Neukurve aufnehmen bei ferromagnetischen Trafokernen / warum Integrierer?

Hallo zusammen,
hier eine Aufgabe aus dem E-Technik-Studium: Es soll eine Neukurve eines entmagnetisierten Eisenkerns aufgenommen
werden. An der Primärseite wird wird über einen Widerstand R_1 in Reihe zur Primärwicklung die Spannung an das Scope geführt als Kennzeichen für die Feldstärke H. An der Sekundärseite wird eine RC-Reihenschaltung (R_2 und C in Reihe) angeschlossen; über C wird die Spannung abgegriffen und an den zweiten Eingang des Scope geführt. (Integrierschaltung) So ein Versuchsaufbau; in einer Variante, die ich im Netz fand, war sekundärseitig eine Integrierschaltung mit OP angeschlossen, die aber das gleiche Ergebnis liefert (zum Verständnis des Vorgangs, sicher nicht im Detail .... Aber darum geht es hier nicht).
Primärseitig wird nun eine Wechselspannung angeschlossen. Wir erhalten zu Beginn die Neukurve und nach Erreichen des pos. Maximums von H (also I auf der Primärseite) die vollständige Hysterekurve für den Versuchsaufbau mit diesem Kern des Trafos.
Warum wird eine Integrierschatung für die Aufnahme der Kurve gewählt? Leider kann ich den Versuch bei mir nicht aufbauen; ginge nicht auch einfach ein ohmscher Widerstand auf der Sekundärseite des Trafos über den ich die Spannung abgreife?
Für mich ergibt sich bei genügend groß gewähltem tau = R_2 * C nur der Vorteil, auch geringe Frequenzen der Primärspannung für den Versuch wählen zu können, und den sekundärseitig in die Wicklung induzierten Fluß möglichst vollends zu erfassen.
Vielleicht hat von Euch jemand eine bessere Erklärung ...
Vielen Dank für Eure Hinweise.
Ciao, Andreas
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On 11.08.13 18.50, Andreas Schmidt wrote:

Du willst ja H und B haben und nicht irgendetwas anderes.
B ist bei gegebenem Trafo proportional Phi (magnetischer Fluss). Und Phi ist das Integral der Induktionsspannung - voila!

Nein, dann würdest faktisch Du den Strom messen oder auch die Induktionsspannung - je nach Größe von R. Bei kleinem R würde der Trafo kurzgeschlossen und entsprechend kaum noch Feld aufgebaut. Bei großem R wäre er einfach nur ein bisschen belastet, und man sähe einfach nur die leicht reduzierte Induktionsspannung - die ist aber faktisch nichts anderes als die Eingangsspannung abzüglich ein paar Verluste.
Btw. falls Dein Oszi integrieren kann, kannst Du Dir die ganze Kapriole mit dem Integrator auch sparen und die Induktionsspannung direkt nehmen.

Die Erklärung habe ich jetzt nicht verstanden.
Marcel
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Ciao, Andreas
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Andreas Schmidt schrieb:

Auch wenns nicht drum geht: Ein RC-Glied ist ein Filter und kein Integrator. Das Ausgangssignal nähert sich asymptotisch dem Eingangssignal. Beim Integrator geht das Ausgangssignal bei nicht verschwindendem Eingangssignal linear gegen Unendlich, naja, er integriert eben richtig. Hinreichend genau wird das RC-Billigmodell dann nur, wenn die Eingangs- spannung viel grösser ist als die Spannung, die sich am C aufsummiert. (Was dann indirekt zu einer ungewöhnlich grossen Zeitkonstante führt). Achtung bei grossem R, da Ri vom Oszi normalerweise auch nur 1 Megaohm.
--
mfg Rolf Bombach

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