßen Installationen (geschalteter L) ggf. mit fachkundigem Personal wird dann noch der Stromkreis ausgeschaltet, gesichert und beschriftet, sowie zusätzlich mit dem Duspol auf Spannungsfreiheit geprüft... IMO wird es entweder ganz murxig oder hyperkorrekt gehandhabt. Deswegen gehe ich bei der reinen Existenz von Mörderwechelschaltungen von worst case aus.

BTW: mit Kreuzschaltungen hat das natürlich nichts mehr zu tun, die kann eigentlich nur in so fern falsch verdrahten, dass man den N über die Korrospondierenden schickt. Der OP hatte allerings immer Spannung (mit Lügenstift "geprüft") an der Lampe

"Das Lämpchen am Phasenprüfer glimmt je nach Schalterstellung mal stärker und mal schwächer"

Meine Vermutung Glimmlampen in den Schaltern hatte ich ja schon geäußert, der OP aber nicht mehr dazu, ich gehe davon aus das das Thema erledigt ist.

Thomas

"Martin Lenz" ...

Hallo Martin, ich war von der Erweiterung eines Ausschalters für eine Wechselschaltung ausgegangen. Also einer der Fälle, wo manche Leute glauben, dass man das nur mit Sparwechselschaltungen realisieren kann, deswegen der Hinweis auf das Stromstoßrelais. Funk ist für mobile Anwendungen eine feine Sache (Telemetrie, GSM, DECT, GPS,...) sollte IMO in der (festen) Installationstechnik aber nur da eingesetzt werden, wo es gar nicht anders geht und selbst da primär nur als Übergangslösung bis zur nächsten Renovierung (vielleicht hält ja dieerste Batterie solange), aber mein Anspruch auf Funktions- und Ausfallsicherheit sowie möglichst geringe/keine Wartung ist sicher überdurchschnittlich.

Letztendlich kommt man für eine wirklich flexible Installation an einem Installationsbus kaum vorbei.

IMO - Thomas

...

Hallo Martin, schau noch mal genau hin es sind 3 Anschlüsse an den Wechselschaltern. Die Kreuzschalter (topic) werden dazwischen geschaltet:

NO------X---X-------NO L ---C C----Lampe-------N NC------X---x-------NC

der Kreuzschalter kann dabei zwei Zustände annehmen:

X---X X X \/ /\ X---X X X

Er vertauscht beide Korrospondierenden, man sieht auch gut, warum er Kreuzschalter heißt.

Bei der Anschaltung eines Kreuzschalters braucht man 4 Leitungen, ein NYM-J 5x? ist in dem Fall möglich (blau z.B. für eine der Korrospondierenden), gn/ge zwecks Leitungsschutz trotzdem an PE. Will man hingegen da noch eine Steckdose mit installieren, wird es schwieriger. Entweder eine extra leitung mit ziehen (3x...) oder ein

7x... verwenden, bezüglich Strombelastbarkeit/Wärmeableitung wird das aber eher >=2,5mm² (Bündel).

Wenn Steckdosen mit verlegt werden sollen: NYIF besser NYM 5x1,5mm² (Querschnitt individuell nachrechnen!) Taster, Eltakos oder Bus.

Die hier nicht mit gequotete Version eignet sich nicht für Kreuzschaltungen - und das war die Frage des Threads.

BTW: ich empfehle *immer* die Verwendung von min. 5 Adern, bzw min. einer echten Reserveader. Wer statt 3x1,5/2,5/... 5x... verlegt, hat solche Änderungen in wenigen Minuten erledigt. Natürlich das NYM im Rohr ;-) Nach der ersten Änderung hat sich das schon "gerechnet"...

Thomas

Man fühlt sich wie ein solcher, nachdem man gegrillt wurde.

vG

Am 18 Nov 2004 23:23:50 -0800 hat Thomas Einzel geschrieben:

Ich habe auch schon überlegt was Netz/Trägerfrequenz gekoppeltes zu bauen oder kaufen, aber zu ersterem bin ich noch nicht gekommen, und für zweiteres fehlt mir die Info, was da gut und preisgünstig (nicht nur billig :-) ) ist. So laufe ich halt noch zw. den Schaltern herum.

Am 18 Nov 2004 23:55:44 -0800 hat Thomas Einzel geschrieben:

Kreuzschalter braucht viele Leitungen - klar. Aber zwischendurch schien es um den Leitungsbedarf einer Wechselschaltung zu gehen. Würde bei mir auch reichen, wenn ich wüßte, wo die Rohre genau hingehen. Bin mit der Feder recht weit hineingekommen, aber ob dann ins Vorzimmer abgezweigt wird, oder zu der einen Verteilerdose konnte ich nicht feststellen. Bei der einen Dose im Schlafzimmer ist nichts zu sehen gewesen, die im Vorzimmer hatte der Maler erst so schon gespachtelt, daß ich sie nicht aufmachen wollte.

