Wie Erdung der Sat-Schüssel richtig ausführen

Hallo,
wir sind gerade dabei Leitungen in einem Neubau zu verlegen.
Der Elektriker hat mir für die Erdung der Sat-Schüssel geraten (auch
wegen Betondecken die nicht ganz einfach zu durchbohren sind) das
Erdungskabel einfach über den Versorgungsschacht, in dem auch noch
andere Leitungen und die ganzen Heizungsrohre/Wasserrohre liegen, in den
Keller zu legen. Die Erdungsleitung ist eine Leitung mit 6mm².
Ist das so korrekt?
Vielen Dank im Voraus
CU
Manuel
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Manuel Reimer
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Manuel Reimer schrieb:
NEIN
Aus Sicht der Elektrotechnik ist eine SAT Sch=FCssel nicht zu erden da das LNB mit Kleinspannung betrieben wird. Aus Sicht des Blitzschutzes ist eine Einbindung in den Blitzschutz notwendig. Die Verbindung hat am k=FCrzesten Weg zur Erdung zu erfolgen. Querschnitt ist min 10mm Runddraht Durchmesser nicht Querschnitt!! Scharfe Kanten und Ecken sind verboten Wenn der Blitzstromableiter Mindestabst=E4nde zu anderen leitenden Teilen unterschreitet ist die Ableitung isoliert auszuf=FChren. Mit einem 6=B2 quer durchs Haus wird die Anlage nur schlechter weil ein Teil des Blitzstromes ins Haus geschleppt wird. Normalerweise wird die Sch=FCssel an dem Firstleiter angeschlossen
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Werner Haselsteiner
Werner Haselsteiner schrieb
Hört sich gut an...
...aber viele Elektriker machen das durch die Versorgungsschächte...
Nicht jeder hat einen Firstleiter, oder?
Gruss, Chris
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Christoph Rothing
Eat shit - millions of flies cannot be wrong!
Grüße,
Günther
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Günther Dietrich
Werner Haselsteiner schrieb:
Es gibt bei uns weder einen Firstleiter noch einen Blitzstromableiter. Geerdet sind nur die Dachrinnen. Der zuständige Elektriker hat mir aber geraten den Mast für die Schüssel auf jedem Fall zu erden (obwohl dieser nicht weit über das Dach steht. Gerade ausreichend um die Schüssel festzumachen). Ich hatte erst vor die Schüssel einfach auf die Dachrinne zu brücken (die ist ja sowieso geerdet). Mir wurde aber geraten die Schüssel auf jedem Fall auf eine Potential-Ausgleichsschiene zu klemmen. Da am Ende des Versorgungsschachts auch eine Ausgleichsschiene sitzt kam der Vorschlag das Kabel einfach dort mit durchzuziehen. Unter anderem sind im Versorgungsschacht die Wasserrohre, diverse Stromleitungen und Leerrohre für Telefon und LAN.
CU
Manuel
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Manuel Reimer
Kuckst Du EN VDE 50083. Vielleicht ist das ja in AT anders. Hier gehört das zum Potent(Z)ialausgleich.
Es reichen 8 mm, nur als Erdung müssen es 10 sein.
Hier ist der Blitzschutzfachmann gefordert.
Nö, kann auch mit einer Ableitung verbunden werden. Je nachdem was näher ist.
Lutz
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Lutz Illigen
Jein. Er hat wohl den Potent(z)ialausgleich gemeint. Und es ist nach EN VDE vorgeschrieben. Mach es von außen mit 16 mm² oder 8 Rd.
Lutz
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Lutz Illigen
Und wo ist das Problem? Verlängern bis Mast und gut.
Da gibt es nichts zu raten, das ist Vorschrift.
Spielt keine Rolle, auf dem Dach ist auf dem Dach.
Unsinn. Es müssen nur alle Erder verbunden sein.
siehe meine anderern Postings.
Lutz
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Lutz Illigen
Lutz Illigen schrieb:
Und über den Versorgungsschacht ist ein Fehler?
Kann sein, dass ich mit Potentialausgleich und Blitzschutz etwas durcheinander gekommen bin. Da ich beim Suchen rund um Blitz und Überspannungsschutz auch über was zur Erdung von Antennenmasten gestolpert bin frage ich einfach sicherheitshalber mal nach.
