LED-Standlicht

Sep 24, 2004 46 Replies

Ich will einen der neuen Luxeon-LED als Fahrradscheinwerfer testen. Da gibts einen mit 3.6 V und 700 mA (max). Da mein Fahrraddynamo 580 mA hergibt, passt das elektrisch ganz gut. Vor den Luxeon kommt noch ein Gleichrichter, da der Fahrraddynamo ja Wechselstrom erzeugt.



Jetzt haett ich noch gerne eine Standlichtfunktion. Also ca 10 Minuten "nachbrennen" mit 1/4 - 1/10 der Fahr-Leistung. Meine erste Idee einen



5.5 V / 1 F Goldcap-Kondensator parallel zur LED zu schalten funktioniert leider nicht: Der Goldcap wird ja nur bis 3.6 V geladen und unter 3.3 V leuchtet die LED nicht mehr.

Gibt es einen (einfach Weg) die Ladespannung fuer den Goldcap-Kondensator zu erhoehen?



Ulli Horlacher schrieb:

Schonmal überlegt wie lange die LED mit dem GoldCap nachbrennen würde? (Außerdem ist AFAIK ein goldcap nicht für solche Ströme zu gebrauchen...) Q=Integral I*dt desweiteren C=Q/U. Selbst wenn der GoldCap ein "idealer Kondensator" wäre, würde die Led gerade mal 2sec leuchten... Zum vergleich: eine 1.5 mignon hat sagen wir mal

2Ah(Amperestunden, ein goldcap bei 3.6V/1F gerade mal 3.6As (Ampere-sekunden). Wegen U/I Kennlinie einer Diode verbunden mit einem Kondensator will ich gar nicht reden... Gruß Andy

Ca 30 Minuten. Ein Freund von mir hat das in Produktion. Allerdings mit zwei Luxeons. Damit bekommt er dann die doppelte Ladespannung. Als Standlicht funktioniert nur eine LED.

Es muessen ja keine 700 mA fliessen, ein paar mA reichen. Der Wirkungsgrad steigt bei fallendem Strom.

Aha, also bei genauem hinsehen erkennt man, daß die LED noch leuchtet... Und wenn das dein Freund in Produktion hat,frag ihn doch einfach danach.

[...]

^^^^^ Was für eine LED hast Du da? Superhell? Dann ja.

Rudi

Nein, es reicht als Standlicht um gesehen zu werden.

Hab ich doch geschrieben. Er verwendet 2 Luxeon. Damit hat er die doppelte Spannung, aber nur einen nimmt er als Standlicht. Das ist mir aber zu teuer.

Hallo Ulli,

Goldcap vom Dynamo auf hoechste sichere Spannung aufladen. Entweder regeln oder mit Z Diode begrenzen, aber so dass alles weit genug von der

5.5V Grenze wegbleibt. LED dann ueber Schaltregler versorgen. Ein simpler Buck Converter genuegt, wenn der Cap nicht ganz ausgelutscht werden muss. Wenn doch, muss es ein SEPIC Converter sein, was aber auch nur eine Spule bzw. bei gemeinsamem Kern eine Wicklung mehr plus einen kleinen Kondensator kostet.

Gruesse, Joerg

formatting link

Als Fahrlicht ist wohl weiss vorgeschrieben, und bei LEDs gilt elektrisch weiss=blau ;-]

Hallo Rolf,

Wirklich? Mein Rannrad hatte gelbes Fahrlicht und da hat sich nie jemand darueber mokiert. Die einzige Knolle war wegen ueberhoehter Geschwindigkeit (!) in einer Baustelle. Das Auto neben mir hatte einen blauen Pickel auf dem Dach. Peinlich.

Gruesse, Joerg

formatting link

Die Wechselspannung des Fahrraddynamos nutzen:

Zusatz- C und zwei Dioden als Spannungsverdopplerschaltung und eine Z-Diode am Goldcap zur Spannungsbegrenzung?

formatting link
Problem wäre, daß das Potential des Coldcaps im Fahrbetrieb nicht mit dem Gleichrichter kompatibel ist. Ein Ausweg wäre evtl. Umschalten zwischen Fahrbetrieb und Standlicht über ein Relais.

Gruß:

Christian

Am Sun, 26 Sep 2004 23:51:10 GMT hat Joerg geschrieben:

Sind bei euch schon Fahrradtachos vorgeschrieben? Oder hättest du auf den Tacho des Autos neben dir schauen müssen? :-) Das Vorschriftenwerk bezügl. Fahrradbeleuchtung ist in der Tat dicht. Eigentlich sind/waren LEDs sowieso verboten, weil sie keine 6V/2,4W Birnen sind, die eben vorgeschrieben sind/waren (?).

Am Sat, 25 Sep 2004 18:48:39 GMT hat Joerg geschrieben:

Wenn du die LED potentialfrei anschließt, kannst du sie an einem Inverter betreiben, der hat keine Begrenzung bezgl. kleiner/größer Eingangsspannung und braucht auch nur eine Spule.

