Minimierung der Reflexion elektromagnetischer Wellen - theoretisch und praktisch

Kann man eine Farbe entwickeln, die elektromagnetische Wellen auf leitendem Untergrund weniger reflektiert?-
Ja, man kann es theoretisch herleiten und zusammenmixen aus einer
dielektrischen Farbe mit leitenden Zusätzen.
www.leobaumann.de/Reflex.de
Leo
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On 03.01.2013 15:54, Leo Baumann wrote:

Suche mal nach "Stealth". Die Beschichtung ist auch ein Teil der Lösung.
Marcel
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Ich bräucht ne Farbe mit maxwellschen Dämonen innendrin, die man je nach Bedarf umpolen kann.
Gruß R.R.
--
Ich bin unschuldig, ich hab sie nicht gewählt!

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On 03-01-2013 15:54, Leo Baumann wrote:

Warum sollte man die entwickeln, die kannst du doch an jeder Ecke kaufen. Mattschwarze Farbe ist erfunden :-)
Gruss Klaus
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Klaus Bahner wrote:

Quatsch
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Thus spoke Leo Baumann:

Klaus hat recht. Mattschwarze Farbe absorbiert EM-Wellen zwischen ca. 400THz und 780THz ziemlich gut. Je nach Farbe durchaus auch 'runter bis 100THz und darunter.
HTH,
Sebastian
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Sebastian Suchanek wrote:

Ja, Lichtwellen :-) aber keineswegs im RADAR-Frequenzbereich :-)
Leo
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On 03-01-2013 22:17, Leo Baumann wrote:

Voellig klar, aber du sprachst ganz allgemein von elektromagnetischen Wellen ohne jegliche Einschraenkungen.
Gleichzeitig bist du der, der sich ueber das Niveau hier beklagt. Zitat: >de.sci.ing.elektrotechnik ist verkommen zu de.sci.computer-click ohne >know-how!
Ich konnte es mir deshalb nicht verkneifen, dich mit meiner Bemerkung darauf hinzuweisen, dass deine Rechenuebungen nicht besonders ueberzeugend sind, wenn du dir nicht einmal die Muehe machst deine Randbedingungen klar zu definieren.
Gruss Klaus
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Leo Baumann schrieb:

Hallo,
im Bereich von Licht macht man ja sowas mit Vergütungen auf Linsen aus optischen Glas. Da muß aber die Schichtdicke zur Wellenlänge passen. Bei Wellen im GHz Bereich ergäbe das aber sehr dicke Farbschichten.
Bye
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Uwe Hercksen schrieb:

optischen Glas. Da muß aber die Schichtdicke zur Wellenlänge passen. Bei Wellen im GHz

Daher nimmt man eher absorbierende Schichten und vermeidet Winkel der Glanzreflexion. Oder man verwirrt den Gegner. Die Tommies hatten den deutschen U-Booten dermassen zugesetzt, dass klar war, dass die ein neues Ortungsmittel besitzen müssen. Den Briten gelang es dann, ein "Kriegsgeheimnis" gezielt raussickern zu lassen bezüglich eines neuen Infrarotsystems. Die U-Boote wurden dann in bemerkenswert kurzer Zeit mit einer neu entwickelten Farbe auf der Basis eines Christiansen-Filters gestrichen, welche den Booten im IR-Bereich Stealth-Eigenschaften verliehen. Hatten die Briten dann später neidvoll zugegeben. Gegen das tatsächlich verwendete Radar hat es allerdings nichts genutzt. (Quelle findet sich IIRC in Weber/Mendoza: A random walk in science)
--
mfg Rolf Bombach

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Am 14.02.2013 22:49, schrieb Rolf Bombach:

Man war ja deutscherseits der Ansicht, das sich cm-Wellen für Radargeräte wg. zu erwartender Spiegelung nicht eignen würde. Das und die Forderung nach durchstimmbaren Leistungsröhren hat die Entwicklung auf dem cm-Gebiet behindert. Erst nachdem ein Rotterdamgerät (H2S-Gerät) rekonstruiert und am 22. Dezember 1943 in ein Würzburg-Gerät eingebaut und auf Anhieb eine Reichweite von 30_km erreichte, setzte ein Erdrutsch in der Beurteilung des Wertes der cm-Wellen ein. Die Schätzung bei dem Versuch lag bei 8_km. Danach wurden umgehend verschiedenen Stör. und Tarnmöglichkeiten erprobt. Darunter passive Tripelspiegel und auch "schwarze" Tarnungen für Schnorchel von U-Booten (Tarnname Schornsteinfeger). Diese Entwicklung war bis zum Kriegsende nicht abgeschlossen. (Quelle: Hefte zur Geschichte der Funkortung. Vortrag von Prof. Dipl.Ing. L. Brandt; "Der Stand der deutschen Zentimeterwellen-Technik am Ende des 2. Weltkriegs)
Ein IR-Zielsuchkopf "Hamburg" der Firma ELAC (Dr. Kutscher) war am Kriegsende reif für die Erprobung und sollte in eine BV 143 eingebaut werden. Dazu kams dann nicht mehr. Die IR-Fotozelle, die in einem Spiegel saß, war vermutlich mit Kohlensäureschnee gekühlt. (Quelle: "Die deutschen Funklenkverfahren bis 1945" Fritz Trenkle; Hüthig Verlag.
--
mfg hdw