Aktuell ist die Erdung so ausgeführt worden wie vom Elektriker vorgeschlagen. Mit ca. 10 Metern 6mm² vom Mast auf direktem Weg (durch den Versorgungsschacht) in den Keller und auf die Ausgleichsschiene. Das ganze ohne Unterbrechung im Kabel.
Selbst wenn ich direkt nach unten verbinden wollte, würde das nicht gehen. Direkt unterhalb des Mastes gibt es garkeine Ausgleichsschiene.
CU
Manuel
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Manuel Reimer
Man versucht, Blitzströme aus dem Gebäude heraus zu halten! Deshalb wird der (Blitz-)Erder auf möglichst geradem Weg (also ohne Knicke) _ausserhalb_ des Gebäudes geführt. Damit bleiben die magnetischen Wechselfelder, die ein Blitz erzeugt, großenteils draussen.
Wenn man den Erder im Kabelschacht -- neben Netz-, LAN-, Telephon- und sonstigen elektrischen Leitungen -- führen würde, würden die starken magnetischen Wechselfelder bei einem Blitzeinschlag in die Schüssel in den schön parallel zum Erder liegenden Leitungen große Wechselströme induzieren, die wiederum an den Enden der Leitungen zu teils sehr hohen Spannungsspitzen führen können bzw. werden. Das ist genau das, was man nicht haben möchte.
Der Weg für den Blitz soll mit möglichst geringer Induktivität (also ohne Knicke und insgesamt möglichst gerade) ausserhalb des Hauses verlaufen. Die Signal- bzw. Antennenleitung soll aus Sicht des Blitzes möglichst hohe Induktivität haben, sollte also z.B. von der Potezialausgleichsschelle am Mast im rechten Winkel weggeführt werden.
Wenn Du Deine Elektrogeräte bei diesem Menschen kaufst, wird er sicherlich ein gutes Geschäft machen, wenn bei Dir mal ein Blitz einschlägt.
Hast Du überhaupt irgendwelchen Blitzableiter am Haus? Dann kannst Du Deinen Antennenmast damit verbinden.
Möglicherweise brauchtest Du bisher keinen Blitzableiter, weil nichts metallisches über Dein Dach hinaus ragte (ich kenne die Bestimmungen da nicht, habe aber mal mitbekommen, dass es solche fälle gibt). Wenn nun der neue Mast oder die daran befestigte Metallschüssel bestimmte Grenzen überragt, kann es durchaus sein, dass Du dann auch einen Blitzableiter installieren musst.
Ein 6mm"-Drähtchen -- zumal im Gebäudeinneren -- erfüllt diesen Zweck nicht. Dein Elektriker sollte das eigentlich auch wissen. Aber vielleicht hatte er es ja eilig, rechtzeitig zum Fußball-Kucken zu kommen.
Grüße,
Günther
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Günther Dietrich
Es ist ja auch kein Blitzableiter in den Sinne sondern gehört zum Potent(z)ialausgleich obwohl das gleiche Material verwendet wird.
Nein, muss man nicht.
Auch wenn ich mich wiederhole: Antennenpotent(z)ialausgleich.
Denke ich mittlerweile auch, irgendwie hat er keinen Plan.
Lutz
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Lutz Illigen
Nein.
Das ist mittlerweile sehr unübersichtlich geworden, darum immer die Empfehlung einen Blitzschutzfachmann zu fragen.
Du hast den Antennenpotent(z)ialausgleich vergessen.
Verbinde den Mast mit 8 Rd mit deinem Regenrinnenerder. Du hast doch da Fundamenterderanschlussfahnen und bist mit Rd 8 auf die Fallrohre gegangen? Ansonsten Bilder online stellen.
Lutz
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Lutz Illigen
vielleicht hängt das damit zusammen: "wir sind gerade dabei Leitungen in einem Neubau zu verlegen" Macht der Bauherr nur die Verlegearbeit oder auch die Planung? Ggfs "darf" man als Elt-Inst großzügig das Baumarktmaterial anklemmen und den Antrag beim EVU blind unterschreiben ? MfG
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Bernd Löffler
Bernd Löffler schrieb:
Ersteres. Wie was gemacht werden muss wurde von einem Elektriker vorgegeben. Ich lege doch nicht planlos irgendwelche Leitungen in einen Neubau. Das nachträglich wieder geradezubiegen (nach dem Verputzen) wäre doch wesentlich teurer als Rat von einem Fachmann.