Bei meinem Vater im Haus gibt es für mehrere Schaltstellen mit Taster so Stromstoßrelais - sind das diese "Eltakos"?

NYM ist doch ein Kabel - unter Putz kenne ich nur Einzeldrähte im Rohr, braucht ja auch weniger Platz - oder werden da heute iA Kabel verwendet?

Mit der Feder "anklopfen" lassen und andächtig lauschen.

Eltako ist ein Hersteller, ich nehme an, gemeint sind allgemein Stromstoßschalter als Reiheneinbaugerät im Verteiler. Daneben gibt es noch die (von Dir beschriebenen?), die in einer Schalterdose Platz haben.

I.A. für österr. EFH/Wohnungsinstallationen würde ich sagen YE Einziehdraht im Flexschlauch.

mfG Peter

Martin Lenz wrote: ...

Hallo, ja ist Markenverwässerung. Eltako ist ein Hersteller von u.a. Stromstoßrelais. ...

Man kann auch NYM im Rohr verlegen. Das Rohr ist dann einfach nur die Notvariante für später. Wenn z,B: das NYM-J 7x1,5mm² nicht mehr reicht, herauszieehen und dabei gleich ein 7+x Leitungsbündel einzeihen. Über fünf 90° Ecken klappt das natürlich auch nicht.

Einzeladern musst du ablängen und das einziehen des Bündels ist auch aufwändiger als beim NYM (Zeit, Stundenlohn) und in ein Rohr mit 7 verlegten Adern noch eine weitere Ader einfügen wird nicht immer gelingen. Das NYM "reserviert" auch gleich ein bischen Platz ;-)

Nach der reinen Lehre natürlich einzelen Adern im Rohr...

Ich wollte nur zwei Botschaften herüberbringen:

- Reserveadern

- Rohrinstallation

Thomas

Am Fri, 19 Nov 2004 15:33:01 GMT hat Peter Leopold geschrieben:

Die alten hätten in einer Dose Platz gehabt, waren aber auf die Hutschiene geschraubt, Ersatz wegen defekt war dann zum aufschnappen.

NAch der reinen Lehre ist NYM eine Mantelleitung. Das aber nur am Rande, für mich is es auch ein Kabel wenn ich nix offizielles schreiben muß ;-) Es gibt schon auch bei uns Witzbolde, die YM eingipsen, das sind dann die, die im ganz untersten Preissegment werkeln und alles machen was grad noch irgendwie zulässig ist. Sehr stark empfohlen wird die von Peter genannte Variante. In den 70ern und frühen 80ern gabs eine Zeitlang eine Welle von YM-Steg in Gips, das verwende ich wenn wo im Altbau die Verputzschicht so dünn ist, daß ich für FX in den Ziegel stemmen müßte und keine Hilti habe.

Nur bei unseren Nachbarn ist der Preisunterschied zwischen Ye+FX und YM so eklatant, daß fast ausnahmslos YM verwurstet wird. Auch die Preise für LSS in deutschen Baumärkten sind ein Hammer - B13A kosten soviel wie bei uns, B16A gibts fast geschenkt!

lg Ragnar

Es gibt IMHO eine ganz simple Regel, die theoretisch sogar der schlimmste DAU bereits als Kleinkind gelernt haben sollte: MAN STECKT SEINE FINGER NICHT IN EINE LAMPENFASSUNG!!! Und man greift auch beim Glühbirnenwechsel das Schraubgewinde nie und unter keinen Umständen an! Beherzigt man diese Ratschläge stellt die Kreuz-und-Gewitter-Wechselschaltung in _dieser Hinsicht_ auch keine erhöhte Gefahr dar. ABER: Wie schon jemand erwähnt hat, besteht die erhebliche Gefahr, daß der Schalter einen Lichtbogen zieht und entweder abbrennt oder noch rechtzeitig die Sicherung reißt! Das ist IMHO der wahre Hammer an dieser Schaltung (die hier gottseidank nie viel verwendet wurde, wir sind anscheinend weit genug von Hamburg weg ;-))

lg Ragnar

Thomas Einzel schrieb: ...

und das gibts sogar schon in dem Plattenbau, in dem ich Wohne. 12V~ von der Klingelanlage zentral eingespeist, Taster in den Zimmern, Relais im Kasten, Licht an extra Sicherung und durch die Relais geschaltet... Eigenltich recht modern :)

Florian

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