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Horst-D.Winzler schrieb:

behindert. Erst nachdem ein Rotterdamgerät (H2S-Gerät) rekonstruiert und am 22. Dezember

30_km erreichte, setzte ein Erdrutsch in der Beurteilung des Wertes der cm-Wellen ein.

verschiedenen Stör. und Tarnmöglichkeiten erprobt. Darunter passive Tripelspiegel und auch

Brandt; "Der Stand der deutschen Zentimeterwellen-Technik am Ende des 2. Weltkriegs)
Ich nehme mal an [1], im H2S wurde ein Magnetron verwendet, alldieweil dies auch schon 1939 von Randall und Boot - aus dem von Hull 1921 in der Urform konstruierten und nicht tauglichen - entwickelt wurde. Die Gebrüder Varian konnten ja die Klystronvariante nicht zum laufen bringen. Da wurden dann wohl zu wenige oder zu schwache "detonators" drum rum gepackt, sodass man das Teil rekonstruieren konnte. Ein Kollege, der sich etwas zu ernsthaft mit der Radargeschichte auseinandersetzt, hat an diversen neueren Magnetrons Sprengversuche durchführen lassen. Die Resultate hab ich mal gesehen, dieser Kupferklotz ist extrem zäh.

reif für die Erprobung und sollte in eine BV 143 eingebaut werden. Dazu kams dann

"Heutige" Kühlung ist nicht viel anders: W.A. Little, Microminiature Refrigeration, Rev Sci Instrum 55(1984)661. Fragt mich nicht, warum ich mir den Autorennamen zu diesem Thema merken konnte ;-)
[1] G.W.A. Dummer, der eigentlich persönlich am H2S rumgeschraubt hatte, erwähnte in einem Kurzartikel zum H2S das Magnetron nicht, nur seinen Aufbau der Polar-Ablenkung am Schirm.
--
mfg Rolf Bombach

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Am 02.04.2013 20:34, schrieb Rolf Bombach:

Ja, sogar in einem der ersten Radargeräte die eingesetzt wurden. mW auf direkte Anordnung von Churchill. Man befürchtet ja, was dann auch passierte, daß das Flugzeug abgeschossen würde. Das Gerät war sehr stark zerstört. Allerdings das Magnetron war heil geblieben. Du weißt ja warum. Die Antenne war nicht mehr auffindbar.
Es hat etwa ein Jahr gedauert, bis das Gerät rekonstruiert war. Zwischendurch ist es durch einen Bombentreffer ins Labor, wieder zerstört worden. Warum auf deutscher Seite nicht sofort mit einer eigenen Entwicklung begonnen wurde, ist bis heute ein Geheimnis geblieben. Als das Gerät dann getestet wurde, und es sich zeigte, wie gut das Gerät die Umgebung auf dem Schirm abbildete, setzte erdrutschartig auf deutscher Seite die Entwicklung von cm-Radargeräten ein.

Wundert mich allerdings. Die polare Ablenkung wurde mW zuerst im A2 (1938) von der Fa. C. Lorenz eingesetzt. Der Vorläufer, das A1, nutzte noch die "lineare" Darstellung. Telefunken arbeitet erst später mit der polaren Darstellung.
--
mfg hdw


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Horst-D.Winzler schrieb:

Es war nichts da, womit man entwickeln konnte. Erst die gebündelten Bemühungen zum Nachbau von Rotterdam entfesselte nicht nur die Bauteilentwickung und Schaltungstechnik, sondern auch ganz triviale Voraussetzung wie die Ausstattung mit Meßgeräten. Ausserdem war der Nachbau wegen der teilweisen Zerstörung der ersten Beuteanlagen durchaus in Teilen eigene Entwicklung.

Die Leistungsfähigkeit war parallel durch Überläufer schon bekannt, ein wesentlicher Zweck des Nachbaus war das Ermitteln der Störfähigkeit. Interessant ist dabei, dass sich die Amerikaner schon Anfang 43 mit deutschen ubootgestützten Störsendern auf 9cm konfrontiert glaubten, ein Jahr bevor diese überhaupt gebaut wurden.
Siegfried
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Rolf Bombach schrieb:

Hallo,
hier http://www.radarworld.org/england.html http://en.wikipedia.org/wiki/H2S_radar http://www.rquirk.com/cdnradar/cor/chapter17.pdf
ist man der Meinung das für H2S ein Magnetron benutzt wurde.
Bye
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Rolf Bombach schrieb:

Hallo,
eine Beschichtung gegen Radar hat man wohl auch noch entwickelt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schnorchel_%28U-Boot%29
den ?Leitwert-Sumpf? und die ?Weschmatte?.
Bye
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