CU
Manuel
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Manuel Reimer
Lutz Illigen schrieb:
Also doch richtig? Wurde wie gesagt *nicht* von mir so entschieden! Ich frage nur nach weil ich nicht sicher bin und jetzt noch (auch wenn der Aufwand schon etwas zugenommen hat) ausbessern könnte. Noch ist nicht verputzt. Auch wenn's natürlich schade wäre, wenn ich das lange 6mm² (welches beim aktuellen Kupferpreis auch nicht billig war) wieder entfernen müsste.
?
Ja, dort ist eine Fundamenterderanschlussfahne. Diese ist allerdings noch nicht angeschlossen.
Wenn ich ehrlich bin habe ich noch nie erlebt, dass ein Antennenmast mit Rd 8 geerdet wird. Ich habe schon öfters in Bekanntenkreis was an der Sat-Installation gemacht (gerade im Zuge der Umrüstung auf Digital wo einige LNBs ausgetauscht werden mussten). Ich habe da in aller Regel 6mm² vorgefunden.
Bei einem Altbau habe ich selbiges bis zu einem Heizungsrohr aus Kupfer verfolgt. Dort ist es mit einer Banderdungsschelle verbunden. Sicher besser als garnix, aber wenn ich hier so die Vorschläge lese wohl doch nicht "ganz" richtig.
Nehmen wir an ich würde Rd8 nehmen (davon abgesehen, dass ich nicht wüsste wie ich das jetzt nachträglich noch unterbringen sollte). Würde es ausreichen dieses bis zur Rinne zu ziehen und dort anzuklemmen oder müsste ich die ganze Strecke bis zur Erdungsfahne zurücklegen.
Ein Foto von Banderdungsschelle und Regenrohr + ein Foto des Mastes von außen kann ich gerne online stellen, wenn das irgendwie hilft. Viel zu sehen ist darauf aber nicht weil eben noch keine Anschlüsse gemacht wurden.
CU
Manuel
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Manuel Reimer
Thus spoke Günther Dietrich:
Hör mit dem "keine Knicke" auf, das ist grob mißverständlich.
Das hier...
...kommt der Sache schon wesentlich näher. "Induktivitätsarm" und "widerstandsarm" sind die Zauberwörter - das hat aber nur indirekt mit "knickfrei" zu tun. Außerdem muß, wenn sich Schleifen nicht vermeiden lassen, der Isolationsabstand auf der "Innenseite" gewährleistet sein.
Zu Verdeutlichung ("X" = Mauer, "|" = Ableiterstange):
X | X | X | X \ X | X \ X '---. X \ XXXXX | XXXXX | X ,---' X / X | X / X | X / X | X |
schlecht besser
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian Suchanek
Du sollst die 6 mm² für den Antennenpotent(z)ialausgleich nehmen und für nix anderes!
formatting link

Ist h´ja auch noch ganz frisch.
Murks, war schon länger 16mm² (gewesen).
Nein, direkt an den Ableiter.
Ja amch mal, am besten mit der Ansicht Mast und Regenfallrohr.
Lutz
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Lutz Illigen
Günther Dietrich schrieb:
:-))
Trotzdem sollten die Elektromeister mehr Hirn haben als Fliegen...
Gruss, Chris
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Christoph Rothing
auch wenn ich mich hier völlig oute:
muss eine satellitenschüssel, die nicht auf dem dach sondern unter dem drempel montiert ist, geerdet werden? wieso müssen regenrohre geerdet werden - das ist bei meinem neubau nicht der fall.
gruß normen
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Altiparmak
[...]
Aha... Sowas ist jetzt üblich? Naja... Das Kabel liegt ja schonmal. Erden kann man dann ja später. Ich habe in Erinnerung das man, sobald man solche Sachen macht, umgehend Probleme bekommt wenn der PC an den Receiver oder direkt an die Sat-Schüssel geklemmt wird. Man hat in diesem Fall zwei Verbindungen zur Erdung und demzufolge unter Umständen ein Brummen das dann aufwändig durch Brummfilter im Audio-Kabel wieder entfernt weden muss.
Ich hab einmal Regenfallrohr mit Banderder, einmal Gesamtsituation und einmal mit Zoom auf den Mast. Nachkomprimieren und Online-Stellen erledige ich heute Abend.
CU
Manuel
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Manuel Reimer

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