24 Sep 2004 14:47:19 GMT, Ulli Horlacher:

Ein einfacher Vorwiderstand reicht. Miss nach welche Spannung die LED bei

580mA maximal erreicht (es werden irgendwas im Bereich 3.5-4.0 Volt sein). Der Goldcap darf bis 5.5 Volt geladen werden. D.h. am Vorwiderstand dürfen bei Maximalstrom vom Generator nicht mehr als 1.5 Volt (oder was Du bei Deiner LED so ermittelst) abfallen:

R = U/I = 1.5 V / 0.58 A = 2.59 Ohm

Nimm also einfach vier 10 Ohm 0.25 Watt Widerstände aus der Bastelkiste und klemm sie parallel geschaltet zwischen Goldcap und LED. Parallel zur LED noch einen möglichst fetten Elko (>2200uF) mit niedrigem ESR zum Glätten des Geflacker. Alles hinter einen Shottky-Brückengelichrichter und fertig ist die Laube.

Andreas

Mon, 27 Sep 2004 14:27:45 +0200, Martin Lenz:

In Deutschland waren und sind weiße LED-Scheinwerfer am Fahrrad erlaubt, sofern sie hell genug sind. Bislang waren sie einfach zu dunkel.

Andreas

Mon, 27 Sep 2004 10:48:35 +0200, Christian Hoffmann:

Ulli will eine 3W-LED verwenden, die 700mA abkann. Da braucht er die Spannugnsverdoppler-Krücke nicht.

Andreas

"Gibt es einen (einfach Weg) die Ladespannung fuer den ..." ^^^^^^^^^^^^

Braucht er für den Fahrbetrieb auch nicht. So wie ich es verstanden habe zieht die Lampe aber so viel Strom, daß beim Radeln die Spannung hinterm Gleichrichter nur max. 3.6V erreicht -> Goldcap wird nur bis 3.6V geladen -> bei 3.2V geht das Licht schon wieder aus ->Nachleuchten zu kurz.

Gemeint hatte ich das so: Goldcap mit der Wechselspannung vom Dynamo "offline" auf max. 5.5 V über Sp.verd. aufladen und zwischen Standlicht und Fahrlicht z.B. mit einem Microrelais umschalten. Oder habe ich da was falsch verstanden?

Gruß:

Christian

Hallo Martin,

Das war in Deutschland (Aachen). Weil ich keinen Tacho hatte, fand ich das nicht lustig und wurde wohl etwas patzig. Da entschied sich der Freund und Helfer dann, mein Fahrrad auch noch zu untersuchen ob denn alles dran ist, was die Vorschriften sagen und alles auch funktioniert.

In USA gibt es auch Vorschriften, man sieht es aber nicht ganz so verkniffen. Hier sind Blitz-LED erlaubt und die sind vom Auto aus am besten zu sehen. Leider haben aber viele Fahrraeder ueberhaupt keine Beleuchtung und ich haette fast mal jemanden auf der Haube gehabt deswegen. Wenn man hier im Laden ein Rad kauft, kommt das ohne Licht. Bis auf die Polizeifahrraeder, die haben sogar Blaulicht.

Gruesse, Joerg

formatting link

Mon, 27 Sep 2004 15:00:47 +0200, Christian Hoffmann:

Korrekt.

Das würde schon funktionieren - allerdings braucht es auch da keinen Spannungsverdoppler sondern einen ausreichend dimensionierten Parallelregler. In der Praxis reicht aber die von mir vorgeschlagene Lösung mit dem Vorwiderstand und hat keine wesentlichen Nachteile, ist dafür aber extrem einfach zu realisieren.

Das wirklich anspruchsvolle ist dann eine gute Optik, um das (wenige) Licht effizient auf die Straße zu bringen.

Andreas

Hallo Andreas,

| In Deutschland waren und sind weiße LED-Scheinwerfer am Fahrrad erlaubt, | sofern sie hell genug sind. Bislang waren sie einfach zu dunkel.

IMHO ist nicht die Helligkeit sondern die Ausleuchtcharakteristik des Scheinwerfers das Thema und die bekommt man so einfach mit LEDs nicht hin. Das Normenwerk ist diesbezüglich eben noch auf dem Stand von vorvorgestern.

MArtin

| > darueber mokiert. Die einzige Knolle war wegen ueberhoehter | > Geschwindigkeit (!) in einer Baustelle. Das Auto neben mir hatte einen | > blauen Pickel auf dem Dach. Peinlich. | >

| Sind bei euch schon Fahrradtachos vorgeschrieben?

Das ist so wie mit Deinem Auto oder Motorrad. Nur wenn ein Tacho drin ist muss er auch funktionieren. Ist keiner drin, bist Du selbst verantwortlich für die angepasste bzw erlaubte Geschwindigkeit. An die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit muss man sich natürlich auch als Fahrradfahrer halten. Z.B. in Tempo 30 Zonen nicht Rasen wie sonst wer ;-) Die Zonen werden ja nicht nur zum Vergnügen der Polizisten eingerichtet.

MArtin

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required